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Lagebericht – der Immobilienpodcast

IIB Institut

Traumhaus, Alterswohnsitz, Wertanlage – die Welt der Immobilien ist vielseitig. Im Lagebericht werden grundlegende Fragen und aktuelle Trends fachkundig analysiert und eingeordnet. Gastgeber sind Katarina Ivankovic, Geschäftsführerin des IIB Instituts, und Peter Hettenbach, Gründer des IIB. Gemeinsam bringen sie über drei Jahrzehnte Expertise mit. Ob Home Office, Mietrecht, Green Living oder Immobilienkauf: Jeden Mittwoch erfahren Hörerinnen und Hörer alles Wissenswerte rund um den Immobilienmarkt.

Eine Produktion des IIB Instituts

Hosts: Katarina Ivankovic und Peter Hettenbach

Redaktion: Annika Zipf

Produktion: Elena Böbel


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  • 277 episodes
  • Updated Today

Episodes277

  • Today · 35 min

    #274 Postbank Wohnatlas: Lohnt sich der Immobilienkauf noch?

    Der neue Postbank Wohnatlas sorgt für Schlagzeilen: In 341 Kreisen lohnt sich Mieten mehr als Kaufen, nur in 59 Regionen entlastet der Wohnungskauf das Einkommen. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen die Zahlen ein und erklären, warum der Blick auf „Mieten oder kaufen“ oft an der Realität vorbeigeht. Sie sprechen über verzögerte Datenlagen, Bestandsmieten versus Neuvermietungen und zeigen, weshalb Ferienregionen, Küstenstreifen und Metropolen wie Berlin, München oder Hamburg in den Statistiken systematisch verzerrt werden. Außerdem geht es um Superreiche, Immobilien als Anlageklasse, die Velocity of Money und die Frage, was passiert, wenn Städte immer stärker von Zweitwohnungen, Leerstand und geparktem Kapital geprägt werden. Wenn lokale Einkommen und Immobilienpreise sich weiter entkoppeln, droht die „Zombie‑Stadt“ ohne Mittelschicht. Bleibt dezentrale Wohnwende die einzige Exit‑Strategie oder braucht es schärfere Regeln für Leerstand und Ferienwohnungen? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • July 29 · 28 min

    #273 Bezahlbarer Wohnraum: Was Arbeitgeber tun können

    Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware. Besonders für Studierende und Azubis. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach starten in Heidelberg: In der Bahnstadt soll ein privates Studentenwohnheim entstehen, 950 Euro für 18 Quadratmeter, rund 52 Euro Miete pro Quadratmeter. Ein Beispiel dafür, wie weit sich der Wohnungsmarkt von „bezahlbar“ entfernt hat und warum internationale Studierende oft die einzigen sind, die solche Preise überhaupt zahlen können. Von dort aus wechseln sie nach Berlin, wo ein kommunales Azubiwohnheim mit rund 150 Einheiten und 340 Euro Warmmiete pro Zimmer zeigt, dass es anders geht. Sie diskutieren, wie Arbeitgeber, Genossenschaften und öffentliche Träger gemeinsam bezahlbaren Wohnraum für Azubis schaffen können – ohne geldwerten Vorteil für Mitarbeitende, aber mit klaren Vorteilen im Wettbewerb um Fachkräfte. Statt teurer Gehaltserhöhungen, die in Miete und Abgaben versickern, könnten Investitionen in Azubiwohnheime und moderne Werkswohnungen ein strategisches Werkzeug gegen Fachkräftemangel werden. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • July 22 · 29 min

