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Digital Intakt

Raffael Gross

Im Digital Intakt Podcast geht es um digitale Balance, mentale Gesundheit und das gute Leben.

Raffi ist auf der Suche nach Frieden inmitten dieser hektischen Welt, einem guten Kontakt zu uns selbst und unserem Umfeld.

Experten aus der Psychologie, Soziologie, Philosophie, aber auch Menschen, wie du und ich sprechen über ihre Erfahrungen mit der Beziehung zum Digitalen.

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  • 20 episodes
  • fortnightly
  • Avg 22 min
  • German
  • August 18 · 27 min

    #22 Von 8 auf 2 Stunden

    Jasmina führt ein Unternehmen. Ihr Handy war ihr Büro: Kundenkontakt, Team, jeder E-Mail-Verlauf lief über ihren Bildschirm. Als ich sie Monate nach dem Mentoring frage, wo sie heute steht, weiss sie es nicht. Sie schaut live nach: zwei Stunden 28 Minuten. Vor dem Mentoring waren es 8. Dieses Gespräch war ursprünglich ein Feedback-Call. Ich freue mich so über ihre Veränderung, dass ich sie gefragt habe, ob ich es als Folge veröffentlichen darf. Wir sprechen darüber, wie sie ihre digitalen Gewohnheiten verändert hat und warum es kein Zurück mehr gibt. Sie spricht offen über den Satz, den fast alle sagen: «Ich finde toll, was du machst, aber ich könnte das nicht.» Über die Übung, die sie im Programm am meisten genervt hat. Und darüber, was passiert, wenn es leiser wird: Sie hört den ganzen Tag die Vögel. «Von 8 auf 2 Stunden» – für mich das rührendste Interview, seit es den Digital Intakt Podcast gibt. -> Hier geht's zur Auferstehung

  • August 4 · 25 min

    #21 Endlich Zeit für dich

    Endlich Zeit für dich! Die KI schreibt deine Texte, der Rasenmäher fährt von allein, aber aber Liegestuhl daneben bleibt leer. Wir haben Technologien, über die frühere Visionäre ausgeflippt wären. Warum sind wir kaputter denn je? In dieser Folge gehe ich vier Hypothesen nach, warum das Versprechen «endlich Zeit für dich» sich für die meisten nicht einlöst. Der Rebound-Effekt: Warum jede gewonnene Minute sofort zum neuen Minimum wird. Warum wir Geräte kaufen, statt uns die unbequeme Frage nach unseren Werten zu stellen. Haben und Sein: Wie wir verlernt haben, Zeit nicht zu verwerten. Der Default Mode: Weshalb dein Gehirn Langeweile braucht. Dein nächster Schritt: Am 26. August findet das kostenlose Webinar «Die Auferstehung» statt – eine Nacht, die dein Verhältnis zur Zeit für immer verändert. Anmeldung und alle Infos: Digital Intakt Erwähnt in dieser Folge: Christian Uhle: Künstliche Intelligenz und echtes Leben (2024) Hartmut Rosa: Beschleunigung (2005) und Resonanz (2016) Erich Fromm: Haben oder Sein (1976) Joanna Maciejewska: viraler Post zur KI-Entlastung (2024) Default Mode Network: Konzept der Hirnforschung, u.a. Marcus Raichle

  • July 21 · 13 min

    #20 Wir sind der Welt abhanden gekommen (2/2)

    «Ich hab's halbwegs im Griff.» So lügen sie sich an. In Teil 2 von "Wir sind der Welt abhanden gekommen", beantworte ich diese zwei Fragen: Darf ich im Wald einen Podcast hören? Und: Ist es wirklich schlimm bei mir? Die erste Antwort ist ambivalent: Es kommt darauf an — nämlich darauf, ob dir die Technologie mehr Wald schenkt oder ihn dir nimmt. Bei der zweiten werde ich direkter: Ein einziges Gerät kostet dich messbar IQ-Punkte, Schlaf und Lebenszeit. Der Konformitäts-Bias flüstert dir zu, das sei normal, weil es alle so machen. Bis eine ganze Gesellschaft gemeinsam ins kollektive Burnout läuft. Mentoring Programme und kostenlose Webinare auf www.digitalintakt.com

  • July 7 · 22 min

    #19 Wir sind der Welt abhanden gekommen (1/2)

    In diesem zweiteiligen "Häufig gestellte Fragen"-Serie stellt Raffi sich Fragen, die ihm immer wieder gestellt, wenn er über digitale Balance spricht. Ist Instagram immer schädlich und machen Zoom-Calls immer glücklich?

