Skip to content
Artwork for Retina View

Retina View

Retina View

Interviews zur Netzhautforschung

Play
  • 20 episodes
  • monthly
  • Avg 31 min
  • German
  • August 28 · 26 min

    Biomarker: Früher erkennen. Präziser behandeln

    In dieser Ausgabe von Retina View sprechen wir mit Prof. Dr. Albrecht Lommatzsch über ein Thema, das die Behandlung der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) in den kommenden Jahren entscheidend verändern könnte: Biomarker. Was sind Biomarker überhaupt – und warum sind sie für Menschen mit AMD so wichtig? Prof. Lommatzsch erklärt verständlich, wie moderne Bildgebung und die Analyse kleinster Veränderungen in der Netzhaut helfen können, den Krankheitsverlauf besser einzuschätzen und Therapien gezielter zu steuern. Ziel ist es, Veränderungen möglichst früh zu erkennen – idealerweise noch bevor Flüssigkeitdie empfindlichen Sehzellen dauerhaft schädigt. Im Gespräch geht es außerdem um die Chancen der künstlichen Intelligenz in der Augenheilkunde. KI kann OCT-Aufnahmen auswerten, Biomarker erkennen und Augenärzte bei Diagnosen und Therapieentscheidungen unterstützen. Dabei macht Prof. Lommatzsch deutlich: Die künstliche Intelligenz ersetzt den Arzt nicht – sie ist ein wertvolles Werkzeug, das medizinische Entscheidungen unterstützt, aber nicht übernimmt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie sich die Behandlung der feuchten AMD künftig individualisieren lässt. Können Biomarker helfen, den optimalen Zeitpunkt für eine Therapie zu bestimmen? Wird es möglich sein, denBehandlungsbedarf eines Patienten besser vorherzusagen und damit die Belastung durch häufige Kontrolltermine und intravitreale Injektionen zu reduzieren? Auch der Blick in die Zukunft kommt nicht zu kurz: Prof. Lommatzsch berichtet über neue Medikamente, Gentherapien und die Hoffnung, dass die AMD eines Tages nicht nur behandelt, sondern deutlich früher erkannt und ihr Fortschreiten langfristig verhindert werden kann. Zum Abschluss gibt der Netzhautspezialist praktische Empfehlungen für Betroffene und ihre Angehörigen – von einem gesunden Lebensstil über regelmäßigeaugenärztliche Vorsorge bei familiärer Vorbelastung bis hin zur Bedeutung eines verlässlichen Unterstützungsnetzwerks im Alltag. Themen dieser Folge: Was Biomarker über eine AMD verraten+ Früherkennung statt Schadensbegrenzung Moderne OCT-Bildgebung und künstliche Intelligenz Individualisierte Therapie der feuchten AMD Zukunftsperspektiven: Präzisionsmedien und Gentherapie Praktische Tipps für Menschen mit AMD und ihre Familien Prof. Dr. Albrecht Lommatzsch leitet seit vielen Jahren die retinologische Abteilung am Augenzentrum des St. Franziskus-Hospitals Münster und zählt zu den führenden Experten auf dem Gebiet der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Erforschung vonBiomarkern, moderner OCT-Bildgebung und innovativen Therapieansätzen, die eine individuellere und möglichst frühzeitige Behandlung von Menschen mit AMD ermöglichen. Weiterführende Informationen unter folgenden Links: https://www.augen-franziskus.de/?utm_source=chatgpt.com Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet diese. Mehr Informationen zu unserer Arbeit unter www.retinaplus.de Ihre Meinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796456 19 Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.“ AbonnierenSie auch unseren kostenlosen Newsletter unter: https://www.retinaplus.de/newsletter/

  • July 31 · 33 min

    CCS verstehen: Was die Forschung heute weiß

    In dieser Folge von Retina View geht es um die Chorioretinopathia centralis serosa (CCS), früher auch als RCS bezeichnet. Sie ist seit mehr als 150 Jahren bekannt – und dennoch gibt sie der Forschung bis heute viele Rätsel auf. Warum entsteht die Erkrankung? Welche Rolle spielen Kortison, Stress und genetische Faktoren? Und warum heilt sie bei vielen Patienten von selbst, während sie bei anderen chronisch verläuft? Zu Gast ist Prof. Dr. Dr. Clemens Lange, Facharzt für Augenheilkunde am Augenzentrum des St. Franziskus-Hospitals Münster. Er zählt zu den führenden Experten auf dem Gebiet der CCS-Forschung, ist Gründer des europäischen CCS-Registers und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen zur Erkrankung. Seine Forschung beschäftigt sich insbesondere mit modernen Bildgebungsverfahren, Biomarkern und der Entwicklung evidenzbasierter Therapien. Gemeinsam mit Moderator Thomas M. Duda spricht Prof. Lange über den aktuellen Stand der Forschung und erklärt verständlich, was heute über die Erkrankung bekannt ist – und wo noch erheblicher Forschungsbedarf besteht. Im Mittelpunkt dieser Folge stehen: die aktuellen Erkenntnisse zur Entstehung der CCS, die wissenschaftliche Evidenz hinter dem oft diskutierten Zusammenhang mit Stress, moderne Bildgebung und die Suche nach Biomarkern, das europäische CCS-Register mit inzwischen über 1.500 Patienten, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Auswertung von Bilddaten, sowie die Frage, welche Therapien heute wissenschaftlich belegt sind – und welche nicht. Außerdem erläutert Prof. Lange, warum hochwertige klinische Studien bei CCS besonders anspruchsvoll sind, welche Forschungsschwerpunkte er für die kommenden Jahre sieht und wie Betroffene durch eine Teilnahme am CCS-Register die Forschung unterstützen können. Weiterführende Informationen unter folgenden Links: Deutsches Register-Chorioretionathie Centralis Serosa (CCS): http://ccs-register.de/ Stellungnahme derFachgesellschaft DOG: https://dog.org/fuer-aerzte/leitlinien-stellungnahmen-empfehlungen/diabetes-glaskoerper-netzhaut/stellungnahmen-diabetes-glaskoerper-netzhaut/stellungnahme-von-dog-rg-und-bva-zur-chorioretinopathia-centralis-serosa-ccs Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet diese. Mehr Informationen zu unserer Arbeit unter www.retinaplus.de IhreMeinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796 456 19 Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.“ AbonnierenSie auch unseren kostenlosen Newsletter unter: https://www.retinaplus.de/newsletter/

