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Leben ist mehr

Leben ist mehr

»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.

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  • 30 episodes
  • daily
  • Avg 5 min
  • German
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  • S2026 · E207
    July 25 · 3 min

    Durchlässigkeit

    Beim Dressurreiten gibt es den Begriff »Durchlässigkeit«. Ein durchlässiges Pferd reagiert auf feine reiterliche Hilfen, lässt diese quasi durch seinen Körper fließen und setzt aufmerksam die vom Menschen geforderten Aufgaben um. Bei pferdegerechter Ausbildung arbeitet es willig mit, schwingt locker im Rücken, fußt mit der Hinterhand weit unter seinen Rumpf und läuft in allen Gangarten in Balance. Durchlässigkeit ist ein hohes reiterliches Ziel. Nur mit einem durchlässigen, ausbalancierten Pferd können schwierige Lektionen mit Leichtigkeit geritten werden. Die Kunst liegt darin, die Reiterhilfen immer mehr zu verfeinern, bis sie unsichtbar sind. Für mich als Reiterin ist es eine Augenweide, ein gut eingespieltes Mensch-Pferd-Paar im Dressurviereck zusammen »tanzen« zu sehen, was eine jahrelange Ausbildung beider voraussetzt. Der Reiter hat es nicht nötig, sein Pferd mit Zwangsmitteln gefügig zu machen. Der Gesichtsausdruck des Pferdes verrät, dass es trotz körperlicher und mentaler Anstrengung Freude an der Arbeit hat. Es strahlt trotz Kraftanstrengung Eleganz aus und ist bereit, alles für seinen Reiter zu geben. Das ist ein schönes Bild für die Beziehung zwischen Gott und einem gläubigen Menschen. Gott gibt Anleitung und Aufgaben für dessen Leben. Seine »Hilfen« sind sehr fein. Gott hat ihm alles mitgegeben, um sie umzusetzen. Sein Ziel mit ihm ist, dass die göttliche Liebe durch ihn zu den Mitmenschen fließt. Gott bildet ihn aus, sodass er durchlässig für Gottes Wirken und ihm immer ähnlicher wird. Dazu hat er ihm individuelle Talente geschenkt, die es ihm ermöglichen, ein erfülltes Leben im Dienst für das Evangelium und zu Gottes Ehre zu führen. Wenn ein Mensch im Einklang mit Gottes Willen lebt, hat er Freude und inneren Frieden, was er sichtbar ausstrahlt. Daniela Bernhard Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E206
    July 24 · 4 min

    Soulfood – was unsere Seele braucht

    »Ein leckerer und schnell gemachter, deftiger Auflauf, der die Seele wärmt und glücklich macht – ein wahres Soulfood.« Mit diesen Worten wird das Rezept beschrieben, auf das ich bei der Suche nach Ideen für das Abendessen stoße. Als jemand, der sowohl gern kocht als auch isst, kann ich einigermaßen nachempfinden, was die Autoren damit ansprechen wollen, aber habe doch meine Zweifel, ob ein Gericht diese Erwartungen wirklich erfüllen kann. Keine Frage: Zum Sattwerden braucht unser Körper Nahrung. Im besten Fall ist diese nicht nur schmackhaft, sondern auch reich an Nährstoffen, die zur Funktion eines gesunden Organismus beitragen. Doch was benötigt im Gegensatz dazu unsere Seele? Der Dichter des Tagesverses, König David, hat erfahren, dass seine Seele hungrig und durstig war. Er befand sich unter Verfolgung in der Wüste und sah sein Leben innerlich wie äußerlich in Gefahr. In dieser Verzweiflung wendet er sich an Gott – und erfährt seine Hilfe, seinen Schutz und seine Gnade. Darüber hinaus wird sein Herz trotz widriger Umstände von einer Freude erfüllt, die ihn dazu bringt, Gott zu loben. Seine äußerliche Situation ändert sich zwar nicht augenblicklich, doch David erlebt einen inneren Frieden und Halt, den er nicht mehr loslassen möchte. Auch wir geraten in Lebensumstände, die uns innerlich unruhig werden lassen. Und vielleicht gelingt es kurzfristig, den Hunger unserer Seele durch Ablenkung, alltägliche Vergnügungen oder scheinbare äußere Sicherheiten zu beseitigen. Doch wahre Ruhe und echten Halt finden wir bei dem, der selbst erlebt hat, wie seine Seele in Angst und Not war, als er bereit war, für uns Menschen in den Tod zu gehen – Jesus Christus. Judith Pohl Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E205
    July 23 · 4 min

