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Health & Fitness

Denkfabrik Medizin

Dr. Ingo Krenz & Dr. Andreas Klinge

In diesem Podcast geht es um das ärztliche Denken. Insbesondere um Aspekte, wie Ärzte eine Diagnose stellen und was auf dem Weg der Diagnosestellung für Fallstricke und häufige Denkfehler auftreten können.

Dazu gehören so spannende Fragen wie:
- wie werden Diagnosen gestellt oder gar gemacht?
- was sind die Unterschiede zwischen Mustererkennung und analytischem Denken?
- welche Tests setzen wir zur Diagnosefindung ein und wie bewerten wir die Ergebnisse?
- und nicht zuletzt: wie gehen wir mit der Neigung unseres Gehirns um, Denkfehlern aufzusitzen?

Mit all diesen Fragen beschäftigen wir uns im Podcast. Dabei stellen wir immer ein Fallbeispiel aus unserer eigenen Praxis vor.

Wir beide, Ingo Krenz und Andreas Klinge sind Internisten aus Hamburg. Nachdem wir unsere Weiterbildung in Hamburger Krankenhäusern absolviert haben, sind wir beide seit mehr als 20 Jahren in der Praxis tätig. Ingo mit einem Schwerpunkt in der Nephrologie und Andreas mit einem Schwerpunkt in der Diabetologie.

Der Podcast erscheint alle 4 Wochen und richtet sich an Medizinerinnen und Mediziner. Wir denken dabei an ärztliche Kolleginnen und Kollegen, die am Denken und den Fehlermöglichkeiten, die dabei auftreten können, interessiert sind.
Wir denken aber auch an Studierende in den klinischen Semestern, die gerade dabei sind, das Diagnosestellen zu erlernen.

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  • 20 episodes
  • Updated Saturday

Episodes20

  • Saturday · 34 min

    Folge 43: Immer wieder Nachtschweiß bringt die Erinnerung

    Nachtschweiß, Gewichtsverlust, zunehmende Schwäche – und kein Fieber. Das Muster scheint klar zu sein. Das kann doch nur Krebs sein! Eine knapp 80-jährige Patientin mit komplexer Vorgeschichte landet im Krankenhaus. Ein breites Untersuchungsprogramm läuft an. Und dann zeigen alle Ergebnisse: kein Hinweis auf eine maligne Erkrankung. Was passiert, wenn das stärkste Muster in der Medizin auf einmal nicht aufgeht? Wenn das Labor nicht das liefert, was man erwartet – und der Befund, der die Diagnose eigentlich sichern sollte, einfach fehlt? Andreas und Ingo besprechen in dieser Folge einen Fall, der zeigt, wie gefährlich es ist, sich zu früh auf eine Erklärung festzulegen. Und wie viel man verpasst, wenn man nicht fragt: Was war eigentlich davor? Wer Folge 41 noch nicht gehört hat – dort haben wir die TANTE-PIAV-Liste zu Nachtschweiß als Leitsymptom aufgestellt. Der perfekte Einstieg, bevor es hier weitergeht. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Links und Tipps: Folge 41 (Nachtschweiß die Zweite) – TANTE-PIAV-Liste zu Nachtschweiß als Leitsymptom

