
Taktlos to go: „Air on the G-String“ ist von Bach - oder doch nicht?
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show notes
Die Melodie funktioniert bei Hochzeiten wie bei Begräbnissen. Geschrieben hat sie Bach, aber dass sie zu einem derartigen Welthit wurde, ist jemand anders zu verdanken, der einen merkwürdigen Einfall hatte: Was, dachte sich der Geiger August Wilhelmj, wenn ich das ganze „Air“ aus Bachs 3. Orchestersuite nur auf einer einzigen Saite meiner Geige spiele?
„Air on the G-String“ nennt sich das populäre Ergebnis, das Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz in dieser Folge genau durchleuchten. Was ist beim Umbau der Melodie wirklich passiert? Ist sie damit romantischer, dunkler, menschlicher, besser geworden? Oder ist das Verrat am Barock? Dass das „Air“ so berühmt geworden ist und auch in zahlreichen Popsongs verlässlich funktioniert, geht wohl auf Wilhelmjs Stunt zurück. Der natürlich auch seine Risiken mit sich brachte: Die G-Saite darf nur ja nicht reißen …
Mit dieser Folge über "Air on the G-String" geht unsere kleine Serie in eine weitere Runde: In „Taktlos to go“ widmen wir uns den berühmtesten Melodien der Klassikwelt und den Geschichten, die dahinter stecken. Bisherige Folgen handelten vom „Cancan“ aus „Orpheus in der Unterwelt“, von der „Habanera“ aus der Oper „Carmen“, von Rossinis „Wilhelm Tell“, von Orffs „Carmina Burana“, der „Morgenstimmung“ aus Griegs „Peer Gynt“, von „La donna è mobile“ aus Verdis „Rigoletto“, von der berühmten Arie „Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen“ aus der „Zauberflöte“, von Pachelbels Kanon in D-Dur, von Richard Wagners „Walkürenritt“, von Tschaikowskys „Schwanensee“ und Beethovens „Für Elise“ .
Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.





