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Artwork for Einschlafen mit Alltagsgeschichte

Einschlafen mit Alltagsgeschichte

MONDFUNK

Willkommen bei Einschlafen mit Alltagsgeschichte – einer ruhigen Reise in das Leben vergangener Zeiten. Statt großer Schlachten und Herrscher stehen Wohnen, Arbeiten, Essen, Reisen, Handwerk und kleine Routinen im Mittelpunkt. Jede Folge rekonstruiert einen konkreten historischen Alltag anschaulich und sorgfältig recherchiert. Ein MONDFUNK-Podcast für neugierige Nächte.

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  • 19 episodes
  • daily
  • Avg 23 min
  • German
  • Friday · 24 min

    Kleidung und Körperschmuck in Angkor um 1200 – Was Reliefs und Inschriften zeigen

    Wie kleideten und schmückten sich Menschen im Angkorraum um 1200? Die Folge kombiniert die Alltagsszenen des Bayon mit Tempelinschriften, Skulpturen und Forschung zu importierten wie lokalen Textilien.Dabei bleiben die Grenzen sichtbar: Ein Tempelrelief ist keine Kameraaufnahme, eine Gottheit kein Durchschnittsmensch und ein später als krama bezeichnetes Schultertextil kein Beweis für acht Jahrhunderte unveränderte Mode. Gerade aus diesen Unterschieden entsteht ein belastbares Bild von Stoff, Rang, Schmuck und sozialer Sichtbarkeit.

  • Thursday · 23 min

    Mit dem Dampfschiff von Hamburg nach London um 1880 – Fahrplan, Nordsee und Seekrankheit

    Wie fühlte sich eine regelmäßige Dampfschiffreise von Hamburg nach London um 1880 an? Die Folge folgt dem Weg vom veröffentlichten Fahrplan über Elbe, Maschinenraum und Nordsee bis in den Londoner Hafenraum.Dampfkraft machte die Verbindung planbarer, aber nicht vollständig kontrollierbar: Nebel, Wellen, Maschinenarbeit und Seekrankheit blieben Teil der Passage. Fahrpreis, Gepäcklimit und Kabinenkomfort werden dabei nicht erfunden, sondern als reederei- und klassenabhängig offengelassen.

  • Wednesday · 23 min

    Textilarbeit im Inkareich um 1500 – Spinnen, Färben und Weben

    Wie wurde im Inkareich um 1500 aus Fasern ein Stoff? Die Folge folgt der Arbeitskette von Baumwolle und Kamelidenfaser über Spindel, Farbe und Webstuhl bis zu feinsten qompi-Geweben.Dabei trennt sie Haushaltsarbeit von staatlicher Spezialproduktion und räumt mit zwei Vereinfachungen auf: Nicht jeder Faden war Alpaka, und geometrische Muster lassen sich nicht wie ein vollständig entschlüsseltes Alphabet lesen. Gerade Material, Fadendichte und kontrollierte Gestaltung machten Textilien zu Alltag, Wert und politischer Ressource zugleich.

  • Tuesday · 24 min

    An der Relaisstation Xuanquan bei Dunhuang um 100 n. Chr. – Pferde, Pässe und Nachrichten

    Wie hielt das Han-Reich Nachrichten und Reisende am Rand der Wüste in Bewegung? Die Folge rekonstruiert die Relaisstation Xuanquan bei Dunhuang um 100 n. Chr. aus tausenden ausgegrabenen Holztafeln, Pferderegistern, Pässen und Versorgungsaufzeichnungen.Xuanquan war keine gewöhnliche Herberge. Es war ein staatlich kontrollierter Übergabepunkt, an dem Pferde, Wagen, Mahlzeiten, Gäste und Nachrichten verwaltet wurden – und an dem Geschwindigkeit vor allem durch zuverlässige Übergaben entstand.