    #272 Wie Krankenkassen Millionen in Immobilienfonds verlieren

    Kreditfonds statt klassischer Bankfinanzierung: In dieser Folge schauen Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach genauer hin, was passiert, wenn ausgerechnet Krankenkassen und kassenärztliche Vereinigungen ihr Geld in hochriskante Immobilienfinanzierungsfonds stecken. Am Beispiel des Verius Immobilienfinanzierungsfonds mit einem Volumen von rund 1,2 Milliarden Euro wird deutlich, wie Nachrangdarlehen, Klumpenrisiken und Illiquidität dazu führen können, dass bis zu 96 % des Fondsvermögens und damit Sozialgelder der Beitragszahler auf dem Spiel stehen. Die beiden analysieren, warum institutionelle Anleger wie Krankenkassen, Pensionskassen und Versicherer überhaupt in solche Kreditfonds einsteigen, wieso Risikoklassen und Ratings trügerische Sicherheit suggerieren können und welche Parallelen es zur Subprime-Krise gibt – inklusive Bewertungsketten, in denen Risiken so lange umverpackt werden, bis keiner mehr genau weiß, was im Paket steckt. Dazu kommen aktuelle Beispiele wie der Fall UniImmo bzw. ZBI-Wohnfonds sowie die Rolle großer ETFs, in denen plötzlich auch Titel wie SpaceX landen und damit ungefragt im Portfolio von Renten- und Pensionskassen auftauchen. Unsere Folge zu Kreditfonds: #265 Kreditfonds: Wer zahlt den Preis Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • July 15 · 28 min

    #271 BaFin, Systemrisikopuffer und die Wohnungsnot

    Die Bundesregierung kündigt an, den sektoralen Systemrisikopuffer der BaFin für Wohnimmobilienkredite wieder abzuschaffen. Die Finanzbranche feiert, Social Media verspricht „Schnäppchen“ und neue Kreditchancen. Doch was bedeutet das wirklich für Baufinanzierung, Wohnungsbau und junge Haushalte ohne großes Eigenkapital? Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen ein, wie der Systemrisikopuffer von ursprünglich 2 auf 1 Prozent gesenkt wurde, warum Banken hohe Eigenkapitalquoten verlangen, wieso schlechte Energieklassen immer schwerer zu beleihen sind und weshalb Modernisierungskosten das Eigenkapitalproblem zusätzlich verschärfen. Sie zeigen, dass die geplanten Erleichterungen bei den BaFin‑Vorgaben in der Praxis vermutlich nur 2 bis 4 Basispunkte Zinseffekt bringen, während weiterhin bis zu 30 Prozent oder mehr Eigenkapital die eigentliche Hürde beim Immobilienkauf bleiben. Zwischen stabilen Banken, frustrierten Kaufinteressenten, politischem Stückwerk und einem Wohnungsmarkt im Rückwärtsgang bleibt die zentrale Frage: Wird an den richtigen Stellschrauben gedreht oder verwaltet die Politik nur noch lauwarme Kompromisse, während das Eigenkapitalproblem eskaliert? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • July 8 · 37 min

    #270 GModG: Heute heizen, morgen Klimaschulden?

    Das Gebäudeenergiegesetz ist Geschichte, das Gebäudemodernisierungsgesetz GModG soll alles besser machen. In der Praxis sorgt der Entwurf allerdings vor allem für Kopfschütteln: Kaum verständliche Paragrafen, nachgeschobene Umbenennungen und ein Referentenentwurf mit 180 Seiten, den selbst der Nationale Normenkontrollrat als handwerklich schwach, praxisfern und kaum nachvollziehbar einstuft. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach analysieren, warum das GModG weder Bürokratie abbaut noch Investitionssicherheit schafft. Sie sprechen über neue Nachweispflichten für Eigentümer, zusätzliche Dokumentationslast für Handwerker, unklare Vorgaben beim Energieausweis und einen Primärenergiefaktor für Strom, der Wärmepumpen in der Bilanz schlechter aussehen lässt als Gasheizungen. Dabei geht es auch um die verfassungsrechtlichen Bedenken: Verschiebt das GModG Klimaschutzlasten unzulässig in die Zukunft und unterläuft damit den Schutzauftrag aus Artikel 20a Grundgesetz? Was bedeutet es für kommunale Wärmeplanung, Quartierslösungen, Mieterstrommodelle und die riesigen Redispatch-Kosten, wenn Digitalisierung, Energiemanagement und Künstliche Intelligenz im Gesetz praktisch nicht vorkommen? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • July 1 · 30 min

    #269 Eigentum in Deutschland: Ohne Erbe chancenlos?