  • June 26 · 27 min

    Marine Vision – Neue Therapieansätze bei AMD mit Fucoidanen

    In dieser Folge von Retina View begrüßen wir Prof. Alexa Klettner, Expertin für das retinale Pigmentepithel und langjährige Forscherin auf dem Gebiet der altersabhängigen Makuladegeneration. Sie gibt persönliche Einblicke in ihrenwissenschaftlichen Werdegang und erzählt, was sie seit über zwei Jahrzehnten in der Augenheilkunde antreibt. Ein besonderer Moment ihrer Forschung begann – wie so oft in der Wissenschaft – mit einem Zufall: der Entdeckung der Fucoidane. Diese aus Braunalgen gewonnenen Polysaccharide rücken zunehmend in den Fokus als potenzieller multifaktorieller Therapieansatz für die altersabhängige Makula Degeneration (AMD). Wir erklären einfach verständlich, was Fucoidane sind, wie sie im Körper wirken und warum sie gleich mehrere wichtige Prozesse der Krankheit gleichzeitig beeinflussen könnten – zum Beispiel Entzündungen, Zellschäden durch „oxidativen Stress“ und das Wachstum neuer, schädlicher Blutgefäße. Im Gespräch beleuchten wir auch die entscheidende Frage: Worin unterscheiden sich Fucoidane von bestehenden Therapien – und welchen konkreten Vorteil könnten sie für Patientinnen und Patienten bieten? Außerdem werfen wir einen Blick auf den aktuellen Stand der Forschung – von Zellkulturmodellen über Ergebnisse im Zebrafisch bis hin zu geplanten Studien am Menschen. Was bedeuten diese Schritte auf der Zeitachse klinischer Entwicklung? Darüber hinaus sprechen wir über praktische Aspekte: Wie werden klinische Studien vorbereitet und durchgeführt? Wo könnten sie stattfinden? Wie werden Fucoidane gewonnen und welche Rolle spielt deren Qualität? Zum Abschluss wagen wir einen Ausblick: Können Fucoidane künftig dazu beitragen, das Fortschreiten der AMD zu verlangsamen und invasive Behandlungen zu reduzieren? Eine Folge über wissenschaftliche Neugier, unerwartete Entdeckungen und die Zukunft innovativer Therapien in der Ophthalmologie. Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet diese. Mehr Informationen zu unserer Arbeit unter www.retinaplus.de Ihre Meinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796456 19 Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.“ AbonnierenSie auch unseren kostenlosen Newsletter unter: https://www.retinaplus.de/newsletter/ Retina plus e.V. www.retinaplus.de Whats App Kanal und Kontakt: 0156 796 456 19 Unterstützen Sie unseren gemeinnützigen Verein miteiner kleinen Spende. Jeder Euro hilft, um Perspektiven für Menschen mit Sehverlust zu verbessern. Spendenkonto Retina plus e.V., IBAN Nr. DE11 3705 0198 1958 2974 24, BICCOLSDE33 XXX, Sparkasse Köln/Bonn Eingetragen in das Vereinsregister beim Amtsgericht Bonn unter der Nummer VR12625. Retina plus – kompetent bei Sehverlust

  • June 2 · 53 min

    Morbus Stargardt: Forschung zwischen Geduld und Fortschritt

    Was bedeutet Fortschritt in der Netzhautforschung wirklich? Und warum braucht Wissenschaft manchmal viele Jahre, um den nächstenwichtigen Schritt zu erreichen? In dieser Folge von Retina View spricht Moderator Thomas M. Dudamit Hendrik P. N. Scholl über den aktuellen Stand der Forschung zu MorbusStargardt – einer der häufigsten erblich bedingten Netzhauterkrankungen. Gemeinsam werfen sie einen verständlichen Blick hinter dieKulissen moderner Netzhautforschung: Wie entsteht aus biologischen Erkenntnissen überhaupt eineklinische Studie? Warum sind sogenannte Natural-History-Studien wie ProgStar sowichtig? Und weshalb stehen Geduld, Präzision und wissenschaftliche Sorgfaltoft im Mittelpunkt – auch dann, wenn Betroffene verständlicherweise aufschnelle Fortschritte hoffen? Außerdem geht es um aktuelle klinische Studien wie dasDRAGON-Programm sowie um die Frage, was Ergebnisse aus solchen Studientatsächlich bedeuten – wissenschaftlich, medizinisch und im Alltag von Menschenmit Stargardt. Die Folge zeigt: · wie Forschung Schritt für Schritt funktioniert, · warum Fortschritt nicht immer spektakulär aussehenmuss, · und weshalb realistische Hoffnung wichtiger ist alsvorschnelle Versprechen. Eine Episode über Wissenschaft, Verantwortung und die Menschen,die jeden Tag daran arbeiten, Netzhauterkrankungen besser zu verstehen. Prof. Hendrik P. N. Scholl zählt international zu den renommiertestenExperten für erbliche Netzhauterkrankungen. Seit vielen Jahren widmet er sichder Erforschung degenerativer Erkrankungen der Netzhaut – insbesondere demMorbus Stargardt und anderen seltenen retinalen Dystrophien. Seine Arbeitverbindet Grundlagenforschung, moderne Bildgebung und klinische Studien mit demZiel, Krankheitsverläufe besser zu verstehen und neue Therapieansätzewissenschaftlich fundiert zu entwickeln. Als langjähriger Leiter großer internationaler Forschungsprojekte– darunter die wegweisende ProgStar-Studie – hat Prof. Scholl entscheidend dazubeigetragen, die Grundlagen für heutige klinische Studien bei Stargardt zuschaffen. Heute ist er Chief Medical Officer bei Belite Bio und begleitet dort die Entwicklung neuerTherapieansätze für erbliche Netzhauterkrankungen. Seine Arbeit steht fürwissenschaftliche Präzision, internationale Zusammenarbeit und den Anspruch,Fortschritt verantwortungsvoll und transparent zu gestalten. +++ Kurz nach der Aufzeichnung dieser Podcastfolge veröffentlichteBelite Bio eine weitere wichtigeEntwicklung: Das Unternehmen hat bei der US-amerikanischen ArzneimittelbehördeFDA mit der sogenannten „Rolling Submission“ des Zulassungsantrags für denWirkstoff Tinlarebant zur Behandlung von Morbus Stargardt begonnen. Grundlagedafür sind unter anderem die Ergebnisse der Phase-3-Studie DRAGON. Sollte dasVerfahren erfolgreich verlaufen, könnte Tinlarebant die erste zugelasseneTherapie für Stargardt werden. Gleichzeitig gilt weiterhin: Auch einZulassungsverfahren ist ein mehrstufiger wissenschaftlicher und regulatorischerProzess, dessen Ausgang sorgfältig geprüft wird. Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiertüber neue Forschungsansätze und begleitet diese. Mehr Details unter https://investors.belitebio.com/news-releases/news-release-details/belite-bio-initiates-rolling-submission-new-drug-application-us Mehr Informationen zu unserer Arbeit unter www.retinaplus.de Ihre Meinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796 456 19 Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.“ Abonnieren Sie auch unseren kostenlosen Newsletter unter: https://www.retinaplus.de/newsletter/ Retina View – DerPodcast, der neue Perspektiven eröffnet.