  • Monday · 23 min

    Wintervorräte in der Mittelmark um 1800 – Korn, Kartoffeln und Futter

    Wie kam ein bäuerlicher Hof in der Mittelmark um 1800 durch die kalte Jahreszeit? Die Folge zeigt Vorrat nicht als einen einzigen vollen Keller, sondern als verteiltes System aus trocken gelagertem Korn und Saatgut, Kartoffeln, Heu, Stroh, Brennstoff und weiteren Reserven.Dabei liegt die Region in einem Übergang: Kartoffeln waren längst bekannt, aber noch nicht überall die dominierende Feldfrucht des späteren 19. Jahrhunderts. Besitzrechte, Abgaben, Viehbestand und Lagerraum entschieden mit darüber, wie sicher ein Haushalt planen konnte.

  • September 13 · 23 min

    Mit einem Oberländer auf dem Rhein um 1550 – Treideln, Umladen und Zoll

    Wie kam ein Frachtschiff um 1550 gegen die Strömung des Rheins? Die Folge begleitet einen Oberländer vom Kölner Umschlag in Richtung Mittelrhein und zeigt die stille Infrastruktur aus Treidelmast, Zugpferden, Uferwegen, Lagerarbeit und Zollstellen.Der Rhein war dabei keine freie Wasserautobahn. Stapelrechte, Warenkontrollen und Rheinzölle unterbrachen die Fahrt immer wieder – während ein 1552 errichtetes Zollhaus in Kaub bis heute zeigt, wie viel Schrift und Verwaltung hinter dem Warenverkehr stand.

  • September 12 · 23 min

    Graslager in Border Cave vor 200.000 Jahren – Ruhen, Arbeiten und Asche

    Wie bereitete man vor rund 200.000 Jahren einen Ruhe- und Arbeitsplatz in Border Cave im südlichen Afrika vor? Mikroskopische Pflanzenreste zeigen gezielt angehäufte breitblättrige Gräser auf Ascheschichten – eine der ältesten überzeugend identifizierten Pflanzenbettungen der Welt.Die Folge trennt Befund und Deutung sauber: Gras und Verbrennungsfolgen sind belegt, eine mögliche insektenhemmende Wirkung der Asche bleibt Interpretation. Felle, geflochtene Matten und ein erfundener Höhlenhaushalt werden nicht hinzugefügt.

  • September 11 · 22 min

    Handelshaus in Osaka um 1750 – Kontobücher, Bedienstete und Warenströme

    Wie funktionierte ein großes Handelshaus in Osaka um 1750? Die Folge folgt Kontobüchern, Beschäftigten, Wechselgeschäften und Warenströmen – vom Dōjima-Reismarkt bis zu den überregionalen Netzen großer Kaufmannshäuser.Statt eine erfundene morgendliche Zeremonie zu erzählen, rekonstruiert sie die belegte Arbeitslogik: lesen, rechnen, prüfen, übertragen, liefern und Kredit verwalten. Ein Osakaer Mitsui-Ledger von 1759 zeigt, wie viel Kontrolle bereits in wenigen Zeichen auf Papier stecken konnte.

  • September 10 · 24 min

    Waschtag in Berlin um 1880 – Wasser, Seife und Muskelarbeit

    Wie wurde Wäsche in Berlin um 1880 sauber, als Wasserleitungen und Kanalisation gerade die Großstadt veränderten, die eigentliche Reinigung aber noch weitgehend Handarbeit blieb? Die Folge folgt dem Weg von Wasser, Seife und Soda über Waschbrett, Spülen und Wringen bis zum Trocknen und Glätten.Dabei wird der infrastrukturelle Übergang ernst genommen: Nicht jedes Haus und erst recht nicht jede Wohnung war gleich versorgt. Der Waschtag zeigt deshalb, wie neue städtische Netze und frühe Industriechemie auf eine weiterhin schwere, zeitintensive Haushaltsarbeit trafen.

  • September 9 · 23 min

    Handschriftenarbeit in St. Gallen um 820 – Pergament, Tinte und mehrere Hände

    Wie entstand ein Buch im Kloster St. Gallen um 820? Erhaltene Codices, Urkunden und paläographische Forschung zeigen eine professionelle Schreibgemeinschaft, in der Meisterschreiber wie Wolfcoz mit weiteren Händen an Büchern und Dokumenten arbeiteten.Die Folge räumt mit zwei starken Bildern auf: Weder ist ein ganzer Arbeitstag in „absoluter Stille“ belegt, noch lässt sich eine feste Wochenzahl für jede Pergamentseite angeben. Stattdessen werden Tierhaut, Linierung, Feder, Tinte, Korrektur und der benediktinische Tagesrhythmus als tatsächliche Produktionsbedingungen sichtbar.

