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Eins aufs Leben!

Didi und Frank

„Eins aufs Leben!“ kann verstanden werden als „Draufhauen“, aber auch als „Ein Hoch aufs Leben!“ In unserem Podcast denken wir, Didi und Frank, zwei mittsechziger Pensionäre, über Themen nach, die uns immer wieder beschäftigt haben und weiter bewegen. Das Leben steckt voll wunderbarer Ereignisse und ist zugleich voller Tragödien. Es geht uns allerdings nicht um Lebensberatung, sondern um Fragen aus Gesellschaft, Politik, Geschichte, Theologie, Philosophie, aber auch um ethische Herausforderungen und vieles mehr, kurz: Gedanken, die uns helfen, unsere Zeit besser zu verstehen. Und möglichst Perspektiven daraus zu entwickeln.

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  • 20 episodes
  • monthly
  • Avg 27 min
  • German
  • S1 · E22
    Tuesday · 32 min

    Böse x böse = gut?

    „Wenn ein Böser einen anderen Bösen angreift und siegt, ist das dann gut?“ So wurde ich (Frank) vor ein paar Wochen in einer Arztpraxis gefragt. Gemeint war der US-Angriff unter Trump gegen den Iran. Diese Frage beschäftigt uns in dieser Episode. Einerseits ist klar: Menschen zu töten, das kann niemals gut sein. Andererseits gab es schon immer Situationen, in denen Menschen abwägen mussten: Wenn ich mich z.B. an einem Attentat gegen einen Tyrannen beteilige, lade ich Schuld auf mich. Wenn ich nichts tue, aber ebenfalls. Aus einem solchen Dilemma führt im Grunde kein Ausweg. Was ich auch tue, es ist nicht gut – und doch muss entschieden werden. Wir können keine „gute“ Antwort auf das Problem finden, wollen es in dieser Episode aber aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Dabei geraten Begriffe wie „gut“ und „böse“ ins Schwimmen und am Ende tun sich mehr Fragen als Antworten auf. Und doch ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen. Wenn ein paar Impulse zum weiteren Nachdenken dabei rüberkämen, fänden wir das jedenfalls „gut“.

  • S1 · E21
    August 15 · 30 min

    Irgendwie Religion – nur wie?

    Drei altkirchliche Glaubensbekenntnisse sind uns überliefert: das sog. Apostolische Glaubensbekenntnis („Apostolikum“), das häufig im Gottesdienst gesprochen wird, außerdem das im Gottesdienst nahezu nie auftauchende (sehr lange) Athanasianische Glaubensbekenntnis („Athanasianum“) und das in der Gottesdienstliturgie ebenfalls immer wieder vorgesehene „Nicäno-Konstantinopolitanum“ (oft auch nur „Nicänum“ genannt, 325/381 n.Chr.). In ihm, dem Nicänum, ist von der „unsichtbaren Welt“ die Rede. Was ist damit gemeint? Diese Frage bildet den Ausgangspunkt unserer 21. Folge mit dem Thema „Religion“. Im Verlauf des Gespräches kommen wir nicht umhin, auf die gefährlichen Seiten von Religion zu verweisen, die es selbstverständlich gab und gibt. Mit dem Nicänum ausgehend von einer Welt, die viel größer, weiter und tiefer ist, als es ein technisierter Zeitgeist zugestehen will, kann Religion jedoch zugleich Räume der Geborgenheit und Freiheit öffnen, kann helfen, mit Ambivalenz und Ambiguität zuversichtlich zu leben und zur Freude am Leben beitragen. Doch ist sie dabei stets auch auf Vernunft angewiesen, damit Fehlentwicklungen entdeckt und umgeleitet werden können. Denn wo Religion z.B. mit Angst arbeitet, geht es in Wahrheit um Etablierung und Erhalt von Machtstrukturen. Daher bedarf Religion immer zugleich der Religionskritik. Kurz: In dieser Episode geht es irgendwie um Religion – nur wie?

