
#80 🦌 Vom Schuss bis zum Teller: Wild richtig aufbrechen
Horido und Weidmannsheil! Die Jagdprüfung ist bestanden. Theoretisch weiß man, wo welches Organ liegt und dann liegt plötzlich das erste eigene Stück Rehwild vor einem. Messer in der Hand, Jagdfieber noch im Kopf. Und jetzt? In Folge 2 unserer Reihe „Vom Schuss bis zum Teller“ wird es praktisch. Gemeinsam mit Jäger und Wildsommelier Markus Hoffmann von Rehzept sprechen wir darüber, wie Wild sauber und sicher aufgebrochen wird – und warum Ruhe dabei manchmal wichtiger ist als Geschwindigkeit. 🔪 Wild aufbrechen – aber wo? Direkt am Anschuss? An einem geeigneteren Platz im Revier? Oder erst in der Wildkammer? Markus erklärt, warum er selbst gern hängend in der Wildkammer aufbricht und welche Vorteile er darin sieht. Wir sprechen aber auch darüber, warum es nicht den einen Arbeitsablauf für jeden Jäger gibt und weshalb die Bedingungen im eigenen Revier entscheidend sind. 🧭 Das erfährst du in dieser Folge: Warum Wild nach dem Erlegen möglichst zügig versorgt werden sollte Was du zum Aufbrechen im Revier wirklich dabeihaben solltest Warum gutes Licht und ein scharfes Messer zur Sicherheit beitragen Welche Vorteile das Aufbrechen im Hängen haben kann Ringeln oder Schloss öffnen – welche Möglichkeiten gibt es? Wie sich Verunreinigungen durch Magen- oder Darminhalt vermeiden lassen Was du tun kannst, wenn beim Aufbrechen doch etwas schiefgeht Warum Ruhe bewahren besser ist als hektisches Schneiden Weshalb Herz, Lunge, Leber und der gesamte Wildkörper aufmerksam betrachtet werden sollten Warum Veränderungen am Wild nicht einfach selbst „wegdiagnostiziert“ werden sollten Welche Rolle sauberes Wasser, Handschuhe und Werkzeug spielen Welche typischen Fehler Markus beim Aufbrechen immer wieder beobachtet Ein besonderes Augenmerk legen wir auf einen Moment, den vermutlich viele Jungjäger kennen: Was mache ich, wenn ich beim Aufbrechen Magen, Darm oder Blase verletze? Markus' Rat ist pragmatisch: nicht in Panik geraten, kontrolliert weiterarbeiten, Verunreinigungen beseitigen und betroffene Bereiche nicht einfach ignorieren. Auch die Beurteilung des Wildes gehört für uns zum Aufbrechen dazu. Denn nicht jede Veränderung sieht so aus wie auf der Lernkarte aus dem Jagdkurs. Genau deshalb sprechen wir darüber, warum es wichtig ist, sich Wildkörper und Organe bewusst anzusehen – und bei Auffälligkeiten nicht einfach eine eigene Erklärung zu erfinden. 🦌 Und was braucht man wirklich? Vom Gegrösemesser über Handschuhe, Wasser und Stirnlampe bis zu Schere oder Säge: Markus erzählt, was er selbst mit ins Revier nimmt. Dabei gilt auch in Folge 2 wieder eine Regel, bei der wir uns ziemlich einig sind: Ein scharfes Messer gehört zur Grundausstattung. Denn wer mit einem stumpfen Messer arbeitet, benötigt mehr Kraft und macht sich die ohnehin ungewohnte Arbeit nicht leichter. 🎧 Für wen ist diese Folge interessant? Vor allem für Jagdschüler und Jungjäger, die vor ihrem ersten selbstständigen Aufbrechen stehen. Aber auch erfahrene Jäger dürften sich bei der einen oder anderen Diskussion wiederfinden – denn ob im Liegen oder Hängen, Ringeln oder Schloss öffnen: Viele entwickeln mit der Zeit ihren eigenen Ablauf. Entscheidend ist nicht, möglichst schnell fertig zu werden. Entscheidend ist, sauber, kontrolliert und verantwortungsvoll zu arbeiten. In der nächsten Folge gehen wir den nächsten Schritt auf unserem Weg vom Schuss bis zum Teller: Unser Wild kommt in der Wildkammer an. Weidmannsheil und Weidmannsdank fürs Zuhören Deine Anja Wenn ihr den Podcast finanziell unterstützen möchtet, könnt ihr das gerne über den bestehenden Ko-fi-Link tun und uns einen „Kaffee“ ausgeben. Jeder Beitrag zählt! Abonniere den Podcast, verpasse keine Folge, lass ⭐️ ⭐️⭐️⭐️⭐️ da und empfehle uns gerne weiter!


