    Neubauziel verfehlt, Eigenkapital außer Reichweite, Modernisierung stockt: Die Lage am deutschen Immobilienmarkt bleibt widersprüchlich. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach rechnen vor, warum das politische Versprechen von 400000 Neubauwohnungen zwar dem Bedarf entspricht, aber an Finanzierungshürden, Bürokratie und Investitionsunlust scheitert. Während technisch alles nach mehr Neubau ruft, bleiben wir real bei rund 200000 Einheiten pro Jahr stehen. Im Fokus steht die deutsche Mittelschicht: Wie haben sich Eigenkapitalanforderungen, Erwerbsnebenkosten und Sparzeiten seit den Babyboomern verändert? Warum brauchen Millennials heute oft doppelt so lange, um das notwendige Eigenkapital zu bilden – und wieso wird das selbstgenutzte Wohneigentum in vielen Städten faktisch zum Erb-Produkt? Anhand konkreter Rechenbeispiele (750.000 Euro Kaufpreis, 20% Eigenkapital plus 10% Erwerbsnebenkosten) wird klar, wie weit Anspruch und Realität auseinanderliegen. Gleichzeitig diskutieren die beiden, ob der ländliche Raum zur echten Alternative werden kann: günstige Bestandsimmobilien, „Muskelhypothek“ statt Luxusausstattung und Gemeinden, die mit Glasfaser, Bahnhaltestelle und Alltagstauglichkeit um Zuzug werben. Auf der anderen Seite steht die Frage, ob Klimaschutzauflagen, steigende Modernisierungskosten und niedrige Sanierungsquoten am Ende institutionelle Investoren begünstigen – zulasten kleiner Vermieter, die aus dem Markt gedrängt werden. Wenn Modernisierungsquoten unter 1 Prozent liegen, aber 2 bis 3 Prozent nötig wären, Förderprogramme ins Leere laufen und junge Vermieter zur Ausnahme werden: Wird der deutsche Immobilienmarkt zum Spielfeld von Erben und Profis, oder finden wir Wege, Wohneigentum und Bestandserhalt auch ohne dickes Startkapital zu organisieren? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • June 24 · 35 min

    #268 KI am Immobilienmarkt: Preis, Wert, Navigation?

    Künstliche Intelligenz stellt die Spielregeln am Immobilienmarkt auf die Probe. Suchagenten und Large Language Models durchforsten Websites, Social Media und Maklerseiten, während klassische Plattformlogik an ihre Grenzen stößt. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach diskutieren, warum Reichweite als teures Gut an Bedeutung verliert, wie offene und gut strukturierte Immobilienangebote im KI Umfeld sichtbarer werden und weshalb Social Media für viele Anbieter zur ernsthaften Alternative wird. Sie trennen bewusst zwischen Mietmarkt und Kaufmarkt: vom extremen Angebotsmangel in den Städten über neue KI gestützte Suchprofile, die echte Bedürfnisse statt nur Postleitzahlen abbilden, bis zu bisher übersehene Standorte im Speckgürtel. Im zweiten Teil geht es um Immobilienbewertung mit Künstlicher Intelligenz, um Immobilienpreise und Beleihungswerte: Wie verlässlich sind automatisch erzeugte Preise, wo endet Statistik, wo beginnt ein belastbarer Wert für Banken und Aufsichtsbehörden und welche Rolle spielen Maklerinnen, Makler und Finanzierer als menschliche Übersetzer zwischen Daten, Risiko und Finanzierung? Am Ende steht die Leitfrage: Wenn KI, Plattformen, Makler und Banken gleichzeitig Preise liefern und Suchergebnisse filtern, wer sorgt dann noch für Orientierung, Vertrauen und einen fairen Deal zwischen Käufer und Verkäufer? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • June 17 · 42 min

