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Leben ist mehr

Leben ist mehr

»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.

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  • 30 episodes
  • daily
  • Avg 5 min
  • German
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  • S2026 · E227
    Yesterday · 4 min

    Besuch im Seniorenheim

    Neulich besuchte ich eine liebe, ältere Dame im Seniorenheim. Während wir durch den Garten spazierten, fiel mein Blick auf ein Gedicht Gerhard Tersteegens, das mitten in einem Blumenbeet auf einem Schild prangte: »Ein Tag, der sagt dem andern, / mein Leben sei ein Wandern / zur großen Ewigkeit. / O Ewigkeit, so schöne, / mein Herz an dich gewöhne, / mein Heim ist nicht von dieser Zeit.« Für einen ganz kurzen Moment empfand ich es als makaber, dieses Gedicht in einem Seniorenheim zu finden. Als ich mir die Worte jedoch noch einmal durch den Kopf gehen ließ, gefiel mir das Gedicht immer besser, und vor allen Dingen fand ich es sehr weise und treffend. Es ist ein Fakt, dass wir mit jedem erlebten Tag einen Tag näher an unserem Ende sind. Die Deutschen sind Meister im Verdrängen dieser Tatsache, wie es mir manchmal scheint. Und dennoch ist es wahr, dass jedes Leben auf der Erde hier einmal zu Ende geht. Auch Mose, der obigen Bibelvers schrieb, bittet Gott darum, ihn immer wieder daran zu erinnern, dass wir sterben müssen. Doch warum das? Ist Verdrängen nicht wirklich die bessere Option, um wenigstens ein paar Jahre »Ruhe und Frieden« zu haben? Nein, Mose schreibt das, »auf dass wir klug werden«. Viele Dinge, die einem so groß und wichtig erscheinen, sehen aus der Ewigkeitsperspektive betrachtet relativ klein und unbedeutend aus. Doch richtig ruhig kann ich über diese Entscheidung erst werden, wenn ich weiß, was danach kommt und wer auf mich wartet. Wie gut, dass Mose ein paar Verse vorher schreibt: »Ehe geboren waren die Berge, und du die Erde und den Erdkreis erschaffen hattest, ja, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du Gott« (Psalm 90,2). Gott, der Unveränderliche, möchte auch auf Sie warten, um Sie in der Ewigkeit zu empfangen! Rebecca Grimm Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E226
    Thursday · 6 min

    Planung, Beratung, Projekte

    Ein begeisterungsfähiger Kollege schwärmte von einer gerade eben eröffneten Geschäfts-Passage, wie toll diese gelungen sei: »Genau so muss man es machen, dann wird die Passage ein Erfolg.« Tatsächlich hatte man einen cleveren Mix aus Branchen als Mieter gefunden: Glaserei, Kunstmaler, Spielwaren, Chocolaterie, kleine Food-Läden, besondere Boutiquen. Man war in die Grundstückstiefe gegangen und hatte dadurch viel Verkaufsfläche. Aber auf einen sogenannten Anker-Mieter, einen »Magneten« (z. B. ein Discounter) in der Tiefe der Passage hatte man verzichtet. Entgegen allen Erwartungen kam die Passage in der Stadt nicht gut an. Menschen fühlten sich unwohl, die Orientierung war schlecht, das Ganze wirkte überdimensioniert und beängstigend. Das Projekt misslang: Innerhalb weniger Monate verschwanden immer mehr Läden. Ein mehrere Millionen schwerer Verlust entstand. Eine Fehlplanung und Fehlkalkulation! Hier hatten Wunschdenken und Gier im Vordergrund gestanden, statt realistischen Planens und Verantwortungsbewusstseins. Die Bibel erklärt sehr verständlich, dass der Mensch sich gerne einmal etwas vormacht. Zum Beispiel Eva: Sie dachte, sie würde mit dem Essen der Frucht im Garten Eden etwas Tolles erreichen, also Erfolg haben. Sie ließ sich falsch beraten und bewirkte mit ihrem Tun etwas Schreckliches! Nämlich den Konkurs: Die Sünde kam in die Welt. Hätte sie doch Rat gesucht, ihren Mann gefragt oder am besten Gott selbst! Lassen Sie sich bei Ihrer Planung von Wunschdenken leiten? Oder suchen Sie den Rat bei Menschen, die um ihre Verantwortung vor Gott wissen und in Sachkenntnis entscheiden und handeln? Manchmal ist es auch nötig, vorschnell geplante Unternehmungen zu entflechten und neu auszurichten. Klaus Spieker Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E225
    Wednesday · 4 min

    Todbringende Hände

    Der junge Arzt Ignaz Semmelweis war verzweifelt. Warum starben so viele Mütter in seiner Geburtsklinik am Kindbettfieber? Täglich obduzierte er erst die Verstorbenen des Vortags und half danach bei Entbindungen. Dabei beobachtete er ein rätselhaftes Phänomen: Frauen, die ausschließlich von Hebammen entbunden wurden, erging es statistisch besser als jenen, die von Ärzten betreut wurden. Eines Tages schnitt sich ein Arzt während einer Obduktion. Die Wunde infizierte sich, und der Mann starb wenige Tage später an einer Blutvergiftung. Diese Tragödie brachte Semmelweis († 13. August 1865) – damals wusste man noch nichts von Bakterien und Viren – auf eine bahnbrechende Erkenntnis: Es musste etwas an den Leichen sein, das Krankheiten auslöste und das die Ärzte unwissentlich auf die Frauen übertragen hatten! Entschlossen stellte er eine Schüssel mit Chlorwasser am Eingang der Klinik auf und ließ daneben ein Schild anbringen: »Ab heute ist jeder Arzt oder Student, der vom Seziersaal kommt, verpflichtet, sich die Hände gründlich mit Chlorwasser zu waschen. Diese Verfügung gilt ausnahmslos. I. P. Semmelweis.« Die Ärzte protestierten heftig – das Chlorwasser brannte auf der Haut. Doch schon nach wenigen Wochen sanken die Todesfälle drastisch. Semmelweis hatte bewiesen: Die Hände der Mediziner waren mit tödlichen Keimen infiziert und mussten gereinigt werden. Das betraf alle – den Klinikchef genauso wie den Studenten. Ähnlich wie die Keime an unseren Händen haftet die Sünde an unserem Herzen. Sie ist unsichtbar, doch ihre Folgen – Streit, Krieg, Lügen, zerrüttete Beziehungen usw. – sind unübersehbar. Zum Glück gibt es eine Lösung: Das Blut Jesu kann uns von aller Schuld reinwaschen. Das hat jeder von uns nötig. Ohne Ausnahme. Elisabeth Weise Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E224
    Tuesday · 4 min

    Time to be real

    Die Social-Media-App BeReal möchte ihre User dazu herausfordern, authentische Bilder zu posten, ohne diese vorher genau auszuwählen und mit Filtern zu bearbeiten. Deshalb bekommen die User einmal am Tag zu wechselnden Zeiten eine Nachricht mit dem Inhalt »Time to BeReal«: Danach haben sie zwei Minuten Zeit, ein Foto von sich zu machen, genau dort, wo sie gerade sind. So soll bei BeReal nicht nur der Urlaub am Traumstrand, sondern das »echte Leben« gezeigt werden. Dass wir Menschen dazu neigen, unser Leben zu beschönigen, ist jedoch kein neues Phänomen. In Lukas 18 erzählt Jesus eine Geschichte über einen Pharisäer und einen Zöllner. Beide gingen zum Beten in den Tempel. Doch während der Pharisäer im Gebet auf seine scheinbaren Erfolge und seinen äußerlich frommen Lebensstil hinwies und voller Verachtung auf den Zöllner herabsah, war der Zöllner »real«: Er zeigte Gott voller Bedauern sein echtes Leben, ganz ungeschönt und ohne Filter. Er betete: »Gott, sei mir Sünder gnädig!« Jesu Urteil darüber, welches Gebet von Gott erhört wurde, ist eindeutig: Der Zöllner ging gerechtfertigt zurück, der Pharisäer nicht. Er macht damit deutlich: Gott können wir nichts vormachen. Denn selbst in dem »perfektesten« Leben gibt es Versagen, wie auch der Tagesvers zeigt. Gott wünscht sich, dass wir wie der Zöllner zu ihm kommen und ganz ehrlich sind – vor uns selbst und vor ihm. Tun wir das, so gibt Jesus uns ein wunderbares Versprechen: »Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen« (Johannes 6,37) – egal, wie groß oder klein unsere Schuld ist. Daher gilt auch für uns: »Time to be real!« Gott fordert keine Perfektion. Er möchte uns gerade in unserem Versagen und unseren Problemen mit seiner großartigen Gnade begegnen. Lara Majonica Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E223
    Monday · 4 min

    Zum Arzt

    Ich kenne eine alte Dame, die während einer Urlaubsreise stürzte. Dabei brach sie sich den Arm, und zwar so, dass der Unterarm schräg vom Rest abstand. Ihre Reaktion: »So kann man doch nicht zum Arzt gehen, wie sieht das denn aus!« Und kurzerhand – mit einem heftigen Ruck – brachte sie den gebrochenen Teil wieder in die richtige Position, und ging erst dann zum Arzt. Diese (nicht nachahmenswerte!) Aktion und Einstellung ist ein wenig kurios. Wer kommt schon auf die Idee, wenn er krank ist, den Arztbesuch erst davon abhängig zu machen, dass die Erkrankung weniger schlimm erscheint? Wenn der Leidensdruck hoch ist, dann gehe ich doch erst recht schnellstens zum Arzt, damit dieser mir hilft. Ich versuche doch nicht, erst selbst an mir herumzudoktern, damit ich vor dem Arzt mit meinem Ausschlag, meinem entzündeten Hals, meinem ... – was auch immer – etwas besser und etwas weniger krank dastehe. Wer krank ist, benötigt Hilfe – und will das auch. Wenn Menschen Gott suchen, verhalten sie sich aber häufig genauso wie die alte Dame: Bevor ich Gott begegnen kann, muss ich doch erst etwas besser werden. Das entspringt dem (grundsätzlich richtigen) Empfinden, dass Gott unendlich heilig, rein und gerecht ist – und ich das glatte Gegenteil. Also versucht man, Gott durch ein bisschen Wohlverhalten gnädig zu stimmen. Doch wann bin ich gut genug? Wann reicht mein Bemühen, damit Gott mir mit Wohlwollen begegnet? Dafür hat Gott schon längst eine Lösung: In Jesus Christus begegnet er uns wie ein Arzt dem Kranken. Wer versteht, dass wir alle unter der Krankheit der Sünde leiden, und echte Hilfe sucht, der muss nicht ein paar armselige Versuche der Selbstoptimierung unternehmen. Er kann so, wie er ist, zu dem großen Arzt der Seelen kommen. Markus Majonica Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E222
    Sunday · 4 min