  • April 24 · 42 min

    Zwischen Versorgung und Forschung: Das Potenzial von oregis

    In dieser Episode von Retina View werfen wir einen genaueren Blick auf das Register „oregis“ der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft – ein zukunftsweisendes Projekt, das die Versorgungsrealität in der Augenheilkunde erstmals umfassend und sektorenübergreifendabbilden soll. Wir beleuchten, was oregis ist, wie es sich von bestehenden Registern unterscheidet und warum es als erstes krankheitsübergreifendes Real-World-Datenregister in Deutschland eine besondere Rolle einnimmt. Währendklassische Register meist auf einzelne Erkrankungen fokussiert sind, verfolgt oregis einen offenen Ansatz: Es sammelt anonymisierte Daten aus Klinik und Praxis in Echtzeit – mit dem Ziel, ein realistisches Bild der Versorgung zu schaffen. Doch wie werden diese Daten heute schon genutzt, und wo liegen aktuell noch Grenzen? Die Episode zeigt, inwiefern oregis bereits zur Versorgungsforschung beiträgt, warum es bislang nur eingeschränkt für die gezielte Rekrutierung klinischer Studien geeignet ist und welche Weiterentwicklungen – etwa in Form von Subregistern oder erweiterten Datenmodellen – denkbar sind. Auch der Blick nach vorn spielt eine zentrale Rolle: Welche Ziele verfolgt oregis langfristig? Wie groß muss dieDatenbasis werden, um belastbare Aussagen zu ermöglichen? Und welche Impulse könnte ein zukünftiges Registergesetz liefern? Ein besonderer Fokus liegt auf der Perspektive der Patienten: Welche Möglichkeiten gibt es, Einfluss zu nehmen? Und warum kann es entscheidend sein, das eigene Behandlungszentrum aktiv auf die Teilnahme an oregis anzusprechen? Denn klar ist: Ohne Daten keine Forschung – und ohne Forschung kein Fortschritt in der Versorgung. Call to Action: Sprechen Sie Ihr behandelndes Zentrum oder Ihren Augenarzt aktiv auf oregis an und fragen Sie nach einer Teilnahme. Auch wenn Patienten nur begrenzten direkten Einfluss auf Forschung haben, besteht hier eine konkrete Möglichkeit, die Weiterentwicklung der Augenheilkunde zu unterstützen. Je mehr Einrichtungen und Daten eingebunden sind, desto größer ist der Nutzen für die Versorgung von morgen. Die Pilotphase des Registers ist abgeschlossen und mit aktuellüber 2,5 Millionen erfassten Patienten hat oregis bereits einen wichtigen Meilenstein erreicht. Gleichzeitig steht das Projekt an einem entscheidenden Punkt: Ziel ist es, möglichst viele Praxen und Kliniken anzuschließen, um die Datenbasis weiter zu verbreitern und die Aussagekraft der Analysen zu stärken. Erste Forschungsanfragen und wissenschaftliche Publikationen zeigen bereits heute, dass oregis aktiv zur Versorgungsforschung beiträgt. Unsere Gesprächspartner: Prof. Dr. Nicole Eter, Direktorin der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Münster, Präsidentin von EURETINA und eine der zentralen Persönlichkeiten beim Aufbau von oregis. Die frühere DOG-Präsidentin ist in zahlreichen wissenschaftlichen Gremien aktiv und hat mehr als 300 Fachpublikationenveröffentlicht. Dr. Dipl.-Kfm. Philip Gass ist seit 2003 Geschäftsführer der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und verantwortet die organisatorischen Belange der Fachgesellschaft. Die DOG ist die älteste augenärztliche Fachgesellschaft der Welt und fördert Forschung, Lehre sowie Weiterbildung in der Augenheilkunde. Mit dieser Episode unterstreicht Retina View seinen Anspruch,Forschung verständlich zu machen, Impulse zu setzen und den Dialog zwischenMedizin, Wissenschaft und Betroffenen aktiv zu fördern. Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiertüber neue Forschungsansätze und begleitet diese. Mehr Details unter https://oregis.de/ Mehr Informationen zu unserer Arbeit unter www.retinaplus.de Ihre Meinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796 456 19 Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer. Abonnieren Sie auchunseren kostenlosen Newsletter unter: https://www.retinaplus.de/newsletter/

  • March 27 · 28 min

    Transplantation von RPE-Zellen im Schweinemodell – Therapieansatz für verschiedene Formen der AMD

    Zu Gast: Prof. Dr. Dr. Knut Stieger, Universitäts-Augenklinik Gießen Prof. Dr. Lyubomyr Lytvynchuk, Direktor der Universitäts-Augenklinik Gießen Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine der häufigsten Ursachen für schweren Sehverlust im höheren Lebensalter – und bislang gibt es für die häufigere, sogenannte „trockene“ Form keine ursächliche Therapie. Doch ein innovativer Forschungsansatz macht Hoffnung: die Transplantation von retinalen Pigmentepithelzellen (RPE-Zellen). In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Knut Stieger und Prof. Lyubomyr Lytvynchuk von der Universitäts-Augenklinik Gießen über ein spannendes präklinisches Forschungsprojekt, bei dem RPE-Zellen im Schweinemodell transplantiert wurden. Ziel ist es, die Funktion geschädigter Netzhautschichten wiederherzustellen – ein möglicher Meilenstein auf dem Weg zu neuen Therapieformen für AMD und andere degenerative Netzhauterkrankungen. Unsere Gäste erklären: Welche Rolle das retinale Pigmentepithel(RPE) in der Netzhaut spielt, wie die Transplantation von RPE-Zellen technisch durchgeführt wird, woher die Zellen stammen und wie sie im Labor vorbereitet werden, welche Herausforderungen bei der Integration ins Wirtsgewebe und bei der Immunabwehr bestehen, und welche Bedeutung diese Forschung für Patientinnen und Patienten in Zukunft haben könnte. Neben wissenschaftlichen Details geht es auch um die Vision einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Zellbiologie, Chirurgie und klinischer Forschung – und um die Frage, ob die RPE-Transplantation auch bei anderen Netzhauterkrankungen Anwendung finden könnte. Diese Episode zeigt, wie aus Grundlagenforschung konkrete Hoffnung entstehen kann – Schritt für Schritt, Zelle für Zelle. Retina View gibt Einblicke hinter die Kulissen aktueller Forschung und bringt Sie näher an die Menschen, die daran arbeiten, Sehen wieder möglich zu machen. Moderation: Thomas M. Duda Eine Produktion von Retina plus – Das Experten- und Selbsthilfenetzwerk für Netzhautforschung und Sehverlust Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig undpatientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Fortschritte aufmerksam. Mehr Informationen zu unserer Arbeit: www.retinaplus.de Ihre Meinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796 456 19 Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.“ Abonnieren Sie auchunseren kostenlosen Newsletter unter: https://www.retinaplus.de/newsletter/

  • February 27 · 49 min

    Was erinnert unser Auge? – Immungedächtnis und neue Perspektiven für Augenerkrankungen