    Last im Gepäck

    Stellen Sie sich vor, Sie sind ein bis zwei Monate lang in der Natur unterwegs, ohne zwischendurch duschen oder frische Wäsche aus dem Schrank holen zu können. Auch Einkaufsmöglichkeiten gibt es keine. Was würden Sie in Ihren Rucksack packen? Worauf würden Sie verzichten? Sie würden wohl nur Dinge mitnehmen, die absolut notwendig sind. Nicht zuletzt deshalb, um so wenig wie möglich schleppen zu müssen. Denn jedes ersparte Kilogramm stärkt Ihre körperlichen Ressourcen. Dadurch sinkt die Gefahr, unterwegs aufgeben zu müssen. So wie manche Wanderer oder Weltentdecker nur mit einem Rucksack bepackt sind, sind auch wir auf einer »Lebensreise« unterwegs. Zu Beginn der Reise erhält jeder einen Rucksack. Im Laufe der Zeit wird dieser mit Erfahrungen, Freuden und Sorgen gefüllt. Der Träger spürt, dass der Rucksack an Gewicht zunimmt. Neben positiven Dingen sammelt sich dort leider auch »Müll« an. Statt ihn täglich auszusortieren, werden einige dieser Müllstücke als Souvenirs betrachtet. Der Träger will sie nicht hergeben. Er redet vielleicht mit Gott über dieses Aussortierte, bittet ihn um seine Hilfe, aber schlussendlich packt er sie wieder in seinen Rucksack. Seine Freiheit wird immer mehr eingeschränkt. Der Tagesvers lädt uns nun ein: Wer müde und beladen ist, darf zu Jesus kommen. Von unserer Geburt an lastet Schuld auf uns. Der Rucksack ist schon am Anfang nicht ganz leer. Mit der Zeit »beweisen« wir das mit eigenen Taten und Fehlern, die unseren Mitmenschen schaden. Wir merken, dass wir (trotz Anstrengung) nicht perfekt sind. Doch genau dafür ist Jesus auf diese Welt gekommen. Wir dürfen im Gebet alles aussprechen, was uns belastet. Vor allem dürfen wir ihm die Last unserer Sünde nennen. Er will sie vergeben. Stefan Taube Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E204
    July 22 · 6 min

    Mauerbau (2)

    Gestern habe ich von unserem Projekt »Mauerbau« berichtet. Heute soll es um ein weiteres Detail des Fundaments gehen. Um die Eisenkörbe miteinander zu verbinden, haben wir Eisenstäbe aufrecht hineingestellt und diese durch Draht miteinander verbunden. Die Stäbe ragten ca. 25 Zentimeter über das Fundament hinaus und bildeten somit eine Verbindung zur Mauer. Dadurch erhält diese zusätzliche Stabilität, um unter Druck (durch Erde, Wind, Wasser) nicht ins Wanken zu geraten oder umzufallen. Auch in unserem Leben können wir stürmische Zeiten erleben und unter Druck geraten: Termindruck am Arbeitsplatz, gesundheitliche Probleme, zwischenmenschliche Schwierigkeiten, finanzielle Sorgen. Die Aufzählung könnte noch viel länger sein. Dann ist es sehr gut, wenn wir uns für ein stabiles Fundament entscheiden und eine feste Verbindung dazu haben. Wie bekommen wir diese Verbindung? Durch Glauben. Wir dürfen daran glauben und in Anspruch nehmen, dass Jesus, der Sohn Gottes, für unsere Sünden gestorben ist. Dann nimmt er uns auf. Was ist dann Ausdruck dieser Verbindung? Dass wir mit Jesus reden, also beten – über die Dinge, die uns freuen oder uns bedrücken, unsere Wünsche und unsere Sorgen. Es gibt nichts, was wir Jesus im Gebet nicht sagen dürften. Und wir können uns ganz sicher sein, dass er uns zuhört. Er hat immer ein offenes Ohr für uns und freut sich, wenn wir täglich im Austausch mit ihm sind. Das heißt aber auch, ihm dann zuzuhören, was er uns (durch die Bibel) zu sagen hat, und seinen Worten zu folgen. Jesus hat versprochen, dass er uns festhalten wird. Nichts und niemand kann uns aus seiner Hand rauben. Bei ihm sind wir gehalten und können auch in den Stürmen des Lebens fest und sicher stehen. Stephanie Himmelmann Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E203
    July 21 · 4 min

