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Cybersecurity ist Chefsache

Nico Freitag & Ann-Katrin Lange

Der wöchentliche Podcast „Cybersecurity ist Chefsache“ ist eine Plattform, auf der verschiedene Experten aus der Welt der Digitalisierung und Cybersecurity zusammenkommen, um über aktuelle Themen, Trends und praktische Anwendungen zu sprechen.

Die Hosts Nico Freitag und Ann-Kathrin Lange laden regelmäßig Freunde, Kollegen und Gleichgesinnte aus unterschiedlichen Branchen ein, um ihre Erfahrungen und Perspektiven zu teilen. Gemeinsam diskutieren sie aktuelle Themen rund um Digitalisierung, Cybersecurity, OT-Sicherheit, Datenschutz und Informationssicherheit sowie deren praktische Umsetzung.

Die Themen werden durch die Community mitbestimmt, sodass die Zuhörer:innen relevante, praxisnahe und aktuelle Einblicke erhalten.

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  • 23 episodes
  • weekly
  • Avg 55 min
  • German
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  • S4 · E20
    Monday · 34 min

    Selbstständig in der Cybersecurity: Projekte finden, Preise setzen, Fehler vermeiden

    Die IT und insbesondere die Cybersecurity gelten als Branchen mit großem Fachkräftebedarf. Trotzdem ist der Einstieg kein Selbstläufer, weder für Quereinsteiger noch für Menschen, die sich als Freelancer selbstständig machen möchten. In dieser Sonderfolge von „Cybersecurity ist Chefsache“, gemeinsam aufgenommen in Frankfurt, sprechen Nico Freitag und Ann-Katrin Lange darüber, was beim Einstieg wirklich zählt. Ann-Katrin berichtet offen von ihrem eigenen Weg in die Selbstständigkeit und davon, welche Entscheidungen sie rückblickend anders treffen würde. Dazu gehört vor allem, nicht erst nach der Kündigung mit der Suche nach Projekten und der Vorbereitung des Geschäfts zu beginnen. Denn Selbstständigkeit besteht nicht nur aus der eigentlichen fachlichen Arbeit. Rechtsform, Versicherungen, Steuern, Geschäftskonto, Vertragsfragen, Preisgestaltung und Projektakquise gehören ebenso dazu. Wer diese Themen unterschätzt, kann schon zu Beginn unnötige Risiken eingehen. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Quereinstieg in die IT. Nico und Ann-Katrin zeigen, warum vorhandene Berufserfahrung kein Hindernis sein muss, sondern zum entscheidenden Vorteil werden kann. Das Beispiel eines Lageristen macht es greifbar: Er begann damit, Abläufe und Systeme in seinem eigenen Arbeitsumfeld zu verbessern, baute dadurch praktische Referenzen auf und spezialisierte sich später auf die Weiterentwicklung von Lagersystemen. Im Gespräch geht es außerdem um die Frage, wie Freelancer ihr Kompetenzprofil formulieren, Projektreferenzen sammeln und auf Vermittlungsplattformen sichtbar werden. Die klare Botschaft: Ein halb ausgefülltes Profil und passives Warten reichen nicht. Wer ein Projekt sucht, muss den eigenen fachlichen Schwerpunkt verständlich darstellen, passende Ansprechpartner aktiv kontaktieren und in Kundengesprächen Kompetenz zeigen, ohne sofort eine komplette kostenlose Beratung zu liefern. Auch die finanzielle Seite kommt nicht zu kurz. Wie entsteht ein realistischer Stunden- oder Tagessatz? Welche Marge eines Vermittlers ist nachvollziehbar? Warum müssen Remote- und Vor-Ort-Sätze getrennt kalkuliert werden? Und weshalb können Reisen, Hotels und zusätzliche Arbeitstage ein vermeintlich gutes Projekt wirtschaftlich unattraktiv machen? Im Gespräch geht es unter anderem um: Warum Ann-Katrin ihren Start in die Selbstständigkeit rückblickend anders vorbereiten würde Weshalb man idealerweise vor der Kündigung mit Projektakquise und Planung beginnt Welche organisatorischen, steuerlichen und versicherungsbezogenen Aufgaben oft unterschätzt werden Warum ein klares Kompetenzprofil wichtiger ist als eine beliebige Liste von IT-Themen Wie belastbare Projektreferenzen entstehen Weshalb Ehrenamt, interne Verbesserungsprojekte oder praktische Eigeninitiative den Einstieg erleichtern können Wie ein Lagerist über die Automatisierung von Abläufen den Quereinstieg in die IT geschafft hat Warum man nicht allein deshalb Pentester werden sollte, weil der Markt gerade Pentester sucht Welche Rolle Leidenschaft, Spezialisierung und Durchhaltevermögen spielen Warum mehr Geld allein selten eine tragfähige Motivation für die Selbstständigkeit ist Weshalb Work-Life-Balance im Freelancing nicht automatisch einfacher wird Wie Freelancer-Portale und Projektvermittler sinnvoll genutzt werden können Warum vollständige Profile, aktive Ansprache und gute Erreichbarkeit entscheidend sind Ob der direkte Start in die Selbstständigkeit nach Ausbildung oder Studium sinnvoll ist Wie man Stunden- und Tagessätze realistisch einschätzt Warum KI-Antworten keine verlässliche Marktpreisrecherche ersetzen Wie Vermittlermargen, Reisekosten und Vor-Ort-Tage in die Kalkulation gehören Weshalb zu viel „Free Consulting“ im Erstgespräch kontraproduktiv sein kann Wie Mentoring typische Stolpersteine beim Quereinstieg und beim Start als Freelancer reduzieren kann Warum der Fachkräftemangel in der Cybersecurity nicht allein durch KI verschwinden wird Der rote Faden der Folge: Ein erfolgreicher Einstieg in die IT braucht nicht zwingend den geradlinigsten Lebenslauf. Entscheidend sind ein glaubwürdiges Kompetenzprofil, praktische Referenzen, Eigeninitiative und eine realistische Vorbereitung. Wer sich selbstständig machen möchte, sollte nicht ins Leere springen, sondern Risiken früh erkennen und sich Unterstützung holen. Zum Ende kündigen Nico und Ann-Katrin an, ihr Wissen künftig stärker im Rahmen eines persönlichen Mentorings zu teilen. Das Angebot richtet sich an Menschen, die über Selbstständigkeit oder einen Quereinstieg nachdenken und sich bei Positionierung, Vorbereitung und Projektakquise Unterstützung wünschen. Weitere Einzelheiten sollen über die bekannten Kanäle folgen. Eine Folge für Quereinsteiger, Berufseinsteiger, IT-Fachkräfte, angehende Freelancer und alle, die über einen Wechsel in die Cybersecurity oder eine selbstständige Tätigkeit nachdenken. ____________________________________________ ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E19
    September 7 · 1 hr 10 min

    Awareness ist tot - warum Cyber-Trainings nicht wirken und Spielen besser schützt

    „Awareness ist tot.“ Eine provokante Aussage aber dahinter steckt eine Erfahrung, die viele Unternehmen kennen: Mitarbeitende klicken sich durch verpflichtende Web-Based-Trainings, beantworten die Fragen und erhalten ein Zertifikat. Ob sich ihr Verhalten im entscheidenden Moment tatsächlich verändert, bleibt oft offen. In dieser Folge von „Cybersecurity ist Chefsache“ sprechen Nico Freitag und Ann-Katrin Lange mit Florian Haacke und Marcus Schaper über die Grenzen klassischer Security-Awareness-Programme und die Frage, wie aus vermitteltem Wissen echtes, souveränes Handeln werden kann. Florian bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung als Sicherheitsverantwortlicher in DAX-Konzernen und unterschiedlichen Branchen mit. Seine zentrale These: Die Human Firewall beginnt nicht beim einzelnen Mitarbeitenden, sondern an der Spitze des Unternehmens. Wenn Geschäftsführung und Führungskräfte Cybersicherheit nicht sichtbar vorleben, wird das Thema auch in der Belegschaft nicht nachhaltig verankert. Marcus und Florian erzählen, wie aus ihren Erfahrungen im Energieumfeld die Idee zu „What the Hack!“ entstand. Statt Menschen allein vor ein weiteres Pflichttraining zu setzen, bringt das Serious Business Game Teams miteinander ins Gespräch. Die Teilnehmenden bewerten reale Situationen, diskutieren unterschiedliche Antworten, sammeln Spielvorteile und versuchen gemeinsam, einen Hacker zu stoppen. In der Folge bleibt es nicht bei der Theorie: Die Runde startet eine Live-Demo. Dabei wird sichtbar, warum der eigentliche Lerneffekt nicht allein in „richtig“ oder „falsch“ liegt. Er entsteht im Austausch, wenn Menschen ihre Entscheidungen begründen, andere Perspektiven kennenlernen und unter Zeitdruck zu einer gemeinsamen Lösung kommen. Im Gespräch geht es unter anderem um: Warum klassische Pflichttrainings häufig keine nachhaltige Verhaltensänderung auslösen Weshalb „Awareness ist tot“ nicht das Ende von Awareness, sondern das Ende überholter Methoden meint Warum angstgetriebene Schulungen Mitarbeitende eher zum Problem erklären, als sie zu stärken Weshalb absolvierte Trainings und Phishing-Klickraten nur begrenzt etwas über Sicherheitskultur aussagen Warum die Human Firewall bei Vorstand und Geschäftsführung beginnt Wie „Tone from the Top“ die Haltung der gesamten Organisation beeinflusst Weshalb Security Ownership nicht einfach an einzelne Mitarbeitende delegiert werden kann Wie haptische Erlebnisse und gemeinsame Übungen abstrakte Konzepte wie Security by Design verständlich machen Warum spielerisches Lernen auch im professionellen Umfeld eine ernsthafte Methode ist Wie „What the Hack!“ aus einer früheren Awareness-Initiative im Energiesektor entstanden ist Warum Diskussion, Zusammenarbeit und Wiederholung für den Lernerfolg entscheidend sind Wie Unternehmen eigene Kampagnen, Themen und Schwierigkeitsgrade in das Spiel integrieren können Welche Rolle aktuelle Angriffslagen, Ransomware, Phishing, Datenschutz und NIS 2 spielen können Weshalb die beste Lernerfahrung häufig in kleineren Gruppen mit ungefähr acht Personen entsteht Wie physische, digitale, moderierte und KI-gestützte Spielvarianten funktionieren Was Serious Gaming leisten kann und welche technischen Sicherheitsprobleme es ausdrücklich nicht löst Warum eine starke Sicherheitskultur kein Single-Player-, sondern ein Community-Thema ist Der rote Faden der Folge: Menschen sind nicht einfach „das Problem“. Sie sind ein entscheidender Teil der Sicherheitsorganisation aber nur dann, wenn Führung, Technik, Prozesse und Kultur zusammenspielen. Wissen allein reicht nicht. Menschen müssen Sicherheit erleben, besprechen, anwenden und wiederholen können. Eine Folge für Geschäftsführungen, Vorstände, CISOs, Security- und Awareness-Verantwortliche, Personalentwicklung, Compliance-Teams sowie alle, die Cybersecurity-Trainings wirksamer und menschlicher gestalten möchten. Hinweis: Die Vorstellung von „What the Hack!“ erfolgt aus Überzeugung der Beteiligten und ist keine bezahlte Werbung. ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Florian Haacke - LinkedIn Profil What the Hack - SBG Gaming ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E18
    August 31 · 50 min

