Gute Worte / Morgenimpuls mit Schwester Katharina
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In den mehr oder eher weniger sozialen Medien kann man kaum noch unter einem Post, der interessant ist, Kommentare lesen. Die sind oft so voll mit Hass und Hetze und Bösartigkeiten, dass es einfach erschreckend ist. Es galt einmal die Regel, dass man nur das schreibt, was man auch in Gegenwart dieses Menschen persönlich sagen würde. Wenn das alle beachten würden, wäre unglaublich viel gewonnen in Kommunikation und Diskurs.
Die heutige Lesung aus dem Brief an die Gemeinde in Ephesus, aus dem ersten Jahrhundert nach Christus, stehen Anweisungen, die so klingen, als seien sie genau für uns und für dieses Problem heute geschrieben worden. Da heißt es: "Über eure Lippen komme kein böses Wort, sondern nur ein gutes, das den, der es braucht, stärkt und dem, der es hört, Nutzen bringt. Beleidigt nicht den Heiligen Geist Gottes, dessen Siegel ihr tragt für den Tag der Erlösung. Jede Art von Bitterkeit, Wut, Zorn, Geschrei und Lästerung und alles Böse verbannt aus eurer Mitte! Seid gütig zueinander, seid barmherzig, vergebt einander, weil auch Gott euch durch Christus vergeben hat."
Meine Güte, da steht so viel an guter Anleitung und wir brauchen es nur zu nutzen. Nur gute Worte zu verwenden, die den, der es braucht stärken und Nutzen bringen wird, daran denken wir so selten. Oft ist so leicht etwas dahingesagt oder eingetippt, dass nicht gut und auch nicht nützlich ist. Am meisten sprachlos macht mich diese Mahnung, den Heiligen Geist nicht zu beleidigen, da wir dessen Siegel tragen für den Tag der Erlösung. Der Heilige Geist als Erstlingsgabe unseres Gottes in der Taufe und der Firmung, zugesagt für den Tag der Erlösung, den wir alle erwarten. Wenn uns das öfter bewusst wäre, würden wir sehr viel mehr darauf achten, was wir sagen und tun. Aber heute ist dafür ja ein guter Start.