    Kurzlebigkeit von Olympia-Medaillen

    Nach den Olympischen Sommerspielen von Paris 2024 sorgte die Vergänglichkeit der Medaillen für Beschwerden. Mehr als 100 Gewinner schickten ihre Medaillen zurück, weil die Oberfläche des Edelmetalls abblätterte. Der renommierte Juwelier Chaumet hatte ein Design kreiert, bei dem in den Medaillen Eisenstücke des Eiffelturms eingearbeitet wurden. Das Metall stammte aus Teilen, die bei Renovierungsarbeiten entfernt und ersetzt worden waren. Wie die Pariser Münze als Hersteller berichtete, wurden die Schäden durch den verwendeten Lack hervorgerufen. Die zurückgegebenen Medaillen wurden nachgearbeitet und ausgetauscht. Bereits 2000 Jahre zuvor benutzte Petrus die Vergänglichkeit von Gold für einen Vergleich (siehe Tagesvers). Gold galt damals als eines der haltbarsten aller Materialien. Ähnlich wie bei Olympiamedaillen war die Erwartung, dass dieses Edelmetall für Dauerhaftigkeit und Stabilität steht. Doch Petrus hebt etwas hervor, das sich als noch stärker und beständiger erweisen soll: der Glaube an Jesus Christus. In seinem Brief erklärt der Apostel, dass es auch im Leben von Christen schwierige Zeiten gibt. Menschen, die an Jesus Christus glauben, sind schließlich immer noch Menschen. Doch wer mit Jesus lebt und ihm vertraut, für den ändert sich etwas Grundlegendes: Gott gibt ihm ein neues Herz – sozusagen beständiges Gold statt brennbarem Stroh. Es ist also Gott, der die Kraft und den Mut gibt, auf die persönlichen und weltweiten Herausforderungen mit Vertrauen in den allmächtigen Gott zu reagieren. Denn nur ein Glaube, der auch in schweren Zeiten am Vertrauen zu Gott festhält, erweist sich als tragfähig und echt. Gottes Wunsch und Ziel ist es, dass jeder dieses »Gold« im Glauben annimmt und in Ewigkeit mit Gott lebt. Andreas Droese Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E221
    August 8 · 4 min

    Einfach loslassen?

    Am Freitag, den 09. August 2024, gewann die 25-jährige Yemisi (Yemi) Magdalena Ogunleye bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris für Deutschland die Goldmedaille im Kugelstoßen. Dabei waren die Bedingungen nicht gerade günstig gewesen. Es regnete, und Yemi stürzte beim ersten Kugelstoß-Versuch aufs Knie. Vor dem letzten Versuch, bei dem sie exakt 20,00 Meter erzielte und somit ihre Konkurrentin, die Neuseeländerin Maddison-Lee Wesche (19,86 Meter) um 14 Zentimeter übertraf, schickte sie ein Stoßgebet zum Himmel: »Gott – geh du mit mir in den Ring und gib mir die Kraft und den nötigen Mut, einfach loszulassen!« Losgelassen hat Yemi in dem Moment nicht nur die Kugel, sondern auch manches aus ihrer Vergangenheit, das sie belastete. Dadurch hat Gott sie nicht nur zu Momenten der Freude in ihrem Leben geführt, sondern ihr auch durch schwere Zeiten geholfen. So hatte sie in ihrer Kindheit psychische Verletzungen erlitten, und natürlich wurde sie später in ihrer Sportlerkarriere auch durch physische Verletzungen immer wieder zurückgeworfen. Doch die junge Frau glaubte fest daran, dass Gott ihr die Kraft dazu gibt, alles zu ertragen und ihm zu vertrauen. Im Moment ihres wohl größten sportlichen Erfolgs wollte sie genau dem Ausdruck verleihen. Sie hielt einen Zettel hoch, auf dem Stand: »You are loved. John 3,16« (»Du bist geliebt, Johannes 3,16«). Es war Jesus Christus in ihr, der ihr die Zuversicht und die Kraft gegeben hat, ihr Leben loszulassen und es in seine Hände zu geben. Versprechen wie das im Tagesvers ermutigten sie, nicht aufzugeben, sondern die Hoffnung auf ihn zu setzen. Die Athletin erkannte, dass Gott über allem steht. Er bleibt gleich, sowohl in den Höhen als auch in den Tiefen unseres Lebens. Manuela Basista Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E220
    August 7 · 4 min

    Fahren ohne Fahrschein

    Meine damals neunjährige Tochter und ich waren mit dem Zug unterwegs. Wir kauften morgens Tickets und fuhren jeweils eine Strecke von über einer Stunde hin und zurück. Als wir am Abend schließlich wieder an unserem Bahnhof ankamen, sagte sie ganz enttäuscht zu mir: »Papa, wir haben die Tickets umsonst gekauft! Wir wurden auf dem Hin- und Rückweg gar nicht kontrolliert.« Klingt eigentlich ganz logisch, oder? Ich erklärte ihr dann, dass man unabhängig von der Kontrolle Fahrkarten kaufen muss, da wir sonst die Dienstleistung nutzen würden, ohne dafür bezahlt zu haben. Das Fahren ohne Ticket wäre somit ein Verstoß gegen das Gesetz und daher verboten. Diese Begebenheit erinnert mich an das »Ticket« in den Himmel, das wir unbedingt brauchen. Warum? Jeder Mensch denkt, sagt und tut täglich böse Dinge, wodurch er das Ziel des Lebens verfehlt, nämlich Gott zu ehren. Die »Kontrolle« im letzten Gericht wird das unweigerlich an den Tag bringen. Doch wenn wir ehrlich sind, wissen wir schon längst um das, was bei uns nicht in Ordnung ist, und dass wir Hilfe brauchen. Wem dann jedoch das »Ticket« fehlt, dem wird die Weiterfahrt (in den Himmel) verweigert. Er wird zurückgewiesen. Das Ticket bekommt man nun nicht an irgendeinem Automaten, sondern allein bei Jesus Christus, der zur Vergebung unserer Schuld am Kreuz für uns starb. Jedem, der das glaubt und für sich in Anspruch nimmt, dem wird ein »Fahrschein« ausgestellt. Der muss nicht etwa noch bezahlt werden, man muss aber aus tiefstem Herzen erkennen, dass man schuldig ist und Gott braucht. Ein Leben ohne dieses »Ticket«, ist wie das Fahren ohne Fahrkarte. Jeden Moment kann man sterben, und dann wird nach der »Fahrkarte« gefragt werden. Gabriel Herbert Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E219
    August 6 · 4 min