  • June 23 · 28 min

    #18 Der Mann, der aufgehört hat zu funktionieren

    Was passiert mit einem Mann, der immer funktioniert hat — und irgendwann einfach nichts mehr fühlt Andreas Gernhardt war genau dort. Heute begleitet er Männer auf dem Weg zurück zu sich selbst. In dieser Episode sprechen wir über das Männlichkeitsbild, mit dem die meisten von uns aufgewachsen sind, warum Gefühle unterdrücken keine Stärke ist — und was Yoga, Meditation und freies Schreiben damit zu tun haben. Du willst mehr von Andreas? Instagram: klar.in.verbindung

  • June 9 · 15 min

    #17 Bewusste Gewohnheiten (3/3) - Niemand ist perfekt

    Der dritte und letzte Teil der Serie zur aktiven Gestaltung von digitalen Gewohnheiten. Wir können nicht den ganzen Tag gute Entscheidungen treffen. Du bist müde, hattest Streit oder einfach einen langen Tag, und plötzlich findest du dich im „Scroll-Sumpf“ wieder. In dieser Folge geht es darum, wie wir nach einem Fehlgriff wieder die Kurve kriegen.

  • May 26 · 16 min

    #16 Bewusste Gewohnheiten (2/3) - Dreh das Spiel um

    In dieser dreiteiligen Serien setzt sich Raffi mit bewussten Gewohnheiten auseinander. Die Entwicklung solcher Gewohnheiten ist keine grosse Geste, sondern verhält sich ähnlich wie der Zinseszins. Aber seien wir ehrlich: Selbst die stärkste Identität wackelt, wenn das Smartphone vibrierend direkt neben deinem Laptop liegt wie eine offene Packung Gummibärchen. James Clear sagt: Jede Gewohnheit folgt einem Muster: Reiz, Verlangen, Reaktion, Belohnung. Wenn wir die Souveränität über das Smartphone erlangen wollen, müssen wir diesen Kreislauf aktiv gestalten.

  • May 12 · 13 min

    #15 Bewusste Gewohnheiten (1/3) - Das Tal der Enttäuschung

    In dieser dreiteiligen Serien setzt sich Raffi mit bewussten Gewohnheiten auseinander. Die Entwicklung solcher Gewohnheiten ist keine grosse Geste, sondern verhält sich ähnlich wie der Zinseszins. Wenn du dich jeden Tag um nur 1 % verbesserst, bist du am Ende des Jahres 37-mal besser. Ist das nicht genial? Aber Achtung: Das fühlt sich zu Beginn nach gar nichts an. Veränderung ist wie eine Avocado: Sie ist grün und hart. Am nächsten Tag auch. Du wartest. Und in dem Moment, in dem du einmal kurz nicht hinschaust – bumm – ist sie schwarz. Wann ist die Veränderung passiert?

  • May 5 · 43 min

    #14 Medienkonsum in der Kindheit (3/3) - Interview mit Julia

    Teil 3/3 der Interviewreihe "Medienkonsum in der Kindheit" - im Gespräch mit Julia über Selbstregulierung, anerzogene Hilflosigkeit und Eigenverantwortung bei der Mediennutzung. Julia @Instagram Infoabend für Eltern 11. und 13. Mai 2026 Webinar (1 Stunde) zur Orientierung: Thema Bildschirme in der Erziehung; Ansätze, um das Kind in digitalen Lebenswelten sicher, gesund und selbstbestimmt zu begleiten. https://www.digitalintakt.com/eltern

  • April 28 · 41 min

    #13 Medienkonsum in der Kindheit (2/3) - Interview mit Lyn

    Teil 2/3 der Interviewreihe "Medienkonsum in der Kindheit" - im Gespräch mit Lyn über Bindung, Kompetenzentwicklung und wie unterschiedlich jedes Kind auf seine individuelle Weise mit der Digitalen Welt umgeht und begleitet werden kann. Lyn @Instagram | Lyn's Podcast "Fairytales and Dirty Dishes" Infoabend für Eltern 11. und 13. Mai 2026 Webinar (1 Stunde) zur Orientierung: Thema Bildschirme in der Erziehung; Ansätze, um das Kind in digitalen Lebenswelten sicher, gesund und selbstbestimmt zu begleiten. https://www.digitalintakt.com/eltern

  • April 21 · 35 min

    #12 Medienkonsum in der Kindheit (1/3) - Interview mit Alex

    Teil 1/3 der Interviewreihe "Medienkonsum in der Kindheit" - im Gespräch mit Alex über Medienkonsum, Gewohnheiten und das Vorbild, das wir unseren Kindern sein können. Infoabend für Eltern 11. und 13. Mai 2026 Webinar (1 Stunde) zur Orientierung: Thema Bildschirme in der Erziehung; Ansätze, um das Kind in digitalen Lebenswelten sicher, gesund und selbstbestimmt zu begleiten. https://www.digitalintakt.com/eltern

  • April 14 · 13 min

    #11 Fokus und Erholung in der digitalen Arbeitswelt

    In fast jedem Job gibt es Momente, in denen es Sinn ergibt, konzentriert zu arbeiten. Heute müssen wir uns das tatsächlich explizit vorsagen. Deep Work ist ein Arbeitsmodus, in dem du dich über 20 bis 90 Minuten nicht stören lässt, offline bist und die Arbeit nicht unterbrichst. Keine Recherche, keine Anrufe, nur Fokus. So gibst du dir die Chance, in einen Flow-Zustand zu geraten, in dem du bis zu fünfmal kreativer und produktiver sein kannst. Echte Pausen sind produktiv. Wenn du nur fünf Minuten ohne Bildschirm verbringst, bist du massiv besser erholt und die Pause kommt dir viel länger vor. Gönn deinem Geist volle Konzentration bei der Arbeit und volle Erholung danach. Oder hast du gar kein Leben mehr neben dem Job? Höchste Zeit, es wieder aufzunehmen!

  • March 31 · 13 min

    #10 Bist du Notarzt? Erfolgreiche Menschen sind nicht erreichbar

    Das Office der Zukunft ist da. Du kannst unabhängig von Zeit und Ort mit allen zusammenarbeiten. Wir alle haben eine persönliche KI-Assistenz, digitale Tools steigern die Effizienz und eine ideale Work-Life-Balance scheint greifbar, da sich die Arbeit flexibel an das Privatleben anpassen lässt. Doch diese Hoffnungen erfüllen sich für viele nicht. Studien belegen, dass verschwimmende Grenzen oft zu mehr Stress führen – besonders bei jenen, die schon vorher Schwierigkeiten hatten, Beruf und Familie zu trennen. Auch die unendlichen Möglichkeiten und Kanäle können eine Überforderung darstellen. Es ist verlockend, sich in diesem Raum ohne feste Regeln einfach treiben zu lassen. Die bewusste Gestaltung dieses Freiraums ist also kein „Nice-to-have“, sondern ein absolutes Muss. Wenn du dir keine eigene Struktur gibst, tun es andere für dich. E-Mails, Social Media und die Erwartungen anderer diktieren dann deinen Tag. Am Abend bleibt nur die frustrierte Frage: „Warum bin ich eigentlich nicht zu meiner eigentlichen Arbeit gekommen?“

  • March 17 · 17 min

    #9 Soziale KI - Beziehungsstatus «es ist kompliziert»

    Menschen suchen Trost, Rat und Aufmerksamkeit bei KI-Systemen. Manche verlieben sich in sie. Gleichzeitig sind diese Systeme nicht mehr bloße Werkzeuge, die wir bedienen. Nein, sie selbst bedienen Werkzeuge. KIs planen, entscheiden und reagieren. Jede menschliche Beziehung ist von Reibung geprägt. Unterschiedliche Bedürfnisse, Missverständnisse und Konflikte gehören dazu. Diese Reibungen sind unangenehm. Sie kosten Energie, Geduld und immer wieder Mut. Da wirkt eine KI, die immer ruhig bleibt, verständnisvoll reagiert und nie verletzt ist, auf den ersten Blick gar nicht schlecht. Oder hat dieser unangenehme Aspekt von echten Beziehungen vielleicht doch etwas Wertvolles? Stellen wir uns immer wieder die Frage: Dient Technik dazu, uns den Rücken freizuhalten und echte Beziehungen zu leben – oder bleiben wir immer öfter beim Verhältnis Mensch–Technik stehen?

