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Morgenimpuls mit Schwester Katharina
Mein Smartphone hat viele kluge, aber auch so witzige Apps wie die fürs Wetter. Und gelegentlich ploppen dann neueste Wettermeldungen auf. Da heißt es für Olpe: Regen klingt ab oder es ist zu erwarten, dass der Regen in den nächsten Stunden aufhört. Naja, kann ja sein. Aber wenn ich aus dem Fenster schaue, ist blauer Himmel mit ein paar zarten Wolken und kein einziger Tropfen Regen. Und dann traue ich natürlich meinem Live-Fenster-Blick entschieden mehr als den interessanten Fake-Wetter-News. Aber beim Wetter ist es auch noch relativ leicht. Schwieriger ist es natürlich mit all den vielen anderen Nachrichten, die sich rasant verbreiten und die oft so offensichtlich falsch sind, dass man es mit halbwegs gesundem Menschenverstand schon erkennt. Aber eben oft auch nicht. Und dann heißt es nachschauen, andere Medien nutzen und sich informieren. Und auch heute bin ich wieder erstaunt, wie real die Worte aus der heutigen Lesung im Epheserbrief sind. Da steht unter anderem: "Niemand täusche euch mit leeren Worten: All das nämlich zieht auf die Ungehorsamen den Zorn Gottes herab. Habt darum mit ihnen nichts gemein! Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Lebt als Kinder des Lichts!"Dieses täuschen mit leeren Worten fällt mir immer wieder bei politischen Reden und Debatten bestimmter Parteien auf. Da wird laut getönt und es werden Phrasen gedroschen, die alle irgendwie gleich sind. Und wenn dann sachliche Nachfragen kommen, gibt es nur Gestammel und das berühmte: Äh, keine Ahnung. Jeder kennt das. Sich nicht von leeren Worten täuschen lassen heißt aber auch umgekehrt, selbst nicht leere Worte reden und andere zu täuschen versuchen. Habt mit ihnen nichts gemein, heißt es im Epheserbrief, auch wenn ihr einst Finsternis wart, jetzt seid ihr Kinder des Lichtes. Und was zunächst eine wunderschöne Zusage ist, bringt dann sofort auch wieder den Auftrag: Lebt als Kinder des Lichtes, also in Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit.