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Ö1 Intermezzo

ORF Ö1

Jeden Sonn- und Feiertag ist in der Pause der Matinee eine Künstler/innenpersönlichkeit zu Gast. Aktuelle Produktionen und Werke werden besprochen, kultur- und tagespolitische Themen diskutiert und Hintergründe beleuchtet. Pointiert, kritisch, informativ.

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  • 14 episodes
  • Avg 23 min
  • German
  • August 9 · 21 min

    Peter Henisch über sein "Muttersuchen"

    Peter Henisch: Vaterfigur & Muttersuche Im Gespräch mit Judith Hoffmann erzählt der 1943 geborene Wiener Schriftsteller, wie seine Mutter spät, aber vehement aus dem Schatten des schillernden, opportunistischen Vaters trat und wie sie sich förmlich selbst zum Zentrum seines neuen Romans „Muttersuchen“ (Residenz Verlag) machte. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 9. 8. 2026

  • August 7 · 21 min

    Tugan Sokhiev ++ Theater in Cherson ++ "Hin und weg"

    Ö1 Kulturjournal ++ Moderation: Benno Feichter ++ Als Spontan-Einspringer für Zubin Mehta während einer Asien-Tournee 2009 stand Tugan Sokhiev erstmals am Pult der Wiener Philharmoniker. Es war der Auftakt einer langjährigen Zusammenarbeit. 2027 wird er erstmals das Neujahrskonzert dirigieren, bei den Salzburger Festspielen an diesem Wochenende zwei Konzerte des Philharmoniker-Zyklus. (Judith Hoffmann) ++ Wie funktioniert das kulturelle Leben in einer Frontstadt? Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz hat in der Stadt Cherson mit dem Theaterdirektor Oleksandr Kniha gesprochen. (Christian Wehrschütz) ++ In der nördlichsten Stadt Österreichs, im niederösterreichischen Litschau, findet nach dem Schrammel.Klang.Festival im Juli wieder das „Hin und Weg“-Theaterfestival statt. Festival-Motto ist dieses Jahr „Schuld und Schönheit“. (Hannah Balber). Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 7.8.2026

  • August 2 · 22 min

    Johannes Silberschneider über sein Opern-Engagement in Salzburg

    Ö1 Intermezzo +++ Gestaltung: Sebastian Fleischer +++ Er zählt zu den vielseitigsten Charakterdarstellern des Landes: Johannes Silberschneider hat sich in den letzten vier Jahrzehnten mit über 200 Film- und Fernsehrollen beim Publikum eingeprägt, er spielte in Theatern quer durch den deutschen Sprachraum: in Zürich, Stuttgart, Hamburg, Berlin und München, im Schauspielhaus Graz und im Theater in der Josefstadt in Wien. Er stand als „Armer Nachbar“ und „Glaube“ in zwei unterschiedlichen „Jedermann“-Inszenierungen am Salzburger Domplatz. Und auch in diesem Festspielsommer ist er zu erleben: In der zweiten großen Opernpremiere, Richard Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“, schlüpft Silberschneider in die kleine, aber nicht unbedeutende Sprechrolle des Haushofmeisters. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 2.8.2026

  • June 7 · 20 min

    #Tom Neuwirth - mehr als Conchita#

    Intermezzo, 7.6.2026 Tom Neuwirth – mehr als Conchita Der Sänger Tom Neuwirth spielt den Frosch in der Pride Edition der „Fledermaus“ in der Wiener Volksoper. Zu Gast im Pride month Juni ist der Sänger, Schauspieler, Moderator, Podcaster und Botschafter der LGBTQI+ Bewegung Tom Neuwirth, der einem weltweiten Publikum als Kunstfigur Conchita Wurst durch seinen Sieg beim ESC Songcontest 2014 bekannt wurde. Derzeit probt er für seinen Auftritt als Gerichtsdiener Frosch in der Pride Edition von Johann Strauß Operette „Die Fledermaus“, die ab Dienstag in der Wiener Volksoper zu sehen sein wird. Gestaltung: Katharina Menhofer

  • June 4 · 25 min

    Anna Bernreitner: Oper allerorts für alle

    Für Anna Bernreitner ist kein Ort zu banal, kein Raum zu alltäglich, um zur Bühne zu werden. 10 Jahre lang bespielte sie mit ihrem Ensemble "Oper rundum" öffentliche Plätze. Sie inszenierte etwa die Oper „Doktor und Apotheker“ auf dem Gehsteig vor einer Apotheke, tingelte mit „La Bohème“ und einem Bühnenbild aus Mineralwasserkisten durch die Wiener Bezirke oder führte „Die Fledermaus“ zwischen Rutsche und Liegewiese in Wiener Freibädern auf. Diesen Zauber der Pop-Up Straßenoper nimmt die 40jährige auch in ihre Inszenierungen an festen Häusern mit, etwa in Nancy, Zürich oder Wien. Derzeit inszeniert sie die surrealen Einakter „Lady Magnesia & Zweimal Alexander“ in der Wiener Kammeroper. Im Gespräch mit Judith Hoffmann erzählt die Regisseurin von den Herausforderungen der Straßenoper und von den vielen berührenden Begegnungen, die sie mit sich bringt. Eine Eigenproduktion des ORF; gesendet am 4.6.2026