    #267 Kushners Albanien-Resort: Risiko für Natur und Demokratie

    Ivanka Trump und Jared Kushner planen ein Luxusresort in einem albanischen Naturschutzgebiet: Rund 10.000 Hotelzimmer, exklusive Villen, Projektvolumen um 1,4 Milliarden und bis zu 10 Jahre Steuerbefreiung. Während Bagger bereits anrollen, werden Lebensräume für Flamingos und andere geschützte Arten zerstört. Parallel dazu fließt das Geld über Kushners Investmentfirma Affinity Partners, deren knapp 5 Milliarden Dollar Anlagevolumen zu 99 Prozent aus Staatsfonds aus Saudi-Arabien, Katar und den Emiraten stammen. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen ein, warum dieses Projekt weit über Albanien hinaus Fragen nach Transparenz, Interessenkonflikten und demokratischer Kontrolle aufwirft. Sie beleuchten die Gesetzesänderung von Premier Edi Rama, der sich 2024 selbst zum Entscheider für „strategische Infrastrukturprojekte“ in Schutzgebieten machte, und diskutieren, wie abhängig ein Land wird, wenn Golfstaaten-Geld, EU-Beitrittswunsch und schwache Institutionen zusammentreffen. Beispiele von Zuckerberg auf Hawaii, Larry Ellison auf Lanai, Prospera in Honduras oder den Malediven zeigen, wie oft Natur, Bevölkerung und Demokratie den Preis für vermeintliche „Entwicklung“ zahlen. Gleichzeitig geht es um Alternativen: vom Vjosa-Tal in Albanien über Costa Rica bis zum Nationalpark Bayerischer Wald und Madeira, wo Tourismus, Naturschutz und lokale Wertschöpfung mit klaren Masterplänen zusammengedacht werden. Am Ende steht die Frage: Ist Albaniens Luxusdeal notwendige Investition in die Zukunft oder der Beginn eines systematischen Ausverkaufs von Natur, Demokratie und Souveränität? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • June 10 · 28 min

    #266 Silberner Tsunami: Immobilienflut oder Leerstand?

    Der "Silver Tsunami" geistert seit Monaten durch Medien und Kommentarspalten: Wenn die Babyboomer in Rente gehen und aus ihren Häusern ausziehen, soll eine Welle an Immobilien den Markt fluten und die Preise endlich purzeln lassen. Das klingt nach Erlösung für alle, die auf fallende Immobilienpreise in Deutschland hoffen. In dieser Folge zerlegen wir die These: Was passiert wirklich, wenn die geburtenstarken Jahrgänge sterben oder ins Pflegeheim ziehen? Warum bleiben viele Babyboomer-Immobilien im ländlichen Raum trotz Überangebot leer, während Metropolen und Speckgürtel weiter angespannt bleiben? Welche Rolle spielen Erbstreit, fehlende Testamente, emotional gebundene Familienhäuser, Leerstand und Lost Places und warum der demografische Wandel den Immobilienmarkt weniger "aufräumt", als viele glauben? Außerdem geht es um das 90-60-30-Prinzip für kluge Immobiliennachfolge, um vernachlässigte Dorfkerne, steigende Infrastrukturkosten, Mietkauf-Modelle und um die Frage, wie junge Familien und ältere Eigentümer jenseits der klassischen Bankfinanzierung zusammenfinden können. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • June 3 · 35 min

    #265 Kreditfonds: Wer zahlt den Preis?

    Banken drehen den Geldhahn zu, Regulierung und Zinswende machen klassische Immobilienfinanzierungen immer schwieriger. Und das passiert mitten in einer Refinanzierungswelle bei Gewerbeimmobilien. In dieser Folge analysieren Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach, warum ausgerechnet Kreditfonds, oft auch als Private Debt oder Private Credit bezeichnet, jetzt als alternative Geldquelle auf den Plan treten. Wie funktionieren diese Debt Fonds konkret, von Senior und Whole Loans über Loan-on-Loan-Konstruktionen bis zu Zinsen von 6,5 bis 12 Prozent? Warum können sie die entstehende Refinanzierungslücke bei Gewerbeimmobilien teilweise schließen, treiben Projekte aber gleichzeitig an die Grenze der Tragfähigkeit? Und was bedeutet es für Eigentümer, wenn Fonds im ersten Rang im Grundbuch stehen und Objekte im Zweifel mit 30 bis 50 Prozent Abschlag verkaufen können? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • May 27 · 36 min

    #264 Gewerbe zu Wohnen: Förderwunder oder Symbolpolitik?