    Zwischen KI, Verantwortung und Existenzangst: die ehrliche Seite der Selbstständigkeit

    In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache“ sprechen Nico und Ann-Katrin mit Marie-Luise Wegg, Co-Founderin und Geschäftsführerin der NeoMINT GmbH. Knapp ein Jahr nach ihrem ersten Besuch im Podcast zieht Marie eine schonungslose Zwischenbilanz: Was ist aus der Idee geworden, ein eigenes Cybersecurity-Unternehmen aufzubauen und wie fühlt sich Unternehmertum an, wenn die LinkedIn-Erfolgsgeschichten auf die Realität treffen? Marie erzählt offen von einer angespannten Marktlage, finanziellen Rückschritten und der Erkenntnis, dass eine GmbH kein Selbstläufer ist. Sie spricht darüber, warum Selbstständigkeit nicht automatisch ein dickes Auto, mehr Geld oder völlige Freiheit bedeutet und weshalb die entscheidende Frage vor der Gründung lautet: Was möchte ich mit diesem Unternehmen eigentlich erreichen? Im Gespräch geht es auch um den Schritt von der Selbstständigen zur Arbeitgeberin. Marie beschreibt, wie schwer es ist, Erwartungen, Qualitätsansprüche und Unternehmenskultur in einer vollständig remote arbeitenden Firma zu vermitteln. Dabei wird deutlich: Gute Mitarbeitende brauchen nicht nur Aufgaben und moderne Werkzeuge, sondern Klarheit, Orientierung, Vertrauen und Raum zum Lernen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf künstlicher Intelligenz. NeoMINT nutzt KI nicht als Ersatz für Menschen, sondern um Expertenwissen zu strukturieren, wiederholbar zu machen und Beratungsleistungen effizienter zu erbringen. Marie erklärt, weshalb Junior Consultants dadurch nicht überflüssig werden, warum KI Schwächen ausgleichen kann und weshalb ein Unternehmen trotzdem Verantwortung für Einarbeitung und Kompetenzaufbau übernehmen muss. Gleichzeitig zeigt sie die Grenzen: Wer KI grundsätzlich ablehnt, passt nicht zu einem Geschäftsmodell, dessen Abläufe gezielt auf Datenmodelle und Automatisierung ausgerichtet sind. Doch auch ein KI-affines Unternehmen darf Unsicherheit nicht mit Unfähigkeit verwechseln. Führung bedeutet deshalb auch, Fragen zuzulassen und Menschen bei der Veränderung ihrer Arbeit mitzunehmen. Im Gespräch geht es außerdem um: Warum die Realität der Selbstständigkeit wenig mit den Erfolgsbildern auf LinkedIn zu tun hat Weshalb Marie zu Beginn finanziell deutlich zurückstecken musste Warum Selbstwirksamkeit für sie wichtiger ist als möglichst schnelles Wachstum Wie sich ein vollständig remote arbeitendes Team führen lässt Weshalb eine Unternehmenskultur nicht allein durch Benefits und flexible Arbeitszeiten entsteht Warum People Pleasing zugleich Antrieb und Stolperfalle sein kann Wie Unternehmer lernen, Ratschläge, Angebote und Netzwerke bewusst auszusortieren Warum Junior Consultants nicht durch KI ersetzt werden Welche Tätigkeiten automatisiert werden können und wo menschliche Verantwortung unverzichtbar bleibt Wie NeoMINT Expertenwissen in ein gemeinsames Datenmodell überführt Warum gute KI-Ergebnisse immer eine klare Vorstellung vom gewünschten Ergebnis voraussetzen Wie kleine Beratungshäuser mithilfe von KI auch größere Aufträge bewältigen können Weshalb Kunden nicht nur für Dokumente, sondern für Qualität, Kontext und nachvollziehbare Entscheidungen bezahlen Warum viele Menschen unbewusst auf das Scheitern anderer warten Welche persönlichen Fragen man sich vor einer Gründung stellen sollte Der rote Faden: Selbstständigkeit ist kein fertiges Erfolgsmodell, sondern ein dauernder Lernprozess. KI kann Arbeit beschleunigen und Wissen skalierbar machen. Sie nimmt Unternehmern aber weder Entscheidungen noch Verantwortung ab. Eine Folge für Gründerinnen und Gründer, Geschäftsführungen, Beratungsunternehmen, Führungskräfte sowie alle, die verstehen möchten, wie KI, Unternehmenskultur und persönliche Resilienz in der Praxis zusammenwirken. ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Marie-Luise Wegg - LinkedIn Profil ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E17
    August 24 · 37 min

    Erkennen ist nicht beweisen: was digitale Forensik wirklich leisten kann (Teil 2)

    In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache“ setzt Nico das Gespräch mit Ronny Bodach fort. Ronny ist Professor für IT-Sicherheit und Digitale Forensik an der Hochschule Mittweida und war mehr als 15 Jahre bei der Kriminalpolizei tätig, zuletzt in der Leitung der IT-Forensik. Nachdem es im ersten Teil um Spurensicherung, flüchtige Daten und gerichtsfeste Beweise ging, richtet sich der Blick nun auf die Fälle, in denen die entscheidenden Daten nicht mehr auf einer lokalen Festplatte liegen. Was passiert, wenn sich der digitale Tatort in einer Cloud befindet, der Anbieter im Ausland sitzt oder verschlüsselte Kommunikation den Zugriff verhindert? Ronny erklärt, welche Möglichkeiten Ermittler über Cloud-Konten, Zugriffstokens und internationale Rechtshilfe haben und wo selbst ein identifizierter Täter unerreichbar bleiben kann. Manchmal kennen die Ermittler den Namen, die Straße und sogar die Hausnummer, können aber nicht zugreifen, weil das betreffende Land nicht mit deutschen Behörden zusammenarbeitet. Auch die politische Debatte über Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wird bewusst nicht ausgespart. Strafverfolgungsbehörden benötigen Möglichkeiten zur Aufklärung schwerer Straftaten. Gleichzeitig schafft jede technische Hintertür ein neues Risiko für Unbefugte und gefährdet die Vertraulichkeit privater Kommunikation. Eine einfache Antwort gibt es nicht. Im weiteren Verlauf geht es um die Frage, wie lange Unternehmen ihre Logs aufbewahren sollten, warum eine möglichst große Datenmenge nicht automatisch zu besseren Ermittlungen führt und weshalb schlecht konfigurierte Systeme entscheidende Spuren innerhalb kürzester Zeit überschreiben können. Ein weiterer Schwerpunkt ist die internationale Strafverfolgung. Ronny berichtet, wie sich die Zusammenarbeit über Europol und gemeinsame Ermittlungsgruppen verbessert hat, weshalb große Operationen gegen Ransomware-Gruppen trotzdem Monate oder Jahre benötigen und warum Unternehmen auch dann Strafanzeige erstatten sollten, wenn der laufende Betrieb zunächst wichtiger erscheint. Zum Abschluss sprechen Nico und Ronny über eine neue Herausforderung: KI-generierte Bilder, Videos, Dokumente und digitale Spuren. Deepfakes und künstlich erzeugte Inhalte machen es zunehmend schwieriger, die Echtheit vermeintlicher Beweismittel zu beurteilen. Wer versteht, wie Forensiker nach Artefakten suchen, kann theoretisch auch versuchen, passende Spuren zu legen. Im Gespräch geht es außerdem um: Warum gelöschte oder überschriebene Spuren nicht immer endgültig verloren sind Wie schnell Logfiles durch Fehlkonfigurationen unbrauchbar werden können Welche Möglichkeiten Cloud-Tokens bei einer laufenden Durchsuchung eröffnen Warum verschlüsselte Cloud-Daten über ein sichergestelltes Endgerät teilweise doch zugänglich werden Das Spannungsfeld zwischen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Privatsphäre und Strafverfolgung Weshalb es keine allgemeingültige Aufbewahrungsfrist für Logs gibt Warum mehr gesammelte Daten nicht automatisch bessere Forensik bedeuten Wie Europol und internationale Ermittlungsgruppen die Strafverfolgung verändert haben Was passiert, wenn Name und Adresse eines Täters bekannt sind, aber kein Zugriff möglich ist Warum Unternehmen nach einem Cyberangriff trotzdem Strafanzeige erstatten sollten Wie sich Beweissicherung und die Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs miteinander vereinbaren lassen Wie KI, Deepfakes und manipulierte Artefakte die digitale Forensik verändern Warum eine theoretisch mögliche Manipulation noch lange keine plausible Erklärung für Tausende Dateien ist Eine Folge für Geschäftsführungen, IT- und Security-Verantwortliche, Ermittler, Krisenteams und alle, die verstehen wollen, wo digitale Forensik an technische, rechtliche und internationale Grenzen stößt. Das ist Teil 2 des Gesprächs. Teil 1 ist bereits im Podcast-Feed verfügbar. ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Ronny Bodach - LinkedIn Profil ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E16
    August 17 · 26 min

    Erkennen ist nicht beweisen: was digitale Forensik wirklich leisten kann (Teil 1)

