Diesmal ist Hons pünktlich, und das Publikum ist besonders: Er nimmt im Freien auf, und seine Kühe schauen ihm von der Weide aus zu. Zuerst erzählt er vom Auftritt in Horn und von einem Ärgernis, das ihn auf Tour immer öfter erwischt, dem Self-Check-in-Hotel. Jedes hat ein anderes System, die Buchung läuft auf den falschen Namen, und wenn die Klimaanlage rauscht, kann man genauso gut in ein Plastiksackerl reden. Daheim gibt es auch Neuigkeiten. Beim spontanen Einschlagen von 30 Zaunstehern hat sich die Bandscheibe zurückgemeldet. Das Wild reißt die Zäune ein, und die Weidesaison soll trotzdem bis Allerheiligen halten.
Dann geht es um die Reaktionen auf die letzte Folge. Hons bleibt bei seiner Frage, warum Ministerien teure externe Berater holen, obwohl sie selbst Fachleute angestellt haben. Er vergleicht das mit Red Bull Salzburg, das ja auch keinen Andreas Herzog für einen Monat Abschlusstraining engagiert. Zur Paketsteuer holt er weiter aus. Er beginnt beim Zauberlehrling und erzählt, wie Europa ab 1978 Produktion und Know-how nach China verlagert hat, vom VW Santana bis zur Solarindustrie. Jetzt erfindet man eine Abgabe dafür, dass dort alles billiger ist. Dass NEOS-Chefin Meinl-Reisinger die Steuer zehn Tage nach ihrer Einführung selbst als Murks bezeichnet, findet er bemerkenswert.
Ein Hörerkommentar zu den Spritpreisen bringt ihn zu seinem Lieblingsthema, dem Milchpreis. Seit 2008 ist Diesel um 72 Prozent teurer geworden, die Inflation lag bei 65 Prozent, der Milchpreis für die Bauern ist aber nur um 16 Prozent gestiegen. Hons rechnet vor, dass ein Liter heute 66 Cent bringen müsste. Sein Fazit: Die Milchkuh ist die Einzige in Österreich, die 18 Jahre lang einen Gehaltsverzicht akzeptiert hat. Auf den Vorwurf, seine Kritik sei Wahlwerbung für die FPÖ, antwortet er, dass Kritik möglich bleiben muss und dass die Regierungsparteien die beste Werbung für die Opposition gerade selbst machen.
Danach geht Hons die Nachrichten durch. Die Jugend trinkt weniger und bewegt sich mehr, was er für eine gute Nachricht hält, solange die Jungen ihre Eltern später noch tragen können. Argentinien hat seine Rindfleischexporte in die EU dank Mercosur um 50 Prozent gesteigert. Wer die eigenen Rinder abschafft und das Fleisch aus Südamerika holt, stellt für Hons seinen Misthaufen zum Nachbarn und nennt den eigenen Hof sauber. Außerdem geht es um das Jugendwort des Jahres „Rage Bait“ und um einen Diesel-Deal zwischen Trump und Russland, bei dem man nicht mehr genau weiß, wer wem eigentlich was verkauft.
Zum Schluss geht es um Sport, diesmal anders: Laut einer Studie der MedUni Wien bewegen sich nur rund 30 Prozent der über 65-Jährigen ausreichend. Hons hat selbst gemerkt, wie viel ein bisschen mehr Gehen und Radfahren bringt, und gibt den älteren Hörerinnen und Hörern einen Rat mit auf den Weg: Motorsäge schnappen und ab in den Wald.
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