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ERF Plus - Wort zum Tag

Friede mit Gott

Yesterday · 4 min · 4.6 MB
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Die Bibelstelle Epheser 2,17 – ausgelegt von Jochen Eber.

„Christus ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren.“

Frieden mit Gott ist möglich! Das ist ganz stark, was Paulus hier den Christen in Ephesus schreibt.

In der Zeit des Paulus glauben Nichtchristen keineswegs, dass sie mit den überirdischen Mächten in Frieden leben können. Im Gegenteil: Die Götter zürnen mir! Das ist eine weit verbreitete Ansicht. Ich muss sie besänftigen! Ich muss ihnen Opfer bringen, am besten schon frühmorgens am Tag opfert der Hausvater den Familiengöttern. Dann geht nichts schief. So hat man gedacht, und so hat man dann auch Opfer gebracht. Doch keiner kann wissen, ob die Gottheit nun besänftigt und nicht mehr zornig ist.

„Christus ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt“. „Im Evangelium“, in der guten Nachricht: Christus ist für die Sünden aller Menschen am Kreuz gestorben. Wer das glaubt und wer an ihn, an Jesus, glaubt, der hat das ewige Leben. Wer an Jesus glaubt, der hat Frieden mit Gott. In seinem Brief an die Gemeinde in Rom schreibt Paulus dasselbe: „Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus“. (Römer 5,1) Frieden mit Gott, allein durch Glauben, allein durch Jesus Christus.

Das ist der Friede, den damals niemand gekannt hat. Erst durch Jesus ist er bekannt geworden und in die ganze Welt getragen worden.

Nur wenige Jahre vor der Geburt von Jesus ließ der römische Senat dem Kaiser Augustus einen Friedensaltar bauen. Im Jahr neun vor Christus wurde der Altar der Pax, der Göttin des Friedens geweiht. Die Bürger von Rom waren glücklich und dankbar. Sie lebten durch den Kaiser Augustus in einer bisher nie gekannten Friedenszeit. – Doch was für ein Friede war das? Durch Kriege in Gallien und Spanien hatte Augustus an den Außengrenzen Frieden hergestellt. Jahrzehntelange Bürgerkriege und Streitigkeiten im Inneren des Staates wurden beendet. So herrschte zur Zeit von Jesus ein Friedenskaiser.

Bei der Geburt von Jesus in Bethlehem erschienen Engel am Himmel. Sie sangen: Mit diesem Kind wird „Friede auf Erden“ gemacht. Das ist ein anderer Friede als der Friede, den Kaiser Augustus brachte. Durch Jesus kommt der Frieden mit Gott in die Welt. Er hat den Frieden mit Gott denen versprochen, die fern und die nahe waren. Jahwe oder auch Jehova – so in den alten Gesangbuchliedern – ist der Name des Gottes des Volkes Israel. Mit diesem Volk war Gott, der Herr, einen Bund eingegangen. Aus seinem Volk kamen die Christen, die vorher schon nahe waren. Doch auch für Nichtjuden hat Gott den Frieden durch Jesus geschenkt. Die Nichtjuden sind diejenigen, die früher dem Gott des Volkes Israel ferne waren. Durch Jesus haben alle Menschen Frieden mit Gott, und sie haben auch Frieden untereinander! Vor Jesus war es unmöglich, dass Juden und Christen eine Gemeinschaft gebildet haben. Das scheiterte schon daran, dass sie wegen jüdischer Reinheitsvorschriften nicht miteinander essen konnten. Aber durch den Glauben an Jesus gibt es Frieden zwischen den Christen aller Völker und Sprachen. Ich will auch heute Gott dankbar dafür sein, dass er diesen Frieden möglich gemacht hat.

Bibellesen unter bibleserver.com

Autor: Pfarrer Dr. Jochen Eber


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