  • July 15 · 49 min

    Folge 42: Every Patient tells their story

    Zwei Patienten, beide 28 Jahre alt, kommen mit Arthritis, Hautausschlag und Müdigkeit. Bei der jungen Frau hat man sofort ein Bild vor Augen – beim jungen Mann gerät das Denken ins Stocken. Woran liegt das? In dieser Folge der Denkfabrik Medizin sprechen Ingo und Andreas darüber, wie stark Geschlecht und Alter die Prätestwahrscheinlichkeit einer Erkrankung verschieben – und warum es sich lohnt, die Geschlechtsverteilung von Anfang an mitzudenken. Aus einer früher einmal flapsig hingeworfenen Bemerkung („das ist eine Männer-“ bzw. „eine Frauenkrankheit“) wird ein ernst gemeintes diagnostisches Werkzeug. Als roten Faden nutzen die beiden zwei Konzepte, die sich durch die ganze Folge ziehen: das Illness-Script – die persönliche „Karteikarte“ zu jeder Erkrankung in unserer inneren Bibliothek – und das Base-Rate-Denken, also die Frage, wie häufig eine Erkrankung in genau dieser Patientengruppe überhaupt ist. Am Ende bleibt eine einfache Botschaft: Die Base-Rate denkt immer mit. Wer Geschlecht und Alter von Anfang an einbezieht, kommt zu einer fokussierteren, begründeten Differentialdiagnose – und läuft seltener in die Irre. Als grobe Faustregel: Ab etwa 3:1 lohnt sich der bewusste Blick auf die Geschlechtsverteilung, ab 10:1 betrifft eine Erkrankung fast nur ein Geschlecht. Jetzt reinhören und mitdenken. Wie in der Folge angekündigt, findet ihr hier zusätzlich eine Übersicht (PDF) mit Erkrankungen, die eine deutliche Frauen- bzw. Männerprädominanz zeigen: https://tinyurl.com/33e3v7w9 Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Links und Tipps: Rolf Dobelli – „Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen“ Hanser 2011 – ISBN 978-3-446-42682-5 (Base-Rate-Neglect, das Beispiel „Markus“) Danielle Ofri – „What Patients Say, What Doctors Hear“ Beacon Press 2017 – ISBN 978-0-8070-6263-0 (Zuhören und die durchschnittliche Unterbrechung nach ~18 Sekunden) Jerome Groopman – „How Doctors Think“ Houghton Mifflin 2007 – ISBN 978-0-618-61003-7 (der Fall bei Dr. Falchuk – das weiße Blatt Papier) Gerd Gigerenzer – „Risiko: Wie man die richtigen Entscheidungen trifft“ C. Bertelsmann 2013 – ISBN 978-3-570-10103-2 (Risikokompetenz und das Denken in natürlichen Häufigkeiten)

  • July 1 · 44 min

    Folge 41: Schon wieder Nachtschweiß

    Ein Ende 40-jähriger Mann stellt sich mit Leistungsknick, Nachtschweiß und leichter Gewichtsabnahme vor. Die Beschwerden bestehen seit zwei Monaten und begannen nach einem vermeintlich harmlosen Infekt. Was zunächst unspezifisch klingt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem diagnostischen Klassiker. Andreas und Ingo arbeiten sich systematisch mit einer TANTE-PIAV-Liste durch die Differenzialdiagnosen. Von Autoimmunerkrankungen über Malignome und psychosomatische Ursachen bis hin zu Tuberkulose und Endokarditis wird diskutiert, wie sich Wahrscheinlichkeiten mit jeder neuen Information verändern. Anhand neuer Befunde zeigen die beiden, wie Prätestwahrscheinlichkeiten angepasst werden müssen – und warum manche Diagnosen plötzlich immer wahrscheinlicher werden, während andere nahezu vom Tisch sind. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de

  • June 15 · 33 min

    Folge 40: Der Teufel steckt im Detail – LDL niedrig, Skepsis hoch

    Hier kommt eine weitere Folge aus unserer lockeren Reihe über wichtige Studienergebnisse. Heute geht es erneut um eine Studie aus dem New England Journal, in der zwei verschiedene LDL-Zielwerte verglichen wurden. Es waren alles Patienten mit einer manifesten kardiovaskulären Vorerkrankung, ausschließlich aus Südkorea. Die eine Gruppe sollte ein LDL von < 55 mg/dl erreichen, die andere eines von < 70 mg/dl. Ingo und Andreas stellen die Studie vor und besprechen gemeinsam, welche Erkenntnisse man aus dieser Arbeit ziehen kann, und welche auch nicht. Müssen wir unser therapeutisches Verhalten ändern? Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Intensive LDL Cholesterol Targeting in Atherosclerotic Cardiovascular Disease N Engl J Med 2026;394:1365-75, DOI: 10.1056/NEJMoa2600283

  • June 1 · 33 min

    Folge 39: Erst schnell ohne Erfolg, dann langsam zum Ziel

    Ein 52-jähriger Patient wird mit akuten retrosternalen Schmerzen und auffälligem EKG per Notarzt ins Krankenhaus gebracht. Im Raum stehen zunächst die großen und gefährlichen Diagnosen: akutes Koronarsyndrom, Lungenembolie oder Aortendissektion. Doch Troponin, CT und weitere Untersuchungen passen nicht so recht ins Bild. Dann zeigt sich: Der Patient hat einen Perikarderguss, Pleuraergüsse und seit Monaten zunehmende Gelenkbeschwerden. Unter Immunsuppression mit Infliximab entsteht eine neue differenzialdiagnostische Spur. Andreas und Ingo nutzen den Fall, um über zwei völlig unterschiedliche Arten medizinischen Denkens zu sprechen: schnelles, heuristisches Denken in der Akutsituation – und langsames, analytisches Denken mithilfe einer TANTE-PIAV-Liste. Am Ende findet sich eine Diagnose, die mit den Beschwerden die den Patienten ins Krankenhaus gebracht haben, gar nicht mehr viel zu tun hat. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de