  • S1 · E20
    July 15 · length unknown

    Es bröckelt - Demokratie in Gefahr?!

    Das Vertrauen in den Staat und seine Institutionen schwindet – so zumindest heißt es immer wieder und bestätigt sich durch Wahlergebnisse und Umfragen. Wem es gelingt, Andersdenkende in die Enge zu treiben, wer es schafft, Politikerinnen und Politiker in Widersprüche zu verwickeln, wird gehört und darf mit dem Applaus einer zunehmend breiteren Öffentlichkeit rechnen. Lösungsorientiert ist das nicht, und indem wir uns gerne mitreißen lassen von einem allgemeinen Genörgele, tragen wir zum gesellschaftlichen Unmut bei. Woher kommt diese Stimmung, die uns dann zunehmend Sorgen machen lässt um den Zustand unserer Demokratie? Gewiss, es gibt Dinge, die laufen nicht gut. Zudem leben wir in einer Zeit voller Krisen. Andererseits ist das nicht neu. Die Zeit 1949 bis 1989 war ebenfalls geprägt von zahlreichen Krisen – international (Kalter Krieg, Koreakrieg, Kongo-Krise, Kuba-Krise, Vietnamkrieg …) wie national (Ölkrisen, Arbeitslosigkeit, „Deutscher Herbst“ 1977 …). Letztlich gibt es nie nur einen Grund für bestimmte Entwicklungen, sondern eine Vielzahl von Ursachen und Hintergründen, die bei der Betrachtung der aktuellen Lage zu berücksichtigen sind. Einige davon versuchen wir in dieser Episode zu entdecken und zu erhellen. Denn aus Misstrauen und Angst entstehen keine guten Lösungen. Sicher, an der ein oder anderen Stelle bröckelt es – doch wenn auch unsere Lust auf Zukunft bröckelt, was dann? Da machen wir uns jetzt ran …!

  • #19
    June 15 · length unknown

    Alles Echo oder was?

    In der Natur dient das Echo vielen Tieren zur Orientierung. Stehen wir jedoch z.B. an einem Waldrand, dann gilt: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Anders ausgedrückt: Man hört sich selbst. So ein Echo kann Spaß machen, doch wird es zum Problem, wenn unsere Kommunikation insgesamt nur noch dazu dient, dass wir uns selbst hören. In der Folge nämlich leben wir dann in „Blasen“, in denen wir uns vorwiegend nur noch selbst wahrnehmen und uns in „Echoräumen“ selbst bestärken. Das Phänomen selbst ist alt, doch die sogenannten „Sozialen Medien“ und dazugehörige Algorithmen verstärken dies. Umso wichtiger ist es zu schauen, wo es Begegnungsräume gibt, in denen unterschiedlichste Menschen aufeinandertreffen und im besten Falle zu echter, konstruktiver, weiterführender Kommunikation finden. Mehr noch: Wo und wie können wir solche Räume schaffen? Wenn es nur noch ums Rechthaben geht, kommen wir nicht wirklich voran – weder als Einzelne noch als Gesellschaft. In der Begegnung mit fundamentalistischen Positionen jedoch stoßen wir unweigerlich an unsere Grenzen. Und was dann? Irgendwo in diesem Raum zwischen Echo, Blase und echter Verständigung bewegen wir uns in dieser Episode. Dabei stoßen wir auf viele Ideen. Überhaupt: Wie wär’s mal mit Ikkimel beim nächsten Kirchenkonzert?

  • #18
    May 15 · 32 min

    Vom Leid mit dem Leid ...

