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Artwork for Gedichte aus der Geschichte

Gedichte aus der Geschichte

Franziska und Sophie Vogt

Jeden Monat stellen wir euch ein Gedicht vor, das sich auf ein spezielles historisches Ereignis bezieht oder von besonderer historischer Relevanz ist. Wir, das sind Sophie und Franziska, zwei Deutsch- und Geschichtslehrerinnen.

Unter diesem Link findet ihr Arbeitsblätter zu jeder Folge, falls ihr unseren Podcast im Unterricht einsetzen wollt. https://www.mediafire.com/folder/yf04v123i3x6u/Arbeitsblätter_GedichteAusDerGeschichte

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  • 20 episodes
  • monthly
  • Avg 51 min
  • German
  • August 31 · 49 min

    Wunde, die dein Herz durchschnitt

    Luise von Mecklenburg-Strelitz war eine beeindruckende Frau. Sie beriet ihren Mann König Friedrich Wilhelm III, setzte sich für einen Krieg gegen Frankreich ein und verhandelte nach Preußens Niederlage mit Napoleon. Über die überaus beliebte Königin wurden zahlreiche Gedichte geschrieben. Eines von ihnen ist Heinrich von Kleists Sonett „An die Königin Luise von Preußen“, das er ihr 1810 zu ihrem 34. Geburtstag überreichte und das Gegenstand unserer heutigen Folge ist.

  • July 31 · 1 hr 1 min

    Zermürbet, gebrochen, dem Henker gestellt

    Auch die heutige Folge rückt das Werk eines Laiendichters in den Fokus. In „Einer von vieren“ verarbeitet Kurt Pollak seine Gefangenschaft als politischer Häftling. In den 40er Jahren gehörte Pollak, der einen jüdischen Vater hatte, der „Mischlingsliga Wien“, einer aus dem kommunistischen Umfeld hervorgegangen Widerstands- und Jugendorganisation an. Danke an Wasbishergeschah.at, dass ihr auf die MLW und Pollak aufmerksam gemacht habt, und herzlichen Dank an die Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen der Uni Wien fürs Bereitstellen von Pollaks Lebenserinnerungen.

  • June 30 · 42 min

    Die Kraniche ziehen klagend heimwärts

    Unsere heutige Folge widmet sich mal wieder einer Laiendichterin. Die Ostpreußin Anna Buttkus musste nach dem Krieg Zwangsarbeit in einer sowjetischen Kolchose leisten. Ihre Erlebnisse und ihre Sehnsucht nach ihrer Familie in Deutschland verarbeitete sie in ihrem Tagebuch, in dem sie auch das Gedicht niederschrieb, das wir heute besprechen. Vielen Dank an das Dokumentationszentrum @flucht_vertreibung_versoehnung und @reus.sophie, die uns das Tagebuch zur Verfügung gestellt hat.

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  • May 31 · 42 min

    Zwecklos und sinnreich / wie ein Gedicht aus Messing

    Hans Magnus Enzensbergers Ballade „Giovanni de‘ Dondi“ bildet den Auftakt seines Gedichtbands „Mausoleum. Siebenunddreißig Balladen aus der Geschichte des Fortschritts“. Sie widmet sich De‘ Dondis Astrarium, einer astronomischen Uhr, die 1364 vollendet wurde und anhand derer der Autor die Möglichkeit autonomer Kunst im Sinne Theodor Adornos abhandelt.

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  • April 30 · 48 min

    Tand, Tand / Ist das Gebilde von Menschenhand

    Am 28. Dezember 1879 stürzte der Mittelteil der erst im Jahr zuvor fertiggestellten Brücke über den schottischen Firth of Tay mitsamt eines Personenzugs auf seinem Weg von Edinburgh nach Dundee in den Fjord. Dieses Unglück verarbeitet Theodor Fontane in seiner Ballade „Die Brück‘ am Tay“, die nur wenige Tage später entstand. Sie spiegelt den Widerstreit zwischen der menschengemachten Technik und den Kräften der Natur.

