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Society & Culture

Durchblick Philosophie

Florian Kraemer

Dieser Podcast gibt eine Übersicht über die grundlegenden Fragestellungen und Denkmodelle der Philosophie. Er folgt in etwa dem Lehrplan der gymn. Oberstufe in NRW und wendet sich an Alle, die sich für Philosophie interessieren.

  • 112 episodes
  • Updated July 13

Episodes112

  • Oct 19, 2021 · 25 min

    32 Amoralismus und Relativismus

    Ethik ist ein harter Job. Andern „vorschreiben“, was richtig und falsch ist – wer will das schon? In der heutigen Episode betrachten wir zwei ethische Positionen, die definitiv keine endgültigen Antworten liefern wollen. Der Amoralismus betrachtet Moral „von außen“ von der Warte des unbeteiligten Zuschauers. Und er behauptet, dass wir eben kein richtiges Argument haben, warum es Moral überhaupt geben sollte. Der Relativismus dagegen nimmt zwar an, dass es moralisches „richtig“ und „falsch“ gibt, bestreitet aber, dass dieselbe Moral universell gilt, also für alle Menschen. Wir untersuchen den Kulturrelativismus, der behauptet, dass alle lediglich der Moral ihrer eigenen Kultur folgen sollten.

  • Oct 19, 2021 · 26 min

    30 Ethik (Einführung 2/3): naturalistischer und genetischer Fehlschluss

    In der letzten Episode ging es darum, wie man ethisch argumentiert. Heute geht es dagegen darum, wie man es besser NICHT macht: Ich erkläre den naturalistischen und den genetischen Fehlschluss. Beides sind beliebte und häufige Fehler in der Alltagsethik, mit ein wenig ethischem Hintergrundwissen sind sie aber leicht zu vermeiden.

  • Oct 19, 2021 · 25 min

    29 Ethik (Einführung 1/3): Normen, Werte, Bananenschalen

    Mit dieser Episode beginnt meine ­– voraussichtlich etwas längere – Einheit über Ethik. Ethik ist die Lehre von der Begründung moralischer Ansprüche. Es reicht nicht nur, irgendwelche moralischen Forderungen aufzustellen, sondern wir müssen auch logisch nachvollziehbare Gründe dafür aufstellen. In dieser Episode zeige ich kurz, wie das in etwa funktioniert und stelle dazu die Methoden „Praktischer Syllogismus“ und „Toulmin-Schema“ vor. Anschließend gebe ich einen Überblick über besonders einflussreiche Ansätze der Ethik und den weiteren Aufbau dieser Reihe.

  • Oct 19, 2021 · 26 min

    28 Karl Marx: Arbeit, Selbstverwirklichung, Entfremdung

    Wohin gehört Arbeit eigentlich auf der Skala zwischen Glück und Unglück? Für Marx ist Arbeit das, was den Menschen überhaupt zum Menschen macht. Und in der Praxis ist sie genau das, was sein Glück verhindert. In dieser Episode befassen wir uns mit der tiefen Tragik, die für Marx hinter dem Begriff „Arbeit“ steckt – aber auch mit einigen Lichtblicken. Literatur: Karl Marx, Ökonomisch-Philosophische Manuskripte: Kommentar (Suhrkamp Studienbibliothek, 15) Michael Quante, Der unversöhnte Marx: Die Welt in Aufruhr

  • Oct 19, 2021 · 27 min

    27 Stoizismus: Gelassenheit macht frei

    Unglücklich werden wir, wenn die Welt nicht funktioniert, wie wir uns das wünschen – wenn unsere Erwartungen enttäuscht werden. Der sogenannte Stoizismus schlägt vor: Wenn du die Welt schon nicht ändern kannst, dann ändere deine Erwartungen. Arbeite an dir selbst und ertrage den Rest geduldig, denn alles kommt, wie es kommen muss. Ob so eine Einstellung uns heute wirklich weiterbringt und wie das überhaupt funktionieren soll, das ergründe ich in dieser Episode. Und heute geht es ausnahmsweise (!) auch kurz um Corona. Literatur: Anna Schriefl, Stoische Philosophie: Eine Einführung (Reclams Universal-Bibliothek) Wolfgang Weinkauf (Hrsg.), Die Philosophie der Stoa: Ausgewählte Texte (Reclams Universal-Bibliothek)

  • Oct 19, 2021 · 23 min

    26 Aristoteles: Denken macht glücklich

    Wenn wir fragen, wann ein Leben gelungen ist, müssen wir erst mal klären, worum es im menschlichen Leben im großen und ganzen geht: Was ist das besondere am Menschen? Diesen Ansatz hat Aristoteles verfolgt, Platons berühmtester Schüler (der auch in den Abiturvorgaben NRW manchmal zu Gast ist). Für ihn sollte ein Leben der Vernunft folgen. Was das in etwa bedeutet und ob diese Idee uns weiterbringt: Darum geht es in der heutigen Episode

  • Oct 19, 2021 · 22 min

    25 Platon 2/2: Leben im Einklang / Dreiklang

    Für Platon ist ein Leben gerecht, wenn die Teile der Seele in der richtigen Ordnung zueinander stehen. Diese Idee wird in der heutigen Episode in zwei Bilder verpackt: Musik und Medizin. Im Anschluss betrachten wir Platons Konzept nochmal kurz im Gesamtbild und stellen - wie üblich - ein paar kritische Fragen.

  • Oct 19, 2021 · 23 min

    24 Platon 1/2: Ein aufgeräumtes Leben

    Für Platon ist ein Leben dann gelungen, wenn es Gerechtigkeit verkörpert. Ein interessanter, aber schwieriger Gedanke: Wie kann es innerhalb eines einzigen Menschen „Gerechtigkeit“ geben? Diese Episode stellt Platons zentrale Idee vor: Er entdeckt im menschlichen Selbst („Seele“) drei verschiedene Teile, die gegen- oder miteinander spielen können. Die Frage lautet dann: Wie gut sind diese Teile in deinem Leben ausbalanciert?

  • Oct 19, 2021 · 24 min

    23 Epikur: Der schwierige, einfache Weg zum Glück

    Für Epikur geht es im Leben darum zu tun, worauf man „Lust“ hat. So einfach ist das – fast! Dazu gehört nämlich jede Menge rationale Überlegung. Und ein kritischer Blick auf unsere Bedürfnisse. Je weniger Bedürfnisse wir haben, desto einfacher wird die Sache mit dem Glück. So einfach ist das – und gleichzeitig so schwierig.

  • Oct 19, 2021 · 21 min

    22 Glück (Einführung): Willkommen in der Erlebnismaschine

    Was ist ein gelungenes Leben? Für die Philosophie der Antike war diese Frage von zentraler Bedeutung. In der Moderne ist es dagegen etwas aus der Mode gekommen, Anderen zu erklären, wie sie ihr Leben führen sollen. In dieser Episode führe ich ins Thema „Glück“ ein und zeige, dass es vielleicht nicht unmöglich ist, eine sinnvolle, rationale Diskussion darüber zu führen, was ein „gutes“ Leben ist. Und als Gedankenexperiment machen wir Urlaub in Robert Nozicks „Erlebnismaschine“, bekannt aus dem Science-Fiction-Klassiker „Total Recall“.

  • Nov 22, 2020 · 19 min

    21 Strafrecht, Determinismus und Verantwortung

    Können wir noch verantwortlich gemacht werden für unsere Entscheidungen, wenn diese in Wahrheit vorherbestimmt werden? Wenn wir gar nicht anders entscheiden können – sollten wir dann noch für Verbrechen bestraft werden? Wäre das sinnvoll? Und wäre das fair? Um diese Fragen geht es – in aller Kürze – in der heutigen Episode, mit der ich die Einheit „Willensfreiheit“ abschließe.

  • Oct 20, 2020 · 23 min

    20 Kompatibilismus: Peter Bieri, "Das Handwerk der Freiheit"

    Für den schweizer Philosophen Peter Bieri beruht das Argument gegen die Willensfreiheit aus Folge #18 auf einem Missverständnis. Frei zu entscheiden heißt eben nicht, dass Entscheidungen aus dem Nichts herausspringen. Es hat aber sehr viel mit unseren Urteilen zu tun. Stimmt das? Was genau erleben wir eigentlich wirklich, wenn wir eine Entscheidung treffen, die sich „frei“ anfühlt? Darum geht es in der heutigen Episode, in der ich einige Grundgedanken aus dem Buch Das Handwerk der Freiheitvorstelle. Wenn Bieri Recht hat, dann ist Freiheit nämlich etwas, das man regelrecht lernen und üben kann. Literatur: Peter Bieri, Das Handwerk der Freiheit: Über die Entdeckung des eigenen Willens

  • Oct 6, 2020 · 22 min

    19 Der Indeterminimsus als Rettungsversuch für den freien Willen

    Wenn alles vorherbestimmt ist und der freie Wille etwas nicht-Vorherbestimmtes wäre, dann könnte es ihn nicht geben. Soweit das Ergebnis der letzten Episode. Aber vielleicht ist ja gar nicht alles vorherbestimmt. Das ist die Annahme des Indeterminismus – ein Ausweg für den freien Willen? In der heutigen Episode spiele ich einige Ideen durch, die vielleicht gegen den Determinismus sprechen. Ob sich damit der freie Wille retten lässt, ist allerdings nochmal eine ganz andere Frage... Literatur: Peter Bieri, Das Handwerk der Freiheit: Über die Entdeckung des eigenen Willens

