
Podcast Folge 11: Repoetisierung der Welt
Marie Luise Knott wurde 1953 in Köln geboren, hat Politikwissenschaft und Romanistik studiert und arbeitet als Journalistin, Übersetzerin und Herausgeberin. Seit 2013 schreibt sie für den Perlentaucher die Lyrikkolumne "Tagtigall", 2024 wurde sie mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay ausgezeichnet. Wir klären mit ihr, was eine Tagtigall überhaupt ist und warum es so wichtig ist, dass es sie gibt. Gedichte lesen ist für Marie Luise Knott "Moment der Begegnung", es hat etwas Tröstendes und bringt Bewegung in die Sprache. Dass die Bedeutung der Lyrik viel größer ist als viele annehmen und es dringend einer "Repoetisierung der Welt" bedarf, da sind wir uns nach diesem Gespräch einig. Wer nach der Folge auch sein poetisches Repertoire aufstocken möchte, kann zum Beispiel bei der Tagtigall mit dem schönen Titel "Die Sprache tritt über die Ufer" vorbeischauen (die Überschriften, selbst Kunstwerke für sich, verdanken sich der Zusammenarbeit von Anja Seeliger und Marie Luise Knott). Alle erwähnten Bücher, weiter unten aufgelistet, können Sie in unserem Online-Buchhandel eichendorff21.de kaufen. Damit hätten Sie auch schon einen ersten Schritt gegen das Machtmonopol der Tech-Eliten getan. Wie Amazon. Mit Doppel-F. Aber ohne Bezos Hier weitere Empfehlungen von einigen der diskutierten Autorinnen und Lyriker, auf die man einen Blick werfen sollte: Ernst Jandl - Ernst Jandl zum 100. Ausgewählt und kommentiert von Luchterhand-AutorInnen Monika Rinck - Höllenfahrt & Entenstaat Herta Müller - Vater telefoniert mit den Fliegen Abdalrahman Alqalaq - Übergangsritus Sirka Elspaß - Ich föhne mir meine Wimpern