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Morgenimpuls · Saturday · 4 min

Frieden ist ein Weg im Heiligen Geist

Morgenimpuls mit Pfarrer Stefan Wißkirchen Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Dieser Satz fällt nicht in einer heilen Situation. Nein, Jesus sagt ihn in seiner Abschiedsrede. Die Jünger sind verunsichert: Jesus geht, aber was bleibt? Jesus spricht von seinem Frieden, nicht von politischer Ruhe oder äußerer Stabilität. Im biblischen Sinn meint Frieden mehr, es meint Shalom, Frieden mit Gott, mit den Menschen, mit der Schöpfung, mit mir Selbst. Ein Frieden, der nicht gemacht werden kann, sondern geschenkt wird durch seine Gegenwart. Friede bleibt aber nicht abstrakt und wenn wir heute den Tag der Vereinten Nationen begehen, ist das eines ihrer ganz großen Ziele: Frieden zu schaffen. Wir Menschen können das nicht aus uns Selbst, auch wenn wir immer daran bleiben müssen. Aber Jesus zeigt uns noch etwas anderes: Er verheißt uns den Heiligen Geist als seinen Beistand. Nicht ein Beruhigungsmittel, sondern als Mutmacher – und das können wir Menschen doch alle ganz gut gebrauchen. Ein Geist, der nicht tröstet indem er Probleme zudeckt, sondern indem er in die Wahrheit führt. Auch in der Wahrheit über Konflikte, über Angst, über das, was seinem und unserem Frieden im Weg steht. Christlicher Friede ist deshalb nicht nur ein bloßes Gefühl. Dieser Friede will Beziehung sein zum Vater durch den Sohn im Heiligen Geist. Und dieser Friede hat auch Konsequenzen. Er beginnt in unserem Inneren, dort, wo ich meine Angst nicht verdränge, sondern Christus hineinlasse. Frieden zeigt sich in unserem Miteinander. Die einfache ehrliche Frage bleibt: Was trage ich zu diesem Unfrieden in der Welt manchmal bei? Oder besser gesagt: Was trage ich zum Frieden bei? Dieser Friede reicht über meine Persönlichkeit hinaus. Er will auch gesellschaftliche Folgen haben: in unserem Konsum, im Einsatz für Gerechtigkeit, in Verantwortung für Umwelt und Mitmenschen. Christlicher Friede ist kein Zustand, den man irgendwie erreicht. Er ist ein Weg im Heiligen Geist –geschenkt, aber nicht immer bequem. Denn er verlangt Entscheidung, Hingabe und oft Mut. Jesus ruft dich und mich dazu auf, ein Friedensstifter zu sein. Schließlich sagt er: Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.

0:00-4:19

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Morgenimpuls mit Pfarrer Stefan Wißkirchen
Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Dieser Satz fällt nicht in einer heilen Situation. Nein, Jesus sagt ihn in seiner Abschiedsrede. Die Jünger sind verunsichert: Jesus geht, aber was bleibt? Jesus spricht von seinem Frieden, nicht von politischer Ruhe oder äußerer Stabilität. Im biblischen Sinn meint Frieden mehr, es meint Shalom, Frieden mit Gott, mit den Menschen, mit der Schöpfung, mit mir Selbst. Ein Frieden, der nicht gemacht werden kann, sondern geschenkt wird durch seine Gegenwart. Friede bleibt aber nicht abstrakt und wenn wir heute den Tag der Vereinten Nationen begehen, ist das eines ihrer ganz großen Ziele: Frieden zu schaffen. Wir Menschen können das nicht aus uns Selbst, auch wenn wir immer daran bleiben müssen. Aber Jesus zeigt uns noch etwas anderes: Er verheißt uns den Heiligen Geist als seinen Beistand. Nicht ein Beruhigungsmittel, sondern als Mutmacher – und das können wir Menschen doch alle ganz gut gebrauchen. Ein Geist, der nicht tröstet indem er Probleme zudeckt, sondern indem er in die Wahrheit führt. Auch in der Wahrheit über Konflikte, über Angst, über das, was seinem und unserem Frieden im Weg steht. Christlicher Friede ist deshalb nicht nur ein bloßes Gefühl. Dieser Friede will Beziehung sein zum Vater durch den Sohn im Heiligen Geist. Und dieser Friede hat auch Konsequenzen. Er beginnt in unserem Inneren, dort, wo ich meine Angst nicht verdränge, sondern Christus hineinlasse. Frieden zeigt sich in unserem Miteinander. Die einfache ehrliche Frage bleibt: Was trage ich zu diesem Unfrieden in der Welt manchmal bei? Oder besser gesagt: Was trage ich zum Frieden bei? Dieser Friede reicht über meine Persönlichkeit hinaus. Er will auch gesellschaftliche Folgen haben: in unserem Konsum, im Einsatz für Gerechtigkeit, in Verantwortung für Umwelt und Mitmenschen. Christlicher Friede ist kein Zustand, den man irgendwie erreicht. Er ist ein Weg im Heiligen Geist –geschenkt, aber nicht immer bequem. Denn er verlangt Entscheidung, Hingabe und oft Mut. Jesus ruft dich und mich dazu auf, ein Friedensstifter zu sein. Schließlich sagt er: Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.

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