    Gnade vor Recht

    Bestimmt kennen Sie die Redewendung »Gnade vor Recht ergehen lassen«. Es bedeutet so viel wie »mit jemandem Nachsicht haben, der etwas Unrechtes getan hat, und ihn nicht bestrafen, wie er es eigentlich verdient hätte«. Nehmen wir einmal an, mein Sohn schießt beim Fußballspielen das Garagenfenster des Nachbarn kaputt. Doch als ich es bezahlen will, lehnt der Nachbar freundlich lächelnd ab. Er lässt Gnade vor Recht ergehen. Die »Wiedergutmachung« – hier der Preis für ein neues Fenster – leistet er selbst. Die Strafe für die Sünde ist also nicht aufgehoben, sondern wird von jemand anderem getragen. Bei Gottes Gnade ist es ähnlich. In der Bibel stellt Gott unmissverständlich klar, dass alle Menschen Sünder sind, sobald sie auch nur einmal in ihrem Leben gegen Gottes Gebote gehandelt haben. Gibt es aus diesem Schlamassel einen Ausweg? Kann man völlig gerecht vor Gott stehen, obwohl wir alle gegen Gottes Gebote verstoßen haben und somit Sünder sind? Geht das überhaupt? Und muss das überhaupt sein? Gott ist absolut heilig; er will dennoch eine enge Gemeinschaft mit dem Menschen haben. Daher hat er seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde gesandt, damit dieser am Kreuz für die Sünden aller Menschen starb. Wer an dieses unfassbare Werk der Erlösung glaubt, den kann Gott begnadigen und gerecht sprechen. Gott wäre im Recht, wenn er den Menschen verurteilt für das, was er getan hat. Doch Gott lässt Gnade vor Recht ergehen, wenn er auf den Menschen sieht, der an seinen Sohn glaubt. Gott spricht den Sünder, der glaubt, gerecht. Die Gnade Gottes ist so tief und umfassend, dass sie für alle Menschen ausreicht. Doch nur der kann sie in vollem Umfang in Anspruch nehmen, der glaubt, dass Jesus für seine persönlichen Sünden am Kreuz gestorben ist. Axel Schneider Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E218
    August 5 · 5 min

    Gibt es ein Happy End?

    In unserem Leben dreht sich vieles ums »Happy«-Sein: Happy Birthday, Happy Hour, Happy New Year, happy Meal, happy fit usw. Bücher rund ums Glücklichsein sind auf den Bestsellerlisten. Alles und alle sollen glücklich sein. Die Frage bleibt allerdings: Wie fange ich das Glück ein, das so schnell wieder verschwindet? In einem österreichischen Lied heißt es: »s’Glück ist ein Vogerl, gar lieb aber scheu, / unmöglich zu fangen, aber fort gflog’n ist’s glei; / das Herz ist der Käfig, und schaust net dazu, / auf einmal hast du kein Glück, keine Ruh.« In unserer Welt ist Glück tatsächlich »Glückssache«. Es scheint so, dass wir dazu geboren sind, uns durch den Dschungel des Lebens zu kämpfen – gespickt mit guten Momenten, aber auch mit etlichen Enttäuschungen, Hochs und Tiefs. Anschließend werden wir als Dünger in die Erde verstreut. Der Tod ist der letzte und große Spaßverderber. Der irische Literaturwissenschaftler C. S. Lewis brachte diese Erfahrung und den für ihn daraus folgenden Schluss zum Ausdruck: »Wenn ich eine Sehnsucht in mir finde, die keine Erfahrung in dieser Welt befriedigen kann, ist die wahrscheinlichste Erklärung, dass ich für eine andere Welt gemacht bin.« In dem letzten Teilsatz liegt wohl der Wegweiser für unsere Suche nach dem ewigen Glück. Unsere Welt ist nicht mehr als der Ort vollkommenen Glücks für all ihre Bewohner zu gestalten. Doch Gott spricht im Tagesvers von einer neuen Welt und einem neuen Himmel, in denen Gerechtigkeit regiert und die er uns im Glauben an ihn schenken will. Deshalb ist Gottes Sohn auf die Welt gekommen. Er hat die Kluft der Sünde zwischen Gott und uns am Kreuz beseitigt. Deshalb ist er tatsächlich in der Lage, uns in diese neue Welt zu bringen, damit wir ein echtes »Happy End« mit und bei Gott erleben. Sebastian Weißbacher Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E217
    August 4 · 5 min