    Dass wir in unserem Leben absurde, schmerzhafte, leidvolle, gar sinnlose Erfahrungen machen, lässt sich kaum bestreiten. Doch wie gehen wir damit um? Schon immer bedeutete dies eine Herausforderung für Menschen. Ein Mythos im alten Griechenland etwa handelt von Sisyphos: der „Held“ muss stets von neuem unter großen Mühen einen Stein den Berg hinaufwälzen, doch kurz vor dem Ziel rollt dieser jedes Mal zurück und die Arbeit beginnt aufs Neue … (Im Lied „17 Millimeter“ singt Hildegard Knef davon, neu interpretiert u.a. von Lisa Bassenge.) Wie lässt sich das mit Blick auf unser Leben interpretieren? In religiösen Kontexten wiederum gibt es verschiedene Vorstellungen, wenn es um diese Welt und das Leid in ihr geht: Reinkarnation, Vertröstung oder Kreuzigung. Der Blick geht weg von dieser Welt, aus der Welt und ihrem Leid hinaus – oder mitten in sie hinein. Das hat jeweils Konsequenzen, die wir in dieser Episode näher betrachten. Entsprechend mancher Vorstellung versucht man, sich selbst zu perfektionieren, um – religiös gesprochen – in den „Himmel“, in das „Nirvana“ … zu gelangen, oder um – säkular formuliert – die Welt zu retten. In anderer – sogar auch christlicher – Vorstellung ist genau das aber nicht so wichtig, denn es geht um dieses Leben hier und darum, (mehr oder weniger) Gutes zu tun aus Lebensfreude, nicht um etwas zu erreichen. Ein Stück weit aber bleiben wir sprachlos oder werden gar widersprüchlich, haben unser Leid mit dem Leid.

  • #17
    April 14 · length unknown

    Und jetzt Hegel: Dialektik-Brille – oder klarer Blick?

    Die Zeit vom 18. zum 19. Jahrhundert war in der Geistesgeschichte eine ungeheuer fruchtbare Epoche. Kant, Herder, Hölderlin, Schelling oder auch Goethe können hier als Beispiele genannt werden. Zu den ganz Großen zählt gewiss Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831). Dass die Geschichte einem Muster folgt, welches wir „Dialektik“ nennen, und dass die Welt fortschreitet – dies und mehr gehört zu seinem Denken. Dabei spielt der „Geist“ eine ganz besondere Rolle. Widersprüche und Spannungen bringen die Welt voran, indem sie in immer wieder neuen Synthesen „aufgehoben“ werden. Freilich kann es auch in dieser Episode lediglich um einzelne Aspekte gehen. Am Ende jedoch stellt sich die Frage, ob die Beschreibung der Sichtweise Hegels nur eine weitere Brillentönung bei der Betrachtung der Welt darstellt, oder ob es um den „klaren Blick“ geht. Was ist eigentlich „wahr“? Irgendwann werden wir um diese Frage nicht umhin kommen …

  • S1 · E16
    March 15 · length unknown

    Mein Blick in die Welt - mit "Prozess-Brillentönung"

    Unsere Wahrnehmungen und Erfahrungen erfolgen unmittelbar, aber ihre Deutungen und Interpretationen sind kulturell geprägt. Und wir betten sie ein in Theorien, die uns einleuchten und schlüssig erscheinen, sodass wir manches, das geschieht, besser nachvollziehen, vielleicht sogar verstehen können. Wenn wir also über unsere Wahrnehmungen und Erfahrungen nachdenken, schauen wir gewissermaßen mit einer „getönten Brille“ auf die Welt. Doch welche „Tönung“ hat unsere jeweilige Weltsicht, welche Theorie, welche Theorien haben uns geprägt? Mich (Frank) z. B. hat das Denken des britischen und als „Ruheständler“ in den USA lehrenden Mathematikers und Philosophen Alfred North Whitehead (1861-1947) besonders angesprochen, einige seiner Werke habe ich vor ca. vierzig Jahren während meines Studiums in den USA gelesen. Was er entworfen hat, nennt sich „Prozess-Philosophie“ oder auch „Organismus-Philosophie“. In dieser Episode stelle ich im Gespräch mit Didi vor, welche Aspekte seines Denkens mir bis heute wichtig sind – in der Hoffnung, dass ich Whitehead’s Überlegungen einigermaßen richtig verstanden habe. Allerdings kommen alle Philosophien an ihre Grenzen, wenn es um „Sinnlosigkeit“ – und ich denke hier insbesondere an menschliche Grausamkeit und Gewalt – geht, die sich philosophisch, so meine ich, nicht erklären lässt. Aber will „Philosophie“ das? Muss sie dies überhaupt können? Bietet hier nicht Religion, die religiöse Erzählung, den geeigneteren Zugang? Oder etwas ganz Anderes? In der nächsten Episode wird Didi dann seinen Blick in die Welt erläutern – mit anderer Brillentönung …

