
Barrierefreiheit in der Gastro: Ein Interface für alle? – mit Sascha Keunecke von Melitta Professional (DD#16)
Sascha Keunecke leitet den Bereich Digitalisierung bei Melitta Professional und beschäftigt sich täglich mit der Frage, wie Maschinen und Interfaces gestaltet sein müssen, damit sie im Gastroalltag niemanden ausschließen. Im Gespräch mit Thomas Ost von slashwhy spricht er darüber, wo Barrieren zwischen Mensch und Maschine wirklich entstehen und wo KI und Sprachsteuerung an ihre Grenzen stoßen. # Die wichtigste Erkenntnis: Wer heute ein Interface für die Gastro baut, muss sich mit dem Smartphone messen. Zwar hat niemand entschieden, dass sich eine Kaffeemaschine wie eine Smartphone-App bedienen lassen muss, aber wer vor einem großen Display steht, bringt unbewusst genau diese Erwartung mit: Der erste Impuls ist ein Swipe. Kann die Maschine das nicht, entsteht ein kultureller Bruch und der kostet im Betrieb Zeit und Ware, unabhängig davon, wie gut das Gerät technisch ist. Barrierefreiheit fängt deshalb dort an, wo Hersteller aufhören, ihren eigenen Weg zu suchen und anfangen, das gelernte Verhalten ihrer Nutzer:innen ernst zu nehmen. Das besprechen wir in dieser Folge: Was Fehlbedienung im Gastrobetrieb kostet, von falsch zubereiteten Getränken bis hin zu höherem Verschleiß Welche drei typischen Fehler bei digitalen Interfaces in der Gastro auftreten und warum Internationalisierung dabei an erster Stelle steht Was WCAG für ein Maschinen-Interface bedeutet und was Usability-Tests bis hin zum Eye-Tracking darüber verraten Warum bei Design-Entscheidungen oft „weniger ist mehr" gilt und was BMW iDrive und der VW Golf damit zu tun haben Welche Rolle KI und Sprachsteuerung künftig spielen und welche Fragen offene Mikrofone und Kameras an der Maschine aufwerfen Für wen ist diese Folge relevant? Produktverantwortliche, die Software in physische Produkte integrieren UX- und UI-Verantwortliche, die Interfaces für sehr unterschiedliche Nutzergruppen gestalten Digitalverantwortliche in Gastronomie, Hotellerie und Küchentechnik, die Fehlbedienung und Schulungsaufwand senken wollen Alle, die gerne Kaffee trinken und schon mal ratlos vor einem Vollautomaten gestanden haben und sich gefragt haben, welcher Knopf jetzt der richtige ist # Über unseren Gast: Sascha Keunecke ist Leiter des Bereichs Digitalisierung bei Melitta Professional. In dieser Rolle arbeitet er mit seinem Team an digitalen Lösungen, die Menschen im Gastroalltag konkret entlasten sollen: von vernetzten Kaffeemaschinen über Remote-Service bis hin zu IoT-Plattformen. Im Fokus steht dabei der praktische Nutzen: höhere Verfügbarkeit, vereinfachte Serviceprozesse und ein stabiler Betrieb im professionellen Kaffeegeschäft. Sascha beschäftigt sich intensiv mit dem digitalen Reifegrad der Branche, blickt über die Kaffeewelt hinaus auf andere Industrien und stellt konsequent die Frage, was Kund:innen im Alltag wirklich brauchen. Über unseren Host: Thomas Ot verantwortet als Business Manager den Bereich Consumer Electronics. Seit 2016 gestaltet er bei slashwhy die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und hat als Führungskraft stets ein offenes Ohr für unsere Kolleg:innen. Sein "why" liegt darin, Arbeitsumfelder für Enthusiast:innen zu schaffen, die Lust darauf haben in agilen und selbständig agierenden Teams innovative Softwarelösungen für unsere Kunden umzusetzen. Über slashwhy: Die 300 Software-Expert:innen bei slashwhy entwickeln nutzerzentrierte und skalierbare Individual-Software für Unternehmen in den Branchen Energiewirtschaft, Land- und Baumaschinen, Industrie, Medizin und Gesundheit, Consumer Electronics, Gebäudetechnik und Küchentechnik. Unsere Kunden profitieren vom Know-how-Transfer unserer Departments, indem wir Learnings, Muster und Ideen aus unterschiedlichen Projekten teilen und so neue Perspektiven in die Produktentwicklung einbringen. Das führt zu Lösungen, die nicht nur zur Branche passen, sondern auch von Erfahrungen aus anderen Märkten profitieren. # Hinweis: Dies ist Gespräch #3 von 3 zwischen Thomas Ost und Sascha Keunecke. Impressum: https://www.slashwhy.de/de/impressum Datenschutz: https://www.slashwhy.de/de/datenschutz
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