    In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache" sprechen Nico und Ann-Katrin mit Ronny Bodach, Professor für IT-Sicherheit und Digitale Forensik an der Hochschule Mittweida und über 15 Jahre bei der Kriminalpolizei, davon zuletzt in der Leitung der IT-Forensik, über ein Feld, das die meisten nur aus dem Fernsehen kennen: digitale Forensik. Was passiert eigentlich wirklich, wenn ein Rechner beschlagnahmt wird, und wie weit ist es von „Ich weiß, was passiert ist" bis „Ich kann es beweisen"? Ronny räumt zuerst mit zwei verbreiteten Erwartungen auf. Die Polizei ist für die Strafverfolgung zuständig, nicht für die Wiederherstellung von Systemen: „Ich kenne keine Polizei, die für die Wiederherstellung von Daten zuständig ist." Und die Forensik-Abteilungen der Cyberversicherungen sind noch jung und verfolgen ein eigenes Interesse, nämlich unter anderem zu klären, ob fahrlässig gehandelt wurde und ob sich eine Lösegeldzahlung vermeiden lässt. Wer nach einem Vorfall darauf wartet, dass jemand anderes aufräumt, verliert genau die Zeit, in der flüchtige Spuren verschwinden. Danach wird es praktisch. Forensik heißt wörtlich „fürs Gericht arbeiten", und genau daran hängt das Handwerk: Spuren erkennen, sichern, dokumentieren, interpretieren. Ronny erklärt, warum bei einem Ransomware-Fall der Hauptspeicher essenziell ist, weil moderne Schadsoftware oft nur noch im RAM läuft und auf der Festplatte gar nicht mehr auftaucht, warum Verschlüsselung die Reihenfolge der Arbeitsschritte diktiert und wie mit Schreibblockern und einer 1:1-Kopie die Chain of Custody gehalten wird, damit vor Gericht Bestand hat, was man gefunden hat. Dazu ein ehrlicher Blick auf die Grenzen: Nicht alles lässt sich zu 100 Prozent beweisen, oft macht erst die Menge unterschiedlicher Spuren das Indiz. Im dritten Teil geht es um Ausbildung und Alltag: warum Kriminalistik, Hypothesenbildung und Programmierung für Forensiker genauso dazugehören wie Betriebssystem-Wissen, warum Mittweida eigene Tools entwickelt und frei zur Verfügung stellt, und warum Incident Response im Unternehmenskontext anders arbeitet als die klassische Forensik in der Behörde, wo man auch mal Wochen Zeit hat. Im Gespräch geht es außerdem um: Warum die Polizei Spuren sichert, aber keine Systeme wiederherstellt Welches Interesse Cyberversicherungen bei der Aufklärung eines Vorfalls tatsächlich haben Was digitale Forensik umfasst, von Smartphone und ERP-System bis 3D-Tatort-Scan Warum moderne Malware oft nur im RAM existiert und was das für den ersten Zugriff bedeutet Verschlüsselte Geräte: warum „niemals ausschalten" mehr als eine Faustregel ist Schreibblocker, 1:1-Kopie und Chain of Custody, also wie Beweiskraft entsteht Metadaten, Logs, Zeitstempel und gelöschte Dateien und warum sie immer schwerer zu bekommen sind Der Unterschied zwischen „Ich weiß es" und „Ich kann es beweisen", inklusive Wahrscheinlichkeiten in Gutachten Incident Response im Unternehmen vs. klassische Forensik in der Behörde Warum es den goldenen Schlüssel nicht gibt und wo der Rechtsrahmen Grenzen setzt Wie man Forensiker ausbildet: Kriminalistik, Python, eigene Tools und Durchhaltevermögen Eine Folge für Geschäftsführungen, IT- und Security-Verantwortliche, Krisenteams und alle, die verstehen wollen, was nach dem Alarm technisch und rechtlich wirklich passiert. Das ist Teil 1 des Gesprächs, Teil 2 folgt. ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Ronny Bodach - LinkedIn Profil ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E15
    August 10 · 1 hr 8 min

    Nicht nachbesetzen statt entlassen: die unbequeme Wahrheit über KI und Arbeitsplätze

    In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache" sprechen Nico und Ann-Katrin mit Sven Neubert, Seriengründer und Multiunternehmer aus Stuttgart, über ein Thema, das den Mittelstand gerade mit voller Wucht erreicht: künstliche Intelligenz und Automatisierung. Wie nutzt man KI nicht als nächsten Hype, sondern als echten Standort- und Wettbewerbsvorteil ohne dabei Datenschutz und Sicherheit hinten anzustellen? Svens These ist deutlich: „Die wissen gar nicht, was für ein Tsunami sich im Hintergrund auftürmt." Statt jedem neuen Tool hinterherzulaufen (er nennt es den „Next Shiny Thing"-Reflex), plädiert er dafür, KI von hinten zu denken: erst die Prozesse verstehen und verschlanken, dann automatisieren. Am Beispiel einer Werkstudentin, die eingefahrene Abläufe hinterfragt und Betriebsblindheit aufdeckt, zeigt er, wie viel sich schon vor dem ersten KI-Einsatz gewinnen lässt. Sein Hebel für den Wandel ist dabei bewusst unaufgeregt: nicht kündigen, sondern die natürliche Fluktuation nutzen und frei werdende Aufgaben Schritt für Schritt mit Technologie ersetzen. Im weiteren Verlauf wird es strategisch. Sven spricht über den Pro-Kopf-Umsatz als Gradmesser für das Verhältnis von Mensch und Wertschöpfung, über digitale Souveränität jenseits des Reflexes „alles muss aus Deutschland kommen" und darüber, was passiert, wenn Anbieter erst abhängig machen und dann die Preise anziehen („KI wirkt wie eine Droge"). Gemeinsam ordnen die drei ein, warum Sicherheit und Qualität kein Nachgedanke sein dürfen: „Vibe Coding" ohne Security Layer und Quality Gates rächt sich, der Mensch bleibt Prüf- und Freigabeinstanz und ein Unternehmen ohne digitalen „Nordstern" baut sein Haus ohne Statiker: Man merkt es erst, wenn der Keller feucht wird. Im Gespräch geht es außerdem um: Warum KI „von hinten" gedacht gehört: erst Prozesse verschlanken, dann automatisieren Wieso die natürliche Fluktuation der ideale Hebel ist, um ohne Kündigungen zu automatisieren Was der Pro-Kopf-Umsatz über das Verhältnis von Mensch und Wertschöpfung verrät Warum saubere, vernetzte Daten die eigentliche Grundlage jeder KI sind und warum Agenten klare Grenzen brauchen Wie sich digitale Souveränität von „alles aus Deutschland" unterscheidet und warum Resilienz gegen Preis- und Anbieterabhängigkeit zählt Bewusste vs. unbewusste Inkompetenz im Management und die Gefahr von Schatten-IT und Tool-Wildwuchs Weshalb fast kein Unternehmen ein digitales Zielbild hat und wozu der Blick von außen dient Warum Security und Quality Gates bei jedem KI-Projekt mitfahren müssen, samt Analogien von Hausbau und Versicherung Ausblick: agentische KI, Sprache als Interface, Robotik und Quantencomputing und die These „mehr Kosten statt mehr Jobs" Eine Folge für Geschäftsführungen, IT-Verantwortliche und alle im Mittelstand, die KI praktisch nutzen wollen, ohne Prozesse, Daten und Sicherheit aus dem Blick zu verlieren. ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Sven Neubert - LinkedIn Profil ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E14
    August 3 · 1 hr 6 min

    Regulierung vs. Technik: Wer gewinnt das Rennen um die Cybersicherheit?

    In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache" sprechen Nico und Ann-Katrin mit Can Yildiz, der rund zehn Jahre als Head of IT Security bei der Techem Gruppe gearbeitet hat und sich seit Kurzem als Berater für Cybersecurity-Regulatorik und -Technik selbstständig gemacht hat, über ein Spannungsfeld, das die Branche prägt: Regulierung gegen Technik. Wer gewinnt das Rennen, wenn der Gesetzgeber Sicherheit vorschreibt, während sich die Technik rasant weiterentwickelt? Die Antwort des Gasts ist klar: Am Ende gewinnen alle, wenn man es richtig macht, denn Regulierung ist immer nur das Mindestmaß. Wer NIS2, den Cyber Resilience Act oder DORA als reine Pflichtübung abhakt, verpasst den eigentlichen Punkt: Sicherheit lässt sich als echter Wettbewerbsvorteil nutzen. Gemeinsam räumen die drei mit der „Checkbox-Security" auf, der Vorstellung, Compliance mache automatisch sicher, und plädieren dafür, nicht auf die Regulierung zu warten, sondern proaktiv zu handeln. Ein spannender Aspekt: Man kann sich sogar aktiv an den EU-Gesetzgebungsverfahren beteiligen, etwa über Verbände wie den Bitkom, wie es der Gast bei der CRA-Umsetzung mit rund 150 Kommentaren getan hat. Im weiteren Verlauf wird es konkret und persönlich. Der Gast erklärt, warum ein integriertes Managementsystem (ein gutes ISMS deckt viele NIS2-Anforderungen bereits ab) sinnvoller ist als der isolierte Blick auf jede einzelne Regulierung, und warum die CRA-Umsetzung mit ihrer Unterscheidung zwischen Selbstauskunft und externem Audit für „wichtige" Produkte gut gelungen ist. Danach gibt er einen ehrlichen, unromantischen Einblick in seinen frischen Schritt in die Selbstständigkeit, mit klaren Tipps für alle, die mit dem Freelancing liebäugeln. Zum Abschluss geht es tief in die Technik: Zero Trust als Paradigma statt Produkt, Identität als größter Hebel, und die zunehmende Konvergenz von IT und OT. Im Gespräch geht es außerdem um: Warum Regulierung immer nur das Mindestmaß ist und nie der „perfekte Zustand" Warum Compliance nicht automatisch Sicherheit bedeutet, Stichwort Checkbox-Security Warum Unternehmen nicht auf die Regulierung warten, sondern vorangehen sollten Wie man sich aktiv an EU-Gesetzgebungsverfahren beteiligt, zum Beispiel über den Bitkom Warum sichere Produkte ein Wettbewerbsvorteil sind, gerade im Vergleich zu Billigimporten Integriertes Managementsystem statt isolierter Regularien: Wie ein ISMS vieles abdeckt CRA in der Praxis: Selbstauskunft für „normale", externes Audit für „wichtige" Produkte Ein ehrlicher, unromantischer Blick auf die Selbstständigkeit in der Cybersecurity Zero Trust als Paradigma, nicht als Produkt, und warum Identität der größte Hebel ist Zero Trust in IT und OT: Zugriffe prüfen, nichts blind vertrauen, auch im Admin-Netz OT- und IoT-Sicherheit, die Konvergenz von IT und OT und warum es langsam besser wird Eine Folge für Geschäftsführungen, IT- und Security-Verantwortliche, Hersteller und alle, die verstehen wollen, warum Regulierung nur der Anfang ist und wie man Cybersecurity strategisch statt als lästige Pflicht angeht. ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Can Yildiz - LinkedIn Profil ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E13
    July 27 · 57 min

