
Folge 56: Adoptieren statt Produzieren: Johanna Henkel über Qualzucht, Welpenhandel und was wirklich hilft
Beschreibung Du sitzt abends auf der Couch und scrollst. Ein Welpe, viel zu klein, viel zu süß, jemand hält ihn in die Kamera. Herz drücken, weiterwischen. Ein paar Sekunden später steht eine Anzeige: Rassewelpen, sofort verfügbar, Abholung am Wochenende. Das sieht harmlos aus. Für sehr viele Hunde fängt genau da ein Leben an, das ihnen niemand gewünscht hätte. Katrin spricht mit Johanna Henkel. Sie hat Politikwissenschaft studiert, ist mit elf zum ersten Mal in einen Tierschutzverein eingetreten und arbeitet heute für den Verein Adoptieren statt Produzieren, den sie gemeinsam mit Hundetrainer Martin Rütter gegründet hat. Ihre unbequemste Erkenntnis kommt aus Rumänien: Dort ist das Töten von Straßenhunden zu einem eigenen Wirtschaftszweig geworden. Pro gefangenem Hund sind schnell 400 Euro drin, und subventioniert wird das Ganze auch noch von der EU. In der Folge geht es darum, wie der illegale Welpenhandel funktioniert und warum acht Wochen beim Muttertier eben keine Formsache sind. Warum ausgerechnet die Kastration der wirksamste Tierschutz ist, über den nie jemand ein Video macht. Was der Hundeführerschein bringen soll, an dem Johanna gerade in NRW mitarbeitet. Und wie man dauerhaft mit so viel Leid umgeht, ohne daran kaputtzugehen. Am Ende bleibt eine Frage, die vor jedem Tier steht: Entscheide ich mich gerade für ein Lebewesen, das zu meinem Leben passt? Oder für ein Bild, das mir beim Scrollen gefallen hat? Mehr Info zur ERGO Hundeversicherung: https://www.ergo.de/de/Ratgeber/familie/hundeversicherung Johanna Henkel, Adoptieren statt Produzieren: https://adoptieren-statt-produzieren.org/
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