  • September 8 · 23 min

    Essen in Pompeji im Jahr 79 – Thermopolien, Küchen und Brote

    Wie entstand eine Mahlzeit in Pompeji im Jahr 79? Die Folge folgt drei gleichzeitig belegten Wegen: zubereiteten Speisen am Thermopolium, häuslichem Kochen und der spezialisierten Brotproduktion in Bäckereien.Mindestens rund 80 Thermopolien sind archäologisch bekannt, doch Pompeji war keine pauschale „Fast-Food-Stadt“. Kochgefäße, Handmühlen, Öfen, Ausgabenlisten, Amphoren und ein verkohlter Brotlaib zeigen eine vielschichtige Versorgung zwischen Straße, Haushalt und Gewerbe.

  • September 7 · 22 min

    Mit der Postkutsche von Leipzig nach Dresden um 1780 – Straßen, Stationen und Pferdewechsel

    Wie funktionierte eine Reise mit der sächsischen Fahrpost um 1780? Die Folge folgt der belegten Leipzig–Dresden-Route über Stauchitz und zeigt, wie vermessene Poststraßen, steinerne Distanzzeichen, Poststationen und frische Pferde aus einer langen Landreise einen planbaren Verkehrsdienst machten.Dabei bleibt die Rekonstruktion präzise: Eine „Wegstunde“ auf kursächsischen Postmeilensäulen war ein Entfernungsmaß, keine garantierte Fahrzeit. Auch der Pferdewechsel bekommt keine erfundene Minutenzahl – sichtbar wird stattdessen die Arbeit, die hinter jeder Weiterfahrt stand.

  • September 6 · 23 min

    Im Badehaus von Bagdad um 1000 – Wasser, Wärme und Körperpflege

    Wie funktionierte ein öffentliches Badehaus in Bagdad um das Jahr 1000? Die Folge rekonstruiert den Hammam nicht aus einem erfundenen Grundriss, sondern aus Bagdads belegter Wasserinfrastruktur, zeitnaher medizinischer Literatur und der überlieferten Bedeutung öffentlicher Bäder.Im Mittelpunkt stehen Wasserbeschaffung, Heizung, thermisch unterschiedliche Bereiche, Waschen und soziale Nutzung. Wo die Archäologie des abbasidischen Bagdad schweigt, bleibt die Rekonstruktion bewusst offen – und zeigt gerade dadurch, wie viel städtische Arbeit hinter einem warmen Bad steckte.

  • September 5 · 23 min

    Markttag in Lübeck um 1600 – Waren zwischen Markt und Speicher

    Wie bewegten sich Waren durch Lübeck um 1600? Die Folge folgt dem Weg zwischen Markt, Kaufmannsdiele, Trave und Speicherbauten – vom Salzspeicher ab 1579 bis zum 1594 errichteten Kornspeicher des späteren Zeughauses.Statt einen romantischen „Hansemarkt“ zu erfinden, zeigt sie die stille Infrastruktur des Handels: Lagern, Tragen, Aufteilen, Schreiben, Prüfen und Weiterleiten. So wird sichtbar, warum ein Markttag nur die Oberfläche eines viel größeren Waren- und Informationsnetzes war.KI-Transparenzhinweis gemäß Art. 50 EU AI Act: Diese Folge enthält KI-generierte Inhalte. Text und Stimme wurden ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.

  • September 4 · 22 min

    Ein Leipziger Abend um 1850 – Kerzen, Öllampen und erstes Gaslicht

    Wie sah ein Leipziger Abend um 1850 aus, als die Stadt draußen bereits Gaslaternen kannte, viele Wohnungen aber weiterhin mit Kerzen und Öllampen arbeiteten? Die Folge rekonstruiert Licht als knappen, sichtbaren Verbrauch: Docht, Öl, Kerzen und wenige bewusst gesetzte Lichtinseln.Dabei wird ein häufiger Anachronismus vermieden: Die später typische Petroleumlampe verbreitete sich erst nach der Mitte des Jahrhunderts. Leipzig um 1850 erscheint stattdessen als Übergang zwischen beweglicher Flamme im Zimmer und der neuen städtischen Gasinfrastruktur vor der Tür.KI-Transparenzhinweis gemäß Art. 50 EU AI Act: Diese Folge enthält KI-generierte Inhalte. Text und Stimme wurden ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.

