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Artwork for Erklär mir Pop

Erklär mir Pop

SWR

In welchem politischen Kontext ist ein Song entstanden? Warum hat der Gitarrist das Solo so und nicht anders gespielt? Was macht die Band heute? Prof. Udo Dahmen, künstlerischer Direktor a.D. der Popakademie Mannheim und Berater für Popländ Baden-Württemberg erklärt jede Woche die Hintergründe eines großen Songs der Popmusikgeschichte.

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  • 21 episodes
  • Avg 7 min
  • German
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  • August 13 · 8 min

    „Harvest Sky“ von Oklou

    Der Song handelt von dem seltsamen Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz, Vertrautem und Unbekanntem – und vom guten Gefühl, manchmal ganz für sich zu sein. Udo Dahmen weiß in „Erklär mir Pop“, was hinter Oklous faszinierendem Sound steckt und warum „Harvest Sky“ ein Schlüsselstück ihres Debütalbums „Choke Enough“ ist.

  • July 16 · 8 min

    „Bullet with Butterfly Wings“ - Smashing Pumpkins

    Sänger Billy Corgan verarbeitet in der Grammy-prämierten Hymne des Alternative Rock die Fremdbestimmg im Musikbusiness. Mit der prägenden Textzeile über das Dasein als „Ratte im Käfig“ fängt der Song das Gefühl einer ganzen Generation ein und ist ein zeitloser Meilenstein der 90er-Jahre.

  • July 9 · 7 min

    „Landline“ von Alice Merton

    Doch genau darin liegt der Reiz des Songs: Er erzählt von Nähe und Distanz, von Erinnerungen und dem Wunsch nach einer Verbindung, die Bestand hat. Unser Popmusikexperte Udo Dahmen ordnet den Song für uns ein: Was macht „Landline“ musikalisch aus? Welche Entwicklung zeigt Alice Merton als Songwriterin? Und warum trifft gerade das altmodische Bild eines Festnetztelefons den Nerv der Gegenwart?

  • July 3 · 6 min

    „Complication“, The Monks

    Nicht nur wegen des eigenwilligen Musikstils, sondern auch wegen des Auftretens von "The Monks": kurze Haare, schwarze Kleidung, Tonsur und anstatt einer Krawatte einen Strick um den Hals. Gegründet wurde die Band von US-Soldaten, die nach ihrem Wehrdienst in Deutschland blieben. Und obwohl die Band nur wenige Jahre bestand, hat sie den deutschen Musikmarkt aufgemischt und neue Maßstäbe in der Popkultur gesetzt. Für viele Musiker und Fans gelten „The Monks“ als Wegbereiter des Punk.

  • June 19 · 7 min

    „Fabienk“ - Angine de Poitrine

    Auf der Bühne inszenieren sich die kanadischen Musiker als geheimnisvolle Phantasiewesen mit schwarz-weiß gepunkteten Kostümen und riesigen Pappmaché-Masken. Eine Live-Session beim Radiosender KEXP aus Seattle, einer der einflussreichsten Plattformen für Indie-Musik, Alternative Rock, Hip-Hop und elektronische Klänge, machte die ungewöhnliche Band über Nacht international bekannt. Seither ist das Duo weltweit auf Tour und macht auch in Köln, Berlin und Heidelberg Station. Fabienk

  • June 9 · 6 min

    „Chuck E.'s in Love“ von Rickie Lee Jones

    Der Titel hat eindeutig Ohrwurmqualitäten. Er ist auf dem Debutalbum von Rickie Lee Jones veröffentlicht und kletterte auf Platz 4 der US Charts. Besonders die klare, frische Stimme von Rickie Lee Jones begeistert das Publikum bis heute. Jahrelang war die Songwriterin in diversen Clubs von Los Angeles aufgetreten und deshalb gut vernetzt in der Szene. Auf dem Album sind deshalb bekannte Namen zu lesen wie Steve Gadd oder Dr. John.

  • June 5 · 8 min

    „Sie brauchen keinen Führer“ von Udo Lindenberg

    Doch zum 80. Geburtstag lohnt sich auch der Blick auf weniger bekannte Songs. „Sie brauchen keinen Führer“ erschien 1984 auf dem Album „Götterhämmerung“ und setzt sich mit Rechtsextremismus und populistischen Strömungen auseinander. Erstaunlich ist, wie aktuell der Text heute noch ist. Was dieser Song über den politischen Künstler Udo Lindenberg erzählt, darüber sprechen wir mit unserem Experten für Popmusik Udo Dahmen.