    Zum Tag der seltenen Erkrankungen widmet sich diese Folge von Retina View einem Forschungsfeld, das unser Verständnis von Augenerkrankungen grundlegend verändert: dem Immungedächtnis im Auge. Unser Auge gilt als immunologisch besonders geschützt – und doch spielen Immunzellen eine entscheidende Rolle bei vielen entzündlichen und degenerativen Erkrankungen der Netzhaut. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie das Immunsystem im Auge „lernt“, was es speichert – und warum es manchmal zu stark reagiert. Wir klären: Was bedeutet Immungedächtnis überhaupt – und kann es auch im Auge existieren? Welche Rolle spielen Mikroglia, die Immunzellen der Netzhaut? Wie können frühere Entzündungen oder Reize langfristige Spuren hinterlassen? Warum sind diese Mechanismen besonders relevant für seltene, aber auch für häufige Augenerkrankungen? Die Folge zeigt, warum Grundlagenforschung ein entscheidender Schlüssel ist – gerade für Erkrankungen, für die es bislang nur wenige Therapien gibt – und welche neuen therapeutischen Perspektiven sich aus der Augenimmunologie ergeben könnten. Und auch wenn wir den Tag der seltenen Erkrankungen heute als Anlass nehmen, zeigt die Förderung des Immungedächtnis-Projekts von Prof. Langmann, wie grundlegende immunologische Mechanismen, die wir im Auge entdecken, nicht nur seltene Leiden betreffen, sondern auch für viel häufigere Netzhauterkrankungen wie AMD oder diabetische Retinopathie zentrale Bedeutung haben Zu Gast ist Thomas Langmann, Univ.-Prof. Dr. rer. nat., Direktordes Lehrstuhls für Experimentelle Immunologie des Auges am Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln. Er forscht seit vielen Jahren an den immunologischen Mechanismen entzündlicher und degenerativer Augenerkrankungen und leitet aktuell ein DFG-gefördertes Projekt zum Immungedächtnis im Auge. Eine Episode für alle, die verstehen möchten, wie eng Sehen,Immunsystem und moderne Forschung miteinander verbunden sind. Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Fortschritte aufmerksam. Mehr Informationen zu unserer Arbeit: www.retinaplus.de Ihre Meinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796 456 19 Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.“ Abonnieren Sie auchunseren kostenlosen Newsletter unter: https://www.retinaplus.de/newsletter/

  • January 30 · 15 min

    Bionisches Sehen bei trockener AMD: Was das PRIMA-Implantat leisten kann

    In dieser aktuellen Folge des Podcasts Retina View sprechen wir über einen möglichen Meilenstein in der Behandlung der trockenen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD): das PRIMA-Implantat, einen bionischen Netzhautchip zur teilweisen Wiederherstellung des zentralen Sehens bei geographischer Atrophie. Anlass ist der erfolgreiche Abschluss der europäischenPRIMAvera-Studie, in der 38 Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenertrockener AMD behandelt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass das Implantat sicher ist und bei ausgewählten Betroffenen eine klinisch relevante Verbesserung der zentralen Wahrnehmung ermöglichen kann. Im Gespräch erläutern wir: was geographische Atrophie für Betroffene bedeutet warum es in Deutschland bislang keine zugelassenenmedikamentösen Therapien gibt wie das PRIMA-Implantat technisch funktioniert für wen diese neue Behandlungsoption infrage kommenkönnte welche Schritte nun auf dem Weg zur möglichenVersorgung in Deutschland folgen Dabei sprechen wir auch über realistische Erwartungen, den Stellenwert der Rehabilitation – und darüber, warum bereits die Behandlung eines Auges für den Alltag einen Unterschied machen kann. Unser Gesprächspartner: Prof. Dr. Frank G. Holz Unser Interviewgast ist Frank G. Holz, einer der international führenden Experten auf dem Gebiet der Netzhauterkrankungen. Er ist Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und seit vielen Jahren maßgeblich an der klinischen Forschung zur altersabhängigen Makuladegeneration beteiligt. Prof. Holz ist: Initiator und Leiter zahlreicher nationaler und internationalerAMD-Studien wissenschaftlicher Berater in europäischen Zulassungsverfahren ausgewiesener Experte für innovative Therapieansätze beiNetzhauterkrankungen Im Podcast ordnet er die Studienergebnisse zum PRIMA-Implantat ein, erklärt die medizinischen Hintergründe verständlich und gibt einen Ausblick darauf, welche Bedeutung diese Technologie künftig für Menschen mit geographischer Atrophie haben könnte. Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Schritte rund um das PRIMA-Implantat aufmerksam. Mehr Informationen zu unserer Arbeit: www.retinaplus.de Ihre Meinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796 456 19 Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.“ Abonnieren Sie auch unseren kostenlosen Newsletter unter: https://www.retinaplus.de/newsletter/

  • January 28 · 26 min

    HelpFix – ein Roboter als Blindenhund

    Sonderfolge von Retina View zum Internationalen Tag desBlindenführhundes (29. Januar) Zum Internationalen Tag des Blindenführhundes am 29. Januar erscheint eine Sonderfolge des Podcasts Retina View – Perspektiven aus der Forschung. Im Mittelpunkt steht diesmal nicht die klassische medizinische Netzhautforschung, sondern ein technisches Assistenzsystem, das einen entscheidenden Einfluss auf Mobilität, Orientierung und Lebensqualität von Menschen mit Sehverlust haben kann: HelpFix, ein elektronischer Blindenhund. Warum eine Sonderfolge? Bisher widmet sich jede Episode von Retina View einem Aspekt der Netzhautforschung. Junge Nachwuchstalente, etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, renommierte Forschungspreisträger und weitere Expertinnen und Experten geben Einblicke – von den Grundlagen der Netzhautbiologie bis hin zu klinischen Studien, die langfristig den Weg zu neuen Therapien ebnen könnten. Diese Folge erweitert bewusst den Blick: Auch wenn es hier nicht um medizinische Therapieansätze geht, steht dennoch Forschung im Fokus – nämlich die Entwicklung eines nicht zu unterschätzenden Hilfsmittels, das ganz konkret darüber entscheidet, wie selbstständig und mobil Menschen mit Sehverlust ihren Alltag gestalten können. Das Projekt HelpFix Im Interview sprechen Lucas Daiker, Marko Goergens und Christian Malschofsky, Studenten der Hochschule Kaiserslautern. Mit ihrem Projekt HelpFix gewann das Team in Zusammenarbeit mit 2 Studierenden der Hochschule ENSISA Mulhouse beim Drei-Länder-Mechatronik-Wettbewerb Trinatronics 2024/25 den ersten Platz. Ausgangspunkt war eine bekannte Herausforderung: Blindenführhunde sind für viele blinde Menschen unverzichtbare Begleiter – sie bieten Sicherheit, Orientierung und Vertrauen. Gleichzeitig sind sie sehr selten, teuer in der Ausbildung und nicht für jede Lebenssituation verfügbar. HelpFix versteht sich daher nicht als Ersatz, sondern als ergänzende technische Assistenz. Der Prototyp soll: über natürliche Sprache mit seinem Nutzerkommunizieren, selbstständig Wege planen, hochpräzise navigieren und Hindernisse dynamisch erkennen und umgehen. Besonders spannend sind räumlich begrenzte Einsatzszenarien, etwa auf Universitätsgeländen, in Kliniken oder Behörden, wo ein elektronischer Assistent zusätzlich erweiterte Funktionen übernehmen könnte – zum Beispiel das gezielte Auffinden bestimmter Gebäude, Eingänge oder Räume. Blick nach vorn Die Nachwuchsforscher erwägen, HelpFix weiterzuentwickeln – bis hin zur Gründung eines Start-ups. Gleichzeitig sprechen sie offen über die Realität junger Forschung: Neben Studium und mit stark begrenztem Budget sind die notwendigen Weiterentwicklungen derzeit nur schwer voranzubringen. Wer mehr über HelpFix erfahren oder das Projekt unterstützen möchte, kann sich gerne an das Podcastteam von Retina View wenden podcast@retinaplus.de. Wir stellenden Kontakt zum Entwicklerteam her und fördern den weiteren Austausch. Diese Sonderfolge zeigt: Forschung bedeutet nicht nur Medizin – sondern auch Technik, die das Leben mit Sehverlust in der Zukunft nachhaltig verbessern kann. Mehr Informationen zu unserer Arbeit: www.retinaplus.de Ihre Meinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796 456 19 Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.“ Abonnieren Sie auch unseren kostenlosen Newsletter unter: https://www.retinaplus.de/newsletter/