  • May 14 · 55 min

    Folge 38: Fehler gehen unter die Haut - wir sprechen mit H.U. Schmidt über Scham- und Schuldgefühle i.d. Medizin

    Scham und Schuld – die heimlichen Begleiter ärztlichen Handelns. Ingo und Andreas widmen sich einem Thema, über das in der Medizin viel zu selten offen gesprochen wird. Zu Gast ist Dr. Hans-Ulrich Schmidt, Facharzt für psychosomatische Medizin und Leiter der ärztlichen Psychotherapie im Ambulanzzentrum des UKE. Gemeinsam gehen die drei der Frage nach, was Scham von Schuld unterscheidet, wo diese Gefühle im ärztlichen Alltag entstehen – und wie wir besser mit ihnen umgehen können. Am Ende steht eine klare Botschaft: Wer offen über Scham und Schuld spricht, entlastet nicht nur sich selbst – sondern tut den Kolleginnen und Kollegen einen Gefallen. Denn vom offenen Umgang profitieren alle Beteiligten, auch die Patientinnen und Patienten. So entsteht echte Lernkultur. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Buchhinweis: Hans Ulrich Schmidt & Ulrich Lamparter (Hrsg.), „Wirklich psychisch bedingt?“ – Somatische Differenzialdiagnosen in der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie Schattauer Verlag – ISBN 978-3608401844

  • May 1 · 40 min

    Folge 37: Über die Niere in die große weite Welt

    Eine Patientin in ihren 70ern wird mit persistierend erhöhten Kaliumwerten bei Ingo vorgestellt. Über Monate hinweg liegen die Werte stabil im pathologischen Bereich – und das bei völligem Wohlbefinden. Eine echte Hyperkaliämie? Oder steckt etwas anderes dahinter? Ingo und Andreas machen sich auf den Weg durch die Differenzialdiagnostik – von der klassischen TANTE-PIAV- Liste bis hin zu „first principles“. Dabei wird schnell klar: Hyperkaliämie ist kein einfaches Muster, sondern fordert strukturiertes Denken. Schließlich nimmt der Fall eine unerwartete Wendung: Ein auffälliges Blutbild führt schließlich zur entscheidenden Spur – und zu einer Diagnose, die weit über die Nephrologie hinausgeht. Am Ende steht nicht nur die Auflösung eines kniffligen Falls, sondern auch eine wichtige Botschaft: Häufiges ist häufig – aber manchmal steckt hinter einem „banalen“ Laborwert eine ganz andere Erkrankung. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de

  • April 15 · 51 min

    Folge 36: Nobody is perfect

    Fehler passieren – auch in der Medizin. In dieser persönlichen Folge verlassen Ingo und Andreas bewusst die Rolle der Analytiker und werden selbst zu Fallbeispielen: Sie berichten offen von Fehldiagnosen, organisatorischen Versäumnissen und Denkfehlern – und davon, was diese emotional auslösen. Denn schnell wird klar: Scham, Schuld und Rechtfertigung sind ständige Begleiter, weshalb zu selten darüber gesprochen wird. Anhand konkreter Fälle diskutieren die beiden unter anderem: eine übersehene Lungenembolie bei einer jungen Patientin einen überlesenen CT-Nebenbefund mit gravierenden Folgen eine seltene Erkrankung mit atypischer Präsentation die Gefahr diagnostischer Sicherheit („thinking stops when the diagnosis is made“) warum sich Fehler im Team fortpflanzen können einen klassischen Hierarchiefehler, bei dem Autorität kritisches Denken ersetzt Am Ende steht eine Einladung: Diese Folge soll Mut machen, über Fehler zu sprechen – im Team, unter Kolleginnen und Kollegen und auch mit Patienten. Denn nur so entsteht echte Lernkultur. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de

  • April 1 · 34 min

    Folge 35: Wie sicher ist sicher?