    Zwischen Regulierungsflut, KI-Hype und Burnout: der Zustand der Security-Szene

    In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache" sprechen Nico und Ann-Katrin mit Stefan Pilarczyk, Head of Cybersecurity bei der BRL Risk Consulting GmbH & Co. KG und aktiv in der Cyberwald-Community, über ein Thema, das in der Security-Welt oft unterschätzt wird: Community. Warum lohnt es sich, Teil einer Community zu sein, und warum ist der offene Austausch gerade in der Cybersecurity so schwierig, aber so wichtig? Stefan stellt Cyberwald vor, das unabhängige, werbefreie Portal für die deutschsprachige Security-Community, das von Marlon Hübner ins Leben gerufen wurde. Von Blog-Beiträgen über CVE-Advisories bis zum Netzwerk aus Anbietern und Anwendern geht es dabei immer um denselben Kern: echten Mehrwert schaffen, statt sich gegenseitig etwas zu verkaufen. Die Community ist bewusst offen für alle, vom obersten Management bis zu den Admins, die täglich an der Technik arbeiten. Ein zentrales Thema der Folge ist Transparenz: Noch immer ist es ein Tabu, offen über Cyberangriffe zu sprechen, und genau davon profitieren die Angreifer. Die drei sind sich einig, dass geteiltes Wissen über Vorfälle, Fehler und Learnings allen hilft, gerade dem Mittelstand. Im weiteren Verlauf wird es ehrlich und selbstkritisch. Nico erklärt, warum ihn der Spruch „Es geht nicht darum, ob, sondern wann du gehackt wirst" stört, weil er Nichtstun rechtfertigen kann, und plädiert für den Vergleich mit der Brandschutzübung: einfach mal machen, aber sinnvoll, mit klaren Quick Wins. Außerdem geht es um die Schattenseiten der Branche: eine Flut an Regulierungen, ein völlig überlaufener Markt an Security-Lösungen, der KI-Hype samt FOMO und das wachsende Thema Burnout. Stefan beschreibt sich selbst als jemanden, der die Pionierarbeit gern anderen überlässt und dann in Ruhe schaut, was für ihn wirklich taugt, ein gesunder Gegenentwurf zum Druck, bei jedem neuen KI-Modell sofort mithalten zu müssen. Im Gespräch geht es außerdem um: Was Cyberwald ist und warum die Community bewusst offen für alle ist, vom Management bis zum Admin Warum echter Mehrwert wichtiger ist als „Klassentreffen" und Marketing Warum es noch immer ein Tabu ist, offen über Cyberangriffe zu sprechen, und wer davon profitiert Wie Transparenz über Vorfälle Betroffenen hilft, und warum Cyberwald seine öffentliche Vorfall-Liste wieder zurückgezogen hat Warum „nicht ob, sondern wann" als Spruch zu kurz greift, samt Vergleich Brandschutz- vs. Cyberübung „Einfach mal machen, aber sinnvoll": Quick Wins statt Aktionismus Regulierungsflut, KI-Hype und ein überlaufener Markt an Security-Lösungen Burnout, FOMO und der Druck, bei KI ständig mithalten zu müssen Warum die Open-Source-Community durch KI unter Druck gerät Warum LinkedIn an Persönlichkeit verliert und guter Content zunehmend woanders entsteht Wie man niederschwellig Teil einer Community wird, samt Hol- und Bringschuld Eine Folge für alle in der Cybersecurity, vom Admin bis zur Geschäftsführung, die verstehen wollen, warum Zusammenarbeit und Transparenz am Ende mehr bringen als jedes einzelne Tool, und wie man selbst Teil einer starken Community wird. ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Stefan Pilarczyk - LinkedIn Profil CYBERWALD - Webseite ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E12
    July 20 · 50 min

    Reisesicherheit: Wie du Daten, Geräte und dich selbst auf Reisen schützt

    In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache" sprechen Nico und Ann-Katrin mit Torsten Strelow, IT-Bereichsleiter bei der AGL Activ Services GmbH und zertifizierter HEAT-Trainer (Hostile Environment Awareness Training), über ein Thema, das heute weit mehr Menschen betrifft als früher: Reisesicherheit. Torsten kommt aus dem Bundeswehr-Umfeld, war in Auslandseinsätzen und bereitet heute unter anderem NGO-Mitarbeitende auf Reisen in schwierige Regionen vor, von Checkpoints über Minenfelder bis hin zu Geiselnahme-Szenarien. Der rote Faden der Folge: Sicheres Reisen beginnt im Kopf. Torsten erklärt, warum jede Reise mit einer nüchternen Risikobewertung startet (er nutzt ein einfaches Ampel-System aus Grün, Gelb und Rot) und warum das Smartphone heute das größte Einfallstor ist. Auf dem Gerät liegen Kontakte, Firmendaten, Bewegungsprofile und die halbe Lebensgeschichte, und all das kann an einer Grenze in fünf Minuten kopiert werden. Sein pragmatischer Ansatz: dedizierte Reisegeräte mit möglichst wenig Daten, Zugriff nur über Browser und ein Reise-VPN in eine sichere Zone, statt den ganzen Datenschatz mit über die Grenze zu nehmen. Und ein Satz, den er immer wieder betont: „Keiner ist mein Freund", weder der Taxifahrer noch der Flughafenbeamte noch das kostenlose WLAN. Besonders praxisnah wird es bei der Frage, was Unternehmen und Reisende konkret tun können: von der ELEFAND-Registrierung und der „Sicher Reisen"-App des Auswärtigen Amts über den Zweitpass bis zum richtigen Umgang mit Social Media. Denn wer live postet, wo er gerade ist, liefert Angreifern die Informationen frei Haus, gerade in Zeiten, in denen sich offene Profile per KI in Sekunden auswerten lassen. Zum Schluss gibt es Torstens Faustregel für unterwegs, „wenig verbinden, wenig speichern, wenig posten, viel prüfen", und eine schnelle Fragerunde mit klaren Antworten. Im Gespräch geht es außerdem um: Warum sichere Reise im Kopf beginnt und wie eine ehrliche Risikobewertung (grün, gelb, rot) funktioniert Wieso das Smartphone das größte Risiko ist und was an der Grenze mit deinen Daten passieren kann Reise-Handy und Reise-Laptop: möglichst wenig Daten, Browser-Zugriff und ein Reise-VPN Warum „keiner ist mein Freund" gilt, vom Taxifahrer bis zum kostenlosen WLAN Was HEAT-Training ist und warum es für NGO-Mitarbeitende teils vorgeschrieben ist ELEFAND und die „Sicher Reisen"-App des Auswärtigen Amts, auch offline nutzbar Zweitpass, kritische Stempel und der Unterschied zwischen privater und geschäftlicher Reise Social-Media-OPSEC: warum du deinen Standort nicht live teilen solltest Was Unternehmen etablieren können, von Reise-Richtlinien bis zur 24/7-Hotline Nach der Reise: reflektieren, Warnsignale erkennen und Geräte im Zweifel forensisch prüfen lassen Die Balance zwischen gesundem Sicherheitsbewusstsein und übertriebener Paranoia Eine sehr praxisnahe Folge für Geschäftsreisende, IT- und Sicherheitsverantwortliche, HR und alle, die beruflich oder privat unterwegs sind, und die erkennen wollen, dass Reisesicherheit längst nicht mehr nur ein Thema für Krisengebiete ist. ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Torsten Strelow - LinkedIn Profil ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E11
    July 13 · 1 hr 27 min