  • May 22 · 8 min

    „Berghain“ von Rosalía

    In ihrem Song „Berghain“ geht sie noch einen Schritt weiter und verbindet elektronische Sounds mit orchestralen, barocken Arrangements und singt dazu in verschiedenen Sprachen.

  • May 15 · 7 min

    „Diamonds & Rust“ von Joan Baez

    Mit ihrem sechzehnten Studioalbum aus dem Jahr 1975 schenkte Joan Baez der Welt ein Werk, das nicht nur musikalisch glänzt, sondern auch seelisch nachhallt. Der titelgebende Song „Diamonds & Rust“ ist mehr als nur eine nostalgische Ballade. Mit beeindruckender Ehrlichkeit blickt Joan Baez auf die Beziehung zwischen ihr und Bob Dylan zurück. Zusammen waren sie in den frühen 1960er-Jahren das „Traumpaar“ der US-Folk-Szene, sowohl musikalisch als auch privat.

  • May 8 · 7 min

    „Nightingale Lane“ von der britischen Sängerin Raye

    Die Sängerin hat den Song gemeinsam mit Tom Richards und Chris Hill geschrieben. Teile davon wurden mit Orchester im Abbey Road Studio aufgenommen und von Tom Richards dirigiert. Raye hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten und ist für ihre herausragende Stimme und die Mischung aus Soul, R&B, Jazz und Pop bekannt. Sie begann schon früh Songs zu schreiben und zu performen. Mit 14 Jahren besuchte sie für zwei Jahre die BRIT School – eine weiterführende Schule für Darstellende Künste und Technologie in Selhurst in London, an der auch Adele und Amy Winehouse unterrichtet wurden. Parallel arbeitete sie zudem in Songwriting-Sessions mit anderen Künstlerinnen und Künstlern.

  • April 29 · 8 min

    „Man in the Box“ von der Grunge-Band Alice in Chains

    Songs und Musik seien von Schwermütigkeit geprägt und von einer deutlichen Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft. Alice in Chains verstanden sich vor allem als „Metalband“, die in Black Sabbath und Deep Purple ihre Vorbilder sah. Das Stück „Man in the Box“ beschreibt einen Menschen, der in einem Stall gefangen ist. Ein Bild für die Manipulation und Gleichschaltung der Öffentlichkeit durch Zensur. Der Song wurde im Januar 1991 als Single veröffentlicht und 1992 für einen Grammy Award für die beste Hard-Rock-Performance nominiert.

  • April 24 · 6 min

    Guano Apes – „Open your Eyes“

    Der Song erreichte Platz 5 der deutschen Charts, blieb 30 Wochen in den Top 100 und erreichte Goldstatus. Guano Apes wurden außerdem mit vielen Preisen ausgezeichnet und machten in der Folge auch international Karriere. Den Text von „Open your eyes“ schrieb Sängerin Sandra Nasic, die Musik komponierte die Band. Bis heute ist „Open your eyes“ der erfolgreichste Song der Guano Apes. Noch mehr Wissen rund um herausragende Songs der Popmusikgeschichte gibt es immer samstags mit unserem Popmusikexperten Udo Dahmen in „Erklär mir Pop“ oder hier bei uns im Netz.

  • April 16 · 8 min

    „Joy Chant“ – Ritueller Groove mit Schlagwerk und Saxophon

    Er bewegt sich mit seinen Tönen auf einem Klangteppich, den Marilyn Mazur mit verschiedenen, zum Teil selbst gebauten perkussiven Instrumenten erzeugt. Pop-Experte Udo Dahmen schätzt besonders ihre Experimentierfreude und das Engagement für Frauen in der Musikszene. Bis zu ihrem Tod im vergangenen Dezember spielte Marilyn Mazur in der komplett weiblich besetzten Band „Shamania“.

  • April 10 · 6 min

    Fury in the Slaughterhouse: „Won´t forget these days“

    Die Band „Fury in the Slaughterhouse“ hatte ihre große Zeit Anfang der 90er Jahre, als die Neue Deutsche Welle zu Ende ging. Die Musiker aus Hannover landeten mit diesem Ohrwurm auf ihrem zweiten Album ihren größten Hit. Ganz in der Tradition des Indiepop aus Großbritannien und USA wurden sie im Ausland oft gar nicht als deutsche Band wahrgenommen. Vielmehr feierte man sie in Kanada als Nachfolger von U2. Mit „Won‘t forget these days“ bekennen sie sich zu ihren Anfängen und zu dem Weg, den sie eingeschlagen haben. In 2026 haben die „Furys“ wie sie sich selbst nennen, Großes vor. Sie touren durch Deutschland und Ende Juni erscheint das neue Album „Changes“.