    Licht am Ende des Tunnels

    Am 5. August 2010 ereignete sich in Chile ein tragisches Unglück, bei dem 33 Bergleute in 700 Metern Tiefe eingeschlossen wurden. In der Hoffnung, Überlebende zu finden, wurden mehrere Rettungsbohrungen angesetzt. Gab es Lebenszeichen aus einem der eingerichteten Schutzräume? Nach fünf Tagen war es so weit: Klopfzeichen auf das Bohrgestänge zeigten an, dass da unten tatsächlich Menschen auf Rettung hofften! Auf einem nach oben befördertem Schriftstück stand: »Uns 33 geht es im Schutzraum gut.« Frisches Wasser und Nahrung wurde daraufhin in den Schutzraum hinabgelassen. Kameradschaftlich schulterten die Verschütteten die täglichen Aufgaben, die der Schichtleiter Luis Urzúa delegierte. Die seelsorgerliche Betreuung leistete der Gruppenälteste Mario Gomez, auch für tägliche Gebete wurde eine Ecke eingerichtet. Die medizinische Versorgung übernahm ein Mann, der durch die Pflege seiner Mutter über entsprechendes Wissen verfügte. Bis zur Befreiung vergingen noch lange 64 Tage. Stellen wir uns vor, die Verschütteten hätten es sich in ihrem Schutzraum so gemütlich eingerichtet, dass sie gar nicht mehr ans Tageslicht gewollt hätten. Sie hätten sich so sehr an das abgeschiedene Leben und ihre enge Gemeinschaft gewöhnt, dass sie gar nicht mehr gerettet werden wollten. Dieser Gedanke ist natürlich absurd. Natürlich waren die Bergleute überglücklich und dankbar, als sie endlich den Weg ins Freie antreten konnten. Wir Menschen sind alle in der Sünde gefangen und dem ewigen Tod ausgeliefert. Auch wenn wir es uns in unserer Dunkelheit vielleicht schön eingerichtet haben, ändert das nichts an unserer erbärmlichen Lage. Doch ein Ausweg ist möglich durch den Retter Jesus Christus. Wie absurd wäre es, dieses Rettungsangebot zu ignorieren! Stefan Taube Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E216
    August 3 · 5 min

    Wie würden Sie entscheiden?

    Ein außer Kontrolle geratener Zug rast die Gleise hinunter. Weiter unten arbeiten fünf Gleisarbeiter, die durch den Zug getötet würden, wenn er nicht vorher durch eine Weiche oberhalb der Arbeiter auf ein anderes Gleis umgeleitet wird. Dort befindet sich jedoch ebenfalls ein Arbeiter. Sie selbst stehen bei der Weiche und müssen entscheiden, auf welches Gleis der Zug rollt. Würden Sie die Weiche umstellen? Würden Sie handeln und damit den einen Arbeiter aktiv töten oder nichts tun, den fünf anderen Menschen somit nicht helfen und deren Tod in Kauf nehmen? – So weit das bekannte Gedankenexperiment des »Gleisarbeiterdilemmas« der Philosophin Philippa Foot. Gott sei Dank ist dieses Gedankenspiel fiktiv. Es zeigt, dass wir in unlösbare moralische Konflikte geraten können. Es berührt aber auch die Frage, welchen Wert wir als Menschen haben. Der Wert eines Menschen ist viel höher als die Materie, aus der er besteht, oder als sein ökonomischer Nutzen. Ist ein Kind mehr wert als ein Greis, oder ein Gesunder mehr als ein Kranker? Sind die fünf Arbeiter mehr wert als der einzelne? Nicht unsere Wertzuweisung entscheidet darüber, wer leben darf oder nicht. Es muss vielmehr alles, was in unserer Macht steht, getan werden, um jeden zu retten. Nur in Verbindung mit einem persönlichen Gott, der den größten Wert bereithält, können wir begreifen, warum auch wir Menschen unermesslich kostbar sind. Er hat uns in seinem Bild geschaffen und uns die Herrschaft über seine Schöpfung zugewiesen. Das zeigt seine Würdigung und Wertschätzung uns gegenüber. Gott will »Gotteskinder« und nicht »Untertanen«. Dazu hat er uns seinen Sohn gesandt, damit wir mit ihm versöhnt werden und eine lebendige, persönliche Beziehung zu ihm pflegen können. Daniela Bernhard Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E215
    August 2 · 6 min

    Wer hätte das gedacht?

    Der Disput über Wissenschaft und Glaube hält schon seit Jahrhunderten an. Immer wieder wird behauptet, dass die Wissenschaft längst gezeigt habe, dass es keinen Gott gibt. Man meint, alles sei natürlich zu erklären. Die Naturwissenschaft kenne die Gesetze und die Zusammenhänge. Die Evolution könne uns erklären, wie das Leben entstanden ist. Wir bräuchten Gott nicht. Vor einigen Jahren gab es zu diesem Thema sogar eine öffentliche Debatte zwischen Richard Dawkins (Autor des Buches Der Gotteswahn) und John Lennox, einem anerkannten Mathematiker und christlichen Apologeten. Isaac Newton war ein bedeutender Naturwissenschaftler in der zweiten Hälfte des 17. und im beginnenden 18. Jahrhundert. Er hat sich mit der Ausbreitung des Lichts beschäftigt und den Welle-Teilchen-Dualismus erkannt. Auf ihn geht die Erfindung des Spiegelteleskops zurück, mit dem er die Bahnen der Planeten um die Sonne erforschte. Weltweit bekannt ist die Geschichte, der zufolge Newton unter einem Apfelbaum sitzt und ihm ein Apfel auf den Kopf und dann vor ihm zu Boden fällt. Das war der Auslöser für seine Studien zur Gravitation. Er beschrieb als Erster die Phänomene der Anziehung zwischen zwei Massen und war auch in der Lage, diese exakt zu berechnen. In Anerkennung seiner naturwissenschaftlichen Leistungen wurde er Präsident der Royal Society, der wichtigsten wissenschaftlichen Einrichtung Europas damaliger Zeit. Für Newton war es selbstverständlich, dass er Gottes Schöpfung erforschte. Überall erkannte er die Weisheit Gottes. Besonders in der Gravitation als der entscheidenden Kraft für die Planetenbahnen sah er Gottes Genialität. Folgender Satz zeigt seine tiefe Überzeugung von der Realität Gottes: »Wer oberflächlich Physik treibt, kann an Gott glauben. Wer sie bis zum Ende denkt, der muss an Gott glauben.« Das gilt auch heute. Bernhard Volkmann Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E214
    August 1 · 4 min