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  • March 31 · 1 hr 4 min

    Das letzte Gold verfallener Sterne

    Alle niedersächsischen 12. Klässler:innen kennen Elis aus E.T.A. Hoffmanns „Die Bergwerke zu Falun“. Aber von welcher historischen Person wurde Elis inspiriert und wie beeinflusste wiederum Hoffmanns Figur Georg Trakl bei seinem Gedicht „An den Knaben Elis“? Diesen Fragen gehen wir heute in unserer Folge über den Untergang der Poesie nach.

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  • S1 · E27
    March 1 · 1 hr 9 min

    Beil und Scheit und Würgerluft

    Der SPD-Reichstagsabgeordnete Hermann Tempel musste vor den Nazis ins Exil flüchten, stellte sich nach dem Einmarsch der Wehrmacht in die Niederlande jedoch selbst, als die Gestapo auf der Suche nach ihm seinen ehemaligen Vermieter ins Visier nahm. Während seiner Haft im Strafgefängnis Wolfenbüttel schrieb er sein Gedicht „Unter dem Beil“, das neben Tempels Biographie Gegenstand unserer heutigen Folge sein wird. Wenn ihr mehr über das Strafgefängnis Wolfenbüttel erfahren möchtet, besucht die Ausstellung der @gedenkstaettewolfenbuettel – eine sehr lohnenswerte, interessante und vielseitige Ausstellung!

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  • S1 · E26
    January 31 · 42 min

    Zum Erhabenen muss man geboren sein

    Die heutige Folge widmet sich dem einzig bekannten Gedicht Albert Einsteins „Zu Spinozas Ethik“, in dem er sich mit dem Hauptwerk des bedeutenden Philosophen des 17. Jahrhunderts auseinandersetzt. Die beiden verbindet ein streng deterministisches Weltbild und ein personaler Gottesbegriff.

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  • Dec 31, 2025 · 52 min

    Die meisten Menschen haben einen Schnupfen

    Wie wir im Januar 2024 begonnen haben, so setzen wir unseren Podcast dieses Jahr fort: Mit einem Gedicht des Expressionismus. Jakob van Hoddis‘ „Weltende“ entstand 1910 unter dem Eindruck der Hysterie, welche die Annäherung des Halleyschen Kometen an die Erde auslöste.

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  • Nov 30, 2025 · 1 hr 7 min

    Aus ihren Liebesbanden/War keine Rettung mehr

    Wie letztes Jahr zur Weihnachtszeit steht heute eine Ballade im Vordergrund. Clemens Brentanos „Zu Bacharach am Rheine“ erzählt die Geschichte einer von ihm ureigen erfundenen Figur, der Lore Lay. Mit seinem Gedicht schuf er eine neue Mythologie, die Ovids „Metamorphosen“ mit dem sagenumwobenen Rheinfelsen und romantischer Poetologie verbindet.

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  • S1 · E23
    Oct 31, 2025 · 1 hr 14 min

    Weit wallt und wogt der Hader

    Auf einen expliziten Hörerwunsch sprechen wir heute zum dritten Mal über ein Gedicht, das im Kontext des Ersten Weltkriegs entstand. Walter Flex’ „Wildgänse rauschen durch die Nacht“ ist eine Mischung aus Volkslied, protestantischem Kirchenlied und naturmagischer Ballade, das in der Vertonung Robert Götz’ bekannt wurde. Das Gedicht steht zu Beginn der Novelle „Der Wanderer zwischen beiden Welten“, in der Flex den Tod seines Kameraden Ernst Wurche literarisch verarbeitet.

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  • S1 · E22
    Sep 30, 2025 · 1 hr

    Wie Sterne in der Nacht

    Heute ist eine ganz besonders emotionale Folge. In ihrem Mittelpunkt steht Joseph Wulf, Holocaust-Überlebender, Historiker und auch Autor des heutigen Gedichts „Zunenshtraln“, das Hoffnung inmitten des Elendes von Auschwitz vermittelt.