    Reden statt totschweigen, wie wir Kinder vor digitaler Gewalt schützen

    ⚠️ Inhaltshinweis / Triggerwarnung: Diese Folge behandelt bewusst schwere Themen wie digitale Gewalt, Cybermobbing, sexualisierte Gewalt gegen Kinder, Erpressung und Suizid. Wer damit gerade nicht umgehen kann, hört gerne bei der nächsten Folge wieder rein. In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache" sprechen Ann-Katrin und Nico mit Noèl Funke, Gründer und Vorstand von Hackers4Good e.V., über ein Thema, das oft totgeschwiegen wird: digitale Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Der Verein engagiert sich seit Jahren in der Präventionsarbeit an Schulen, und die drei sind sich einig: Gerade weil diese Themen unbequem sind, muss man offen über sie sprechen und sie aus der Grauzone herausholen. Noèl Funke ordnet zunächst ein, wie breit das Feld der digitalen Gewalt reicht, von scheinbar „harmlosem" Mobbing in Klassenchats über die Weiterverbreitung intimer Bilder und Erpressung (Sextortion) bis hin zu den härtesten Formen von Missbrauch. Er beschreibt, warum sich die Dynamik durch Smartphones und soziale Medien komplett verändert hat: Was früher auf dem Schulhof blieb, ist heute in Minuten für die ganze Welt sichtbar und lässt sich kaum zurückholen. Besonders eindringlich wird es beim Thema KI: Aus einem harmlosen Foto und wenigen Sekunden Sprachnachricht lassen sich heute mit wenig Aufwand täuschend echte, missbräuchliche Inhalte erzeugen, eine Entwicklung, mit der Aufklärung und Strafverfolgung kaum Schritt halten. Der zweite Teil der Folge macht Mut. Noèl Funke erklärt, warum Verbote und der erhobene Zeigefinger nicht funktionieren und warum es stattdessen auf Offenheit, Begleitung und ein echtes „Wir-Gefühl" ankommt, zwischen Kindern, Eltern, Schulen und Gesellschaft. Am Beispiel eines Vorzeigeprojekts in Köln zeigt er, wie Peer-Education wirklich wirkt: Ältere Schülerinnen und Schüler werden zu Medien-Coaches ausgebildet und entwickeln eigenständig Formate für die jüngeren Jahrgänge, mit enormem Engagement, gerade auch von Jugendlichen, die sonst als „Problemfälle" gelten. Zum Abschluss beantwortet er sehr konkrete Fragen von Eltern und Lehrkräften, vom richtigen Umgang mit Warnsignalen bis zur Frage, wann man die Polizei einschaltet. Im Gespräch geht es außerdem um: Was „digitale Gewalt" alles umfasst und warum sie eine ganz andere Dynamik hat als Mobbing früher Warum das Netz nichts vergisst und was das für Betroffene bedeutet Wie KI missbräuchliche Bilder und geklonte Stimmen ermöglicht, und warum Prävention damit kaum Schritt hält Warum Verbote und Bildschirmzeit-Regeln allein ins Leere laufen Weshalb Kinder Selbstbewusstsein brauchen und Eltern befähigt werden müssen, statt nur zu kontrollieren Wie Peer-Education an einer Kölner Schule zum Selbstläufer wurde Cybergrooming: woran man riskante Plattformen und Kontaktversuche erkennt Warum sich nichts zu 100 Prozent verhindern lässt, und wie man trotzdem vorbereitet ist Konkrete Elternfragen: Warnsignale erkennen, das Gespräch suchen, ohne dass das Kind „dichtmacht" Was zu tun ist, wenn das eigene Kind zum Opfer oder zum Täter wird Eine bewusst unbequeme, aber wichtige Folge für Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen und alle, die Verantwortung für Kinder und Jugendliche tragen. Denn eines wird in dieser Folge sehr deutlich: Schützen können wir unsere Kinder nur gemeinsam. 📖 Zum Weiterlesen: das Buch von Noèl Funke zum Thema digitale Gewalt, „Alle wissen es" 💛 Unterstützung für ein Herzensprojekt: Noèl Funke arbeitet an einem Hörspiel zu seinem Buch, das er Schulen frei zugänglich machen möchte. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann hier direkt spenden Wenn dich eines der Themen persönlich betrifft: Du bist nicht allein, und es ist keine Schwäche, sich Hilfe zu holen. Hier findest du anonyme und kostenfreie Anlaufstellen: Hilfetelefon „Gewalt gegen Kinder" (anonym & kostenfrei): 0800 1414007, www.hilfetelefon-kinderschutz.de Nummer gegen Kummer: 116 111 (Kinder & Jugendliche), 0800 1110550 (Elterntelefon), www.nummergegenkummer.de Örtliches Jugendamt: Beratung und Unterstützung vor Ort (Kontaktdaten deiner Kommune) Polizei in akuten Notfällen: 110 Ein persönliches Wort von Nico und Ann-Katrin: Dieses Thema passt vielleicht nicht zu 100 Prozent in einen Cybersecurity-Podcast. Für Nico ist es als Familienvater eines der wichtigsten überhaupt, und Ann-Katrin sieht das genauso: Am Ende geht es um das, was wirklich zählt, die Zukunft unserer Kinder. Genau deshalb dürfen wir alle nicht wegsehen. Bitte hört rein, sprecht darüber und tragt es weiter, denn wegschauen ist keine Option! ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Noèl Funke - LinkedIn Profil Buch - Alle wissen es Verein - Hackers4Good e.V. ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E10
    July 6 · 42 min

    Informationssicherheit an Hochschulen: zwischen Forschungsfreiheit und Angriffsfläche

    In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache" sprechen Ann-Katrin und Nico mit Sandra Heger, CISO an einer Hochschulen in Nordrhein-Westfalen, über ein Umfeld, das sich von jedem klassischen Unternehmen unterscheidet: die Hochschule. Hier gibt es keine Belegschaft, die per Arbeitsvertrag einer Security-Policy folgt, sondern Forschungsfreiheit, tausende Studierende und wissenschaftliche Mitarbeitende, die neue Systeme ausprobieren wollen, und eine IT-Infrastruktur, die das alles tragen muss. Sandra beschreibt, wie man in diesem Spannungsfeld die Balance hält: zwischen der grundgesetzlich verankerten Freiheit von Forschung und Lehre auf der einen und dem Schutz vor einer wachsenden Angriffsfläche auf der anderen Seite. Ihr wichtigstes Werkzeug ist dabei nicht die Technik, sondern die Kommunikation. Statt als „Spielverderberin" mit dem erhobenen Zeigefinger aufzutreten, geht es ihr darum, Projekte zu ermöglichen, riskante Vorhaben sauber zu isolieren und früh ins Gespräch zu kommen. Sie erklärt außerdem, warum Hochschulen ein besonders lohnendes Angriffsziel sind, von Personal- und Studierendendaten über Patente und Start-up-Ideen bis zu noch unveröffentlichten Forschungsergebnissen. Ein großer Teil der Folge dreht sich um Strukturen, Ressourcen und Zusammenarbeit. Sandra zeigt, dass eine Hochschule im Kern wie ein Unternehmen funktioniert, mit IT, Verwaltung, Personalräten und Gremien, durch die eine Leitlinie oft viele Iterationen wandern muss. Sie berichtet vom starken Netzwerk der Hochschulen in NRW, von der „Vereinbarung zur Informationssicherheit und Cybersicherheit" mit dem Land, die Maßnahmen an Fördermittel und eigene ISO-Stellen koppelt, und davon, warum der Austausch zwischen den Hochschulen die chronisch knappen Ressourcen zumindest teilweise auffängt. Zwischendurch geht es auch um ein Herzensthema aller drei: nachlassende Grundlagen-Skills bei Studierenden und der richtige Umgang mit KI in Studium und Lehre. Im Gespräch geht es außerdem um: Warum an der Hochschule Forschungsfreiheit und Informationssicherheit ständig neu ausbalanciert werden müssen Wieso Kommunikation und Ermöglichen wichtiger sind als Verbote und der erhobene Zeigefinger Was Hochschulen zum attraktiven Angriffsziel macht, von Studierendendaten bis zu unveröffentlichter Forschung Wie BYOD und tausende private Geräte die Absicherung erschweren Warum eine Hochschule strukturell einem Unternehmen ähnelt, inklusive Gremien und langer Entscheidungswege Wie das Netzwerk der Hochschulen in NRW funktioniert und warum Zusammenarbeit knappe Ressourcen auffängt Was die NRW-Vereinbarung zur Informationssicherheit bewirkt, von Fördermitteln bis zu eigenen ISO-Stellen Warum viele Hochschulen sich (noch) keine eigene ISO leisten und sich Stellen teilen Nachlassende Grundlagen-Skills bei Studierenden und der richtige Umgang mit KI in Studium und Lehre Sandras drei erste Maßnahmen, wenn sie Hochschulleitung wäre, mit klarem Fokus auf Personal und Awareness Eine Folge für alle in Hochschulen, Forschung und Verwaltung, aber auch für alle aus der Wirtschaft, die sehen wollen, wie Informationssicherheit dort gelingt, wo Freiheit Programm ist, und warum „Cybersecurity ist Chefsache" auch an der Hochschule gilt. ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Sandra Heger - LinkedIn Profil ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E9
    June 29 · 1 hr 2 min

    Grünes Häkchen heißt nicht sicher, was der Cyber Resilience Act wirklich fordert

    In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache" sprechen Nico und Ann-Kathrin mit Rebecca Lennartz, Product Security Managerin bei IGEL, über ein Thema, das durch neue Regulierung gerade enorm an Fahrt aufnimmt: Produktsicherheit und der Cyber Resilience Act. Für Rebecca ist es die erste Podcast-Folge überhaupt, und man merkt von der ersten Minute an, wie viel Leidenschaft in diesem Thema steckt. Rebecca nimmt die Hörerinnen und Hörer mit in die Grundfragen, die in der Praxis oft übersprungen werden: Was ist eigentlich ein „Produkt", und wann beginnt Produktsicherheit? Sie zeigt, warum sichere Voreinstellungen, ein sauberer Umgang mit Schwachstellen und Transparenz über die eigene Software-Lieferkette entscheidend sind. Am Beispiel von IGEL, einem Linux-basierten Betriebssystem für Endgeräte, erklärt sie, wie das Team mit Schwachstellen in Open-Source-Komponenten umgeht, sie über das CVE-Programm validiert und in eigenen Security Advisories veröffentlicht. Auch das gerade brandaktuelle Thema rund um das auslaufende Secure-Boot-Zertifikat kommt zur Sprache, inklusive der Panik, die es bei vielen Kunden auslöst. Besonders spannend wird die ehrliche Diskussion über Verantwortung und Regulierung. Wo hört die Produktsicherheit des Herstellers auf und wo beginnt die Betreiberverantwortung? Warum ist „billig einkaufen und teuer absichern" genau der falsche Ansatz? Und warum würden nach Einschätzung der drei aktuell die meisten Hersteller eine CRA-Konformitätsprüfung nicht bestehen? Rebecca, Nico und Ann-Kathrin ordnen ein, was der Cyber Resilience Act konkret bedeutet, vom ersten Mal, dass eine Regulierung beim Hersteller statt beim Nutzer ansetzt, über die Meldepflichten ab dem 11. September bis zur vollen Geltung 2027, und warum Produktsicherheit eben nicht nur Aufgabe der Security-Abteilung ist. Im Gespräch geht es außerdem um: Was ein „Produkt" wirklich ausmacht, aus Sicht von Vertrieb, Entwicklung und Sicherheit Warum sichere Default-Einstellungen oft mehr bringen als jedes nachträgliche Feature Wie man mit Schwachstellen in Open-Source-Komponenten umgeht, validiert und transparent kommuniziert Das auslaufende Secure-Boot-Zertifikat und warum es viele Hersteller und Kunden nervös macht Hersteller- versus Betreiberverantwortung, und wo die Grenze wirklich verläuft Supply Chain und Partnerprogramme: warum man fremder Software nicht blind vertrauen darf Wie ein lokal laufendes KI-Tool beim Scannen von Quell- und Binärcode hilft, ohne dass Daten das Haus verlassen Warum manche Produkte je nach Anwendungsfall nie zu 100 Prozent sicher sein können Was der Cyber Resilience Act konkret fordert, von Meldepflichten über SBOM bis zu fünf Jahren Sicherheitsupdates Warum „billig einkaufen, teuer absichern" der Idee von Security by Design widerspricht Open Source unter Druck: Finanzierung, KI und die Frage, ob das Fundament gerade ins Wanken gerät Die häufigsten Fehler in der Produktsicherheit, von Supply-Chain-Vertrauen bis zu mangelnder Kommunikation Eine sehr praxisnahe Folge für Produktmanagerinnen und Produktmanager, Entwicklungs- und Security-Verantwortliche, Hersteller und alle, die wissen wollen, was der Cyber Resilience Act wirklich bedeutet, und die rechtzeitig vom „grünen Häkchen" zu echter Produktsicherheit kommen wollen. ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Rebecca Lennartz - LinkedIn Profil ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E8
    June 22 · 1 hr 11 min

    Pentest, Schwachstellenscan oder Red Teaming, wer blickt da noch durch?

