Demografische Zeitbombe – Warum Wachstum in Deutschland ohne Zuwanderung und Reformen nicht gelingen wird
In dieser Folge von Economic Challenges stellen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, eine strukturelle Leerstelle im deutschen Wachstumsmodell heraus: Das milliardenschwere Investitionsprogramm der Bundesregierung werde seine Wirkung verfehlen, wenn die nötige Arbeitskräftebasis fehlt. Dass Deutschland jeden seiner Wachstumsschübe historisch mit massiver Zuwanderung flankiert hat, ist für beide unstrittig – umso problematischer ist die aktuelle Entwicklung: Die Nettozuwanderung ist von 663.000 Personen im Jahr 2023 auf rund 235.000 im Jahr 2025 gefallen. Wo qualifizierte Zuwanderung nicht in ausreichendem Maß verfügbar ist, bleibt nach Einschätzung beider Ökonomen nur ein weiterer Stellhebel: „Das Arbeitszeitvolumen muss flexibilisiert werden – andere Optionen gibt es nicht“, sagt Rürup. Hüther ergänzt, dass eine bessere Kombination von Kapital und Arbeit zugleich Produktivitätsspielräume erschließe. Irritierend finden beide, dass weder Union noch SPD dieses Thema öffentlich ansprechen. Im Zentrum dieser Folge steht die Frage, wie eine alternde Gesellschaft mit schrumpfender Erwerbsbevölkerung ihr Wachstumspotenzial sichern kann – und warum die Politik vor der Antwort zurückschreckt. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: https://www.handelsblatt.com/global Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen