
Die Neuen Zwanziger
Stefan Schulz und Wolfgang M. Schmitt
Die Zwanziger waren erst wild, dann golden und endeten doch düster. Und nun sind sie wieder da. Solange sie dauern, veröffentlichen Wolfgang M. Schmitt und Stefan Schulz an dieser Stelle diesen Podcast. Sie schauen jeden Monat zurück auf die Ereignisse, die die Zeitläufte bestimmen, wichtig waren oder wichtig werden. In einer zweiten Folge, dem Salon, halten sie die relevante Lektüre des jeweiligen Monats im Gespräch fest.
Mails an mail@neuezwanziger.de erreichen Wolfgang und Stefan.
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Friday · 5 hr 9 min- DN
July 20 · 19 minWir lesen Kybernetik und Kritik
Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Werbung: Incogni Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: https://incogni.com/zwanziger
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July 11 · 49 minDieser Drang nach Härte, Kybernetik und Kritik, Bismarck, AfD in Sachsen-Anhalt, Im ersten Licht, Trillionär als Killer,
Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Werbung: Incogni Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: https://incogni.com/zwanziger Nächste Live-Show 22. August in Frankfurt: Tickets für den Sommersalon 00:00:00 Vor dem Salon Stefan und Wolfgang steigen mit der EU-Chatkontrolle ein und verbinden sie mit der Einschränkung des Informationsfreiheitsgesetzes und der Frage, ob Konzerne oder Politik regieren. Stefan fordert materielle Kritik statt Empörung in Feedback-Schleifen, Wolfgang hält Konsumboykotte für Pseudoaktivismus; daran schließt ein Schlagabtausch über den Überlebenskampf von OpenAI an. Stefan skizziert eine blockierte Republik, in der die Fixierung aller Parteien auf die Verhinderung der AfD scheitern werde, und verteidigt seine Presseclub-Aussage zur Kapitalmarktrendite von 3,5 Prozent. Das Kapitel endet mit Stefans These, Trumps Wahlerfolg 2016 sei durch das „Grab them by the pussy"-Video begünstigt worden — Wolfgang erklärt das mit Redeckers Phantombesitzverteidigung. Literatur im Salon Eva von Redecker: Dieser Drang nach Härte. Über den neuen Faschismus (S. Fischer) Die Philosophin Eva von Redecker analysiert in ihrem neuen Buch die Gegenwart anhand der realen und imaginierten Eigentumsordnung. https://www.fischerverlage.de/buch/eva-von-redecker-dieser-drang-nach-haerte-9783103977240 Anna-Verena Nosthoff: Kybernetik und Kritik (Suhrkamp) Anna-Verena Nosthoff, Juniorprofessorin für Ethik der Digitalisierung, legt eine Geschichte und Theorie der digitalen Regierungskunst vor. https://www.suhrkamp.de/buch/anna-verena-nosthoff-kybernetik-und-kritik-t-9783518300794 Christoph Nonn: Bismarck. Ein Preuße und sein Jahrhundert (C.H.Beck) Wer macht Geschichte? Zumindest bei Bismarck waren sich doch fast alle einig: Eine große Persönlichkeit ist entscheidend. Der Historiker Christoph Nonn relativiert diese Annahme jedoch kühn und stichhaltig. https://www.chbeck.de/nonn-bismarck/product/14347915 Valerie Schönian: AfD in Sachsen-Anhalt: Lohnt sich das Reden? (DIE ZEIT) Lohnt sich das Reden mit AfD-Wählern? Valerie Schönian besucht ihre Familie in Sachsen-Anhalt und findet Fatalismus mit Urvertrauen. https://www.zeit.de/2026/28/afd-sachsen-anhalt-landtagswahl-gardelegen-verwandschaft/komplettansicht Norbert Gstrein: Im ersten Licht (Hanser) Anti-Kriegsliteratur: Der in Tirol geborene Autor Norbert Gstrein erzählt