  • #15
    February 15 · length unknown

    Wiederholt sich Geschichte? Wir können etwas lernen! Oder auch nicht …

    Aktuelle politische Entwicklungen zu besprechen ist nicht einfach. Erst recht nicht, wenn es um Geopolitik und weltweite Dynamiken geht. Kaum jemand verfügt über alle Informationen und oft bleibt der Diskurs an der Oberfläche haften. Andererseits sind wir nicht nur Zuschauerinnen und Zuschauer des Weltgeschehens, sondern müssen uns entscheiden, wo und wie wir agieren wollen oder tatsächlich handeln müssen. Denn sich nicht zu entscheiden und untätig zu bleiben, das führt ebenfalls zu Konsequenzen. Darum befassen wir uns in dieser Episode mit einem aktuellen Konflikt, nämlich dem Krieg Russlands gegen die Ukraine. Dabei stoßen wir auf die Frage: Wiederholt sich Geschichte? Lassen sich Parallelen entdecken zwischen dem Deutschland der 1920er / 1930er Jahre und Russland seit den 1990er Jahren? Von hier aus öffnet sich ein weites Feld hin zu ökonomischen Betrachtungen und Gefahren für unsere Demokratie. Perspektivisch nehmen wir zugleich Lösungen mit in den Blick – denn vielleicht können wir doch etwas lernen. Oder?

  • S1 · E14
    January 15 · length unknown

    Ich glaube an das Gute im Menschen. Echt? Ich nicht!

    Mehr als wir oft denken ist unsere Wahrnehmung von unseren Grundeinstellungen abhängig. Diese grundlegenden Positionen sind letztlich nicht beweisbar, zugleich auch nicht widerlegbar. Sie bewähren sich in dem Maße, wie wir meinen, die Welt damit besser verstehen zu können. Die Antwort auf die Frage: „Ist der Mensch gut?“ hängt daher ebenfalls sehr von unserer Grundüberzeugung ab. Tatsächlich entdecken wir, Didi und Frank, in dieser Episode unsere unterschiedlichen Ausgangspunkte. Sind wir von Geburt an gut, doch das Gute in uns wird manchmal getäuscht und verzerrt, kann aber nie ganz ausgelöscht werden? Oder braucht es einen Geist von außen, der sich mit uns verbindet und zum Guten befähigt? „Geist“ natürlich nicht im Sinne von „Gespenst“, sondern als „Geisteskraft“, die wirkt und in Bewegung setzt. Solche Fragen beschäftigen uns in dieser Episode. Herzliche Einladung zur Mit-Beschäftigung …

  • #13
    Dec 15, 2025 · length unknown

    Schlimmer geht immer - geht besser auch?

    Tagtäglich werden wir von negativen Nachrichten überhäuft. Da könnte man meinen, dass demnächst die Welt untergeht. Tatsächlich gehen aber vor allem viele positive Nachrichten unter. Woher kommt diese Konzentration auf das, was schlecht läuft? Gibt es Erklärungen für die Fokussierung auf Katastrophen und Schreckensmeldungen? Bisweilen kommt es einem fast wie eine Sehnsucht nach Abwärtsspiralen vor. Das ist nicht gut und wir sollten dem etwas entgegensetzen, sollten den Fokus auf’s Negative überwinden. In vielen Gegenden der Welt läuft das anders, da wird mit Zuversicht nach vorne geschaut und die Zukunft als Möglichkeit gesehen. Eine solche Sichtweise täte auch uns gut. Doch wie kommen wir dort hin? Die eine Antwort auf all diese Fragen haben wir nicht, aber einige Gedanken dazu.