    Eine 67-jährige Patientin entwickelt innerhalb weniger Tage eine dramatische Luftnot – so ausgeprägt, dass sie schließlich nicht einmal mehr vom Stuhl zur Toilette gehen kann. Was steckt dahinter? Andreas und Ingo nehmen euch mit in einen diagnostischen Prozess, der exemplarisch zeigt, wie mächtig klinisches Denken sein kann – ganz ohne Technik. Ausgehend von einer strukturierten TANTE PIAV-Liste und ersten Hypothesen arbeiten sich die beiden Schritt für Schritt voran und diskutieren dabei konsequent Prätestwahrscheinlichkeiten. Dabei wird deutlich: Schon wenige gezielte Informationen können die Wahrscheinlichkeit einer Diagnose massiv verändern. Im Zentrum der Folge steht die Frage: Wann wissen wir genug – und wann brauchen wir noch einen Test? Doch damit nicht genug: Im Rahmen der Diagnostik zeigt sich ein unerwarteter Zufallsbefund. Plötzlich steht eine ganz neue Frage im Raum: Zufall ohne Bedeutung oder Hinweis auf eine ernsthafte zweite Erkrankung? Die Folge wirft damit auch ein Schlaglicht auf ein häufiges Dilemma im klinischen Alltag: Wie gehen wir mit Incidental Findings um? Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Links und Tipps: McGee's Evidence-Based Physical Diagnosis Auflage 2025 – ISBN 978-0443250132 Likelihood Ratios – Die Grafik von McGee und mehr: https://clinicalproblemsolving.com/2020/02/09/clinical-reasoning-corner-likelihood-ratios/

  • March 15 · 49 min

    Folge 34: Prätestwahrscheinlichkeiten – erst denken, dann testen

    Eine 35-jährige Patientin kommt mit Husten, Fieber und Tachykardie in die Praxis. Hat sie eine Pneumonie? Vielleicht. Aber wie wahrscheinlich ist das eigentlich – bevor wir ein Röntgenbild machen? In dieser Folge der Denkfabrik Medizin sprechen Ingo und Andreas über ein Konzept, das für die Diagnostik zentral ist – im Medizinstudium aber kaum gelehrt wird: die Prätestwahrscheinlichkeit. Die beiden zeigen, warum kein Test eine Diagnose beweist oder ausschließt, sondern lediglich Wahrscheinlichkeiten verschiebt. Und warum diagnostische Tests ohne vorherige Einschätzung der Wahrscheinlichkeit oft mehr Schaden als Nutzen bringen. Außerdem stellen Ingo und Andreas eine praktische Merkhilfe vor: den „BETTKASDEN“ – zehn Tests, die man bei niedriger Prätestwahrscheinlichkeit besser gar nicht erst anfasst. Am Ende bleibt eine wichtige Erkenntnis: Gute Diagnostik beginnt nicht mit einem Test – sondern mit einer klugen Einschätzung der Wahrscheinlichkeit. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Links und Tipps: McGee's Evidence-Based Physical Diagnosis Auflage 2025 – ISBN 978-0443250132 Accuracy of Practitioner Estimates of Probability of Diagnosis Before and After Testing, Daniel J. Morgan et al. JAMA Intern Med. 2021;181(6):747-755. doi:10.1001/jamainternmed.2021.0269 Likelihood Ratios – Die Grafik von McGee und mehr https://clinicalproblemsolving.com/2020/02/09/clinical-reasoning-corner-likelihood-ratios/

  • March 1 · 43 min

    Folge 33: Der Fall stinkt zum Himmel!

    Ein 24-jähriger Medizinstudent stellt sich mit arterieller Hypertonie vor. Vier Antihypertensiva sind notwendig, um Werte um 130/80 mmHg zu erreichen. Die Vordiagnostik an einer universitären Hochdruckambulanz ist beeindruckend umfangreich: Endokrinologie, Autoimmunserologie, Duplexsonographie, Speziallabor. Ergebnis: kein Hinweis auf sekundäre Ursachen – außer einer leichten Proteinurie, die als Hochdruckfolge aufgefasst wird. Und gerade deswegen: Irgendetwas an diesem Fall „stinkt zum Himmel“. Ingo und Andreas arbeiten sich durch den Fall – mit Heuristiken, mit der TANTE-PIAV-Liste und mit einem Blick auf Prätestwahrscheinlichkeiten. Sie diskutieren, warum „viel Diagnostik“ nicht automatisch „viel Erkenntnis“ bedeutet und wie man durch strukturiertes Denken Ungewissheit reduziert. Die entscheidende Wendung bringt am Ende kein High-End-Test! Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Link zum Amboss-Podcast mit Philip Winhart Folge mit Ingo zum Urinstix: https://amboss.podigee.io/133-nierenerkrankungen