in seinem mitreißenden Roman von einem Mann, der von seinem Vater kriegsuntauglich geschlagen wird und deshalb in den beiden Weltkriegen nicht kämpfen muss. https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/norbert-gstrein-im-ersten-licht-9783446282971-t-5846 TC Sottek: The world's first trillionaire is a killer (The Verge) Der erste Trillionär der Geschichte — und was sein Reichtum gekostet hat. TC Sottek rechnet nach: Gespart hat Doge fast nichts. https://www.theverge.com/tech/949259/the-worlds-first-trillionaire-is-a-killer Jan Schlemermeyer: Links, demokratisch, wehrhaft (Blätter 7/2026) Jan Schlemermeyer von der Linkspartei plädiert in den „Blättern" für Aufrüstung zwecks antifaschistischer Außenpolitik. https://www.blaetter.de/ausgabe/2026/juli/links-demokratisch-wehrhaft Jan Schwenkenbecher: Hitzetote: Hitze – die unterschätzte Gefahr (DIE ZEIT) 5.200 Übersterbliche in zwei Juni-Wochen — warum ist die tödlichste Wetterlage des Landes kein politisches Thema? https://www.zeit.de/wissenschaft/2026-07/hitzetote-hitzewelle-gefahr-europa-extremwetter/komplettansicht Trio E.T.A.: un///known (Album) Das aufstrebende Klaviertrio E.T.A. veröffentlicht sein zweites Album unter dem Titel „un///known". Es ist unbekannteren Kompositionen gewidmet, die es dringend zu entdecken gilt. https://trio-e-t-a.com/diskographie/unknown
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June 30 · 4 hr 19 minHitze & WM, Rentenreform, Postliberalismus, Krieg und Aufrüstung, Sozialpolitik, Salon-Hinweise
Wolfgang und Stefan besprechen den Juni 2026
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June 21 · 9 minLang lebe das Storytelling, SpaceX, Reemtsmas Kritik an der Faschismus-Soziologie, Höckes Ideenhaushalt, Banalität der B
Werbung: Incogni Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: https://incogni.com/zwanziger Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Live-Salon aus Frankfurt bei 36 Grad. Wolfgang und Stefan über das Ende und die Wiederkehr des Storytellings im Zeitalter der KI, den SpaceX-Börsengang als reine Erzählung und die Frage, ob der Faschismusbegriff überhaupt noch etwas erklärt. Alle Live-Salons und regulären Salons gibt es über Steady, Apple oder Patreon — die Links stehen auf neuezwanziger.de. Nächster Live-Salon: 22. August in Bornheim (Frankfurt). (00:00:00) Vor dem Salon In der Garderobe kündigt Wolfgang die Themen an: SpaceX gegen das Ende des Storytellings, Reemtsmas Faschismus-Vortrag, Höcke bei Köppel und Studio 9. Ausblick auf den nächsten Salon: Eva von Redeker, „Drang nach Härte", und Anna-Verena Nosthoff, „Kybernetik und Kritik". (00:05:55) Livesalon Begrüßung im klimatisierten Saal, Hitze-Awareness, drei Themenblöcke. (00:08:22) Lang lebe das Storytelling Das Kino lebt („Obsession", „Backrooms"), aber die KI verwischt alles: Casting-Director Dante unterscheidet Schauspieler und KI nicht mehr, NYT-Bildforensiker Hany Farid gibt auf. Kostenkontrast aus „Intelligent Machines": rund 1 Mio. $ pro Filmminute gegen ein KI-Studio mit bis zu 3.000-fachem Kostenvorteil; „Dreams of Violence", der erste reine KI-Film (Tribeca, über den Iran). Dann Geschmack als knappes Gut: Linda Büscher, Sarah Rojewski zu Million-Dollar-Storyteller-Stellen. Stefan über seine Keynote in Erfurt und PowerPoint-Spott. (00:30:46) SpaceX Der größte Börsengang der Geschichte als reines Storytelling. Ed Elson („Prof G