
Unsichtbare Verwaltung, Digital Only & Mut zur Priorisierung – mit Dr. Nina Böhm
In der dritten Folge von Kann der Elefant tanzen? nehmen uns die Hosts Ralf und Thorsten mit auf die kommunale Ebene – dorthin, wo Bürgerinnen und Bürger die staatliche Verwaltung tagtäglich erleben. Zu Gast ist Dr. Nina Böhm, Digitalstrategin im IT-Referat der Landeshauptstadt München.München steht vor enormen Aufgaben: 43.000 Mitarbeitende, 1,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger sowie ein demografischer Wandel, bei dem in den nächsten drei Jahren rund 30 % der Belegschaft in den Ruhestand gehen. Wie nutzt die Stadt diesen Druck als Chance für echte Transformation? Nina gibt spannende Einblicke in Münchens neue Digitalisierungsstrategie, erklärt das Konzept des „Government as a Platform“ und beschreibt ihre Vision einer völlig „unsichtbaren Verwaltung“ im Jahr 2035. Die Highlights der Folge: Die beste Verwaltung agiert im Hintergrund, schickt Push-Nachrichten und erspart Bürgerinnen und Bürgern Zeit und Frust. So digitalisiert München konsequent Verwaltungsprozesse und macht Orte wie Stadtbibliotheken zu Begegnungsräumen, in denen Mitarbeitende Hilfestellung leisten. Denken in Lebenslagen und menschlichen Bedürfnissen statt in starren Referatsstrukturen und Einzelformularen. Der Mut zur Lücke, JOMO (Joy of Missing Out) und eine klare Priorisierung sind der Schlüssel zu einer realistischen Roadmap. Verlässliche Behördenkontakte stärken das Vertrauen in den Staat.