  • February 15 · 59 min

    Folge 32: Was können wir von Tierärzten lernen? - Wir sprechen mit Christiane Reichel-Saar

    Eine Katze verliert Gewicht, frisst wie verrückt und trinkt ungewöhnlich viel. Für Ingo klingt das nach Diabetes – doch der Urinstix bleibt negativ. Die Lösung bringt erst der Besuch bei der Tierärztin. Dieser Fall ist der Einstieg in eine Folge, die den Blick weitet: weg von der Humanmedizin, hin zur Tiermedizin. Ingo und Andreas sprechen mit der Tierärztin Christiane Reichel-Saar, die über viele Jahre eine große tierärztliche Praxis in Hamburg geführt hat. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie Diagnostik funktioniert, wenn der Patient nichts erzählen kann. Taucht mit ein in die Welt der Tiermedizin und die Frage, wo es denn Ähnlichkeiten und wo Unterschiede zur Humanmedizin gibt. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de

  • February 1 · 34 min

    Folge 31: Den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen

    Ein Blick ins Labor am Morgen – und ein einzelner Wert fällt auf: Ein Kalzium von 2,7 mmol/l bei einem 81-jährigen Patienten. Nicht dramatisch. Aber erklärungsbedürftig. Andreas stellt Ingo den Patienten vor: ein älterer Mann mit Typ-2-Diabetes, kardiovaskulären Vorerkrankungen und eingeschränkter Nierenfunktion. Gemeinsam mit Ingo beginnt eine strukturierte Differenzialdiagnose mit Hilfe von TANTE PIAV. Doch im Verlauf zeigt sich: Nicht fehlendes Wissen ist das Problem, sondern ein klassischer Denkfehler. Oder anders gesagt: Manchmal liegt die Lösung nicht im nächsten Speziallabor – sondern im genauen Hinschauen. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Link zum Amboss-Podcast mit Philipp Winghart: Folge mit Ingo zu Hyperkalzämie: https://amboss.podigee.io/154-hyperkalzaemie Folge mit Andreas zu oralen Antidiabetika: https://amboss.podigee.io/177-antidiabetika

  • January 15 · 1 hr 1 min

    Folge 30: Worte sind Biochemie – der Nocebo-Effekt

    Eine 33-jährige Frau kommt mit Flankenschmerzen in die Notaufnahme. Unter dem Verdacht einer Nephro- /Urolithiasis wird ein CT gemacht. Ein Stein findet sich nicht – aber Zysten in beiden Nieren. Der Urologe kommentiert: „Ich fürchte, mit 60 sind Sie an der Dialyse.“ Was dieser Satz im Körper und im Leben der Patientin anrichten kann, ist Thema dieser Folge. Ingo und Andreas sprechen über den Nocebo-Effekt – die Kehrseite des Placebo-Effektes. Sie zeigen, wie ärztliche Worte, Blicke und Aufklärungsbögen Symptome, Ängste und sogar Therapieabbrüche auslösen können. Anhand vieler Beispiele aus dem Praxisalltag diskutieren die beiden: wie Nocebo körperliche und psychische Symptome erzeugt warum Angst ein schlechter Motivator ist wie Framing, Beipackzettel und Aufklärungsbögen wirken und warum eine gute Arzt-Patient-Beziehung der beste Schutz vor Nocebo ist Am Ende geht es um ein großes ethisches Dilemma: Wie kann man ehrlich aufklären, ohne Schaden anzurichten? Jetzt reinhören – und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de