Markets") und Gil Luria: Musk verkauft das „Geschäft von morgen". Wolfgang und Stefan zerlegen den Trick: künstliche Verknappung, erzwungene Aufnahme in den NASDAQ-100 und damit automatische ETF- und 401k-Nachfrage. Mit Jimmy Kimmel, Scott Galloway (Citizens United, Gary Stevenson, Schweden) und Frank Stauss („Die Elefantenrunde"). Im Hintergrund der Disput Primatkapital gegen Primatpolitik. (00:47:33) Reemtsmas Kritik an der Faschismus-Soziologie Jan Philipp Reemtsma in Konstanz, im Publikum Nachtwey, Amlinger und Redeker: Aus der Diagnose „Faschismus" folge keine Strategie. Hitler kam durch eine „Handbewegung" an die Macht (Kleist), die „Geheimnislosigkeit" des NS (Feuchtwanger), der Faschist als „Bully", „zäsarische Macht" (Hayek). Stefan hält mit Stefan Kühl und Luhmann dagegen. Nachtweys Einwand (Stauffenberg, Adam Tooze) und der FAZ-Antworttext: Konservative bleiben Demokraten. (01:36:31) Höckes Ideenhaushalt Björn Höcke bei Roger Köppel („Weltwoche"): Deutschland existenziell bedroht, „ich bin nicht Westen", alter gegen neuen Liberalismus, die Postmoderne als Feindbild. Stefans Erklärung: Höckes Programm sei das Leiden („Westworld"). Dazu die Thüringer Mentalität (Thüringen-Monitor), Köppels Nostalgie, Arne Semsrott zum Fall Vogt und ein Gruß an Rainald Grebe. (01:57:06) Banalität der Blöden Friedrich Merz vor dem Verband der Familienunternehmer, „ohne jede Larmoyanz". Dann Studio 9 (Deutschlandfunk Kultur, Nicole Dittmar und Matthias Greffrath) als Programmbeschwerde: Sparen als alternativlos, „bitte keine Zahlen", die Einnahmenseite bleibt ausgeblendet. Schließlich Wolfram Weimers Spiegel-Interview (die AfD falle „wie ein Soufflé" zusammen) — und das „Reich des Glaubens" als Schlusspointe.
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June 14 · 19 minÖffentliche Kunstfreiheit
Wolfgang und Stefan besprechen das Buch Öffentliche Kunstfreiheit von Christoph Möllers und Nils Weinberg
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June 5 · 32 minUnsere Salon-Lektüre, Wolfgang Kubickis Zukunft, Zeitgeist
Werbung: Incogni Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: https://incogni.com/zwanziger Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Links Tickets für den Sommersalon! 00:00:00 Beginn Stefan erklärt, warum die letzte Folge verspätet bei Spotify erschien: Hoster und Spotify stellen gerade auf einen neuen technischen Zugang um, und die Shownotes hatten erstmals die Marke von 10.000 Zeichen durchbrochen — die Fehlersuche erledigte er am Ende selbst, schneller als der Hoster. Wer die zweistündige Besprechung der Papst-Enzyklika deshalb verpasst hat, dem empfehlen die beiden das Nachhören, zumal sie regelmäßig darauf zurückkommen — auch heute. Wolfgang ergänzt: Wer den Podcast abonniert, bekommt zuverlässig alles mit — über Steady, Apple oder Patreon. 00:02:30 Lektüre-Vorstellung Wolfgang kündigt die Salon-Lektüren an: Arne Semsrotts »Gegenmacht« über das, was die Zivilgesellschaft dem Rechtsruck entgegensetzen kann, Christoph Möllers' und Nils Weinbergs »Öffentliche Kunstfreiheit« — ursprünglich ein Gutachten — zur Frage, wie viel Einfluss der Staat auf staatlich geförderte Kunst nehmen darf, Judith Schalanskys literarische Essays »Marmor, Quecksilber, Nebel« (mit der Autorin spricht er auf der phil.cologne) sowie David Szalays Roman »Was nicht gesagt werden kann« über einen Mann, der fast nur »Okay« sagt