    In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache" sprechen Nico und Ann-Kathrin mit Andreas Krüger, Gründer und Geschäftsführer von Laokoon SecurITy, über ein Thema, bei dem in der Praxis ständig Begriffe durcheinandergeworfen werden: Penetrationstests, und warum gerade im OT- und Hardware-Umfeld vieles anders läuft als in der klassischen IT. Andreas kommt selbst aus dem Bundeswehr-Umfeld, hat dort das Hacken von der Pike auf gelernt und betreibt heute ein eigenes Labor für Hardware- und OT-Pentests. Zum Einstieg räumt Andreas mit dem „bunten Blumenstrauß" aus Pentest, Schwachstellenscan, Red Teaming und Hardware-Hacking auf. Sein Bild dafür ist eine Pyramide: Sie beginnt unten bei der konzeptionellen Absicherung, also klaren Dokumenten, Prozessen und einem sauberen Asset-Management. Darauf folgen der breit angelegte Schwachstellenscan, der nur bereits bekannte Muster findet, dann der fokussierte Pentest, der bewusst die Angreiferperspektive einnimmt und auch unbekannte Lücken sucht, und schließlich das Red Teaming, das eher Prozesse prüft und im besten Fall als Purple Teaming gemeinsam mit dem Verteidiger-Team läuft. Seine klare Botschaft an Unternehmen: Überspringt keine Stufe der Pyramide, und beginnt mit dem Fundament statt mit der spektakulären Übung. Besonders ehrlich wird das Gespräch beim Unterschied zwischen IT und OT. Ein OT-Pentest ist für Andreas eine „Operation am offenen Herzen": Man kann nicht einfach einen automatisierten Scanner über eine laufende Produktionsanlage jagen, sondern braucht echtes Prozessverständnis, Referenz- oder Laborsysteme und oft auch den Blick auf physische Sicherheit und Social Engineering. Genau hier sieht er ein Marktproblem: Immer mehr IT-Beratungen drängen ohne echte Expertise in den OT-Markt und machen mit „grünen Häkchen" den Preis kaputt. Wie man einen wirklich kompetenten Anbieter erkennt, woran man Scharlatane entlarvt und warum Pentests, die aus Compliance-Gründen unbedingt „grün" sein müssen, das eigentliche Ziel sabotieren, diskutieren die drei sehr offen. Im Gespräch geht es außerdem um: Den Unterschied zwischen Schwachstellenscan, Pentest, Red Teaming und Hardware-Hacking, ohne Buzzword-Nebel Warum Asset-Management und die kritischen Pfade der Ausgangspunkt jedes sinnvollen Tests sind Warum ein OT-Pentest „Operation am offenen Herzen" ist und auf Referenz- statt Produktionssystemen gehört Wie physische Sicherheit, Social Engineering und sogar Drohnen ins Spiel kommen Woran man einen seriösen Anbieter erkennt, und warum manche Beratungen den OT-Markt kaputtmachen Warum Compliance-getriebene Pentests, die „grün" sein müssen, kontraproduktiv sind Wie oft man wirklich testen sollte, mindestens jährlich und nach jeder großen Änderung, nicht alle drei Jahre Welche Rolle KI im Pentesting spielt, stark beim Report und der Ausbildung, riskant als Ersatz für echtes Verständnis Warum „Prompt Engineering" kein Pentest ist und Leidensfähigkeit zum Handwerk gehört Hardware als Nischenmarkt: offene Debug-Schnittstellen, Seitenkanalangriffe und Firmware als Goldgrube Die Anekdote mit dem Computerspiel auf dem Geräte-Display, das den Hardware-Zugriff beweisen sollte Lieferketten und digitale Souveränität: zugelieferte Chips, versteckte Menüs und Europas blinde Flecken Einsteiger-Tipps für Studierende: erst die Basics verstehen (TCP/IP, Protokolle), dann Plattformen wie Capture the Flag Eine sehr praxisnahe Folge für IT- und OT-Verantwortliche, Sicherheitsbeauftragte, Hersteller und alle, die wissen wollen, was ein Pentest wirklich leistet, und die nicht erst im Ernstfall merken wollen, dass „Häkchen grün" eben nicht „sicher" bedeutet. ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Andreas Krüger - LinkedIn Profil ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E7
    June 15 · 1 hr 18 min

    Digitale Entwicklungshilfe, wie wir die nächste Generation fit für KI machen

    In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache" sprechen Nico und Ann-Kathrin mit Isabelle Ewald, Manager Information Security Awareness bei der BDO Germany, ISACA-Aktive und Co-Autorin des Buchs „Kommunikation in der Cyberkrise", über ein Thema, das die drei selbst „digitale Entwicklungshilfe" getauft haben: Was müssen wir der nächsten Generation im Umgang mit KI, Daten und Medien mitgeben, damit wir nicht dieselben Fehler wiederholen wie bei der Medienkompetenz? Nicos provokante These zieht sich durch die ganze Folge: „Bei der Medienkompetenz haben wir es verpasst, bei der KI haben wir jetzt die Chance, es besser zu machen." Isabelle bringt dafür eine ungewöhnliche Perspektive mit. Vom Studium der systematischen Musikwissenschaft über den Online-Journalismus und die Strategieberatung ist sie in der Cybersecurity gelandet, ist Mutter, Dozentin am Zentrum für Schule, Jugend und Information der Schulbehörde Hamburg und steht regelmäßig auf Elternabenden. Genau dort beginnt für sie die „digitale Entwicklungshilfe": nicht bei großer Digitalkompetenz, sondern bei emotionaler Kompetenz und der Bereitschaft, sich der Welt der Kinder überhaupt zu öffnen. Verbote, sind sich die drei einig, laufen ins Leere, weil Kinder längst in einer digitalen Welt aufwachsen und KI ohnehin nicht mehr verschwindet. Wichtiger sei eine „Daten-Liebe": Jugendliche müssen verstehen, dass ihre Daten einen Wert haben und ein Stück weit sie selbst sind. Im zweiten Teil geht es ehrlich zur Sache: KI in der Arbeitswelt, Schatten-KI und Resilienz. Isabelle ordnet ein, warum KI als Werkzeug gehört, nicht als Allheilmittel, und warum guter KI-Einsatz vor allem intellektuelle Arbeit ist, ein echter Dialog statt blindes Bestätigen-Lassen. Beim Reizthema Schatten-KI plädieren alle drei dafür, Verbote durch Use Cases, klare Spielregeln und Schulung zu ersetzen, weil Menschen kreativ werden, sobald man ihnen etwas verbietet. Und sie diskutieren, warum eine gute Meldekultur und Eigenmacht der Beschäftigten mehr bringen als Panik und „geistige Brandstiftung", gerade in einer Welt, in der sich auch Angriffstechnik wie Deepfakes und Desinformation rasant demokratisiert. Im Gespräch geht es außerdem um: Warum „digitale Entwicklungshilfe" mehr ist als ein Schlagwort, und was wir der nächsten Generation wirklich mitgeben müssen Warum Verbote bei Kindern und KI ins Leere laufen, und warum emotionale Kompetenz mehr zählt als reine „Digitalkompetenz" Wieso Eltern und alle Bezugspersonen Ansprechpartner Nummer eins bleiben, statt Verantwortung an „die Schule" oder „die anderen" abzugeben Was „Daten-Liebe", Datenhygiene und Datenwertschätzung bedeuten, und warum Jugendliche den Wert ihrer Daten verstehen müssen Wie KI die Arbeitswelt in drei Zonen teilt, und wo der „symbiotische" Mittelteil entsteht, den wir aktiv gestalten können Was Schatten-KI und Schatten-IT wirklich sind, und warum sie zugleich Zeichen von Innovation und ein Führungsthema sein können Warum „jeder seine eigene Firewall" ist und eine gute Meldekultur mehr bringt als Panik Wie KI die Resilienz von Unternehmen verändert, zwischen demokratisierter Angriffstechnik und neuen Schutzmöglichkeiten Warum wir den Innovationsbegriff nicht verwässern sollten, Stichwort Buzzword-Falle wie schon bei Zero Trust und Digitalisierung Die zentrale Abschlussfrage: Was sollten wir ab morgen anders machen, um besser mit KI umzugehen? Eine Folge für alle, die mit Kindern, Teams oder ganzen Organisationen vor derselben Frage stehen: Wie bringen wir Menschen sicher, selbstbewusst und ohne Angst in eine Welt, in der KI nicht mehr wegzudenken ist? Oder, wie Nico es zum Schluss zusammenfasst: Am Ende brauchen wir starke Mauern, und die kann keine KI der Welt bauen. ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Isabelle Ewald - LinkedIn Profil Buch - Kommunikation in der Cyberkrise ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E6
    June 8 · 48 min