  • Dec 26, 2025 · 29 min

    Implantierbares Miniaturteleskop bei trockener AMD – Klinische Studie startet

    In dieser Episode von Retina View spricht Thomas M. Duda mit Prof. Dr. med. M. Schargus, Chefarzt der Augenklinik der Asklepios Klinik Nord – Heidberg, über eine neue klinische Studie, die im Januar 2026 beginnt und sich an Patientinnen und Patienten mit trockener altersbedingter Makuladegeneration (AMD) im Spätstadium richtet. Im Mittelpunkt steht ein implantierbares Miniaturteleskop. Es vergrößert zentrale Bildinhalte– ein Ansatz, der vielen Betroffenen helfen kann, wieder besser Gesichter zu erkennen, zu lesen oder alltägliche Aktivitäten zurückzugewinnen. Prof. Schargus erklärt: Welche Patienten von dieser Technologie profitieren können Wie der Eingriff durchgeführt wird Welche Ergebnisse aus bisherigen Studien vorliegen Warum postoperative Low-Vision-Rehabilitation ein entscheidender Erfolgsfaktor ist Und welche Verbesserungen im Alltag realistisch zu erwarten sind Zum Abschluss gibt er einen Ausblick auf die bevorstehende Studie und erläutert, wer in der Studie für ein implantierbare Miniaturteleskop eingeschlossen werden könnte. Interessierte Patientinnen und Patienten, die prüfen möchten, ob sie für eine Studienteilnahme infrage kommen, können sich direkt an Prof. Schargus wenden: Prof. Dr. med. M. Schargus, FEBO, MHBA Chefarzt – Augenklinik Asklepios Klinik Nord – Heidberg Tangstedter Landstr. 400 22417 Hamburg Tel.: +49 40 18 18 87-3455 (automatisches Anrufsystem, bitteKontaktdaten für Rückruf hinterlassen) e-mail: Chefarztsekretariat-Augenklinik-Nord@asklepios.com Retina plus e.V. wird auch künftig über die Fortschritte in diesem spannenden Forschungsprojekt berichten. Abonnieren Sie unseren Newsletter und unseren Podcast, um auf dem Laufenden zu bleiben. www.retinaplus.de Ihre Meinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796 456 19 Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.

  • Nov 28, 2025 · 34 min

    Der „molekulare Lichtschalter“ (ChReef) mit großem Potenzial

    Ein neues Werkzeug aus der Optogenetik sorgt derzeit in der Forschung für Aufsehen: ChReef, ein verbesserter „molekularer Lichtschalter“, könnte in Zukunft dazu beitragen, das Sehvermögen, das Hörvermögen oder sogar die Herzfunktion wiederherzustellen. In dieser Folge von Retina View spricht Moderator Thomas Duda mit Dr. Dorothea Laurence über die Entstehung und Bedeutung dieser bahnbrechenden Technologie. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie Lichtimpulse Nervenzellen aktivieren können – und was das für Menschen mit Netzhauterkrankungen bedeutet. Retina plus e.V. wird auch künftig über die Fortschritte in diesem spannenden Forschungsprojekt berichten. Abonnieren Sie unseren Newsletter und unseren Podcast, um auf dem Laufenden zu bleiben. Ihre Meinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp0156 796 456 19 Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer. Abonnieren Sie auch unseren kostenfreien Newsletter Retina plus News, um auf dem Laufenden zu bleiben. www.retinaplus.de

  • Oct 31, 2025 · 39 min

    Sehende Zapfen: Wie Optogenetik das Augenlicht zurückbringen soll

    Gast: Dr. med. Univ. Lucas Janeschitz-Kriegl (IOB Basel) Was wäre, wenn man „schlafende“ Zellen im Auge wieder aufwecken könnte – und so Menschen, die durch eine Erbkrankheit ihr Augenlicht verloren haben, wieder sehen lernen? In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Lucas Janeschitz-Kriegl vom Institut für molekulare und klinische Ophthalmologie in Basel über einen echten Hoffnungsträger der modernen Augenheilkunde: die Optogenetik. Dieser neuartige Therapieansatz zielt direkt auf die Sinneszellen in der Netzhaut. Obwohl sie bei vielen Erkrankungen ihre Funktion verlieren, bleiben sie oft erstaunlich lange erhalten – und genau da setzt die Forschung an. Was hinter der Idee steckt, Lichtempfindlichkeit genetisch zurückzugeben, warum gerade Optogenetik ein Gamechanger sein könnte – und wie bald erste Patientinnen davon profitieren könnten – das und mehr hört ihr in dieser spannenden Episode von Retina View. Eine Folge über Wissenschaft an der Schwelle zur klinischen Anwendung – verständlich erklärt, mit viel Neugier und noch mehr Zukunft! Über Retina View „Retina View“ ist der Podcast von Retina plus e.V., dem Experten- und Selbsthilfenetzwerk für Netzhautforschung und Sehverlust. Der Podcast bietet Einblicke in aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen, stellt Pionierinnen und Pioniere der Forschung vor und schlägt die Brücke zwischen medizinischem Fortschritt und der Lebensrealität betroffener Menschen. Neue Episoden erscheinen monatlich auf allen gängigen Podcastkanälen sowie www.retinaplus.de Ihre Meinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796 456 19 Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.

  • Sep 28, 2025 · 39 min

    Genkurier ENVLPE: Zustellung bis in die Netzhaut

    In dieser Folge von Retina View geht es um einen molekularen Lieferservice der besonderen Art: ENVLPE. Hinter dem technisch klingenden Namen verbirgt sich ein neu entwickeltes Transportsystem, das genetische Werkzeuge präzise und sicher bis in die Zielzelle bringt - ganz ohne Umwege. Unsere Gäste, Julian Geilenkeuser und Niklas Armbrust vom Institut für Synthetische Biomedizin am Helmholtz Zentrum München, erklären, wie diese virusähnlichen Partikel blinden Mäusen geholfen haben, wieder auf Lichtreize zu reagieren - und was das für die Zukunft der Netzhautforschung bedeutet. Moderne Verfahren der Genom-Editierung - etwa CRISPR - gelten als vielversprechende Ansätze zur Behandlung genetischer Erkrankungen, doch der Weg in die Zelle war bisher alles andere als einfach. Genau hier setzt ENVLPE an - mit einem ausgeklügelten Liefersystem, das molekulare Werkzeuge zuverlässig an ihren Zielort bringt. Sie erfahren: Wie ENVLPE die bisherigen „Lieferprobleme“ derGentherapie überwindet Warum die Verpackung der Gen-Editoren bislang eineunterschätzte Herausforderung war Weshalb diese Technologie auch außerhalb derAugenheilkunde - etwa in der Krebstherapie - großes Potenzial hat Und wie man verhindert, dass die molekulare Frachtunterwegs beschädigt wird Eine spannende Reise durch die Welt der Gen-Logistik, die zeigt, wie aus Grundlagenforschung konkrete Hoffnung entstehen kann - auch für Menschen mit genetisch bedingtem Sehverlust. Wenn Sie schon immer wissen wollten, wie man molekulare Werkzeuge wie Prime-Editoren zielgenau zustellt - diese Folge liefert Antworten.