und dennoch in die Londoner Upper Class aufsteigt. Stefan ergänzt Stefan Kühls »Führung und Gefolgschaft« — für ihn das beste Soziologie-Lehrbuch der letzten Jahre —, »After Automation« aus der Software-Firma Every, deren Gründer 95 Prozent seiner E-Mails von einer KI beantworten lässt und dem Diktum der Enzyklika von der bloßen Datenverarbeitung beispringt, sowie zum Abschluss Sebastian Jonas Hubers »Der Begriff der narrativen Hegemonie«. Dazu kommen Franziska Brantners Liberalismus-Essay und ein Musiktipp. 00:08:06 Kubicki Den Auftakt macht die Nachricht, dass Deutschland keinen Sitz im UN-Sicherheitsrat erhält — für Wolfgang die Quittung für die Außenpolitik von Friedrich Merz und seinen Vorgängern. Stefan wundert sich grundsätzlicher über eine Demokratie, die statt der Besten Figuren wie Johann Wadephul nach oben spült, der »aus heiterem Himmel« kam und ebenso spurlos wieder gehen werde. Dann zum FDP-Parteitag: Wolfgang Kubicki gewinnt die Kampfabstimmung um den Vorsitz mit gerundet 60 zu 40 Prozent gegen die überraschende Gegenkandidatur von Marie-Agnes Strack-Zimmermann. In Ausschnitten aus dem Tagesthemen-Interview mit Jessy Wellmer sagt Kubicki, 60:40 sei ein gutes Ergebnis, auf die Frage, wie er Strack-Zimmermanns 40-Prozent-Anhängerschaft für sich gewinnen wolle: »gar nicht«, Brandmauern seien für Liberale kein Kriterium, und die AfD sei nicht das Zentrum des Universums. Wolfgang findet — bei voller inhaltlicher Ablehnung, spätestens seit Kubickis Vorgehen gegen El Hotzo — genau diese unbeschwichtigende Kommunikation richtig und hält sie der Linken wie der SPD als Lehrstück vor: Wer Strack-Zimmermanns Positionen wolle, finde das Angebot längst bei den Grünen, wie auch Franziska Brantners Essay zeige. Stefan hält dagegen, dass hinter der One-Man-Show niemand mehr steht, und verweist mehrfach auf Arne Semsrott: Schlimmer, als wenn die AfD AfD-Politik macht, sei es, wenn die Parteien der angeblichen Mitte sie machen — und die Brandmauer hat die FDP eingerissen. Zum Abschluss der Clip, in dem Kubicki seine Forderung nach einer »klaren Sprache« kaum verständlich vorträgt — für Stefan und Wolfgang ein Kandidat für den Einbürgerungstest. 00:25:42 Farage, Macron, FAS-Rückblick Stefan blickt nach England, wo sich die BBC eine komplette Newsnight-Sendung selbst zensiert habe, weil Nigel Farage in einem Halbsatz falsch zitiert worden sei — so mächtig sei der Mann mit seiner Reform-Partei inzwischen, der vor zehn Jahren den Brexit verbockt habe, dessen Folgen sich das Land bis heute nicht eingestehe: ein Drittel in absoluter Armut, monatelange NHS-Wartelisten, Tories verschwunden, Labour in Auflösung. In Frankreich sei Macron samt seiner eigens erfundenen Partei schon wieder abgemeldet — während sich in Deutschland sogar die einmal aussortierte FDP zurückmeldet. Dazu Jörg Thomanns Rückblick in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung auf deren erste Ausgabe von 2001: Nichts sei geblieben wie damals — außer den Tagesthemen, in denen nun ein 74-jähriger Kubicki die Hoffnung seiner Partei beschreibt. Befund der beiden: eine groteske Welt. 00:27:53 Salon-Werbung Wolfgang rekapituliert das Salon-Programm und lädt zum Abonnieren ein: möglich bei Apple und Patreon, empfohlen via Steady — auf neuezwanziger.de führt der goldene Button zur Anmeldung, und der Salon lässt sich als freier RSS-Feed in jeder Podcast-App hören.