  • April 2 · 6 min

    „In Memory of Elizabeth Reed“ – The Allman Brothers Band

    Geschrieben wurde der Mix aus Blues, Jazz-Fusion und Countrymusik vom Gitarristen Dickey Betts. Der Titel „In Memory of Elizabeth Reed“ bezieht sich auf eine Frau, deren Grabstein der Gitarrist auf einem historischen Friedhof in Macon im US-Bundesstaat Georgia gefunden hatte.

  • March 27 · 8 min

    „1000 Knives" von Ryûichi Sakamoto und dem Yellow Magic Orchestra

    Sakamoto zählt zu den wichtigsten Komponisten und Producer der elektronischen Szene. Die frühe Phase der deutschen Kultband Kraftwerk bezeichnete er als sein Vorbild. Doch Ryûichi Sakamoto selbst gilt im japanischen Umfeld als Pionier der elektronischen Musik, zusammen mit seinem Yellow Magic Orchestra gelangen ihm große internationale Erfolge. Der Elektropop-Titel „1000 Knives" erschien 1978 auf seinem ersten Soloalbum, 1981 veröffentlichte er auf dem 4. Studioalbum BGM des Yellow Magic Orchestra eine überarbeitete Neuaufnahme. „1000 Knives" umschreibt instrumental das Gefühl nach der Einnahme von Meskalin, einer Substanz, die vor allem Farbhalluzinationen auslöst und zu sogenannten Synästhesien führen kann. Musikalisch setzte Ryûichi Sakamoto diese Wirkung um zu einer Zeit, als sich die technischen Möglichkeiten elektronischer Musik noch in einer Anfangsphase befanden. Produziert wurde der Titel mit einem sehr frühen Digital Recorder, erstmals kam hier die TR-808 Drummachine zum Einsatz. Die Rhythmusspuren nahm Sakamoto jedoch bewusst analog auf, um einen stärker durch Bandkompression erzeugten kompakten Sound zu erzielen.

  • March 21 · 8 min

    Protest im Stil von Pete Seger: Bruce Springsteen singt gegen Trumps Abschiebepolitik an

    In nur vier Tagen hat er das Stück geschrieben und produziert. Popexperte Udo Dahmen erklärt, dass sich Springsteen schon immer mit seinen Songs auf die Seite der kleinen Leute gestellt hat, der Schwachen und Verfolgten. Damit setzt er die Tradition von Bob Dylan oder Joan Baez fort, die sich in den 1950er/60er Jahren der Bürgerrechtsbewegung anschlossen.

  • March 13 · 9 min

    „Limelight" von Rush

    Rush, das waren der Bassist, Keyboarder und Sänger Geddy Lee, der Gitarrist Alex Lifeson und der Schlagzeuger Neil Peart. Inhaltlich beschäftigt sich „Limelight“ mit dem Leben im Rampenlicht. Neil Peart, von dem der Text stammt, beschreibt darin seine ambivalente Beziehung zum Leben als Rockstar. Der Schlagzeuger war dafür bekannt, ein eher zurückhaltender Mensch zu sein, der Interviews und öffentliche Auftritte außerhalb der Bühne oft mied. Bis heute gilt „Limelight“ als eines der wichtigsten Stücke von Rush und als Klassiker des Progressive Rock. Der Song zeigt nicht nur die musikalische Stärke der Band, sondern auch ihre Fähigkeit, tiefgründige und persönliche Themen in ihrer Musik zum Ausdruck zu bringen.

  • March 6 · 6 min

    „Lucky Dancer“ der Dresdner Band Ätna

    Seit dem gemeinsamen Jazz-Studium an der Dresdner Musikhochschule hätten die beiden konsequent an der Weiterentwicklung ihrer elektronischen Sounds gearbeitet, so der Mannheimer Popexperte Udo Dahmen. Ihn beeindruckt besonders die Zusammenarbeit von Ätna mit verschiedenen Streichorchestern wie zum Beispiel mit dem Kammerorchester ensemble reflektor. Der Song „Lucky Dancer“ ist auf dem Album „Ätna“ im Oktober 2024 erschienen, das von Krisen, Vergänglichkeit und Empathie erzählt.

  • February 27 · 6 min

    „Second Best" von der britischen Band The Last Dinner Party

    Mit ihren theatralischen Auftritten treten sie ein für die Rechte der Frauen. Sie haben erst 2020 zusammengefunden, hatten aber schon 2024 ihren internationalen Durchbruch und konnten bereits etliche Preise abräumen. „Second Best" ist ein Song von ihrem zweiten Album „From The Pyre" (2025) und zeigt die Entwicklung von einer Rockoper mit großem Chor hin zu einem Rock- und Punkklassiker.

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