  • Aug 29, 2025 · 25 min

    NAC Attack: Hustenlöser für die Netzhaut? Neue Therapiestudie für Patientinnen und Patienten mit Retinitis Pigmentosa

    In dieser Folge von Retina View sprechen wir mit Priv.-Doz. Dr. med. Kristina Pfau, FEBO, Leiterin des klinischen Studienzentrums der Universitäts-Augenklinik Bonn und Leiterin des PfauLabs, einer Forschungsgruppe in Bonn und Basel. Sie gibt Einblicke in die internationale Phase-III-Studie „NAC Attack“, die untersucht, ob N-Acetylcystein (NAC) den Verlauf der erblichen Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa (RP) verlangsamen kann. Spannend ist dabei: NAC ist eigentlich als Hustenlöser bekannt. Es wird seit Jahrzehnten bei akuten Atemwegserkrankungen wie Bronchitis eingesetzt, um zähen Schleim zu verflüssigen und das Abhusten zu erleichtern – meist in Form von Brausetabletten. Dass dieser Wirkstoff nun auch in der Augenforschung eine Rolle spielt, mag überraschen. Doch genau hier setzt die „NAC Attack“-Studie an: Denn neben seiner schleimlösenden Wirkung wirkt NAC auch antioxidativ und könnte so die Netzhautzellen vor oxidativem Stress schützen – einem Schlüsselfaktor bei RP. Im Gespräch erklärt Dr. Pfau, welche die Studie in Basel geleitet und dazu publiziert hat: RP ist eine genetisch bedingte, fortschreitende Netzhauterkrankung, die zum Verlust des Gesichtsfelds und schließlich zur Erblindung führen kann. Bisher gibt es keine zugelassene Therapie für die meisten Formen der Erkrankung, die den Krankheitsverlauf wirksam aufhält. Erste klinische Studien deuten jedoch darauf hin, dass NAC die Funktion der Netzhaut stabilisieren und insbesondere die Zapfenzellen schützen könnte. Wichtiger Hinweis: Bei N-Acetylcystein (NAC) handelt es sich in diesem Zusammenhang um ein Prüfmedikament innerhalb einer klinischen Studie. Die Wirksamkeit und Sicherheit bei Retinitis pigmentosa sind noch nicht abschließend belegt. Bitte nehmen Sie NAC nicht eigenmächtig ein! Jede Behandlung sollte ausschließlich in Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt erfolgen.

  • Jul 25, 2025 · 26 min

    Eine Professur für die digitale Zukunft der Augenheilkunde

    Prof. Dr. Martin Spitzer über Visionen, Verantwortung und die Rolle von KI in der Netzhautforschung Was bedeutet es, wenn eine Universitätsklinik eine eigene Professur für Künstliche Intelligenz in der Augenheilkunde erhält? In dieser Folge von Retina View spricht Moderator Thomas Duda mit Prof. Dr. Martin Spitzer, Direktor der Universitäts-Augenklinik am UKE in Hamburg, über die Bedeutung und die Ziele der neuen Stiftungsprofessur, die von der Stiftung Auge gefördert wird. Prof. Spitzer gibt Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte seiner Arbeitsgruppe, darunter die Hamburg City Health Study mit über 10.000 OCT-Daten und die Rolle der Netzhaut als „Fenster zum Körper“. Er erklärt, wie KI-gestützte Analysen nicht nur neue Perspektiven für die Netzhautforschung eröffnen, sondern auch Hinweise auf systemische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf- oder neurologische Leiden liefern können. Transdisziplinäre Ansätze und die enge Vernetzung mit Partnern im In- und Ausland schaffen die Grundlage für diese zukunftsweisende Forschung. Wir diskutieren außerdem: Wie die Professur die digitale Medizin in Deutschland voranbringen soll Warum KI kein Ersatz, sondern ein Kollege für Ärzte ist Welche ethischen Fragen die Vorhersage von Krankheiten über die Netzhaut aufwirft Was es braucht, um Digitalisierung und KI sinnvoll in die klinische Versorgung zu integrieren Warum Spitzer für eine neue Fortschrittskultur in der deutschen Gesundheitsforschung plädiert Eine Folge über Visionen, Verantwortung und das Potenzial des Auges als diagnostisches Organ der Zukunft – verständlich erklärt, kritisch reflektiert und mit einem klaren Blick auf die Bedürfnisse von Betroffenen und Forschenden.

  • Jun 27, 2025 · 27 min

    Wenn falsche Baupläne zu Sehverlust führen – Proteinbiosynthese und Zelltod

    In dieser Folge von „Retina View“ sprechen wir mit Dr. Thorsten Mosler, jetzt Teamleiter in der Arbeitsgruppe von Prof. Ivan Dikic am Institut für Biochemie II (IBC2) der Goethe-Universität Frankfurt. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf aktuelle Forschungsergebnisse, die zeigen, wie eine verlangsamte Bearbeitung von Protein-Bauanleitungen zum Zelltod führen kann – ein Prozess, der weitreichende Bedeutung für das Verständnis neurodegenerativer Erkrankungen haben könnte. Die Studie identifiziert das Protein USP39 als essenziellen Stabilitätsfaktor des Spleißosoms. Sein Fehlen führt zu fehlerhaften mRNA-Verarbeitungen und dem Absterben von Netzhautzellen. Thorsten Mosler promovierte in der Arbeitsgruppe von Petra Beli am IMB Mainz, wo er sich intensiv mit der Rolle von R-Loops und DNA-Schadensreparatur beschäftigte. Heute bringt er seine Expertise im Bereich der quantitativen Proteomik in Frankfurt ein – unter anderem bei der Erforschung jener molekularen Mechanismen, die Zellen in den Tod treiben, wenn ihre Proteinproduktionsmaschinen ins Stocken geraten. Was genau passiert, wenn Transkription und Translation aus dem Takt geraten? Welche molekularen Warnsysteme schlagen Alarm – und wann ist es zu spät? Und was bedeuten diese Erkenntnisse für die Medizin von morgen? Antworten darauf gibt’s in dieser spannenden Folge – direkt aus der Welt der molekularen Zellbiologie. Über das Institut: Das Institut für Biochemie II (IBC2) ist Teil des Gustav Embden-Zentrums der Biochemie auf dem Campus Niederrad der Goethe-Universität Frankfurt. Neben der biochemischen Ausbildung von Medizinstudierenden steht dort die grundlagenorientierte biomedizinische Forschung im Fokus – mit Themen wie zellulärer Signalweiterleitung, Qualitätskontrolle, Autophagie und Krankheitsmechanismen bei Krebs, neurodegenerativen Erkrankungen und Infektionen. Das IBC2 ist ein zentraler Akteur in nationalen und internationalen Forschungsverbünden. Weiterführende Links zum Thema: „Langsame Bearbeitung von Protein-Bauanleitungen führt zu Zelltod” unter dem Link https://aktuelles.uni-frankfurt.de/forschung/langsame-bearbeitung-von-protein-bauanleitungen-fuehrt-zu-zelltod/ Zitat Thorsten Mosler: „Ich finde es wichtig, dass auf der Basis von Grundlagenforschung neue klinische Perspektiven entstehen. Allerdings gehört meines Erachtens auch ein realistisches Management der Erwartungshaltung gehört. Ich hoffe, dass wir mit unserer Publikation einen Beitrag leisten können um das Interesse an der Behandlung von RP zu erhöhen und neue Angriffspunkte zu schaffen.“ Bild 1: Portrait Thorsten Mosler Optional Bild 2: Ein stilisiertes Retina-Bild (Netzhautquerschnitt), in dem eine einzelne Nervenzelle (z. B. Photorezeptorzelle) visuell hervorgehoben ist. Daneben eine künstlerische Visualisierung von „cryptic splicing“ mit RNA-Strang mit Ribosomen, ein grafischer Übergang von der Zelle zur Auflösung/Zelltod (Zellkern verblasst oder fragmentiert), um die Verbindung zum Zelltod herzustellen.