  • May 31 · 20 min

    Sieben Fehler sind im Bild: Thomas Demand

    Thomas Demand zu Gast bei Christine Scheucher+++Er baut Tatort- oder Pressefotografien aus Pappe und Papier im Originalmaßstab nach und achtet dabei auf jedes noch so kleine Detail, um diese Modelle hernach zu fotografieren - darunter Modelle des Oval Office, der ehemaligen Stasi Zentrale in Berlin, oder des Kontrollraums im Atomkraftwerks Fukushima. Mit diesem eigenwilligen Verfahren entdeckte der deutsche Künstler Thomas Demand terra incognita und er machte sich am internationalen Kunstparkett einen Namen. Im Museum für Angewandte Kunst beschreitet der Künstler nun andere Pfade. "Räume, die von gestern träumen" heißt eine Schau, in der Demand Modelle historischer Theaterkulissen fotografisch erkundet. Eine Grotte, ein dichter Wald, ein Felsvorsprung, Entwürfe von sagenhaften Palästen, die niemals gebaut wurden, Königreiche, die nie existierten. Es sind imaginäre Welten, die Thomas Demand in seiner aktuellen Werkserie erkundet.

  • May 24 · 24 min

    Bariton Ludovic Tézier: der Spaß am Bösewicht-Spiel

    Der in Marseille geborene Ludovic Tézier gilt als einer der weltbesten Baritone und als führender Verdi-Bariton der Gegenwart. An der Wiener Staatsoper singt er derzeit die Rolle des Zurga in Bizets "Perlenfischer". Im Gespräch mit Judith Hoffmann erzählt er vom großen Vergnügen, Bösewichte und abgründige Charaktere zu spielen, davon, wie ihm seine Frau, die Sopranistin Cassandre Berthon, mit Bergman-Filmen Schauspielunterricht gab und warum er froh ist, doch kein Startenor mit Society-Verpflichtungen geworden zu sein. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 24. Mai 2026.

  • May 17 · 25 min

    Brigitta Muntendorf: Feiern gegen den Krieg

    Ö1 Intermezzo ++ Zum Start der Wiener Festwochen bringt die deutsch-österreichische Komponistin Brigitta Muntendorf im Odeon Theater ihre immersive Musiktheater-Produktion "The Day Before" zur Uraufführung. Ein Clubbing im klassizistischen Theatersaal entwickelt sich dabei zu einem Antikriegs-Protest-Ritual. (Sebastian Fleischer). Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 17.5.2026

  • May 10 · 24 min

    Plattenbau in der Lagune: Sung Tieu

    Sung Tieu im Gespräch mit Christine Scheucher+++Sage mir, wie du wohnst und ich sage dir, wer du bist. Aus dem trashigen Sung Tieu zu Gast bei Christine Scheucher+++Aus dem Mobiliar vergangener Dekade schuf Henrike Naumann Installationen, die die Bruchlinien der deutsch-deutschen Geschichte ausleuchten. Welche Auswirkungen geopolitische Verwerfungen auf die Biografie des Einzelnen haben, fragt auch die vietnamesisch-deutsche Künstlerin Sung Tieu, deren oft minimalistisch anmutende Installationen aus dem Fundus der Archive schöpfen. Gemeinsam mit der im Februar verstorbenen Henrike Naumann bespielt die 39jährige 2026 den Deutschen Pavillon auf der Kunstbiennale in Venedig. Die klassizistische Trutzburg des Deutschen Pavillons verkleidet die Künstlerin mit über drei Millionen Mosaikstücken, die die Fassade eines abgewohnten Plattenbaus in Berlin Hohenschönhausen formen. Dort wuchs die in Vietnam geborene Künstlerin in den 1990er Jahren auf.