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May 29 · 4 hr 42 minKI-Enzyklika, neue Waffen, SpaceX, Clip-Flut, Rechtsruck, Sloterdijk
Wolfgang und Stefan besprechen den Mai 2026
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May 8 · 39 minMariam Lau zu 1 Jahr Merz, Salon-Lektüre
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April 30 · 4 hr 50 minTimmy, RRG Podcast, SLAPP & KI-Recht, Ukraine & Iran, Der Papst, Ungarn
Stefan und Wolfgang besprechen den April 2026
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April 9 · 32 minTrump und Iran, Saarland SPD, SALON-Lektüre
Stefan und Wolfgang treffen sich vor dem Salon
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March 31 · 4 hr 41 minAlexander Kluge, Lars Klingbeils Rede, Collien Fernandes, Energiekrise, Irankrieg, Oliver Pocher
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Der Diskurs über Wohlstand wird dabei kritisch vor dem Hintergrund tatsächlicher Belastungen reflektiert. 00:01:33 Alexander Kluge Der Tod des Filmemachers und Schriftstellers Alexander Kluge kurz nach Jürgen Habermas bietet Anlass für eine Würdigung seiner intellektuellen Flexibilität. Wolfgang ordnet Kluges nächtliche Fernsehformate als frühen Vorläufer der heutigen Podcast-Kultur ein, in der persönliches Nachfragen und eine spezifische Gesprächsatmosphäre im Zentrum standen. Stefan hebt hervor, dass Kluge Konzepte von "Personal Media" bereits zu einer Zeit verkörperte, als das Massenfernsehen noch von großen Shows dominiert wurde. 00:05:00 Salon-Hinweise Wolfgang skizziert die Themen der kommenden Salon-Ausgabe, die sich mit neuen Formen der Herrschaft im digitalen Zeitalter beschäftigt. Im Fokus stehen Adrian Daubs Werk über das Silicon Valley sowie Peter Sloterdijks Analyse über das Zeitalter der „gewöhnlichen Leute“ und deren Verhältnis zu großen Führungsfiguren. Die Diskussion soll die Verschiebung politischer Regierungsmodi beleuchten. 00:05:42 Collien Fernandes Stefan und Wolfgang analysieren die Dynamik der Berichterstattung über den Fall Collien Fernandes und ziehen Parallelen zur juristischen Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in Frankreich. Sie kritisieren die Verrohung in sozialen Medien, wo Opfern häufig eine Mitschuld unterstellt wird, während für mutmaßliche Täter die Unschuldsvermutung als höchstes Gut verteidigt wird. Zudem thematisieren sie die anwaltliche Macht in Deutschland und die politische Debatte um die Vorratsdatenspeicherung von IP-Adressen. 00:32:27 Energiekrise Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Irankrieges äußern sich in massiv steigenden Energiepreisen und drohenden Versorgungsengpässen. Wolfgang und Stefan blicken zurück auf die Versuche der Bundesregierung, durch Abkommen mit Ländern wie Katar eine Brückentechnologie für fossile Brennstoffe zu sichern. Sie kritisieren den verschleppten Ausbau erneuerbarer Energien und die fortbestehende Abhängigkeit von geopolitisch instabilen Regionen sowie US-amerikanischen Energiekonzernen. 01:06:33 Landtags- und Kommunalwahlen Stefan schlägt eine neue Analyse der deutschen Parteienlandschaft vor, die nicht mehr in Einzelparteien, sondern in zwei Lagern denkt: ein rechtes Lager aus Union und AfD sowie ein progressives Lager aus SPD, Grünen und Linken. Anhand der Wahlergebnisse in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern verdeutlichen sie die historische Kontinuität und die aktuellen Verschiebungen innerhalb dieser Blöcke. Wolfgang merkt an, dass diese Lagerbildung zwar analytisch hilfreich sei, realpolitische Koalitionen aber durch inhaltliche Zerrissenheit erschwert werden. 01:24:28 Lars Klingbeils Rede Die wirtschaftspolitischen Vorschläge des SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil werden von Wolfgang und Stefan einer detaillierten Prüfung unterzogen. Sie kritisieren, dass Klingbeil Entlastungen für die "arbeitende Mitte" durch Einsparungen bei Renten und Sozialleistungen für Geringverdiener gegenfinanzieren will, anstatt Vermögen und Erbschaften stärker zu belasten. Stefan präsentiert Gegenrechnungen zur demografischen Stabilisierung durch Migration und kritisiert die geplante Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung für Ehepartner als kontraproduktiven Zwang. 02:55:16 Sommersalon am 22. August Wolfgang und Stefan kündigen ihren Sommersalon für den 22. August im Saalbau Bornheim in Frankfurt an. Sie erläutern die Modalitäten des Ticketverkaufs über ihre Website und verweisen auf das Archiv für Salon-Abonnenten auf Steady, Apple und Patreon. Das Format soll wie gewohnt aktuelle Nachrichtenanalysen mit vertiefenden Hintergrundgesprächen verbinden. 03:20:03 Oliver Pocher Das Geschäftsmodell von Oliver Pocher dient als Fallstudie für den Niedergang des klassischen Privatfernsehens und den Aufstieg der digitalen Aufmerksamkeitsökonomie. Wolfgang beschreibt, wie Pocher private Krisen und Konflikte durch eine eigene App und gezielte virale Provokationen direkt monetarisiert, ohne auf Sender angewiesen zu sein. Stefan analysiert die emotionale Leere dieses Vorgehens, das sich ausschließlich an den Metriken von Algorithmen und finanziellen Erträgen orientiert. 04:05:17 Irankrieg Abschließend diskutieren Wolfgang und Stefan den medialen Diskurs über die Eskalation im Iran. Sie lehnen eine religiöse Aufladung des Konflikts ab und kritisieren satirische oder journalistische Ansätze, die völkerrechtswidrige Angriffe als notwendige Befreiung des iranischen Volkes durch Donald Trump umdeuten. Beide betonen die Gefahr, geopolitische Interessen mit moralischen Argumenten zu verschleiern und warnen vor einer Eskalationsspirale, die keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung nimmt.