  • May 30, 2025 · 18 min

    Gleichstellung gestalten – Prof. Nicole Eter über Women in Retina und die Zukunft der europäischen Retinologie

    In dieser besonderen Folge von Retina View sprechen wir mit Prof. Nicole Eter, Direktorin der Klinik für Augenheilkunde an der Universität Münster und designierte Präsidentin (Incoming President) der EURETINA. Prof. Eter wird im Jahr 2026 die Präsidentschaft der europäischen Fachgesellschaft übernehmen. Ausgangspunkt des Gesprächs ist das EURETINA White Paper zur Geschlechterungleichheit im Bereich Retina – eine wegweisende Analyse über strukturelle Barrieren, fehlende Repräsentation und ungleiche Karrierechancen für Frauen in der Augenheilkunde. Wir sprechen über das daraus entstandene Förderprogramm Women in Retina, das Vielfalt und Chancengleichheit auf allen Ebenen stärken soll, sowie über konkrete Maßnahmen wie Mentorship, Sichtbarkeit weiblicher Expertise und wissenschaftliche Gleichstellung. Obwohl mehr als die Hälfte aller praktizierenden Ophthalmologen weiblich sind, ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen weiterhin erschreckend niedrig. Auch in der wissenschaftlichen Sichtbarkeit - etwa bei Editorials - bleibt die Repräsentanz von Frauen stark unterrepräsentiert. Prof. Eter gibt Einblicke in die Entstehung und Ziele des Women in Retina-Programms, einer Initiative von EURETINA, die Vielfalt und Chancengleichheit in der Retinologie systematisch fördert. Wir diskutieren die Herausforderungen für junge Wissenschaftlerinnen, die Bedeutung von Mentoring, den Einfluss struktureller Hürden – und wie die Ophthalmologie als Fachgesellschaft und Gemeinschaft diese abbauen kann. Ein Gespräch über Gleichstellung, Führungsaufgaben, medizinischen Fortschritt – und darüber, wie wir gemeinsam die Retina-Community von morgen gestalten können. Jetzt reinhören – für alle, die Medizin nicht nur als Wissenschaft, sondern auch als Kultur des Miteinanders verstehen. Diese Folge erscheint passend zum Jubiläumsjahr der Universitäts-Augenklinik Münster – einer Erfolgsgeschichte, die mit dem Einzug in die Backsteinbauten an der Domagkstraße begann und heute Teil eines der größten medizinischen Zentren Deutschlands ist. Weiterführende Links zum Thema: Euretina– White Paper: https://euretina.org/opportunities/women-in-retina/ Euretina – Interviews: https://euretina.org/women-in-retina-interviews/ DOG – Arbeitskreis Frauen in der Augenheilkunde: https://dog.org/die-dog/arbeitskreise-der-dog/ak-frauen-in-der-augenheilkunde UKM – Nicole Eter als Incoming President der Euretina gewählt: https://web.ukm.de/augenklinik-aktuell0/vollstaendiger-artikel/professor-nicole-eter-als-incoming-president-der-euretina-gewaehlt UKM – Aktionen zum 100 Jährigen Jubiläum: https://www.ukm.de/aktuelles/100-jahre-universitaetsmedizin-muenster-ein-jubilaeum-zum-entdecken-staunen-und-mitmachen Retina plus e.V. www.retinaplus.de Eingetragen in das Vereinsregister beim Amtsgericht Bonn unter der Nummer VR12625. Unterstützen Sie unseren gemeinnützigen Verein miteiner kleinen Spende. Jeder Euro hilft um Perspektiven für Menschen mit Sehverlust zu verbessern. Spendenkonto DE11 3705 0198 1958 2974 24, BIC COLSDE33 XXX, Sparkasse Köln/Bonn Retina plus – kompetent bei Sehverlust

  • Apr 25, 2025 · 21 min

    Sehzellen aus dem Labor – Hoffnung für die Netzhautforschung?

    In dieser Episode von Retina View werfen wir einen Blick hinter die Kulissen eines außergewöhnlichen Forschungsprojekts: ReRetina. Unsere Gäste Julia Pawlick und Johannes Striebel vom Team rund um Prof. Dr. Volker Busskamp erklären, wie es gelingt, menschliche Sehzellen – genauer gesagt: Zapfen-Photorezeptorzellen – aus Stammzellen zu gewinnen. Was macht diese Zellen so besonders? Warum ist die Methode ein echter Durchbruch in der Netzhautforschung? Und wie kann dieses Verfahren helfen, bislang unheilbare Erkrankungen wie die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) besser zu verstehen? In einem spannenden Gespräch erfahren wir: Wie Sehzellen im Labor entstehen – und warum sie (noch) nicht für Therapien, sondern ausschließlich für die Forschung verwendet werden Welche Chancen die Technologie auch für seltene Erkrankungen wie Morbus Stargardt oder Zapfen-Stäbchen-Dystrophie birgt Wie Kooperationen mit anderen Forschungseinrichtungen geplant sind Und wie es sich anfühlt, an einer patentierten Technologie zu arbeiten, die Millionen Menschen Hoffnung geben könnte Wie immer auf Augenhöhe erklärt – für Betroffene, Angehörige und alle, die sich für medizinische Forschung interessieren. Mitmachen und gewinnen! Der Herausgeber Retina plus e.V. veranstaltet im Podcast Retina View ein Quiz – präsentiert von unserem Aktionspartner Reinecker Vision. Mit etwas Glück gibt es einen 50 €-Gutschein für den Online-Shop von Reinecker Vision zu gewinnen: www.lowvision-shop.de Vom Erscheinungstag der Episode bis zum 14. des Folgemonats kann man die korrekte Antwort auf die Quizfrage an podcast@retinaplus.de senden. Retina plus e.V. www.retinaplus.de Eingetragen in das Vereinsregister beim Amtsgericht Bonn unter der Nummer VR 12625. Unterstützen Sie unseren gemeinnützigen Verein mit einer kleinen Spende. Jeder Euro hilft um Perspektiven für Menschen mit Sehverlust zu verbessern. Spendenkonto DE11 3705 0198 1958 2974 24, BIC COLSDE33 XXX, Sparkasse Köln/Bonn Retina plus – kompetent bei Sehverlust