    Ein glaubhafter Zeuge der Auferstehung Jesu

    Verkehrsunfall. Der Hergang ist streitig. Jede Partei schildert ihre Sicht. Es treten verschiedene Zeugen auf, die die Position der einen oder der anderen Seite bestätigen. Welche Aussage ist nun glaubhaft? Ein wichtiges Indiz ist: Steht der Zeuge auf der Seite des einen oder des anderen Beteiligten? Verlässlicher sind da schon die neutralen Zeugen, die zufällig vor Ort waren, denn sie haben kein persönliches Interesse am Ausgang des Rechtsstreits. Am verlässlichsten aber dürfte ein Zeuge sein, der ursprünglich aus dem einen Lager stammt, aber nun die Position des anderen Lagers bestätigt. Das hat eine hohe Richtigkeitsgewähr. Betrachten wir die biblische Person Jakobus, einen Sohn Marias und Josefs, und damit menschlich gesehen ein Bruder Jesu. Gleichwohl beschreibt die Bibel, dass Jakobus, ebenso wie die weiteren Brüder Jesu, nicht an Jesus glaubte. Sie spotten sogar über ihn (Johannes 7,3). An anderer Stelle wird gesagt, sie glaubten, Jesus sei verrückt (»von Sinnen«, Markus 3,21). Jakobus stand also zunächst nicht in Jesu Lager, ganz im Gegenteil. Doch gerade dieser Jakobus wird nach dem Tod Jesu davon überzeugt sein, dass dieser Jesus tatsächlich Gottes Sohn und auferstanden ist! Jakobus und seine Brüder, einst Spötter und Skeptiker, sitzen schon bald in den Reihen der ersten Gemeinde, die den auferstandenen Christus bezeugt (Apostelgeschichte 1,14). Gerade Jakobus wird eine Säule in der heftig verfolgten Gemeinde in Jerusalem. Außerdem schreibt er einen wichtigen Brief des Neuen Testaments und wird schließlich wegen seines festen Glaubens an den auferstandenen Jesu, den er einst verspottete, gesteinigt werden. Daher ist Jakobus für mich einer der glaubhaftesten Zeugen für die Auferstehung Jesu! Markus Majonica Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E213
    July 31 · 4 min

    Der Drachenstich

    Jedes Jahr im August verwandelt sich der Stadtplatz von Furth i. W. (Bayerischer Wald) in eine große Bühne. Denn dann findet hier der »Drachenstich« statt, das älteste Volksschauspiel in Deutschland. Erstmals wurde es 1590 erwähnt. An der Inszenierung dieser Legende ist der halbe Ort beteiligt. Der Inhalt lässt sich so zusammenfassen: In einer Zeit, die von Not und Elend bestimmt ist, steigt zu allem Überfluss auch noch ein Drache aus den Wäldern empor. Unter einer Bedingung will er die Bürger Furths verschonen: wenn ein sündloser Mensch sich ihm freiwillig opfert. Hierzu ist eine Jungfrau bereit. Doch in letzter Minute tritt der tot geglaubte Ritter Udo unverhofft auf den Plan und tötet den Drachen. Diese doch recht düstere Legende drückt die Sehnsucht des Menschen nach einem Befreier aus, der das Böse – oder besser: den Bösen – besiegt. In diesem erfundenen Erzählrahmen lassen sich Anklänge an die beste Botschaft der Welt erahnen, doch leider ziemlich verzerrt. Tatsächlich gibt es einen furchtbaren Drachen, den Teufel. Er ließ sich nur durch einen Helden besiegen: Jesus Christus. Dieser hat sündlos auf dieser Welt gelebt und als ein völlig unschuldiges Opfer am Kreuz sein Blut vergossen. Doch das war keineswegs eine Niederlage! In Wahrheit war genau das der Sieg, der dem Teufel das Genick brach – im Bild der Drachenstich-Legende gesprochen: Jesus vereinte die unschuldige Opferfigur und den tapferen Ritter zugleich in sich. Sein Opfertod war der wahre Triumph, der dem Drachen den Kopf zermalmte. Er bekräftigte Gottes Anspruch auf uns und ermöglichte es uns, im Glauben und Vertrauen zu ihm zu kommen. Die Bibel macht deutlich, dass er alle, die das für sich annehmen, kraft dieser Tat für immer vor Satan gerettet hat. Martin Reitz Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E212
    July 30 · 7 min

