Grenzen setzen. Eigentlich ganz einfach – oder?
Wir merken gerade selbst, dass das gar nicht so leicht ist. Denn wer gerne hilft, für andere da ist und viel leistet, verbindet ein „Nein“ schnell mit Egoismus oder dem Gefühl, andere im Stich zu lassen.
Aber was passiert, wenn wir keine Grenzen setzen?
Dann werden Dinge, die wir freiwillig tun, irgendwann selbstverständlich. Aus Hilfsbereitschaft entstehen Erwartungen. Und wenn wir später doch einmal Nein sagen, ist der Aufschrei plötzlich größer, als wenn wir unsere Grenzen von Anfang an klar kommuniziert hätten.
In dieser Folge von Heimat 108 sprechen wir darüber, warum Grenzen keine Mauern sein müssen, sondern Leitplanken und sogar Brücken sein können. Warum sie unsere Energie, unseren Fokus und die Dinge schützen, die uns wirklich wichtig sind. Und warum ein einfaches „Ich will nicht“ manchmal vollkommen ausreichen darf.
Wir sprechen darüber, warum Menschen uns häufig nicht mit anderen vergleichen, sondern mit der Version von uns, die früher immer Ja gesagt hat. Warum ein Nein uns nicht automatisch weniger hilfsbereit oder zu schlechteren Partnern, Freunden, Kollegen oder Chefs macht. Und warum wir vielleicht sogar mehr für andere geben können, wenn wir anfangen, besser auf uns selbst zu achten.
Ein Satz aus unserem Gespräch bringt es ziemlich gut auf den Punkt:
You get what you tolerate. – Du bekommst, was du zulässt.
Vielleicht ist es also an der Zeit, die eigenen Grenzen nicht als Einschränkung zu betrachten, sondern als etwas, das uns hilft, unsere Energie auf die richtigen Dinge zu richten und als etwas, das letztlich und unter dem Strich allen hilft.
Jetzt reinhören!