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March 21 · 9 minLive in Frankfurt: Jürgen Habermas, Iran und die AfD, neues Hollywood
Wir treffen euch in Frankfurt
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March 12 · 9 minUlrike Herrmann: Geld als Waffe
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March 6 · 44 minIrankrieg, Salon-Lektüren: Bibis Buch, Zupančič : Das Ende, Carla Hinrichs, Oyamada: Das Loch, Epstein-Class
Wolfgang und Stefan treffen sich vorm Salon
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February 28 · 4 hr 49 minSocial Media Verbot, Epstein-Klasse, Krieg, Reichtumspolitik, Berlinale, Bibi, AfD Nostalgie
Surplus Der Podcast wird unterstützt von surplusmagazin.de/dnz. Viel Spaß beim Lesen! Alles hören Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Shownotes Die Episode ordnet die tagesaktuellen politischen und gesellschaftlichen Ereignisse aus dem Februar 2026 ein. 00:00:51 Berlinale Wolfgang und Stefan sprechen über die politische Dimension der diesjährigen Berlinale. Wolfgang stellt fest, dass das Festival durch die öffentlichen Debatten eine hohe Diskursrelevanz erhalten hat. Er fasst die medialen Reaktionen zusammen und argumentiert, dass ein internationales Filmfestival exakt der richtige Ort für das Aufeinandertreffen konträrer Positionen sei. 00:05:05 Merz "ausgequetschte Zitrone" Anhand eines Zitats von Friedrich Merz aus dem "Machtwechsel"-Podcast analysieren Wolfgang und Stefan die aktuelle Steuerdebatte. Merz bezeichnet die Belastung der oberen Einkommen als "ausgequetschte Zitrone" und fordert mehr Leistungsbereitschaft. Wolfgang und Stefan kontrastieren diese Aussage mit der systematischen Ungleichbehandlung von Einkommens- und Kapitalertragsteuer. Sie stellen die These auf, dass Merz' Rhetorik gezielt Vermögensmillionäre mit Beziehern höherer Lohneinkommen vermischt, um strukturelle Steuerreformen abzuwehren. 00:25:05 Surplus Wolfgang und Stefan thematisieren die neue Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Schwerpunktthema der Publikation ist der ökonomische und politische Machtkampf um Künstliche Intelligenz. surplusmagazin.de/dnz 00:26:36 Krieg in der Ukraine Die Diskussion widmet sich der europäischen Unterstützung für die Ukraine und den Auftritten auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Ein Audioclip von Herfried Münkler dient als Ausgangspunkt für eine Debatte über die Rolle von Agrarsubventionen bei einem möglichen EU-Beitritt der Ukraine. Im Anschluss betrachten Wolfgang und Stefan die sicherheitspolitischen Reden von Friedrich Merz und US-Senator Marco Rubio, deren zivilisatorische Rhetorik sie als historischen Synkretismus einordnen. Anhand von Berichten der ARD-Korrespondentin Rebecca Barth und Auszügen aus Ernst Jüngers "In Stahlgewittern" illustriert Wolfgang abschließend die Diskrepanz zwischen politischem Diskurs und der Realität an der Front. 01:29:26 Salon-Hinweise Stefan und Wolfgang geben einen Ausblick auf die kommenden Ausgaben ihres "Salon"-Formats. Sie rekapitulieren die vergangene Episode zum Buch von Patrick Kaczmarczyk über die Wirtschaftspolitik des Westens. Für die nächste Ausgabe kündigen sie eine Besprechung von Ulrike Herrmanns neuem Buch "Geld als Waffe" an. 01:33:03 Die Epstein-Klasse, frei nach der Rutger-Bregman-Frage Das Kapitel behandelt die Veröffentlichung der Gerichtsdokumente im Fall Jeffrey Epstein. Wolfgang und Stefan untersuchen, wie und warum sich ein Netzwerk von Milliardären und Politikern um den verurteilten Sexualstraftäter bilden konnte. Anhand von Audioclips der New York Times und Einschätzungen von Adam Tooze zu Larry Summers diskutieren sie die psychologischen Mechanismen innerhalb dieser Elite. Stefan zitiert eine These von Richard David Precht, wonach extremes Kapital soziale Normen auflöst. Wolfgang verteidigt diese Form der strukturellen Elitenkritik zudem gegen Vorwürfe aus der Hörerschaft, sie bediene antisemitische Narrative. 