  • #12
    Nov 15, 2025 · 26 min

    Der gute alte Tod - wie bitte?

    Im Monat November finden sich zahlreiche Gedenk- und Feiertage, die mit Tod und Sterben zu tun haben, kirchlich (Allerheiligen, Allerseelen, Toten-/Ewigkeitssonntag) wie staatlich (Volkstrauertag). Für uns ein Anlass, über das Ende des Lebens ins Gespräch zu kommen. Keine Frage: Wenn ein Mensch stirbt, dann ist dies schlimm, besonders, wenn er oder sie viel zu früh, unter Schmerzen oder gewaltsam aus dem Leben gerissen wurde. Anders ist es, wenn jemand in hohem Alter am Ende eines erfüllten Lebens dankbar und friedlich aus diesem Leben geht. Überhaupt: Der Tod an sich ist höchst sinnvoll, es könnte sonst kein Leben geben. Dazu machen wir uns in dieser Episode Gedanken. Wer mag, denke mit über den „guten alten Gevatter Tod“.

  • #11
    Oct 15, 2025 · 25 min

    Wunder - wer's glaubt?!

    In der Bibel finden sich zahlreiche Wundererzählungen, besonders bekannt sind die Wunder Jesu – und hier insbesondere diejenigen, bei denen es um Heilung geht. Aber auch andere, wie z. B. die Speisung der Fünftausend oder sog. Dämonenaustreibungen, werden erzählt. Manche Menschen bestehen darauf, dass diese Geschichten wörtlich zu verstehen sind und Jesus gewissermaßen Naturgesetze überwinden konnte, für andere wiederum liegt genau hierin der Grund, sich vom christlichen Glauben abzukehren: Diese Erzählungen widersprechen dem modernen Denken und sind vielleicht gerade noch für Kinder geeignet, eben wie Märchen, jedoch nicht für vernünftige Erwachsene. Doch gibt es womöglich ein Verständnis jenseits dieser beiden Positionen: genau so muss es gewesen sein versus genau so kann es auf keinen Fall gewesen sein? Ist nicht das ganze Leben ein Wunder, das Wundern viel Raum gibt? Hierüber kommen wir mit dieser 11. Episode in’s Gespräch.

  • #10
    Sep 15, 2025 · 29 min

    Wahrheit und Fake News – ein echtes Dilemma!

    Was stimmt jetzt eigentlich? fragen wir uns oft. Es finden sich inzwischen so viele Informationen zu allem auf der Welt, dass es schwierig wird auszumachen, was wirklich wichtig ist, und schwerfällt zu unterscheiden, was letztlich zutrifft. Gibt es universale Maßstäbe? Und wenn ja, wer legt diese fest? Oder ist am Ende vielleicht doch alles relativ … Soll doch jeder denken, was er will, jede sagen, was sie möchte. Warum auch nicht? Zugleich merken wir, dass Empörung und Misstrauen zunehmen, Menschen einander auf einem Niveau angreifen, das gegenseitigen Respekt vermissen lässt, sodass es bei Auseinandersetzung mit Andersdenkenden häufig nicht um die Sache geht, sondern der oder die Andere persönlich angegriffen wird, zumindest tendenziell. Woher kommt das und wie gehen wir damit um? Darüber denken wir in dieser Episode nach und bleiben, trotz aller Einsichten, am Ende doch auch ein Stück weit ratlos.