  • January 1 · 43 min

    Folge 29: Ingo hat ein Problem – Likelihood Ratios bringen die Lösung

    Ingo muss sich einer Hüft-TEP Op unterziehen. Da er schon eine Prothese hat, die gewechselt werden muss, werden bereits vor der OP einige Tests zum Ausschluss/Nachweis einer periprothetischen Infektion gemacht. Diese sind glücklicherweise zunächst alle negativ. Doch dann kommt ein positiver Befund zurück. Verändert dieser positive Befund die gesamte Sichtweise? Muss das gerade implantierte Material wieder entfernt werden? Andreas und Ingo zeigen euch, wie man in einer solchen komplexen Situation einen klaren Kopf behält. Sie stellen euch das Konzept der Likelihood Ratios vor, die eine (posttest) Berechnung der Wahrscheinlichkeit einer Infektion erlauben. Und dabei kommt erstaunliches heraus! Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Verlinkungen: Link zum Rechenbogen: https://tinyurl.com/564yjjpv Likelihood Ratio bei DocCheck Flexikon: https://tinyurl.com/3pt4veya Fagan-Nomogramm bei Wikimedia-Commons: https://tinyurl.com/5x8p4vwu McGee's Evidence-Based Physical Diagnosis 6. Auflage ISBN 978-0443250132

  • Dec 15, 2025 · 53 min

    Folge 28: Die verlorene Kunst des Heilens

    In ihrer diesjährigen Folge zu Weihnachten und Chanukka stellen Ingo und Andreas wieder ein Buch vor. Dieses Jahr ist es „Die verlorene Kunst des Heilens“ von Bernard Lown. Auch dies Buch hat die beiden tief bewegt und ihren Umgang mit Patientinnen und Patienten nachhaltig verändert. Bernard Lown war ein berühmter Kardiologe aus Boston. Er hat den Gleichstrom-Defibrillator entwickelt, den wir noch heute nutzen, der mittlerweile an zahlreichen Stellen auch im öffentlichen Raum zu finden ist, und der die modernen, implantierbaren Defis erst möglich gemacht hat. Neben diesem sehr somatischen Arbeit als Rhythmologe hat sich Lown aber auch sehr mit dem Verhältnis zwischen Ärztinnen und Patientinnen beschäftigt. Viele seiner Gedanken haben bei Ingo und Andreas Eingang in die Art ihrer täglichen Arbeit gefunden. Wenn ihr Interesse an diesem Buch habt, hört doch einfach mal rein. Vielleicht lasst ihr auch von dem einen oder anderen Gedanken auch anstecken. Am 1. Januar 2026 folgt dann die nächste Folge mit einer diesmal sehr persönlichen Patientengeschichte. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Bernard Lown Die verlorene Kunst des Heilens – Anleitung zum Umdenken Suhrkamp Verlag ISBN 978-3518455746

  • Dec 1, 2025 · 43 min

    Folge 27: Wie würden Sie entscheiden?

    Andreas lernt einen Patienten kennen, bei dem plötzlich ein schmerzloser Ikterus aufgetreten ist. Sowohl Ingo als auch Andreas können eigentlich nur an ein Malignom als Ursache denken. Aber mit einer TANTE PIAV-Liste kommen noch weitere Differenzialdiagnosen zum Vorschein. Die richtige Diagnose war bei Andreas Patienten rasch gestellt und dann folgten mehrere Operationen. Ingo und Andreas diskutieren die Frage, ob das denn sinnvoll war, und ob man in ähnlichen Situationen nicht mit mehr Zeit und Ruhe, zu einer anderen Entscheidung gekommen wäre. Ein Fall von Action-Bias? Jetzt reinhören und mitdenken. Und überlegen: wie hättet ihr entschieden? Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de

  • Nov 15, 2025 · 1 hr 8 min

    Folge 26: Diagnose: Denkfehler! Wir sprechen mit Matthias Janneck über ärztliches Denken.