    Leerstehende Büros, volle Wartelisten auf dem Wohnungsmarkt: Mit dem neuen Förderprogramm 'Gewerbe zu Wohnen' will die Bundesregierung ab Juli 2026 zwei Probleme auf einmal angehen. Bis zu 30.000 Euro Zuschuss pro Wohneinheit, gedeckelt auf 300.000 Euro pro Unternehmen, sollen den Umbau von beheizten Gewerbeimmobilien in Wohnraum anreizen. Im Fördertopf liegen 300 Millionen Euro, gefördert werden bis zu 30 Prozent der Umbaukosten bis 100.000 Euro je Einheit. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen ein, was dieses Programm für Gewerbeimmobilien, Innenstädte und Wohnraummangel bedeutet. Sie sprechen über strenger gewordene Kreditprüfungen, deutlich höhere Eigenkapitalanforderungen der Banken, Debt Funds als Ersatzfinanzierer und eine Bauwirtschaft, in der 2025 nur rund 206.000 Wohnungen fertiggestellt wurden. Zwischen politischer Symbolik, Bürokratie, restriktiver Finanzierung und echter Chance zum Wohnraum schaffen bleibt die Frage: Wird Gewerbe zu Wohnen zum wirksamen Instrument gegen die Wohnungsnot in Deutschland oder nur zum gut gemeinten Förderprogramm im Schatten einer tiefgreifenden Bau- und Finanzierungskrise? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • May 20 · 33 min

    #263 Build-to-Rent: Verändern US-Investoren den Immobilienmarkt?

    US-Investoren entdecken den deutschen Einfamilienhausmarkt. Ausgehend von einem Handelsblatt-Artikel sprechen Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach darüber, warum Konzerne wie Goldman Sachs und PGIM plötzlich Reihenhäuser in den Speckgürteln deutscher Metropolen spannend finden und was das für Hausmiete in Deutschland bedeutet. Im Fokus: das Build-to-Rent-Modell, bei dem Reihenhäuser seriell für rund 1.900 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter gebaut und anschließend für 17 bis 18 Euro pro Quadratmeter vermietet werden sollen. Die beiden analysieren, wie realistisch diese Kalkulation angesichts hoher Grundstückspreise, Bau- und Modernisierungskosten ist, welche Zielgruppen sich ein Reihenhaus zur Miete für 1.700 bis 1.800 Euro Kaltmiete überhaupt leisten können und warum das Einfamilienhaus als Mietobjekt hierzulande bisher ein Nischenmarkt ist. Ein Blick in die USA zeigt, wie große institutionelle Investoren nach der Finanzkrise ganze Siedlungen aufkauften, in Mietimmobilien verwandelten und damit den Traum vom Eigenheim vieler Familien unter Druck setzten. Hinweis: In der Folge sprechen wir im Zusammenhang mit dem Aufkauf von Einfamilienhäusern in den USA an einer Stelle irrtümlich von BlackRock. Gemeint ist Blackstone, das über Plattformen wie Invitation Homes früh in großem Stil Single-Family-Häuser aufgekauft und vermietet hat. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • May 13 · 27 min

    #262 Fallende Immobilienpreise: Dreht der Wohnungsmarkt?

    China, Texas, Deutschland: In dieser Folge analysieren Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach, was passiert, wenn aus Wohnraummangel plötzlich ein Überangebot wird und welche Folgen das für Immobilienpreise, Mietpreise und den Wohnungsmarkt hat. Ausgehend von der Immobilienkrise in China rund um Konzerne wie Evergrande, über fallende Mieten in Dallas und Austin in Texas bis hin zu sehr selektiven Neubau-Impulsen in deutschen Speckgürteln zeichnen sie nach, wie ein überhitzter Immobilienmarkt abkühlt. Sie sprechen über massiv vorverkaufte Projekte, Schneeball-Mechanismen, ein Überangebot an Wohnungen in chinesischen Millionenstädten, die Rolle von Zinswende und Demografie in den USA und die überraschenden deutschen Gegenbeispiele: steigende Baugenehmigungen in einzelnen Regionen, aktive Neubau-Projekte von privaten Haushalten, Wuppertal als bezahlbare Alternative zu Köln und Düsseldorf sowie den Trend zu Eigentumswohnungen statt Häusern. Dabei geht es auch um zu hohe Herstellungskosten, unsichere Sanierungsbudgets, den Gebäudetyp E, die Angst vor Termin- und Kostenrisiken beim Bauen und den kommenden Babyboomer-Knick. Am Ende steht die zentrale Frage: Reicht mehr Angebot wirklich aus, um den Wohnungsmarkt Deutschland zu entspannen, oder droht uns unsere ganz eigene Variante der „stillen Immobilienblase“? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • May 6 · 37 min

    #261 Heizungsgesetz-Update: Modernisieren wir jetzt rückwärts?