  • Sep 22, 2020 · 21 min

    18 Schachmatt für die Willensfreiheit? Determinismus und Inkompatibilismus

    In dieser Episode stelle ich das klassische Argument gegen die Willensfreiheit vor. Der Philosoph Arthur Schopenhauer hat es im 19. Jahrhundert ganz gut verständlich formuliert: Einerseits ist alles, was wir erleben, durch Ursachen bestimmt (Determinismus). Andererseits wäre der „freie“ Wille etwas, das nicht vorherbestimmt ist (Inkompatibilismus). Beides zusammen, sagt Schopenhauer, können wir nicht haben.

  • Sep 9, 2020 · 24 min

    17 Willensfreiheit: Wo ist das Problem?

    Willensfreiheit ist ein heiß umstrittenes Thema in der Philosophie. Warum eigentlich? In dieser Episode zeige ich, was alles von der Frage nach der Freiheit des Willens abhängt. Auf den ersten Blick geht es um (fast) alles: um Identität, Beziehung, ein geregeltes Zusammenleben und vielleicht sogar den Sinn des Lebens. Das alles könnte auf dem Spiel stehen. Außerdem werfen wir einen kritischen Seitenblick auf die sog. Libet-Experimente. Widerlegt die Hirnforschung die Willensfreiheit?

  • Aug 26, 2020 · 19 min

    16 Freiheit (Einführung): Handlungs- und Willensfreiheit

    Sind wir „frei“? Das ist in eine in der Philosophie besonders beliebte Frage. Damit verbindet sich natürlich sofort die Frage, was „Freiheit“ überhaupt bedeutet. In dieser Episode führe ich in den dritten Themenblock dieses Podcasts ein und erkläre zunächst die grundlegende Unterscheidung zwischen Handlungs- und Willensfreiheit. Spoiler: Willensfreiheit ist der vielleicht der interessantere Begriff – er ist aber auch viel schwieriger zu definieren.

  • Aug 11, 2020 · 19 min

    15 Baum ohne Zuschauer: Berkeley, Immaterialismus

    Der Philosoph George Berkeley (1685–1753) vertrat eine weitere Lösung des Leib-Seele-Problems: Er behauptete, dass nur der Geist „wirklich“ ist, nicht der Körper oder die Materie. Alles Materielle lässt sich zurückführen auf Geistiges. Diese Idee klingt zunächst etwas merkwürdig, folgt aber direkt aus seinen Überlegungen zur Erkenntnistheorie. In dieser Episode spiele ich Berkeleys Ansatz kurz durch.

  • Jul 21, 2020 · 26 min

    14 Auswege aus dem Bewusstseins-Problem: Thomas Nagel versus Thomas Metzinger

    Die Diskussion, ob wir rein materielle Wesen sind, ist natürlich nicht bei Descartes und La Mettrie stehen geblieben. In dieser Episode thematisiere ich zwei aktuelle Positionen aus der Debatte. Thomas Nagel vertritt den Eigenschaftsdualismus. Er bestreitet den materialistischen Reduktionismus. Trotzdem existiert ihm zufolge nur eine Substanz, die Materie, die aber grundverschiedene Arten von Eigenschaften hat. Eine Gegenposition vertritt Thomas Metzinger in seinem Buch „Der Ego-Tunnel“. Dort entwickelt er eine systematische Beschreibung des Bewusstseins aus materialistischer Perspektive. Das „Selbst“ ist ihm zufolge eine komplexe Simulation, die sich im Bewusstsein in mehreren Stufen vollzieht. Literatur: Thomas Nagel, Was bedeutet das alles?: Eine ganz kurze Einführung in die Philosophie. [Was bedeutet das alles?] (Reclams Universal-Bibliothek) Thomas Metzinger, Der Ego-Tunnel: Eine neue Philosophie des Selbst: Von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik

  • Jul 8, 2020 · 22 min

    13 Empfindsame Terminatoren und philosophische Zombies: Das Problem des Bewusstseins

    In dieser Episode vertiefe ich das Bewusstseinsproblem aus der letzten Folge anhand von zwei Beispielen aus dem Kino. Erstens: Terminatoren. Haben sie ein Schmerz-Empfinden? Können sie sich die Außenwelt „vorstellen“? Oder reagieren sie nur darauf? Zweitens stelle ich kurz David Chalmers' berühmtes Zombie-Argument vor, das den materialistischen Reduktionismus widerlegen soll. Film: Terminator 2 (Special Edition / Digital Remastered) [Blu-ray]