  • September 3 · 22 min

    Winter bei Mývatn um 1000 – Heu, Feuer und Vorräte

    Wie kam ein kleiner Hof im nordisländischen Mývatn-Gebiet durch den Winter um das Jahr 1000? Ausgrabungen von Sveigakot, regionale Hausfelder, Tierknochen und mikroskopisch untersuchte Brennstoffreste zeigen, wie eng Heu, Vieh, Feuer und Vorräte miteinander verbunden waren.Die Folge trennt sichere Befunde von plausibler Rekonstruktion: Menschen und Tiere werden nicht in einen erfundenen gemeinsamen „warmen Langhausraum“ gesetzt. Stattdessen entsteht der Winter aus den tatsächlich belegten Räumen, Ressourcen und saisonalen Entscheidungen eines frühen isländischen Hofsystems.KI-Transparenzhinweis gemäß Art. 50 EU AI Act: Diese Folge enthält KI-generierte Inhalte. Text und Stimme wurden ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.

  • September 2 · 23 min

    Getreiderationen in Deir el-Medina – Versorgung um 1250 v. Chr.

    Wie funktionierte Versorgung in der Wüstensiedlung Deir el-Medina um 1250 v. Chr.? Ein Anwesenheitsregister aus dem 40. Regierungsjahr Ramses’ II. sowie Rations-, Wasser- und Gefäßlisten der 19. Dynastie zeigen, wie eng Arbeit und Sachversorgung miteinander verbunden waren.Die Folge korrigiert das vereinfachte Bild vom „Brot als Lohn“: Belegt sind vor allem Getreide und andere Sachleistungen, aus denen Haushalte erst ihren Alltag organisierten. Dabei bleibt sichtbar, was die zahlreichen Ostraka sicher verraten – und was trotz außergewöhnlich dichter Quellen unbekannt bleibt.KI-Transparenzhinweis gemäß Art. 50 EU AI Act: Diese Folge enthält KI-generierte Inhalte. Text und Stimme wurden ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.

  • September 1 · 22 min

    Nachts durch Nürnberg um 1450 – Wachen, Stadttore und Feueralarm

    Wie wurde eine spätmittelalterliche Stadt nach Einbruch der Dunkelheit gesichert? Die Folge rekonstruiert Nürnberg um 1450 anhand geschlossener Stadttore, Glocken, Scharwächter, Türmer und der Feuerordnung von 1449.Im Mittelpunkt steht kein erfundener „typischer Nachtwächter“, sondern das belegte Zusammenspiel verschiedener städtischer Dienste. Eine erhaltene Turmuhr von St. Sebald, Nürnberger Amtsquellen und die Regeln des Feuerlöschwesens zeigen, wie Zeit, Meldung und Sicherheit in der Nacht organisiert wurden.KI-Transparenzhinweis gemäß Art. 50 EU AI Act: Diese Folge enthält KI-generierte Inhalte. Text und Stimme wurden ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.

  • August 31 · 24 min

    Ein Morgen in einem römischen Mietshaus – Rom im 2. Jahrhundert

    Wie beginnt der Tag in einem mehrstöckigen Mietshaus im Rom des 2. Jahrhunderts? Die Folge folgt Treppen, Läden, Fenstern und dem Weg zum öffentlichen Brunnen und erklärt, was Archäologie, Mietrecht und die Wasseraufzeichnungen des Frontinus tatsächlich belegen.Bauten aus Ostia dienen als vorsichtiger Vergleich, während literarische Klagen über Lärm, Brand und Einsturz ausdrücklich als zugespitzte Stimmen ihrer Zeit behandelt werden. So entsteht ein konkreter Alltag ohne erfundene Bewohner und ohne die Lücken der Überlieferung zu verdecken.KI-Transparenzhinweis gemäß Art. 50 EU AI Act: Diese Folge enthält KI-generierte Inhalte. Text und Stimme wurden ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.

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