
Warum tue ich mir das an mit 50?
Dienstagabend, es regnet, du hattest einen langen Tag. Und du stehst in der Umkleide und denkst: Wofür mach ich das eigentlich? "Gesund bleiben" ist die übliche Antwort. Sie ist richtig und sie trägt dich an einem Dienstag im November trotzdem nicht. In dieser Folge gibt es eine andere Antwort. Chirurgen messen inzwischen vor Operationen, wie viel Muskulatur ein Patient noch hat. Eine Auswertung von 294 Studien mit rund 97.000 Patienten zeigt warum: mehr Komplikationen, längere Liegezeiten, höhere Sterblichkeit. Und ein Endpunkt, den man beim Lesen fast überspringt, wer nach der Operation wieder nach Hause entlassen wird. Und wer nicht. Im zweiten Teil geht es darum, wie man das über zwanzig Jahre durchhält. Unsere unpopuläre These: Die Leute, die mit sechzig noch trainieren, haben nicht mehr Motivation als du. Sie haben weniger Entscheidungen. Und weil das dazugehört: Diese Studien beobachten nur. Sie zeigen nicht, dass Krafttraining vor einer Operation das Ergebnis verändert. Versuche dazu laufen, die Ergebnisse sind bisher gemischt. Das sagen wir in der Folge auch so. Willst du wissen, wie groß deine Reserve gerade ist? Gemessen, nicht geschätzt: longevity-berlin.com Diese Folge ersetzt keine ärztliche Beratung. Sterben müssen wir alle. Aber nicht heute.


