    Schon häufig haben Ingo und Andreas über ärztliche Denkfehler gesprochen. Diese kognitiven Fehlleistungen sind nicht auf Ärztinnen und Ärzte beschränkt. Eigentlich jeder Mensch unterliegt diesem Problem fast täglich. Im medizinischen Kontext sind die Folgen im Zweifel aber sehr viel relevanter als im täglichen Leben. Für diesen Folge haben Ingo und Andreas zum ersten Mal einen Gast eingeladen. Dr. Matthias Janneck ist Internist und Nephrologen. Er war lange Oberarzt im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und leitet seit einigen Jahren die Abteilung für Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie am Albertinen-Krankenhaus in Hamburg. Matthias beschäftigt sich schon viele Jahre mit dem ärztlichen Denken und den Denkfehlern. Mit ihm als Spezialisten sprechen Ingo und Andreas nicht nur über Denkfehler, sondern auch, wie man ihnen möglichst wenig aufsitzt. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Leseliste Ärztliche Denkfehler: J. Kassirer, J. Wong, R. Kopelmann: Learning Clinical Reasoning , Wolters Kluwer 2010 (Lehrbuchklassiker des Clinical Reasonings in Englisch. Es werden die einzelnen Schritte auf dem Weg zur Diagnose beschrieben und mit Fällen illustriert.) Rolf Dobelli: Die Kunst des klaren Denkens, Hanser Verlag 2011 (Beschreibung von menschlichen Denkfehlern, die sich häufig auf das ärztliche Denken übertragen lassen in einer leicht lesbaren Form) N. Donner-Banzhoff: Die ärztliche Diagnose – Erfahrung-Evidenz-Ritual Hogrefe Verlag 2022 (Kommentar: Umfassendes Buch zur ärztlichen Diagnose, nicht immer leicht zu lesen, kritische Auseinandersetzung mit Denkfehlern.) U. Frey, J. Frey: Fallstricke – Die häufigsten Denkfehler in Alltag und Wissenschaft, Verlag C.H. Beck 3. Auflage 2011 (Kurzweilige Beschreibung von menschlichen Denkfehlern aus Medizin, Technik und Physik) D. Kahnemann: Schnelles Denken, langsames Denken, Penguin Verlag 2012 (englisches Original 2011) J. Howard: Cognitive Errors and Diagnostic Mistakes: A Case-Based Guide to Critical Thinking in Medicine, Springer Verlag 2018 (Beschreibung von Denkfehlern anhand vieler Fälle, spannend und leicht (auf englisch) zu lesen) AMBOSS Podcast: Folgen mit Matthias, Ingo und Andreas: Störungen im Salz- und Wasserhaushalt https://amboss.podigee.io/95-salz-wasser Ärztliche Denkfehler: Vom Bias zur Fehldiagnose https://amboss.podigee.io/117-bias Nierenerkrankungen: Vom U-Stix zur Diagnose https://amboss.podigee.io/133-nierenerkrankungen Hypertonus: 11 häufige Behandlungsfehler vermeiden https://amboss.podigee.io/142-hypertonusfehler Hyperkalzämie: Notfall oder Nebenbefund https://amboss.podigee.io/154-hyperkalzaemie Nierensteine: Worauf es in der Praxis ankommt https://amboss.podigee.io/168-nierensteine Schwangerschaftsdiabetes: Richtig testen, richtig helfen https://amboss.podigee.io/166-gestationsdiabetes

  • Nov 1, 2025 · 48 min

    Folge 25: Long time no see

    Bei einem Patienten von Ingo treten akut Gelenkschmerzen in fast allen Gelenken auf. Am schlimmsten ist es nach ein paar Tagen in beiden Schultern. Weder Schmerzmedikamente noch Prednisolon oder Leflunamid bringen eine wirkliche Besserung. Was kann das sein? Andreas und Ingo bilden eine TANTE PIAV Liste, bei der die richtige Diagnose zwar vorkommt, aber nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Liste der Differenzialdiagnosen aufgenommen wird. Die Lösung bringt am Ende die Vorstellung des Patienten in einer speziellen Hamburger Einrichtung. Hier ist die seltene Erkrankung des Patienten gar nicht so selten, und die Kollegin erkennt ein Muster. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de

  • Oct 15, 2025 · 25 min

    Folge 24: Der Teufel steckt im Detail – Finerenone plus Empagliflozin bei Menschen mit Typ 2 Diabetes

    Hier kommt eine weitere Folge unseres neuen Formats zu Studien. Es geht wieder um eine Arbeit aus dem New England Journal in der diesmal Patienten mit Typ 2-Diabetes und chronischer Nierenerkrankung untersucht wurden. 800 Patienten erhielten entweder Finerenone, oder Empagliflozin, oder beides. Ingo stellt Andreas die Studie vor und dann besprechen beide gemeinsam, welche Erkenntnisse man aus dieser Arbeit ziehen kann, und welche auch nicht. Brauchen jetzt alle Patienten mit Proteinurie eine Kombinationsbehandlung? Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Finerenone with Empagliflozin in Chronic Kidney Disease and Type 2 Diabetes N Engl J Med 2025;393:533-43. DOI: 10.1056/NEJMoa2410659