    Lüneburg und das »Tor zur Unterwelt«

    Auf einmal standen wir vor dem »Tor zur Unterwelt«! Hatten wir bis dahin die sehenswerte Altstadt von Lüneburg besichtigt, brachte uns die Stadtführerin nun zu einer 1898 errichteten Gartenpforte, die zum Sinnbild von gefährlichen Bodenabsenkungen geworden ist. Denn Lüneburg liegt auf einem Salzstock. Auch wenn der Abbau beendet wurde, löst das Grundwasser bis heute Salz und Gips. Es entstehen Hohlräume, sodass Erde nachrutscht und der Boden absinkt. So hat sich das Gartentor bereits um mehr als zwei Meter abgesenkt. Auch viele historische Häuser haben Risse, sind schief oder mussten aufgegeben werden. Noch immer bewegt sich der Boden jedes Jahr um mehrere Zentimeter. Ich frage mich: Welche existenziellen Sorgen müssen damit verbunden sein, wenn das Haus, in dem ich lebe, in die Unterwelt abzusinken droht? Am Ende der Bergpredigt vergleicht Jesus in einer Beispielgeschichte zwei Bauherren, von denen einer sein Haus auf Sand errichtet. Ein heftiger Regen spült den losen Untergrund fort und das Haus stürzt ein. Dieser Bauherr steht für Menschen, die ihre Lebensentscheidungen treffen, ohne dabei über Gottes Willen nachzudenken. Sie stehen in der Gefahr, am Ende alles zu verlieren. Das Haus des zweiten Bauherrn hält dem Unwetter stand. Denn er baut sein Haus auf ein felsiges Fundament. Er steht für Menschen, die den Worten von Jesus vertrauen. Direkt vor diesem Gleichnis hat Jesus darüber gesprochen, dass nicht jeder in Gottes Reich, in den Himmel, hineinkommt. Wer hier an Gott vorbeilebt, wird auch die Ewigkeit im Abgrund einer ewigen Trennung von ihm verbringen. Doch wer eine Glaubensbeziehung zu Jesus hat, baut sein Leben auf einem stabilen Grund und wird einmal in eine Wohnung im Himmel einziehen. Andreas Droese Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E211
    July 29 · 6 min

    Ein gebrochenes Herz

    Das »Broken-Heart-Syndrom« ist nicht so harmlos wie bisher angenommen. Neueste Forschungen zeigen: Es ist beinahe so gefährlich wie ein Herzinfarkt – und es kann jeden treffen. Auch bekannt als »Takotsubo-Syndrom« stellt diese Erkrankung Mediziner noch immer vor ein Rätsel. Sie weist die gleichen Symptome auf wie ein Herzinfarkt – sie hat aber nicht die gleichen Ursachen. Dem Entdecker (einem japanischen Mediziner) fiel auf, dass sich der Herzmuskel seltsam verformt und die Form eines länglichen Tonkruges annimmt. Die Ursachen werden weiter erforscht. Bisher geht man von starken emotionalen Belastungen aus, z. B. nach dem Tod einer eng vertrauten, geliebten Person oder nach der schmerzlichen Trennung in einer Beziehung. Aber auch physische Trigger oder Stress können dazugehören. Das »Broken-Heart-Syndrom« zeigt, wie sehr extreme seelische Belastung das Herz so sehr schädigen kann, dass sie zum Tod führt. Jesus Christus ging freiwillig durch tiefste seelische und körperliche Leiden – sein Herz zerbrach unter der Last der Sünde der Welt. Doch anders als wir Menschen ist er nicht im Tod geblieben. Durch seine Auferstehung besiegte er das Leid, den Tod und jede Trennung von Gott. Wer an ihn glaubt, empfängt neues Leben: ein Herz, das nicht mehr von Angst und Verzweiflung bestimmt ist, sondern von Hoffnung, Frieden und ewiger Liebe. Durch Jesus Christus wird das gebrochene Herz geheilt und erneuert. Er spricht: »Ich lebe, und ihr sollt auch leben« (Johannes 14,19). Für den, der das glaubt, bedeutet dies eine echte, unzerstörbare Hoffnung – über den Tod hinaus. Und für alle seelische Belastung hier im Leben bedeutet das: Nahe bei ihm, dem barmherzigen Gott, ist rechtzeitige Hilfe zu finden und starker Trost im Leid. Tim Petkau Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E210
    July 28 · 4 min

    »Tränen lügen nicht«

    Dieses Lied, gesungen von Michael Holm (* 29. Juli 1943), war in den 70er-Jahren ein Nummer-1-Hit. Tatsächlich rühren uns wenige Dinge so sehr wie ein weinender Mensch oder ein weinendes Kind. Wer weint, der ist überwältigt von seinen Emotionen. Tränen lügen nicht. Es gibt vielerlei Arten von Tränen: Freudentränen, Tränen der Trauer, Tränen der Wut, Mitleidstränen, Angsttränen, Tränen wegen körperlicher oder seelischer Schmerzen. Es gibt Tränen der Rührung, Tränen der Bitterkeit, Tränen der Einsamkeit, Tränen des Verlustes, Tränen der Depression – und auch Tränen beim Zwiebelschneiden. Tränen über Tränen! Auch ich habe in meinem Leben schon viele Tränen vergossen. Ich weiß gar nicht, wie viele es insgesamt waren, aber einer hat sie tatsächlich alle gezählt – nämlich Gott. Für ihn ist jede von uns geweinte Träne so kostbar, dass er sie in einem Krug sammelt. Er hat jede Träne in einem Buch dokumentiert (vgl. Psalm 56,9). Außerdem verspricht Gott denen, die an ihn glauben, dass er eines Tages all ihre Tränen abwischen wird. In der Ewigkeit werden diese Menschen ein neues Leben ohne Leid und Schmerzen führen dürfen, in der direkten Gegenwart Gottes. Um dorthin zu gelangen, gibt es nur einen Weg, denn Jesus sagt: »Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater als nur durch mich« (Johannes 14,6). Mich tröstet es sehr, zu wissen, dass Jesus den Schmerz, den ich hier in meinem Leben fühle, registriert. Wir Menschen sind ihm nicht egal. Tatsächlich hat der Sohn Gottes selbst, als er auf dieser Erde lebte, am Grab eines Freundes geweint (vgl. Johannes 11,35). Er kann also gut verstehen, wie sich das anfühlt. Ich bin sehr froh, so einen wunderbaren Herrn zu haben! Sabine Stabrey Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E209
    July 27 · 7 min