    Mauerbau (1)

    Häufig haben wir als Familie in den Sommerferien ein Bauprojekt. Vor einigen Jahren hieß dieses Mauerbau. Um Platz für eine Garage zu schaffen, musste einiges an Erde abgetragen werden. Zur Absicherung des stehen bleibenden Teiles bauten wir eine 2,50 Meter hohe Mauer. Doch vor Baubeginn musste ein Graben für das Fundament ausgehoben werden. Wir hatten uns zuvor informiert und Eisenkörbe für die nötige Stabilität in den Graben gestellt. Nachdem diese miteinander verbunden waren, konnte der Beton eingefüllt werden. Erst nach einigen Tagen der Trocknung konnten wir weitermachen. Das Fundament hat fast genauso lange gedauert wie der Mauerbau. Seitdem sind ein paar Jahre vergangen, die Garage steht an ihrem Platz und wird von uns genutzt. Die Mauer dient ihrem Zweck. Beides sehen wir – jedoch nicht das Fundament. Ist es da überhaupt gerechtfertigt, so viel Zeit und Kraft darin zu investieren? Oder kann man das Fundament nicht einfach weglassen? Jeder Statiker würde jetzt widersprechen und die Wichtigkeit eines stabilen Fundamentes für jegliches Bauvorhaben betonen. Denn auf ihm liegt die Last des gesamten Bauwerkes, und der mögliche Schaden durch ein mangelhaftes Fundament wäre groß! Es wäre sehr gefährlich, hier Nachlässigkeit an den Tag zu legen und unüberlegt zu handeln. Leider kann uns Menschen dieser Fehler beim Bau unseres »Lebenshauses« passieren. Allzu oft machen wir uns keine ernsthaften Gedanken über das Fundament. Dabei geht es hier nicht mehr um eine Mauer, sondern um wertvolle Lebensjahre, die wir auf ein unzureichendes Fundament bauen. Das einzig tragende Fundament bietet uns Gott an: Wenn wir ihm vertrauen, seinen Worten glauben und unser Leben nach ihm ausrichten, verspricht er uns einen sicheren Halt – im Leben wie im Sterben. Stephanie Himmelmann Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E202
    July 20 · 5 min

    Der größte Tag der Menschheitsgeschichte

    Am 21. Juli 1969 betrat der US-Amerikaner Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. »Ein kleiner Schritt für einen Menschen, doch ein großer Schritt für die Menschheit.« Diese Worte wurden seither unzählbar oft wiederholt und gingen in die Geschichte ein. Es war eine wahre Pionierleistung, die der Amerikaner vollbrachte und mit der er weltberühmt wurde. Aber kennen Sie auch den zweiten Mann auf dem Mond? Den dritten? Den vierten? Buzz Aldrin, der mit Neil Armstrong als zweiter Mensch den Mond betrat, ist kaum jemandem mehr ein Begriff. Der US-Amerikaner James Irwin war der achte Mensch auf dem Mond. Er fuhr 1971 als Erster mit dem Mondauto »Rover« durch den Mondstaub. Rückblickend sagte er: »In der Einsamkeit der Kraterlandschaft spürte ich Gottes Schöpfermacht und Allgegenwart. Der größte Tag in der menschlichen Geschichte war nicht, als der erste Mensch den Mond betrat, sondern als Gottes Sohn auf die Erde kam.« Egal, wie meisterhaft die Mondlandung damals auch gewesen sein mag: Die Weltgeschichte kennt einen noch viel größeren Tag! An Weihnachten erinnern wir uns daran, dass Gottes Sohn – Jesus Christus – auf diese Welt kam. Er setzte seine Füße in den Staub dieser Erde. Er vollbrachte damit eine einzigartige Pionierleistung. Denn Gott selbst wurde Mensch, um uns vom Tod als unausweichlicher Folge unserer Sünden zu retten. Jesus Christus kam freiwillig und aus Liebe; der Schöpfer des Universums kam als ein kleines Kind zur Welt. Er erleuchtete die Finsternis und gibt uns Menschen Hoffnung und Zuversicht – einen Ausblick auf das ewige Leben für jeden, der ihm glaubt. Seine Ankunft auf diesem Planeten brachte echten Frieden. Frieden mit Gott. Das ist der wahrhaft größte Tag in der Menschheitsgeschichte! Joel Wjst Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E201
    July 19 · 4 min

    Wo wohnt Gott?