  • Mar 28, 2025 · 30 min

    AMD verstehen: Neue Erkenntnisse zur Zelldegeneration und Stoffwechselregulation

    In dieser Folge von "Retina View" tauchen wir tief in die Welt der AMD-Forschung ein und sprechen mit Dr. rer. nat. Yoshiyuki Henning, Studienleiter am Institut für Physiologie des Universitätsklinikums Essen. Unter seiner Leitung wurde eine bedeutende Entdeckung gemacht, die das Potenzial hat, neue Therapieansätze für die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) zu ermöglichen. Dr. Henning und sein Team haben die molekularen Mechanismen untersucht, die zur Degeneration der retinalen Pigmentepithelzellen (RPE) führen – eine zentrale Ursache der AMD. Besonders spannend ist die Entdeckung eines vielversprechenden Wirkstoffs, der nicht nur die Degeneration der RPE-Zellen verhindert, sondern auch deren Stoffwechsel unter hypoxischen Bedingungen verbessert. Diese Erkenntnisse könnten künftig helfen, AMD in einem frühen Stadium zu behandeln und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Im Gespräch erläutert Dr. Henning die Rolle von oxidativem Stress und Hypoxie bei der AMD-Entstehung und hebt die Bedeutung eines speziellen Rezeptors hervor, der für die Eisenaufnahme in den Zellen verantwortlich ist – ein entscheidender Faktor im Prozess des Zelltods. Zudem spricht er über die gestörte Energieversorgung der RPE-Zellen als eine der Hauptursachen für die Fehlfunktion der Fotorezeptoren und mögliche Lösungsansätze zur Stabilisierung des Energiestoffwechsels. Die Erkenntnisse könnten nicht nur für AMD, insbesondere die trockene Spätform (geografische Atrophie), sondern auch für seltene Netzhauterkrankungen von Bedeutung sein. Hier ist weitere vernetzte Grundlagenforschung nötig und geplant. Freuen Sie sich auf ein aufschlussreiches Interview mit faszinierenden Einblicken in die Welt der Retina-Forschung und mögliche zukünftige Behandlungsstrategien für AMD! Auch in dieser Ausgabe gibt es wieder ein Quiz. Die Herausgeber von Retina View verlosen gemeinsam mit dem Gewinnspielpartner Reinecker Vision einen 50 € Gutschein für deren Online-Shop! So funktioniert’s: Neueste Episode von Retina View anhören (verfügbar ab dem letzten Freitag des Monats) und die richtige Antwort bis spätestens 14. des Folgemonats an podcast@retinaplus.de senden. Weitere Details in den Teilnahmebedingungen auf der Homepage von Retina plus e.V.

  • Feb 28, 2025 · 30 min

    Ausblick in die Zukunft bei Netzhauterkrankungen am Tag der seltenen Erkrankungen - Ein Interview mit Christina Fasser

    Sie ist Instanz und Kompetenz in einer Person: Christina Fasser ist in der Community der Personen mit erblich bedingten und degenerativen Augen- und Netzhauterkrankungen mehr als bekannt und in allen Kreisen geschätzt. Wir schauen mit ihr weit nach vorne und wagen Zukunftsprognosen in den Bereichen Humangenetik, Pharmazie und technische Hilfsmittel. Christina Fasser nimmt eine realistische Einschätzung vor und blickt mit uns nach vorne. Wir partizipieren hier von ihrem enormen Wissen, das sie über die langen Jahre angesammelt hat. Ein Interview, das bereichert. Qualität: Besonders hörenswert! Frau Fasser greift den Bezug von Blindengeld auf. Wir möchten darauf hinweisen, dass die Kriterien in den Ländern in Europa und darüber hinaus sehr unterschiedlich sein können. Nähere Informationen zur Regelung in Deutschland finden Sie auf den Seiten des DBSV unter: https://www.dbsv.org/blindengeld.html Außerdem wird „ERN EYE“ erwähnt, hier Details dazu: https://www.ern-eye.eu/ Die Veröffentlichung erfolgt zum Tag der seltenen Erkrankungen. Dies ist ein internationaler Aktionstag, der jährlich am letzten Tag im Februar stattfindet. Ziel ist es, die Öffentlichkeit auf die Anliegen und Bedürfnisse von Menschen mit seltenen Erkrankungen aufmerksam zu machen. Obwohl jede einzelne seltene Krankheit nur wenige Menschen betrifft, sind es aufgrund der Vielzahl seltener Erkrankungen viele Betroffene. In Deutschland leiden etwa vier Millionen Menschen an einer der 6.000 bis 8.000 bekannten seltenen Krankheiten. Eine Krankheit gilt als selten, wenn nicht mehr als fünf von 10.000 Menschen in der Europäischen Union von ihr betroffen sind. Die meisten seltenen Krankheiten sind genetisch bedingt, viele beginnen bereits im Kindesalter. Seltene Netzhauterkrankungen sind ein wichtiger Teilbereich der seltenen Erkrankungen. Sie umfassen eine Vielzahl von genetisch bedingten Krankheiten, die die Netzhaut, eine lichtempfindliche Schicht im hinteren Teildes Auges, betreffen. Beispiele für seltene Netzhauterkrankungen: Retinitis pigmentosa: Eine Gruppe von erblichen Erkrankungen, die zum fortschreitenden Verlust derSehfähigkeit führen, beginnend mit Nachtblindheit und Gesichtsfeldausfällen (Tunnelblick). Lebersche Kongenitale Amaurose (LCA): Eine sehr seltene, angeborene Erkrankung, die zu schwererSehbehinderung oder Blindheit im Kindesalter führt. Stargardt-Krankheit: Eine erbliche Erkrankung, die die Makula, den zentralen Bereich der Netzhaut, betrifft und zu Sehschärfenverlust und Farbsehstörungen führt. Usher-Syndrom: Eine Kombination aus Retinitis pigmentosa und Hörverlust. Die meisten seltenen Netzhauterkrankungen werden durchVeränderungen in den Genen verursacht und haben einen fortschreitenden Verlauf, d.h. viele dieser Erkrankungen verschlimmern sich im Laufe der Zeit. Die Forschung an seltenen Netzhauterkrankungen ist entscheidend, um die Ursachen, den Verlauf und mögliche Behandlungen dieser Krankheiten besser zu verstehen. Durch die Identifizierung der verantwortlichen Gene unddie Entwicklung neuer Therapien besteht Hoffnung auf eine Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit seltenen Netzhauterkrankungen. #RareDiseaseDay #SelteneErkrankungen #WaisenderMedizin #GemeinsamStark Haben Sie bereits an unserem Gewinnspiel teilgenommen? Die Frage wird am Ende des Podcast gestellt. Sie haben Zeit, bis zum 14.03.2025 die richtige Antwort an podcast@retinaplus.de einzusenden. Die Gewinner werden nach dieser Frist von uns benachrichtigt. Viel Glück! Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel (Quiz) im Podcast „Retina View" auf unserer Homepage. Veranstalter des Gewinnspiels ist der Verein Retina plus e.V., Werbepartner ist Reinecker Vision: https://www.lowvision-shop.de/about/

Showing 1–20 of 20 episodes