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Lagebericht – der Immobilienpodcast · Wednesday · 35 min

#275 Leerstand besteuern: Luxusabgabe oder Wohnungswende?

Luxus-Penthouse in der City, leerstehende Bestandswohnung auf dem Land und dazwischen ein überhitzter Wohnungsmarkt: Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach seziern, was Leerstand heute bedeutet, wie Städte ihn definieren und warum ausgerechnet der Kampf gegen Zweckentfremdung von Wohnraum schnell zur gefühlten Wohnungspolizei werden kann. Von Airbnb und Kurzzeitvermietung über leerstehende Luxusobjekte bis zu ranzigen Altbauten, die früher Studis bewohnten, geht es um die Frage: Wo liegen die echten Reserven im angespannten Wohnungsmarkt Deutschland? Anhand internationaler Beispiele, von der Empty Homes Tax in Vancouver und New York über Leerstandssteuern in Frankreich, Spanien und Kroatien bis zu Council Tax Modellen in England, diskutieren die beiden, wann leerstehende Wohnungen ein Steuerthema sind und wo Regulierung vor allem Bürokratie produziert. Klar wird: In Ballungsräumen liegt der Wohnungsleerstand oft unter 1 Prozent, während im ländlichen Raum 5 bis 8 Prozent leer stehen – und damit genau dort Potenzial schlummert, wo heute noch kaum jemand hinschaut. Zum Schluss geht es um die Verbindung von Wohnungsnot, Neubaukrise und Bestandsnutzung: Warum 185.000 Baugenehmigungen weit vom politischen Ziel entfernt sind, wieso immer strengere Effizienzvorgaben Bestandswohnungen verteuern und weshalb eine klug gestaltete Leerstandssteuer nur ein Baustein in einer größeren Wohnwende sein kann. Reicht es, leere Wohnungen höher zu besteuern, oder brauchen wir eine ehrliche Strategie für bezahlbaren Wohnraum im Bestand und auf dem Land, die mehr ist als Symbolpolitik? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

0:00-35:37

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Luxus-Penthouse in der City, leerstehende Bestandswohnung auf dem Land und dazwischen ein überhitzter Wohnungsmarkt: Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach seziern, was Leerstand heute bedeutet, wie Städte ihn definieren und warum ausgerechnet der Kampf gegen Zweckentfremdung von Wohnraum schnell zur gefühlten Wohnungspolizei werden kann. Von Airbnb und Kurzzeitvermietung über leerstehende Luxusobjekte bis zu ranzigen Altbauten, die früher Studis bewohnten, geht es um die Frage: Wo liegen die echten Reserven im angespannten Wohnungsmarkt Deutschland?


Anhand internationaler Beispiele, von der Empty Homes Tax in Vancouver und New York über Leerstandssteuern in Frankreich, Spanien und Kroatien bis zu Council Tax Modellen in England, diskutieren die beiden, wann leerstehende Wohnungen ein Steuerthema sind und wo Regulierung vor allem Bürokratie produziert. Klar wird: In Ballungsräumen liegt der Wohnungsleerstand oft unter 1 Prozent, während im ländlichen Raum 5 bis 8 Prozent leer stehen – und damit genau dort Potenzial schlummert, wo heute noch kaum jemand hinschaut.


Zum Schluss geht es um die Verbindung von Wohnungsnot, Neubaukrise und Bestandsnutzung: Warum 185.000 Baugenehmigungen weit vom politischen Ziel entfernt sind, wieso immer strengere Effizienzvorgaben Bestandswohnungen verteuern und weshalb eine klug gestaltete Leerstandssteuer nur ein Baustein in einer größeren Wohnwende sein kann. Reicht es, leere Wohnungen höher zu besteuern, oder brauchen wir eine ehrliche Strategie für bezahlbaren Wohnraum im Bestand und auf dem Land, die mehr ist als Symbolpolitik?


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