

Common Sense - Was uns verbindet – und wer daran verdient, uns zu trennen
Episode 59: Was haben wir eigentlich noch gemeinsam? Wir leben in unseren eigenen Bubbles, bekommen von Algorithmen unterschiedliche Wirklichkeiten präsentiert und sind erstaunlich gut darin geworden, die eigene Überzeugung zu verteidigen. Aber gibt es hinter all diesen Unterschieden trotzdem noch so etwas wie einen gesellschaftlichen Common Sense? Joachim und Joshua sprechen darüber, wie sich Öffentlichkeit verändert hat. Vom gemeinsamen Marktplatz führt der Weg zu Social Media, wo nicht mehr nur Menschen miteinander diskutieren, sondern Algorithmen darüber entscheiden, was wir überhaupt zu sehen bekommen. Und hinter ihnen steht eine Logik, die ziemlich wenig mit Gemeinschaft zu tun hat: Aufmerksamkeit bringt Geld – und Empörung bringt Aufmerksamkeit. Es geht um Manipulation und Polarisierung, politische Macht und Profit, gesellschaftliche Ungleichheit und die Frage, warum Menschen gerade in unsicheren Zeiten so empfänglich für einfache Antworten und Feindbilder werden. Dabei führt das Gespräch bis zu Adorno und Horkheimer und zur „Dialektik der Aufklärung“: Sind wir tatsächlich freie Individuen – oder haben wir uns gesellschaftliche Verhältnisse geschaffen, die längst wie eine zweite Natur über uns bestimmen? Vielleicht beginnt der Ausweg viel kleiner, als es angesichts dieser großen Fragen klingt: wieder miteinander reden. Nicht kommentieren, nicht gewinnen, nicht den anderen von der eigenen Wahrheit überzeugen – sondern sich begegnen, zuhören und gemeinsam darüber nachdenken, wie wir eigentlich leben wollen. Quellen: Gesprochene Zitate: elevenlabs.io Musik: FluXmeister - Ohne Sünde, https://pixabay.com/music Zitate: Michael Shermer, Theodor W. Adorno & Max Horkheimer


















