

#02: "Gesetze, Spardruck, Sanktionen – Was Praxis und Industrie jetzt wirklich brauchen!"
Die Gesetzgebungsmaschinerie im digitalen Gesundheitswesen läuft auf Hochtouren – vom GEDIG über das Beitragstabilisierungsgesetz bis hin zur Apothekenreform. Doch kommt der Nutzen auch bei den Patientinnen und Patienten an? In dieser Folge der eSchorle sprechen Tobi und Fred mit zwei absoluten Praxis-Expertinnen über die mögliche Lücke zwischen politischem Wunsch und medizinischer Realität. Unsere Gäste in dieser Folge: Rania Abbas: Leiterin Public Affairs bei der Meierhofer AG. Sie bringt über zwölf Jahre Erfahrung in der Gesundheitspolitik mit und leitet ehrenamtlich die bvitg-Arbeitsgruppe „TI in der Versorgung“. Dr. Annette Rennert: Fachärztin für Allgemeinmedizin aus Dortmund. Sie arbeitet in einer fachübergreifenden Gemeinschaftspraxis (Hausärztliche und diabetologische Versorgung) und berichtet direkt von der „digitalen Front“ im Praxisalltag. Das erwartet euch in dieser Folge: - Gesetze im Praxis-Check: *Wir beleuchten die aktuellen Gesetzesinitiativen (u. a. Digitalagentur-Gesetz/GEDIG) und diskutieren, warum Spardruck und Sanktionen aktuell die eigentliche Digitalisierungsvision überschatten. - Die neue Gematik:* Was der Umbau der Gematik zur Digitalagentur für die Steuerungsmechanismen und die Industrie bedeutet. - ePA 2025: Warum die elektronische Patientenakte ein wichtiger erster Schritt ist, aber dringend von einer „PDF-Ablage“ zu einem strukturierten Datensatz (Stichwort: „Health Data Space“) weiterentwickelt werden **muss, um in der Praxis zu funktionieren. Das Drama um die E-Überweisung: Warum der aktuelle Prozess Praxen mehr Zeit kostet als er einbringt und wie smarte, intersektorale Lösungen (z. B. für Terminvermittlung und Vorabinformationen) aussehen müssen. - Der Ruf nach Zusammenarbeit: **Ein Plädoyer für mehr sektorenübergreifende Kommunikation und Lösungen, die sich am konkreten Behandlungsprozess orientieren – statt an starren Vorgaben. * Unser Takeaway:* Die reine Bereitstellung von Technologie reicht nicht aus. Wir brauchen einen echten „Nutzen-Fokus“ und Systeme, die so gut vernetzt sind, dass Praxen und Kliniken wieder mehr Zeit für das Wesentliche haben: die Gesundheit der Menschen.
- Transcript