    Swiftie?

    Ende Juli 2024 hatte die US-amerikanische Sängerin Taylor Swift (geboren 1989) sieben Konzerte in drei Städten Deutschlands mit ihrer Eras-Tour gegeben. Die Tickets waren schon früh ausverkauft. In München fand das Konzert im Olympiapark (74 000 Zuschauer) statt. Außerhalb des Stadions, auf dem angrenzenden Olympiaberg, verfolgten sogar noch einmal ca. 10 000 Menschen ohne Ticket das Konzert von Taylor Swift. Ihre Musik kennzeichnet das Einfließen persönlicher Erlebnisse und Emotionen, was viele Fans tief berührt. Die Follower von Taylor Swift haben sogar einen eigenen Namen: »Swifties«. Sie sind begeisterte Anhänger der Sängerin, sind bekannt für ihre aktive Teilnahme in den sozialen Medien und ihren starken Zusammenhalt untereinander. Auf Taylor-Swift-Konzerten gibt es außerdem die Tradition, selbst gemachte Perlen-Armbänder mit anderen Swifties zu tauschen, sodass Konzertgänger das Ereignis oft mit vollen Unterarmen wieder verlassen. Dieses Phänomen der Swiftie-Gemeinschaft finde ich durchaus faszinierend – ist es doch beispielhaft dafür, dass wir Menschen gerne jemandem »anhängen« oder nachfolgen. Auch Jesus Christus lädt uns ein: »Folge du mir nach!« (siehe Tagesvers). Doch anders als Swifties, die keine persönliche Beziehung zu ihrem Idol haben, möchte Jesus, dass wir mehr als Fans sind: Er lädt uns ein, seine Nachfolger zu sein, ihn durch die Bibel immer besser kennenzulernen und eine Beziehung zu ihm aufzubauen. Dabei »performt« Jesus auch nicht, um Applaus zu bekommen. Sondern er hat uns durch sein selbstloses Leben ein Beispiel gegeben und es überhaupt möglich gemacht, dass wir ihm nacheifern. Wir sollen also nicht Zuschauer sein, sondern uns von ihm verändern lassen. Solche Leute werden "Christen" genannt, weil unser Vorbild Jesus Christus heißt! Rebecca Grimm Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  • S2026 · E208
    July 26 · 6 min

    Sex, Drugs and Rock’ n Roll!

    »Folge einfach der Lust deines Herzens. Hast du Lust zu feiern, tu das. Hast du Lust zu chillen, dann tu das. Lust auf Alkohol, Marihuana, Sex? Genieß das Leben. Geh feiern. Schlaf so lange, wie du kannst. Gönn dir, was du willst: Sex, Drugs and Rock’ n Roll!« Stell dir vor, in der Bibel würde man solche Gebote finden. Wäre das nicht »cool«? Vielleicht würdest du dann öfters dieses »alte« Buch lesen. Und tatsächlich steht dort: »Wandle in den Wegen deines Herzens und nach dem, was deine Augen sehen.« Aber fairerweise müssen wir auch das Ende des Verses beachten. Am Schluss wird Gott über alles Gericht halten. Es gibt also einen Haken. Und das hören wir nicht so gerne. Es gibt ein Gericht am Ende unseres Lebens oder besser gesagt, am Anfang der Ewigkeit, nach dem Tod. Dann werden wir vor Gott stehen, und er wird alle unsere Werke richten. Was wäre denn falsch daran, wenn wir hier auf der Erde immerzu der Lust unseres Herzens gefolgt sind? Die Wahrheit ist: Wenn wir nur unser Vergnügen suchen, verfehlen wir Gottes Ziel für uns. Und das Vergnügen ist zudem sehr schnell mit Sünde verbunden. Wir fügen anderen Schaden zu, wir übertreten Gottes Gebote, ohne mit der Wimper zu zucken. Dafür wird uns Gott zur Rechenschaft ziehen. Was nützt es mir also, mein Leben in vollen Zügen genossen zu haben, wenn ich dann die Ewigkeit in der Hölle verbringe? Wenn ich die ganze Welt gewinne und dabei meine Seele verliere, habe ich am Ende doch alles verloren. Die Seele ist ein zu teurer Preis, um sie für vergängliche Lust zu verkaufen. Was wäre die bessere Alternative? Unser Leben dem anzuvertrauen, der uns erschaffen hat. Gott will uns nicht nur eine zeitliche Befriedigung schenken, sondern unsere Seelen mit ewigem Frieden und bleibender Erfüllung sättigen. Paul Wiens Diese und viele weitere Andachten online lesen Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

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