    Cyber-Nation Israel, eine Solo-Folge über Mindset, Ausbildung und Mut

    In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache" sprechen Nico und Ann-Katrin in einer Solo-Folge ohne externen Gast über ein Thema, das längst überfällig ist: die Cybersecurity-Kultur in Israel. Rund 10 Prozent des globalen Cybersecurity-Marktes kommen aus dem kleinen Land. Wichtig vorab: Die beiden wollen bewusst nicht politisch diskutieren, sondern den Blick darauf richten, was wir uns von einem Land abschauen können, das beim Thema Cyber seit Jahren Vorreiter ist. Nico war in den letzten Jahren mehrfach vor Ort und teilt sehr persönliche Eindrücke. Besonders eindrücklich: ein Besuch im SOC eines israelischen Energieversorgers, wo er statt einer niedrigen fünfstelligen Zahl an „Angriffen pro Jahr" mit knapp 11.000 potenziellen Angriffen pro Sekunde konfrontiert wurde. Genau diese Realität, sagen Nico und Ann-Katrin, formt eine Gesellschaft, die Cyber nicht als IT-Thema versteht, sondern als selbstverständlichen Teil ihrer Lebensrealität. Ein zentraler Teil der Folge dreht sich um die israelische Ausbildung und das Mindset. Talente werden bereits mit 16 in der Schule für Eliteeinheiten wie die Unit 8200 gescoutet. Nico erzählt von einem Gespräch mit einem dortigen Ausbildungsleiter, in dem er deutsch-pragmatisch fragte, warum man sechsstellige Summen in Menschen investiert, die später in die freie Wirtschaft wechseln. Die Antwort: „Weil ich die besten Menschen für mein Land ausbilde, egal wo sie später arbeiten." Genau dieser Mindset-Shift ist für beide einer der wichtigsten Lerneffekte. Spannend wird es bei der ehrlichen Diskussion darüber, was Deutschland tatsächlich übernehmen kann. Beide plädieren dafür, Medienkompetenz und Cyber-Bildung deutlich früher in Schule und Ausbildung zu verankern, jungen Talenten echte Verantwortung zuzutrauen und die deutsche „Seniority-Falle" zu hinterfragen. Sie machen aber auch klar: Israel hat eine andere Realität, kopieren wäre falsch, übersetzen aber dringend nötig. Im Gespräch geht es außerdem um: Warum „Cyber-Nation Israel" weit mehr ist als Unit 8200 und Tel Aviv Start-ups Wie ein nationaler Energieversorger mit Angriffsvolumen umgeht, das deutsche Unternehmen kollabieren ließe Warum Talente in Israel früh in Verantwortung kommen Wie Cyber-Bildung in der Schule beginnen müsste, nicht als Wahlfach, sondern als gesellschaftliches Pflichtthema Warum das Mindset „Ich bilde meine Leute aus, egal wo sie hingehen" auch ein deutsches Industrie-Thema sein sollte Die ambivalente Seite, Grauzonen und Greyhats Wie wir die deutsche Bürokratie als Realität anerkennen, ohne sie als Ausrede zu nutzen Die zentrale Schlussfrage: Geldproblem oder Gesellschaftsfrage? ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Nico - LinkedIn Profil Ann-Katrin - LinkedIn Profil ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E5
    June 1 · 1 hr 18 min

    Vom Fax zur KI, wie eine Stadtverwaltung den digitalen Aufbruch wagt

    In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache" sprechen Nico und Ann-Katrin mit Thorsten Rohde, Leiter IT-Service und Co-Leiter E-Government bei der Stadtverwaltung Nettetal, über das Thema, bei dem die meisten beim Stichwort „Verwaltung und KI" reflexhaft den Kopf schütteln: Künstliche Intelligenz im öffentlichen Sektor. Thorsten ist der lebende Beweis, dass das nicht nur funktioniert, sondern dass kommunale Verwaltungen sogar zu echten Vorreitern werden können. Thorsten erzählt, wie die Stadtverwaltung Nettetal mit rund 43.000 Einwohnenden den Weg von ersten KI-Experimenten hin zu einem eigenen, intern betriebenen KI-Portal gegangen ist. Inspiration holte sich das Team unter anderem in Wien, wo bereits sehr früh ein Verwaltungs-KI-Portal aufgebaut wurde. Statt typisch deutsch alles bis ins letzte Detail durchzuplanen, hat man sich entschieden, „loszulegen, zu lernen und Schritt für Schritt nachzujustieren", inklusive Datenhoheit, eigener Richtlinie und Hausmarken-Lösung mit eigenen Daten. Ein zentraler Teil der Folge dreht sich um das Schulungs- und Wissenskonzept. Anders als in vielen Unternehmen wird KI hier nicht als Top-Down-Tool ausgerollt, sondern flankiert von einem freiwilligen Bildungsangebot für alle Mitarbeitenden, auch für die im Bauhof oder im Grünflächenamt, das sogar abends auf der Couch genutzt werden kann. Die Botschaft dahinter: Eine Verwaltung hat eine Verantwortung gegenüber ihren Beschäftigten, sie nicht nur fachlich, sondern auch in der Welt von generativer KI mitzunehmen. Spannend wird es bei der ehrlichen Diskussion zu Kosten, Datenschutz und Föderalismus. Thorsten ordnet ein, warum KI heute „so günstig ist wie nie wieder" und warum Verwaltungen jetzt experimentieren müssen, solange Frontier-Modelle noch quersubventioniert werden. Gleichzeitig plädiert er klar dafür, kleinere Modelle für kleinere Use Cases einzusetzen, statt mit der größten Kanone auf jede E-Mail zu schießen. Und er beschreibt, wo der deutsche Föderalismus, rund 20.000 unterschiedliche Fachverfahren ohne saubere Schnittstellen, der Digitalisierung systematisch im Weg steht. Im Gespräch geht es außerdem um: Warum kommunale Verwaltungen beim Thema KI oft offener austauschen als die Privatwirtschaft Wie Wien als Vorbild und Sparringspartner für ein eigenes KI-Portal genutzt wurde Warum es ein Fehler ist, Mitarbeitenden den Zugang zu KI vorzuenthalten Wie ein verwaltungseigenes Wissensportal Bildung für alle ermöglicht Warum die Frage „KI ersetzt meinen Job?" zu kurz greift, und wie sich Rollen wirklich verändern Wie Datenschutz, Datenhoheit und Cloud-Strategie in der Verwaltung zusammenspielen Warum sich Bund und Länder eigene KI-Center und gemeinsame Standards ernsthaft anschauen sollten Eine sehr motivierende Folge für IT-Verantwortliche, Bürgermeisterinnen, CIOs und alle, die in Verwaltung oder Mittelstand vor der gleichen Frage stehen: Wie bringe ich KI sauber, sicher und mit den eigenen Leuten in den Echtbetrieb, ohne auf das große bundesweite Konzept zu warten? ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Thorsten Rode - LinkedIn Profil ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E4
    May 25 · 41 min

    Deepfake statt Phishing: Wem kannst du im Videocall noch vertrauen?

    In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache" sprechen Nico und Ann-Kathrin in einer Solo-Folge ohne externen Gast über das Thema Deepfakes, eines der unterschätztesten Awareness- und Risikothemen in deutschen Unternehmen. Die beiden klären zunächst, was ein Deepfake überhaupt ist. Ann-Kathrin bringt es auf eine schöne Kurzformel: „der Enkeltrick, nur mit Video". Sie räumen mit der Annahme auf, Deepfakes seien vor allem Memes oder einzelne Erpressungsfälle. In Wahrheit sind sie längst ein Werkzeug für gezielte Diskreditierung, Meinungsmanipulation und Desinformation. Schöner O-Ton von Nico zur KI-Kennzeichnungspflicht: Man könne den Einbrecher auch nicht freundlich bitten, seine Tat doch bitte vorher zu markieren. Konkret wird es bei einer Anekdote, die zeigt, wie wirksam vor allem Audio-Deepfakes sind: Ein Anrufer setzt mit einem schreienden Baby im Hintergrund einen Service-Mitarbeiter beim Telefonanbieter so unter Druck, dass dieser die normalen Sicherheitsprozesse umgeht und den Account zurücksetzt. Genau diese Mischung aus emotionalem Druck und glaubwürdiger Stimme sehen Nico und Ann-Kathrin als die unterschätzte Schwachstelle in Unternehmen. Ihr Vorschlag: regelmäßige „Deepfake-Pentests" als fester Teil der Awareness-Programme. Im Gespräch geht es außerdem um: Warum die KI-Kennzeichnungspflicht in der Praxis kein wirksamer Schutz ist. Warum Deutschland beim Thema Awareness eher reaktiv als proaktiv unterwegs ist. Audio-Deepfakes mit emotionalem Druck als unterschätzte Schwachstelle. Die Frage: Security-Incident oder Compliance-Incident, wenn jemand auf einen Deepfake hereinfällt? Strafverfolgung über Landesgrenzen hinweg, wenn Täter im Ausland sitzen Generationenfrage: Was passiert, wenn Kinder mit KI und Deepfakes als Normalität aufwachsen? Eine ehrliche Folge für alle, die Awareness, Krisenkommunikation oder Incident Response verantworten und nicht erst dann reagieren wollen, wenn der erste Deepfake-Anruf in der eigenen Geschäftsführung landet. ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Name - LinkedIn Profil: ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E3
    May 18 · 45 min

    Live vor Publikum auf dem 2. Norddeutschen IT-Sicherheitstag, was im Ernstfall wirklich passiert

    In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache" gibt es eine besondere Aufnahme: Nico und Ann-Katrin sind live vor einem Publikum aus Wohnungs- und Immobiliengesellschaften zu Gast. Statt klassischem Studiogespräch hört ihr eine kompakte Vortrags- und Diskussionsfolge mit echten Fragen aus dem Saal und sehr konkreten Praxisbeispielen. Den Einstieg liefert ein echter Fall aus Karlsruhe: Bei einem Bauträger wurde die E-Mail-Kommunikation mit einer Käuferfamilie übernommen. Die Angreifer schrieben unter dem bestehenden Mailverlauf weiter, änderten am Ende die Bankverbindung, und der vollständige Kaufpreis für die Immobilie floss auf ein fremdes Konto. Keine Ransomware, kein Stillstand, aber ein klassischer Vertrauensbruch mit hohem Schaden, und die offene Frage: Wer trägt am Ende den Verlust?Ein zentraler Teil dreht sich um Krisenmanagement statt nur Prävention. Nico und Ann-Katrin betonen, dass Prävention nie zu 100 Prozent gelingt, gerade weil KI das Eindringen für Angreifer massiv vereinfacht. Im Akutfall sehen sie bei vielen Unternehmen den „Headless Chicken-Modus": Es wird schnell reagiert, schnell etwas abgeschaltet, schnell gelöscht, und damit werden oft genau die Spuren vernichtet, die später für Strafverfolgung und Versicherung entscheidend wären. Genauso problematisch: Nach einem Vorfall liegt die Wahrscheinlichkeit, im selben Jahr erneut angegriffen zu werden, bei rund 80 Prozent. Spannend wird es, als die beiden das Publikum direkt einbinden. Auf die Frage, wer im Saal Brandschutzübungen macht, gehen viele Hände nach oben. Auf die Frage, wer ähnlich strukturierte Übungen für den Fall eines Cyberangriffs durchgeführt hat, bleibt der Saal weitgehend still. Genau diese Lücke, sagen Nico und Ann-Katrin, sei der eigentliche Skandal: Brandschutz ist trotz geringerer statistischer Wahrscheinlichkeit für alle selbstverständlich, Cyber-Übungen sind es nicht. Im Gespräch geht es außerdem um: Wer Lösegelder eigentlich bezahlt und warum Versicherer oft schneller zahlen als sie strukturell helfen. Wie das Geschäftsmodell „Ransomware as a Service" funktioniert.Warum die meisten Unternehmen nicht gezielt, sondern „im Schrotflintenfeuer" landen. Wie ein simpler IBAN-Tausch in Rechnungstemplates eines Lieferanten Zahlungsströme umleitet Wie man Bankverbindungsänderungen wirklich verifiziert und nicht nur per Mail bestätigt. Warum viele Unternehmen heute mehrfach versichert sind, ohne es zu wissen Eine sehr konkrete Folge für Geschäftsführungen, Vorstände und IT-Verantwortliche in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, die wissen wollen, was im Ernstfall wirklich passiert, und die nicht erst beim ersten gefälschten Kontowechsel im Mailverlauf merken wollen, wie verwundbar das eigene Unternehmen ist. ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Nico - LinkedIn Profil Ann-Katrin - LinkedIn Profil ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E2
    May 11 · 1 hr 19 min