  • S1 · E1
    Sep 1, 2025 · 48 min

    Dies Stück Fleisch / war einmal ein Kind

    Mit „Auf den Tod des Generalbundesanwalts Siegfried Buback“ von Erich Fried thematisieren wir heute ein wichtiges Ereignis der jüngeren deutschen Geschichte. Die Ermordung Bubacks durch die RAF bildet den Auftakt des Terrorjahres 1977, welches im sogenannten Deutschen Herbst gipfelte.

  • S1 · E21
    Aug 31, 2025 · 56 min

    Lösest endlich auch einmal/Meine Seele ganz

    Nun ist es endlich so weit, wir kommen zu DEM deutschen Dichter, Johann Wolfgang Goethe, und seinem Gedicht „An den Mond“. Wir beleuchten seinen Entstehungskontext, seine verschiedenen Fassungen und auch „An den Mond / nach meiner Manier“ von Charlotte von Stein, zu der Goethe eine ganz besondere Beziehung verband. Mehr dazu in unserer Folge.

  • S1 · E20
    Jul 31, 2025 · 45 min

    Ich packe meinen Optimismus ein

    Mascha Kalékos „Auf einen Café-Tisch gekritzelt“ ist ein Gedicht, das heute noch genauso geschrieben werden könnte. In dieser Folge beleuchten wir die Geschichten des berühmten Romanischen Cafés, dem zweiten Zuhause vieler Literat:innen der Weimarer Republik, sowie das Ende einer Großstadtliebe an eben jenem Ort.

  • S1 · E19
    Jul 1, 2025 · 46 min

    Deutschland, wir weben dein Leichentuch

    Heinrich Heines Gedicht „Die schlesischen Weber“ ist das bekannteste einer Vielzahl von Weber-Gedichten, die als Reaktion auf den Aufstand im Eulengebirge am 4. und 5. Juni 1844 entstanden. Es deutet die Ereignisse in Anlehnung an Marx als gezielten Klassenkampf des Proletariats.

  • May 31, 2025 · 39 min

    Feierliches Waldesschweigen

    Heute knüpfen wir thematisch an unsere erste Folge „Alle Straßen münden in schwarze Verwesung“ an. Wieder geht es um ein Gedicht von der Front des Ersten Weltkriegs, diesmal „Lauscherposten“ von Gorch Fock. Falls euch der Name bisher nur durch das Segelschulschiff bekannt ist, hier erfahrt ihr mehr darüber, wer sich hinter diesem Pseudonym verbirgt.

  • S1 · E17
    Apr 30, 2025 · 42 min

    Ist ja ‘ne interessante Mischung

    May Ayims Gedicht „afro-deutsch I“ ist inzwischen 40 Jahre alt und immer noch oder wieder erschreckend aktuell. Die Dichterin und Aktivistin war wichtiges Mitglied der von Audre Lorde inspirierten afro-deutschen Bewegung der 80er und 90er Jahre und verarbeitete in ihrer Lyrik den alltäglichen Rassismus der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Die Aufzeichnung von "afro-deutsch I" stammt aus der ARD Audiothek https://www.ardaudiothek.de/episode/kurz-und-gut/may-ayim-afro-deutsch/radio3/13163857/

  • S1 · E16
    Mar 31, 2025 · 36 min

    Zornschrei der Geschändeten

    In dieser Folge werfen wir noch einmal einen Blick auf Hiroshima, aber aus der japanischen Perspektive. Kurihara Sadakos „Wenn wir Hiroshima sagen“ legt den Fokus auf die Kriegsverbrechen Japans, deren Aufarbeitung sie als Voraussetzung für die Anteilnahme am Schicksal der Bevölkerung Hiroshimas sieht.

  • S1 · E15
    Feb 28, 2025 · 47 min

    Im Wald des Vergessens

    Heute befassen wir uns mit „Hiroshima“ von Marie Luise Kaschnitz, welches Fragen nach Schuld und Verantwortung bezüglich der Atombombenabwürfe über Japan im August 1945 aufwirft. Dazu beleuchten wir knapp Ursachen und Folgen dieses schrecklichen Ereignisses, und gehen dem nach, wer „den Tod auf Hiroshima warf“.

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