  • March 3 · 18 min

    #8 Warum permanente Vernetzung keine Nähe erzeugt

    Wir waren noch nie so gut vernetzt wie heute. Und doch fühlen sich immer mehr Menschen einsam. Über das Smartphone sind wir von der ersten Minute des Tages bis zum Einschlafen mit anderen Menschen in Kontakt. Die Kommunikation ist zunehmend asynchron, weil wir gerne in unserem eigenen Rhythmus leben. Ich höre eine Sprachnachricht auf dem Weg zur Arbeit, schaue auf dem Klo in die E-Mails und sende ein Selfie, wenn ich an dich denke. Wir bleiben durchgehend erreichbar, wissen, wer gerade im Urlaub ist und was auf der Welt geschieht. In den letzten Jahren haben immer mehr gute Freunde von einer tiefen Einsamkeit erzählt. Menschen, die sozial eingebettet wirken, Freundschaften haben, Partnerschaften führen. Wie passt das zusammen?

  • February 17 · 14 min

    #7 Wie Technik unser Welt- und Selbstbild verändert

    Technik vermittelt zwischen mir und der Welt und prägt auf grundlegende Weise mein Selbst- und mein Weltbild. Der Philosoph Christian Uhle beschreibt in seinem Buch Künstliche Intelligenz und echtes Leben eines der rätselhaftesten Themen des Menschseins auf beeindruckend zugängliche Weise: Wie kommt unser grundlegendes Gefühl des In-der-Welt-Seins zustande? Wie entsteht in mir eine Welt – und wie entstehe ich selbst in ihr? Ich möchte Uhles Erklärungen hier folgen, weil sie für Fragen der digitalen Balance enorm aufschlussreich sind.

  • February 3 · 15 min

    #6 Können wir den Zauber der Welt festhalten?

    Die Flut an Fotos und Videos, die persönliche Erlebnisse und Momente dokumentieren ist enorm. In dieser Folge spricht Raffi über das ständige Teilen und Dokumentieren unseres Lebens. Es ist Teil unseres Lebensstiles geworden Momente zu Produkten zu machen, statt "im Moment" zu sein und Augenblicke in voller Resonanz zu erleben. Wie verändert sich unser Bezug zur Welt, wenn wir die Absicht haben Dinge zu teilen und zu dokumentieren?

  • January 20 · 19 min

    #5 Was macht das Digitale mit unseren Kindern?

    Mehr als die Hälfte aller Eltern fühlen sich beim Thema digitale Medien überfordert. In dieser Folge spricht Raffi zu dir als Mutter oder Vater. Wir begleiten Kinder in der echten Welt oft sehr nahe, im Internet aber zu wenig. Wie haben sich psychische Probleme bei jungen Menschen seit Smartphones und Social Media entwickelt? Wie können wir digitale Medienkompetenz fördern?

  • January 6 · 24 min

    #4 Fokusmanagement

    Du kannst überall alles gleichzeitig tun - für was entscheidest du dich? Wenn du es wie die meisten tust, entscheidest du dich nicht richtig und tust einfach alles gleichzeitig. Und das bedeutet auch: Du tust nichts mehr richtig. Fokusmanagement ist die Antwort auf die Probleme, die ich in den vergangenen Folgen angesprochen habe. Dazu gehört Selbstführung und eine ungeteilte Aufmerksamkeit. Selbstführung braucht Klarheit über Werte und Prioritäten – und die Fähigkeit, auszuhalten, dass man nicht alles gleichzeitig erleben kann. Ungeteilte Aufmerksamkeit ist die Fähigkeit, ganz bei einer Sache, einer Person oder einer Aufgabe zu sein. Die Methode beinhaltet u.a. Blocks mit einem definierten Inhalt vor anderen Lebensbereichen zu schützen, Single Purpose Devices (Wecker statt Handy, Uhr, Paper Tablet, etc.) zu verwenden, Freiräume vom Internet und deine Erreichbarkeit proaktiv zu kommunizieren.

  • Dec 23, 2025 · 20 min

    #3 Stress als neue Normalität

    Was sagt es über unsere Zeit, dass „gestresst“, „viel zu tun“ oder „muss halt“ nichts Negatives, sondern normal ist? Ständige Erreichbarkeit und permanente Aktivierung überlasten uns. Multitasking senkt unsere Leistungsfähigkeit messbar. Echte Erlebnisse werden seltener, weil wir sie dokumentieren statt erleben. Benachrichtigungen, News und Social Media zersplittern unsere Aufmerksamkeit. 60% unserer Aufmerksamkeit ist bereits im Internet verschwunden. Dies alles ist uns nicht vollständig bewusst, weil dieser gestresste Zustand normalisiert wird. Diese Folge legt die Grundlage für die kommenden Episoden, in denen Raffi darüber spricht, wie wir die Beziehung zum Digitalen so gestalten, dass sie uns stärkt.

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