    Die Bundesregierung will das Heizungsgesetz weiter umstricken. Aus dem Gebäudeenergiegesetz soll das Gebäudemodernisierungsgesetz werden, mit Technologieoffenheit statt der 65‑Prozent‑Pflicht für erneuerbare Energien. Das klingt nach Freiheit bei der Heizungswahl, bedeutet aber vor allem: Fossile Gasheizungen und Ölkessel bleiben faktisch möglich, während der Gebäudesektor weiterhin rund ein Drittel von Energieverbrauch und CO₂‑Emissionen verursacht. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach analysieren, wie die geplante Biogas-Quote ab 2029, die neue Kostenbremse für Mieter und die Aufteilung von CO₂-Abgabe und Gasnetzentgelten zwischen Vermietern und Mietern zusammenspielen. Sie diskutieren, warum das Ziel der Klimaneutralität 2045 mit einem „Macht doch, was ihr wollt“ im Wärmesektor kaum erreichbar ist, welche Rolle Quartierslösungen und erneuerbarer Strom vor Ort tatsächlich spielen und was Joseph Schumpeters „schöpferische Zerstörung“ mit deutschen Heizungskellern zu tun hat. Am Ende steht die Frage: Ist das neue Heizungsgesetz ein Modernisierungsprogramm oder der teuerste Aufschub beim Umbau von Immobilien, Energieversorgung und Mietmarkt? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • April 29 · 30 min

    #260 Sugar Valley: Zukunftsquartier oder Kostenfalle?

    München wächst weiter und mit dem Tech‑Boom steigen Wohnungsdruck und Preise. Im neuen Projekt Sugar Valley soll ein nachhaltiges Quartier entstehen, mit elf Gebäuden, großen Gewerbeflächen und nur 250 Wohnungen, davon 80 gefördert. Bei einer Investitionssumme von rund einer Milliarde Euro und erwarteten Mieten um die 20 Euro pro Quadratmeter zeigt sich schnell, dass hier kaum bezahlbarer Wohnraum entsteht. Im ersten Bauabschnitt stehen fast nur Gewerbeeinheitel im Fokus. Coworking, Labore, Gastronomie und Eventflächen dominieren das Bild, während Wohnraum auf später verschoben wird. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach analysieren, warum solche Projekte trotz Nachhaltigkeitslabel selten zur Lösung der Wohnungsnot beitragen und welche Risiken Städte eingehen, wenn neue Quartiere vor allem für zahlungskräftige Zuzügler geplant werden. Am Ende steht die Frage: Für wen entsteht Sugar Valley wirklich? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • April 22 · 45 min

    #259 Energie, Quartier, Kosten: Wohin steuert der Markt?

    Das erste Quartal 2026 bringt für den Immobilienmarkt weniger Erholung als Hoffnung: Neubau stagniert, Energiepreise dominieren jede Entscheidung und der geopolitische Druck wirkt bis in Lieferketten, Baustoffpreise und Betriebskosten. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen ein, warum Wachstum als Leitmotiv ausgedient hat und warum Transformation, Quartierslogik und Wirtschaftlichkeit die neuen Spielregeln sind. Sie analysieren die Rolle von Energie als Schlüsselfaktor, die Verschiebung hin zu hybriden Finanzierungsmodellen und die wachsende Bedeutung von digitalen Energiemanagement‑Systemen. Ein Lagebericht, der zeigt, wie eng Markt, Politik, Kosten und Klimaziele inzwischen verwoben sind – und warum die entscheidensten Impulse künftig von Eigentümern und Kommunen selbst kommen müssen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • April 15 · 42 min

    #258 Haben Friedhöfe noch Zukunft?