    Der prächtige jüdische Tempel sollte der Ort sein, wo Gott bei seinem Volk Wohnung nehmen sollte. Doch kann der Schöpfer des Himmels und der Erde (siehe Psalm 121,2) tatsächlich in einem von Menschen gemachten Gebäude wohnen? Eine unrealistische Vorstellung. Jeder, der in das von Gott erschaffene unendliche Weltall blickt und die unzählbaren Himmelskörper betrachtet, würde zu dem Schluss kommen, dass kein noch so gewaltiges Bauwerk auf der Erde Gottes Größe je fassen könnte. Unsere kleine Welt ist einfach zu begrenzt für den ewigen, grenzenlosen Schöpfer. Und doch richtete Gott im Tempel mit dem Allerheiligsten einen Ort der Gottesbegegnung ein, zu dem einmal im Jahr der Hohe Priester stellvertretend für das Volk Zugang hatte. Als mit Jesus Christus Gottes Sohn auf die Erde kam, begab sich Gott auf unsere Augenhöhe. Er wurde für uns erfassbar und begreiflich. Er »wohnte unter uns«, ist in Johannes 1,14 zu lesen. Wie hat Jesus wohl auf seine Zeitgenossen gewirkt? Einerseits war er ganz Mensch und hatte dieselben Grundbedürfnisse wie wir. Andererseits blieb er dabei total sündlos, denn er war auch ganz Gott. Seine Gegenwart muss unwahrscheinlich angenehm und ansprechend gewesen sein – zumindest für diejenigen, die sich ihm zugewandt haben. Das gilt auch heute noch unverändert. Und Jesus geht noch weiter: »Wer mich liebt, wird sich nach meinem Wort richten; dann wird ihn mein Vater lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen« (Johannes 14,23). Da er nach seiner Auferstehung wieder in den Himmel aufgefahren ist, hat Jesus seinen Nachfolgern den Heiligen Geist gesandt. Gott selbst nimmt also in Gestalt dieses Heiligen Geistes Wohnung im Herzen derer, die zu ihm umkehren und sein Angebot der Erlösung annehmen. Das ist wahrhaft ein Wunder! Daniela Bernhard Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E200
    July 18 · 4 min

    Jesus Christus – unvergleichlich

    Als alter Mann schrieb Johannes, der Apostel und Evangelist, auf, was er mit Jesus erlebt hatte. In den drei Jahren, in denen er dessen Leben beobachtet hatte, hatte er eines festgestellt: Jesus war etwas Besonderes. Die Wunder, die er tat, zeigten: Jesus war zwar ein Mensch, aber nicht wie jeder andere auch, sondern er war mehr. Er war der Messias, der Sohn Gottes. Ja, Gott selbst! Was hat Johannes gesehen? Johannes sah, wie Jesus einer Frau neue Hoffnung gab, die auf ein kaputtes Leben zurückblickte. Er sah, wie er einen Mann am Sabbat heilte, der 38 Jahre lang krank gewesen war. Er erlebte mit, wie Jesus eine große Menge Menschen speiste, mit Nahrungsmitteln, die eigentlich nur für wenige reichten. Johannes staunte mit vielen anderen darüber, dass Jesus sogar Tote auferweckte. Doch als Jesus gefangen genommen wurde, als er verhört, geschlagen und misshandelt wurde, als die Peitschenhiebe auf seinen Rücken knallten, erlebte Johannes auch, wie Jesus das alles geschehen ließ, obwohl er als der Sohn Gottes alle göttliche Macht hatte, das abzuwenden. Er ließ sich sogar kreuzigen, obwohl er vom Kreuz hätte herabsteigen können. Doch er tat es nicht, weil er das Werk der Erlösung vollenden und uns von unseren Sünden retten wollte, indem er die Strafe dafür auf sich nahm. Er ging in den Tod, um uns Freiheit und Leben zu ermöglichen. Ist das nicht unfassbar groß, unsagbar gnädig und unerhört herausfordernd? Worum ging es Johannes bei alledem? Auch das hat er aufgeschrieben: »Diese [Zeichen] aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen« (Johannes 20,31). Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, aber darauf ist eine Antwort zu geben. Günter Seibert Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E199
    July 17 · 4 min