  • April 12 · 25 min

    Countertenor, Regisseur, Festivalleiter Max Emanuel Cencic

    Ö1 Intermezzo ++ Der österreichische Sänger, Regisseur und künstlerische Leiter des Festivals „Bayreuth Baroque“ Max Emanuel Cencic zeigt eine seiner gefeierten Inszenierungen im MusikTheater an der Wien: Leonardo Vincis "Alessandro nell'Indie". Über seine rein männlich besetzte, überdrehte Revue mit Tanzeinlagen à la Bollywood spricht Cencic ebenso wie über seinen Werdegang und den (vermeintlichen) Barockopern-Boom der vergangenen Jahre. (Sebastian Fleischer). Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 12.4.2026

  • April 6 · 25 min

    Dimitré Dinev: "Zeit der Mutigen" und die Folgen

    Ein Erzählband von Balzac öffnete dem 16jährigen Dimitré Dinev im Bulgarien der 1980er Jahre die Augen für Literatur und für die große Freiheit, die sie vermitteln kann. Auf die Flucht in fantastische Welten folgte 1990 die reale Flucht über die grüne Grenze. Und dennoch verfolge ihn das Schiwkow-Regime bis heute, sagt Dinev, der im Roman „Zeit der Mutigen“ (Verlag Kein & Aber) u.a. über Konzentrationslager und niedergeschlagene Aufstände erzählt. 13 Jahre lang hat er ihn – zunächst handschriftlich – verfasst, sich in dutzende Figuren über ein ganzes Jahrhundert hineinversetzt, während er zugleich als Familienvater zwei Töchter beim Heranwachsen begleitete. Wie er die beiden Welten verband und trennte und welche Konsequenzen er durch die Übersetzung des Romans ins Bulgarische zu befürchten hat, erzählt der Schriftsteller im Gespräch mit Judith Hoffmann. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 6. April 2026.

  • February 22 · 21 min

    Kluges KI: Kunst als Konjunktiv der Bilder

    Er gilt als hellsichtiger und engagierter Diagnostiker der Gegenwart und hat mit seinen Filmen das deutsche Autorenkino der 1960er, 70er und 80er Jahre geprägt. Alexander Kluge ist Autor, Regisseur und Fernsehmacher. Vielen gilt er als letzter Universalgelehrter Deutschlands. Nun zeigt Alexander Kluge eine Ausstellung im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste, die eine Brücke vom Theater zum Film schlägt. 1962 formulieren junge Filmschaffende das so genannte „Oberhausener Manifest“: eine Kampfansage an den Nachkriegskitsch und die Geburtsstunde des Neuen Deutschen Autorenfilms, der mit Namen wie Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog und Alexander Kluge verknüpft ist. Doch die larmoyante Nabelschau so mancher Veteranen der 68er-Bewegung liegt Alexander Kluge nicht. Statt in die Vergangenheit blickt er in die digitale Zukunft. Denn Kluges jüngste Filmprojekte entstehen mit Hilfe der KI.

  • Dec 25, 2025 · 26 min

    #Historie im Brennglas: Florian Illies# Scheucher

    Florian Illies zu Gast bei Christine Scheucher+++Er hat sich mit der Erfindung der Landschaft in der Malerei Caspar David Friedrichs auseinandergesetzt, das Jahr 1913 als Auftakt der europäischen Urkatastrophe kulturgeschichtlich vermessen und sich an Vita und Werk des expressionistischen Lyrikers Gottfried Benn abgearbeitet. Als Co-Host des Podcasts „Augen zu“ zeigt er, wie man mit Worten Kunst zum Klingen bringen kann. Jede Folge, die der Autor und Kunsthistoriker Florian Illies gemeinsam mit ZEIT-Herausgeber Giovanni di Lorenzo aufnimmt, ist einer großen Künstlerpersönlichkeit gewidmet. 2025 feiert die literarische Welt den 150. Geburtstag des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann. Aus diesem Anlass hat Florian Illies einen Band vorgelegt, der ins verhängnisvolle Jahr 1933 führt. „Wenn die Sonne untergeht. Familie Mann in Sanary“ lautet der Titel des Bandes, der nur wenige Monate wie durch ein Brennglas in den Blick nimmt.

  • May 18, 2025 · 21 min

    Julian Hetzel: "Three times left is right"

    Der deutsche Theatermacher Julian Hetzel lebt seit rund 15 Jahren im niederländischen Utrecht. Im Zentrum seiner Arbeit stehen Stücke von politischer Dimension mit dokumentarischem Ansatz. Julian Hetzel, der an der Bauhaus Universität Weimar visuelle Kommunikation und in Amsterdam Theaterkunst studierte, verwebt dabei unterschiedliche Disziplinen. Theater- und Performancekunst treffen auf musikalische Experimente, bildende Kunst und Visual Arts. 2024 war beim Donaufestival Krems bereits "SPAfrica" von Julian Hetzel und Ntando Cele zu sehen. Das Stück, in dem es um Schuld und Empathie geht, wurde mit dem Dutch Theatre Award ausgezeichnet. Hetzels Arbeit "The Automated Sniper" behandelte das Thema der automatisierten Kriegsführung und erhielt 2017 den VSCD Mime Award. Jakob Fessler hat mit Julian Hetzel über seine Arbeitsweise, über sein neues Stück "Three times left is right" und über den Prozess der sogenannten "Normalisierung" neuer Werte und Normen gesprochen.

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