    Immer mehr Friedhöfe stehen leer – nicht wegen fehlender Todesfälle, sondern wegen einer Gesellschaft, die so mobil ist wie nie zuvor. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach analysieren, warum klassische Grabfelder verschwinden, welche Rolle Kosten, Religion, Mobilität und der deutsche Friedhofszwang spielen und wie Friedwälder, Urnenbestattungen, Seebestattungen und digitale Erinnerungsorte die Bestattungskultur verändern. Von der Via Appia über mittelalterliche Kirchhöfe bis hin zu japanischen Hochregal-Friedhöfen spannt sich ein Bogen, der zeigt: Städtebau, Demografie und Tod waren schon immer enger verflochten, als man denkt. Was bedeutet das für Kommunen, Bestattungsformen und das Gedenken der Zukunft? Und bleiben Friedhöfe überhaupt noch zeitgemäß? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • April 7 · 37 min

    #257 Trump: Klimaretter wider Willen?

    Die aktuelle Lage zeigt, wie verletzlich unsere fossile Energieversorgung tatsächlich ist. Katharina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach analysieren, warum geopolitische Spannungen, steigende Spritpreise und unsichere Lieferketten die Sicht auf Öl und Gas radikal verändern und wie Energie plötzlich vom abstrakten Klimathema zum persönlichen Sicherheitsfaktor wird. Was bedeutet es, wenn Verfügbarkeit, Preis und Stabilität gleichzeitig wanken? Warum könnten Wärmewende, PV und das neue Gebäude‑Modernisierungsgesetz die wirtschaftlich sinnvolleren Optionen sein – und nicht nur die „ökologische Alternative“? Und hat ausgerechnet Donald Trump durch seine Eskalationen ungewollt ein Umdenken bei Verbrauchern ausgelöst? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • April 1 · 44 min

    #256 Abriss als Ausweg? Warum Sanierung oft scheitert

    Der Lebenszyklus von Immobilien steht auf dem Prüfstand: Zwischen steigenden Baukosten, alten Beständen, Fachkräftemangel und verschärften Nachhaltigkeitsanforderungen diskutieren Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach, warum der deutsche Wohnungsbau stagniert. Von 3D-Druck über Building Information Modeling bis hin zu modularer Fertigung – Innovationen treffen auf eine fragmentierte Handwerkslandschaft und zähe Bürokratie. Doch selbst der radikale Schritt „Abriss und Neubau“ scheitert oft an Kosten, Entsorgungsproblemen und fehlenden Konzepten für selektiven Rückbau und hochwertiges Recycling. Ist die Zukunft des Bauens wirklich nur eine Frage neuer Technologien, oder brauchen wir einen radikalen Systemwechsel im Umgang mit Bestand und Kreislaufwirtschaft? Was wäre, wenn wir das Prinzip „Sanieren um jeden Preis“ hinterfragen und stattdessen auf schnelle, günstige und ressourcenschonende Neubauten setzen? Und warum ist der selektive Rückbau die unterschätzte Baustelle der Bauwende? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • March 25 · 37 min

    #255 Fit für 55? Deutschlands Klimabilanz im Realitätscheck

    Deutschlands Zwischenbilanz auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2030 fällt ernüchternd aus: 75 % aller Gebäude werden weiterhin fossil beheizt, die Sanierungsquote dümpelt unter 1 % und die Industrie bleibt in vielen Bereichen auf fossile Energie angewiesen. Die Emissionsziele werden deutlich verfehlt, die CO2-Lücke bis 2030 beträgt rund 200 Millionen Tonnen. Während Förderprogramme und politische Maßnahmen wie CO2-Bepreisung, Gebäudeenergiegesetz oder Wärmepumpen diskutiert werden, scheitert die Umsetzung oft an Infrastruktur, hohen Strompreisen und uneinheitlichen Regelungen. Hinzu kommen soziale Schieflagen durch steigende Nebenkosten und teurere Kredite. Im Fokus: Die Chance dezentraler Energiekonzepte, die Rolle der Kommunen und der Streit um Technologiewechsel – von Elektromobilität bis Wasserstoff. Ist Deutschland wirklich fit für 55 oder droht das große Klima-Desaster? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.