    Datensouveränität oder Abhängigkeit? KRITIS setzt trotzdem auf Microsoft

    In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache" sprechen Nico und Ann-Kathrin mit Roland Klobs, Datenschutzbeauftragter bei Uniper, einem der großen deutschen Energieversorger und Betreiber kritischer Infrastruktur mit rund 7.000 Mitarbeitenden, über das zentrale Thema digitale und datenbezogene Souveränität. Roland erklärt zu Beginn, warum „Datensouveränität" weit mehr bedeutet als nur die Frage, wo Daten physisch gehostet werden. Es gehe nicht primär um den Standort eines Rechenzentrums, sondern um die Hoheit und Macht über die eigenen Daten, also um vertragliche Absicherung, Portabilität und die Möglichkeit, jederzeit den Anbieter zu wechseln. Aus seiner technischen wie juristischen Perspektive (Maschinenbauingenieur und Master of Laws) zeigt er, wie Uniper das in der Praxis umsetzt: mit Microsoft 365 als zentralem Cloud-Partner mit Hosting in Amsterdam, SAP als weiterem strategischem Partner und einem klaren Rahmen aus Master Service Agreements und Auftragsverarbeitungsverträgen. Ein zentraler Punkt ist die Realität zwischen Anspruch und Machbarkeit. Roland, Nico und Ann-Kathrin diskutieren offen, warum trotz aller Diskussionen rund um DSGVO, Schrems II und das Data Privacy Framework am Ende kaum ein Unternehmen Microsoft Teams oder andere Hyperscaler-Dienste rauswirft, die Wechselkosten und der Innovationsverlust wären zu groß. Stattdessen plädieren alle drei für ein echtes, sauberes Risikomanagement statt panik- oder hypegetriebener Bauchentscheidungen. Auch Open Source bekommt einen ehrlichen Blick: technisch attraktiv, aber rechtlich und vertraglich oft unmöglich abzusichern und mit eigenen Risiken wie eingeschleusten Hintertüren in offenem Quellcode. Im weiteren Verlauf geht es darum, wie KI im Unternehmen sicher eingeführt werden kann. Roland beschreibt die Einführung von Microsoft Copilot bei Uniper: wie Vertraulichkeitslabel von PowerPoint auf erzeugte Word-Dokumente weitergegeben werden, wie die Beschäftigten geschult wurden, dass Daten den eigenen Tenant nicht verlassen und nicht für Trainingszwecke bei OpenAI oder Microsoft landen, und warum die KI-Verordnung sowie Codes of Conduct (Telekom seit 2017, Microsoft) wichtige Leitplanken sind. Spannend wird es, wenn er von seinen eigenen Anfängen mit neuronalen Netzen Ende der 1990er erzählt und damit erklärt, warum er heute weder Hype-getrieben noch ängstlich auf KI schaut. Im Gespräch geht es außerdem um: Den Unterschied zwischen Hosting-Standort und echter Datensouveränität Vertragsgestaltung mit Cloud-Anbietern: Provider-Wechsel, Insolvenzszenarien, Datenrückgabe Open Source als Chance und Risiko inklusive Lieferketten und Vertrauensfragen Warum Initiativen wie die „deutsche Cloud" immer wieder am gleichen Punkt scheitern: der Zahlungsbereitschaft Datenschutz als echter Wettbewerbsvorteil, warum manche Kunden bereit sind, mehr zu zahlen KI-Einführung im Konzern: Schulungen, Tenant-Schutz, Diskriminierungsfreiheit, Wahrheitsprüfung Multifaktor-Authentifizierung, Passkeys und die wachsende Abhängigkeit vom Smartphone Kuriose Praxisbeispiele: Bußgelder fürs Bedienen des Tesla-Displays oder einer E-Zigarette während der Fahrt Einen Zehn-Jahres-Ausblick: verteilte Data Lakes, abgestufte Datensilos nach Schutzbedarf, Sensorik überall und eine Hybrid-Lösung zwischen Innovation und Schutz besonders schützenswerter Bereiche Roland, Nico und Ann-Kathrin geben einen sehr praxisnahen Einblick, wie ein Konzern mit 7.000 Beschäftigten Datenschutz, Datensouveränität und Innovationsdruck gleichzeitig managt und warum am Ende kein Unternehmen drumherum kommt, Sicherheit und Datenschutz als kontinuierliche Management-Aufgabe und nicht als einmaliges Compliance-Projekt zu begreifen. ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Ronald Knop - LinkedIn Profil ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

  • S4 · E1
    May 4 · 55 min

    SOC-Ausschreibung: Wie Unternehmen Hunderttausende verbrennen

    In dieser Folge von „Cyber Security ist Chefsache" sprechen Nico und Ann-Katrin in einer Solo-Folge ohne externen Gast über das Thema Security Operations Center, kurz SOC. Es ist gleichzeitig die erste Folge nach längerer Pause, der Auftakt mit neuem Makeover und Nicos neuer Co-Host Ann-Kathrin, die als Security-Beraterin selbst tief in dem Thema steckt und ab sofort regelmäßig dabei ist. Zum Einstieg räumen die beiden mit einem Mythos auf: Nicht jedes SOC ist für jedes Unternehmen geeignet, und 24/7 ist nicht automatisch die richtige Antwort. Bevor man überhaupt über Anbieter, Vergleichbarkeit oder Preise spricht, muss klar sein, was das SOC eigentlich leisten soll, welche Risiken überhaupt überwacht werden und wie viel der eigene Betrieb noch selbst tragen kann. Ein zentraler Teil der Folge dreht sich um SOC-Ausschreibungen. Nico und Ann-Katrin zeigen mit vielen Beispielen aus der Beratungspraxis, warum genau dieser Beschaffungsweg in der Security so oft schiefgeht: Anbieter interpretieren Vorgaben unterschiedlich, geben generische Pauschalangebote ab, kopieren Anforderungen aus anderen Branchen oder nennen Referenzahlen, hinter denen man als Mittelständler nur eine kleine Nummer ist. Die Folge: Vergleichbarkeit, das eigentliche Ziel jeder Ausschreibung, ist am Ende oft gar nicht gegeben. Im weiteren Verlauf wird es konkret. Beide gehen detailliert auf Stolperfallen ein, die Unternehmen unbedingt auf dem Schirm haben sollten: Vendor-Lock-in, der oft erst beim Wechsel sichtbar wird, fehlende eigene Mannschaft im Hintergrund (zum Beispiel niemand, der nachts ein Passwort zurücksetzen kann, obwohl das SOC 24/7 alarmiert), reine Linearität der Ausschreibung, die der Realität eines SOC-Betriebs nicht gerecht wird, sowie kreative Preisgestaltungen, bei denen ein Anbieter eine Million, der nächste zehn Millionen aufruft und niemand mehr weiß, was eigentlich verglichen wurde. Spannend wird es bei einer kleinen Anekdote, die Nico aus seiner Beratungszeit mitbringt: Ein Kunde wird angegriffen, das eigene Monitoring schlägt an, der externe SOC-Dienstleister meldet sich aber nicht. Auf Nachfrage hieß es lapidar: „Doch, gesehen haben wir das, aber weil sich niemand gemeldet hat, sind wir davon ausgegangen, dass alles in Ordnung war." Genau solche Fälle, sagen die beiden, sind der Grund, warum eine SOC-Auswahl mehr braucht als ein gut formuliertes Lastenheft. Im Gespräch geht es außerdem um: Wann ein SOC sinnvoll ist und wann ein gut aufgestelltes internes Team reicht Warum 24/7 nicht für jedes Unternehmen die richtige Lösung ist Vendor-Lock-in als oft unterschätzte Red Flag bei Tooling-Entscheidungen Wie man Referenzen wirklich auswertet, nämlich im direkten Gespräch mit aktiven Kunden, nicht nur über Logo-Listen Warum „SOC-Umsatz" oder „Mitarbeiterzahl" als KPI nur bedingt aussagekräftig sind Wie man verhindert, dass die Vergleichbarkeit von Angeboten an unterschiedlichen vertrieblichen Auslegungen scheitert Den Unterschied zwischen Anbieter, Größe und Passung: Wer 500 Referenzen hat, kann großartig sein, oder man ist schlicht eine Nummer von vielen Warum Ausschreibungen für SOCs strukturell schwierig sind und zu generischen Antworten führen Den Praxistipp einer (gerne bezahlten) Probewoche oder eines Proof of Concepts vor jeder großen SOC-Vergabe, damit beide Seiten wissen, worauf sie sich einlassen Nico und Ann-Kathrin geben einen sehr ehrlichen, hands-on-orientierten Einblick, was bei der Auswahl, Ausschreibung und Bewertung eines SOC wirklich zählt, und warum die scheinbar saubere Beschaffungslogik aus anderen IT-Bereichen bei Security oft genau das Falsche ist. Eine Folge für alle, die gerade vor einer SOC-Entscheidung stehen oder einen bestehenden Anbieter ehrlich auf den Prüfstand stellen wollen. ____________________________________________ 👤 Mehr Informationen Nico - LinkedIn Profil Ann-Katrin - LinkedIn Profil ____________________________________________ 🎧 Reinschauen lohnt sich! 🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache 🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority 🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyber Schließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen. ____________________________________________ Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen: 📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache 🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache 🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag 🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin 📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache ____________________________________________ Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.

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