02:42:42 Social Media - Verbot Wolfgang und Stefan debattieren über Vorstöße aus der Politik für ein Social-Media-Verbot für Jugendliche sowie die Pläne zur verpflichtenden Altersverifikation. Anhand eines Beispiels aus dem Podcast "Haken dran" zeigen sie auf, wie Verifizierungsdienste massenhaft biometrische und technische Nutzerdaten abgreifen. Stefan argumentiert, dass datensparsame Alternativen existieren, diese aber politisch von den Tech-Konzernen nicht gewollt seien. Wolfgang sieht in der Debatte einen bevormundenden Ansatz, der grundlegende Ursachen für die Isolation von Jugendlichen ausblendet. 03:47:29 Name-Tag von Meta Die Moderatoren besprechen die Pläne des Meta-Konzerns, eine Gesichtserkennungsfunktion namens "NameTag" für KI-Brillen einzuführen. Ein Audioclip des Magazins "The Verge" erläutert, dass Meta die Funktion bewusst in einer politisch unruhigen Phase veröffentlichen will, um mediale Kritik zu minimieren. Stefan und Wolfgang analysieren das Vorhaben als massiven Eingriff in den öffentlichen Raum und sehen darin eine Konvergenz von Überwachungskapitalismus und staatlichen Interessen. 03:57:53 Bibis neues Business Wolfgang widmet sich der Rückkehr der Influencerin Bianca Claßen (ehemals BibisBeautyPalace) in die Öffentlichkeit. In eingespielten Audioclips spricht Claßen über ihre Abkehr vom reinen Konsum-Content und ihre Suche nach dem inneren Selbst mithilfe von Praktiken wie Breathwork. Wolfgang und Stefan interpretieren diese Aussagen als strategische Vorbereitung für ein neues Geschäftsmodell im Bereich Selbstoptimierung. Ergänzend dazu spielen sie Clips des Investors Christian Angermayer ein, um die zunehmende Kommerzialisierung von Mental-Health-Angeboten und Psychedelika durch die Tech-Elite nachzuzeichnen. 04:42:12 AfD Nostalgie Stefan greift eine Aussage des sachsen-anhaltischen AfD-Politikers Ulrich Siegmund auf. Dieser fordert ein Rückgewinnungsprogramm für ausgewanderte Fachkräfte und verspricht ihnen ein "gutes altes Deutschland". Stefan analysiert dieses Versprechen als historischen Widerspruch, da eine solche idealisierte westdeutsche Vergangenheit in Sachsen-Anhalt nie existiert habe. Er ordnet die Rhetorik als rein nostalgische Projektion ein. 04:45:09 Salon-Anmerkung Zum Abschluss der Episode erinnern Wolfgang und Stefan erneut an den kommenden "Salon" zu Ulrike Herrmanns Buch. Sie erklären kurz die Unterstützungsmöglichkeiten für den Podcast über Plattformen wie Steady, Apple und Patreon und verabschieden sich von den Zuhörern.
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February 11 · 52 minNoch einmal zu Epstein, Verschwörungen und Gewalt im Alltag, SALON-Einblick
Alles hören Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der [Gästeliste] Stefan und Wolfgang reden nochmal über die Epstein-Files und die alltägliche Gewalt wie sie die Dunkelfeld-Studie der Bundesregierung zeigt. Anschließend veröffentlichen wir 20 Minuten aus dem aktuellen Salon.
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February 6 · 1 hr 11 minEpstein Files, Erbschaftssteuer, Salon-Literatur
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January 30 · 4 hr 35 minCarney, Merz, Macron im Investorscall, KI in Davos, Holocausterinnerung, Militärbischof zur Friedensschrift
Wolfgang und Stefan besprechen den Januar 2026