  • #9
    Aug 15, 2025 · 26 min

    Gerechtigkeit - Jobeljahr - Schuldenerlass

    Was ist denn das – ein „Jobeljahr“? Den siebten Tag der Woche, den Sabbat, kennen wir als Ruhetag. Alle sieben Jahre wiederum soll nach biblischem Zeugnis ein Erlassjahr sein, in dem Felder und Weinberge nicht bewirtschaftet werden und alles, was wächst, den Armen zur Verfügung steht. (Das moderne „Sabbatical“ kommt übrigens daher.) Im siebenmal siebten Jahr jedoch soll ein Heiliges Jahr ausgerufen werden, ein „Jobeljahr“, in dem alle Sklavinnen und Sklaven freigelassen und Schulden erlassen werden, sodass jeder zu seinem, jede zu ihrem Besitz zurückkommen kann. Dies alles auf dem Hintergrund, dass das Land Gott gehört, es ist den Menschen also im Grunde geliehen, dass sie es bewirtschaften und davon leben können, aber es gehört ihnen nie. (Wer das genauer nachlesen möchte, findet im sog. „Alten Testament“ der christlichen Bibel Hinweise bei: Exodus / 2. Mose Kap. 23, V. 10-12; Leviticus / 3. Mose Kap 25, V. 1-24; Deuteronomium / 5. Mose Kap. 15, V. 1-18; wobei es noch zahlreiche andere, inhaltlich auch abweichende, Bibelstellen gibt.) Auf diese Weise werden dauerhafte Armut und vererbte Knechtschaft vermieden. Wäre dies auch ein Modell dafür, auf dieser Welt Gerechtigkeit herzustellen, etwa zwischen reichen und armen Ländern? Darüber sprechen wir in dieser Episode und machen uns erneut „Gerechtigkeits-Gedanken“.

  • #8
    Jul 14, 2025 · 24 min

    Die Gedanken sind frei – immerhin! Doch wie steht’s sonst mit unserer Freiheit?

    Der moderne Mensch ist autonom und frei. Davon gehen wir jedenfalls in der Regel aus. Einerseits trifft dies zu: Wir haben heute, zumindest in den westlich geprägten Gesellschaften, viel mehr Möglichkeiten, unser Leben zu gestalten als dies früheren Generationen möglich war. Ob Berufswahl, Reisen, Hobbies, Form der Partnerschaft, sexuelle Orientierung und vieles mehr: grundsätzlich scheint alles möglich. Und unsere Gedanken sind ohnehin frei, wie es im Lied aus der Zeit der Revolution von 1848 besungen wird. Andererseits sind wir in vielem auch nicht frei, folgen nicht immer dem Ruf der Aufklärung: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Eine Vielzahl von Kräften wirkt auf uns ein. Für uns ein Anlass, darüber nachzudenken: Was meinen wir mit „Freiheit“ – und: wie frei sind wir eigentlich?

  • #7
    Jun 13, 2025 · 27 min

    Geist-reich oder voll daneben? Pfingsten und die Kraft des Geistes

    Wenn man den Umfragen vertrauen kann, dann wissen die meisten Menschen mit „Pfingsten“ nichts anzufangen – abgesehen vom arbeitsfreien Montag und den sog. „Pfingstferien“ an der Schule. Zwar wird das Pfingstfest in diesem Monat Juni weltweit bei Menschen christlichen Glaubens gefeiert, aber es bleibt einfach ein „sperriges“ Fest. Um den „Heiligen Geist“ geht es dabei – doch wer oder was ist das? Pfingsten dreht sich gewiss nicht um Geistergeschichten, Spuk oder Gespenster. Vielmehr geht es um eine Kraft, die unsere Welt hält, füllt und ändert. Diesem Geist wollen wir uns mit unserem Austausch philosophisch, biblisch und theologisch nähern. Kein einfaches Unterfangen! Willkommen bei diesem hoffentlich „Geist-reichen“ Versuch.

  • #6
    May 14, 2025 · 22 min

    Schneller, höher, weiter – und immer leerer?

