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Denkfabrik Medizin · Saturday · 51 min

Folge 44: Curbside Consult – die beste Antwort ist oft eine Frage!

Du stehst auf dem Flur, ein Kollege läuft vorbei, und plötzlich hast du eine Frage. Kein Konsilschein, kein Termin, keine drei Tage Wartezeit – einfach kurz gefragt. Das nennt man im Amerikanischen Curbside Consult: das informelle Konsil zwischen Tür und Angel. In Deutschland kaum ein Begriff, in der täglichen Praxis aber allgegenwärtig. Es findet häufig auch als kurzes Telefonat in Praxen statt. Andreas und Ingo kennen das Phänomen von beiden Seiten – als Fragende und als Gefragte. Und beide haben in dieser Folge Fälle aus dem echten Alltag mitgebracht: Situationen, in denen die erste Reaktion auf eine Frage keine Antwort war, sondern eine Gegenfrage. Denn wer am Telefon berät, kennt den Patienten nicht. Er sieht nicht, wie der Mensch aussieht, wie er reinkommt, was er ausstrahlt. Er ist vollständig abhängig davon, wie der Fragende die Situation beschreibt – und was er dabei weglässt. Was macht eine gute Curbside-Frage aus? Wann ist die Antwort am Telefon ausreichend – und wann muss man sagen: den muss ich sehen? Und wo liegen eigentlich die rechtlichen Grenzen, wenn man jemandem zwischen zwei Patienten einen Rat gibt? Diese Fragen ziehen sich durch die gesamte Folge – und die Antworten sind überraschend ehrlich. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Medizinrechtler unter unseren Zuhörenden sind herzlich eingeladen, uns zu schreiben – wir würden das Thema juristische Verantwortung beim Curbside Consult gerne in einer künftigen Folge vertiefen. Links und Tipps: Folge 23 – Ist das Typ-1-Diabetes? – Hintergrund zur Unterscheidung Typ 1 / Typ 2 / Typ 1,5 AMBOSS-Podcast – Labordiagnostik bei Diabetes mellitus (mit Andreas Klinge als Gast) Samuel Shem – The House of God. Dell Publishing 1978. (Im Podcast erwähnt im Kontext von „Turf" und „Bounce Back" – Klassiker der Medizinliteratur) Kohn LT et al. (Hrsg.): To Err is Human: Building a Safer Health System. National Academies Press 2000. (Hintergrund zur Kommunikation und Fehlerkultur in der Medizin)

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Du stehst auf dem Flur, ein Kollege läuft vorbei, und plötzlich hast du eine Frage. Kein Konsilschein, kein Termin, keine drei Tage Wartezeit – einfach kurz gefragt. Das nennt man im Amerikanischen Curbside Consult: das informelle Konsil zwischen Tür und Angel. In Deutschland kaum ein Begriff, in der täglichen Praxis aber allgegenwärtig. Es findet häufig auch als kurzes Telefonat in Praxen statt.

Andreas und Ingo kennen das Phänomen von beiden Seiten – als Fragende und als Gefragte. Und beide haben in dieser Folge Fälle aus dem echten Alltag mitgebracht: Situationen, in denen die erste Reaktion auf eine Frage keine Antwort war, sondern eine Gegenfrage. Denn wer am Telefon berät, kennt den Patienten nicht. Er sieht nicht, wie der Mensch aussieht, wie er reinkommt, was er ausstrahlt. Er ist vollständig abhängig davon, wie der Fragende die Situation beschreibt – und was er dabei weglässt.

Was macht eine gute Curbside-Frage aus? Wann ist die Antwort am Telefon ausreichend – und wann muss man sagen: den muss ich sehen? Und wo liegen eigentlich die rechtlichen Grenzen, wenn man jemandem zwischen zwei Patienten einen Rat gibt? Diese Fragen ziehen sich durch die gesamte Folge – und die Antworten sind überraschend ehrlich.

Jetzt reinhören und mitdenken.

Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de

Medizinrechtler unter unseren Zuhörenden sind herzlich eingeladen, uns zu schreiben – wir würden das Thema juristische Verantwortung beim Curbside Consult gerne in einer künftigen Folge vertiefen.

Links und Tipps:

  • Folge 23 – Ist das Typ-1-Diabetes? – Hintergrund zur Unterscheidung Typ 1 / Typ 2 / Typ 1,5
  • AMBOSS-Podcast – Labordiagnostik bei Diabetes mellitus (mit Andreas Klinge als Gast)
  • Samuel Shem – The House of God. Dell Publishing 1978. (Im Podcast erwähnt im Kontext von „Turf" und „Bounce Back" – Klassiker der Medizinliteratur)
  • Kohn LT et al. (Hrsg.): To Err is Human: Building a Safer Health System. National Academies Press 2000. (Hintergrund zur Kommunikation und Fehlerkultur in der Medizin)