    QR-Code für die Ewigkeit

    In den letzten Jahren buchten wir oft Pauschal- statt Individualreisen. Das hat Vorteile wie Reisesicherungsschein bei Insolvenz und ein Ansprechpartner für alles. Man braucht keine Reisedokumente mehr. Als »Eintrittskarte« reicht ein QR-Code. Man zahlt die Reise, schickt dem Reiseunternehmen Ausweiskopien usw. Dann kann man sich von der Reiseveranstalter-App einen QR-Code auf sein Handy laden. An den Flughäfen wurde wir zwar sehr genau sicherheitskontrolliert – mussten Uhren, Gürtel, Schlüssel und mehr ablegen und uns sogar die Wanderschuhe ausziehen. Doch nie mussten wir Ausweis oder Flugticket zeigen. Das war auch beim Hotel-Check-in, bei Shuttle-Bussen und Inlandsflügen nicht nötig. Man hielt sein Handy hin, und es öffnete sich einem jede Tür. Dieses Erleben zeigt mir Parallelen zu unserem Lebensweg zu Gott, dem gegenüber wir uns einmal verantworten müssen. Wenn unser Leben hier endet, werden wir uns von Armbanduhr und Wanderschuhen trennen müssen. Die Daten unseres »himmlischen QR-Codes« nehmen wir aber mit. Sie stehen jedoch nicht auf einer irdischen Festplatte, sondern in der Datenbank, die Gott das »Buch des Lebens« nennt. Alle Namen, die darin stehen, haben freien Zugang zur Ewigkeit bei Gott. Jesus Christus hat bereits für ihre Schuld mit seinem Tod am Kreuz bezahlt, und sie haben es im Glauben angenommen. Sie werden nicht mehr nach ihren Taten gerichtet. Keiner von uns könnte diese Eintrittskarte für den Himmel selbst bezahlen. Zu groß ist unsere Schuld vor Gott. Aber wer an Jesus Christus glaubt, darf sicher wissen, dass er die Strafe für seine Sünden bezahlt hat. Dann steht mein Name im Himmel angeschrieben, und ich habe dort meinen ewigen Wohnsitz. Was für eine wunderbare Hoffnung! Hartmut Ulrich Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E198
    July 16 · 5 min

    Späte Gerechtigkeit

    Von Sommer 1943 bis April 1945 war Irmgard F. als Schreibkraft in der Kommandantur des Konzentrationslagers Stutthof beschäftigt. Da war sie gerade 18 Jahre alt. Während ihrer Tätigkeit ging fast die gesamte Korrespondenz des KZ über ihren Tisch. Deswegen verurteilte das Landgericht Itzehoe 2022 die damals 97-Jährige wegen Beihilfe zum Mord in 10 505 Fällen und zum versuchten Mord in fünf Fällen zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung. Der Bundesgerichtshof bestätigte die Entscheidung. Er sagte: »Sie half durch ihre Schreibarbeit dem Lagerkommandanten und dessen Adjutanten ... nicht nur physisch. Sie unterstützte diese durch ihre Einordnung in den Lagerbetrieb als zuverlässige und gehorsame Untergebene auch psychisch bei der Begehung der 10 505 vollendeten und fünf versuchten grausamen Morde, die das Landgericht ihr zugerechnet hat.« Dieses Gerichtsurteil macht für mich deutlich, was Gerechtigkeit beinhaltet: Gerechtigkeit hat einen langen Atem. Was vor rund 80 Jahren geschah, ist nicht vergessen. Gerechtigkeit deckt unerbittlich individuelle Schuld auf: Irmgard F. hat niemanden persönlich in der Gaskammer umgebracht. Aber sie hat ihren Teil dazu beigetragen, dass dies geschehen konnte. Auch späte Gerechtigkeit ist wichtig – für die Opfer. Die Hinterbliebenen der Ermordeten erleben: Der Tod unserer Oma, unseres Vaters, unserer Geschwister bleibt nicht ungesühnt. Leider gehen der irdischen Justiz trotz aller Bemühungen sehr viele böse Taten durchs Netz. Aber Gottes Gerechtigkeit ist unfehlbar. Er wird Lebende und Tote richten, mögen ihre Taten auch Jahrtausende zurückliegen. Nichts bleibt ungesühnt. Wer kann da frei ausgehen? Nur der, dessen Lebensschuld bereits bezahlt ist – von Jesus am Kreuz – und der dies für sich in Anspruch nimmt. Markus Majonica Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

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