    Ausgehend von einem Buchtitel Erich Fromms („Haben oder Sein“, 1976) reden wir in dieser Episode darüber, was unser Leben ausmacht. Häufig scheint es vor allem darum zu gehen, immer mehr zu haben. Zu oft vergleichen wir uns mit anderen, Gier und Neid scheinen wichtige Kräfte hinter unserem Streben zu sein. Doch obwohl etliche Menschen immer noch vergleichsweise „viel“ haben, wirken sie zumindest nach außen nicht glücklich. Es braucht wohl noch etwas anderes zu einem erfüllten Leben. Dazu gehören spirituelle Erfahrungen, ein soziales Netz, das Gefühl von Selbstwirksamkeit und manches mehr. Es gilt, innere Leere nicht mit Äußerlichem, sondern von innen heraus mit Selbstwert und Vertrauen ins Leben zu füllen. Herzliche Einladung zu unserem Gedankenaustausch hierzu!

  • #5
    Apr 15, 2025 · 25 min

    Karfreitag und Ostern - Tod und Auferstehung

    In diesem Monat April feiern wir, feiern Christinnen und Christen weltweit, Ostern. In den Tagen zuvor wird der Leidenszeit Jesu gedacht, die mit der Kreuzigung zu einem schrecklichen Ende kommt. Karfreitag und Ostern, Tod und Auferstehung: Worum geht es da eigentlich? Und was wird hier gefeiert? Osterhase, Eiersuche, Frühlingsfeiern sind – gerade für Kinder – schöne Bräuche, doch sie geben die tiefgründige Bedeutung dieses Geschehens, das mit gewaltsamem Tod und späterer Auferstehung Jesu verbunden ist, nicht hinreichend wieder. Denn eigentlich wird mit Karfreitag und Ostern etwas über unsere Welt und über religiöse Sehnsüchte ausgesagt, insbesondere jedoch werden wir ermutigt, dass wir in dieser Welt liebevoll, ja hoffnungsfroh leben können und bei allem Leid und schlimmen Zweifeln das Vertrauen in ein gelingendes und erfülltes Leben nicht verlieren. Darüber tauschen wir uns in dieser 5. Episode aus.

  • #4
    Mar 14, 2025 · 26 min

    Gerechtigkeit-Gedanken

    Darauf, dass die Schere zwischen arm und reich immer weiter aufgeht, wird häufig hingewiesen – und auch auf die Risiken, die damit einhergehen. Ist diese ungleiche Verteilung von Vermögen gerecht? Sollen alle gleich viel haben? Oder jeder, soviel er bzw. jede, soviel sie braucht? Braucht wofür? Vielleicht sollte es eher um Chancengerechtigkeit gehen? Ja, was meinen wir überhaupt mit „Gerechtigkeit“? Hierzu machen wir uns in dieser vierten Episode Gedanken. Dabei liefern wir keine Definition, denn „Gerechtigkeit“ ist letztlich schwer zu fassen. Wir spüren, wenn etwas nicht in Ordnung ist, doch wir können manchmal nur schwer sagen, wie es in Ordnung zu bringen wäre. Daher kreisen wir eher um das Thema und beleuchten es mit unseren „Gerechtigkeit-Gedanken“.

  • #3
    Feb 20, 2025 · 22 min

    Bildung - meint was?

    Bildung, Bildung, Bildung! So hört man es allenthalben. Nicht nur, weil Deutschland ein rohstoffarmes Land ist, sondern auch, um die Demokratie zu schützen, sei Bildung besonders wichtig. Das ist sicherlich richtig, doch was meinen wir eigentlich mit "Bildung"? Hierzu tauschen wir uns in dieser dritten Episode unseres Podcasts aus unter dem Thema: Bildung - meint was? P.S.: Leider kommt diese Episode aufgrund technischer Probleme etwas verspätet. Die nächste Episode sollte dann wieder rechtzeitig Mitte März erscheinen.

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