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Artwork for AT.reloaded
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AT.reloaded

Verlag Österreich

Tauche mit AT.reloaded in die Welt des Strafrechts ein. Erlebe praxisnahe Fälle und Lösungen, präsentiert von Ingeborg Zerbes. Dein Schlüssel zu einem tieferen Verständnis für komplexe Fragestellungen im Strafrecht.

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  • 20 episodes
  • Avg 23 min
  • German
  • #68
    August 14 · 55 min

    Strafrecht Aktuell: Catcalling

    Catcalling ist für viele Frauen Alltag. Doch wann wird aus einer unangenehmen oder herabwürdigenden Äußerung strafrechtlich relevantes Verhalten? Und gibt es im österreichischen Strafrecht derzeit eine Schutzlücke? In dieser Folge von Strafrecht Aktuell diskutieren Ingeborg Zerbes, Franziska Eckstein, Sarah Obino und Leo Korinek, welche Formen verbaler sexueller Belästigung nach geltendem Recht bereits erfasst sind und wo die Grenzen von sexueller Belästigung, Beleidigung und gefährlicher Drohung liegen. Anhand konkreter Fälle zeigen sie, warum besonders grobe, erniedrigende oder einschüchternde Äußerungen derzeit nicht immer strafbar sind. Außerdem geht es um mögliche rechtspolitische Lösungen, internationale Regelungen und die zentrale Frage, ob ein eigener Straftatbestand für Catcalling notwendig und verhältnismäßig wäre. Die Folge liefert keine vorgefertigte Antwort, sondern zeigt die wichtigsten Argumente für und gegen eine Erweiterung des Strafrechts und hilft dir, die aktuelle Debatte juristisch einzuordnen.

    • Chapters
  • #67
    July 17 · 39 min

    Strafrecht Aktuell: Strafvollzug

    In dieser Strafrecht Aktuell-Folge spricht Professorin Ingeborg Zerbes mit dem Strafrechtsexperten Christian Grafl über ein hochaktuelles Problem des österreichischen Strafrechts: den überlasteten Strafvollzug.Ausgangspunkt sind dramatische Entwicklungen in österreichischen Justizanstalten, von Überbelag und Personalmangel bis hin zu Suiziden, Todesfällen und massiver Belastung der Justizwache. Christian Grafl erklärt, warum diese Situation nicht mit „mehr Brutalität“ in der Gesellschaft zu erklären ist, sondern vor allem mit strafrechtlichen Verschärfungen, kurzen unbedingten Freiheitsstrafen und einer zurückhaltenden Praxis bei bedingten Entlassungen. Die Folge zeigt, welche Entlastungsmaßnahmen diskutiert werden: mehr Alternativen zur Freiheitsstrafe, ein stärkerer Einsatz von Geldstrafen, gemeinnütziger Arbeit und elektronisch überwachtem Hausarrest sowie eine kritischere Prüfung, wofür Strafrecht tatsächlich eingesetzt werden soll. Auch der Jugendstrafvollzug, die Forderung nach einem Jugendgerichtshof und der besondere Umgang mit jungen Erwachsenen werden näher beleuchtet. Eine Folge über Strafvollzug, Resozialisierung und Sicherheit, die deutlich macht: Wer Strafrecht verstehen will, muss auch fragen, was nach der Verurteilung passiert. Im Podcast zu Gast: Univ.-Prof. i. R. Dr. Christian Grafl ist emeritierter Professor für Kriminologie und Kriminalistik am Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universität Wien sowie gerichtlicher Sachverständiger für Urkundenuntersuchung und Schriftwesen.

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  • #66
    June 22 · 27 min

    Klartext Strafrecht: STEOP VI - SoSe 2026

    Was unterscheidet eine bloße Misshandlung von einer Körperverletzung? Wann wird eine vorsätzliche Tötung milder bestraft? Und woran erkennst du, ob es bei einem Vermögensdelikt um Wegnahme, Zueignung, Täuschung oder Befugnismissbrauch geht? In dieser Folge von Klartext Strafrecht STEOP VI führt Ingeborg Zerbes durch zentrale Deliktsgruppen des Besonderen Teils. Sie erklärt die Struktur der Körperverletzungsdelikte, ordnet vorsätzliche Tötungsdelikte und ihre privilegierten Formen ein und zeigt, wie sich wichtige Vermögensdelikte voneinander abgrenzen lassen. Du bekommst einen kompakten Überblick über einfache und schwere Körperverletzung, Mord und Totschlag, Tötung auf Verlangen, Mitwirkung an der Selbsttötung sowie Diebstahl, Unterschlagung, Veruntreuung, Raub, Betrug und Untreue.

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  • #65
    June 19 · 7 min

    Klartext Strafrecht: STEOP V - SoSe 2026

    In dieser Folge von Klartext Strafrecht STEOP geht es um Täterschaft und Beteiligung nach § 12 StGB. Professorin Ingeborg Zerbes erklärt, worin sich unmittelbare Täterschaft, Bestimmungstäterschaft und Beitragstäterschaft unterscheiden und warum auch Anstiftung und sonstige Hilfeleistung strafrechtlich relevant sein können. Im Fokus steht außerdem die Abgrenzung zwischen dem straflosen bloß versuchten Beitrag und dem strafbaren Beitrag zu einem Versuch. Die Folge zeigt, warum § 15 StGB nicht nur für den Versuch selbst, sondern auch für Beteiligungsformen wichtig ist, und welche besonderen Anforderungen beim Rücktritt vom Versuch gelten, wenn mehrere Personen an einer Tat mitwirken.

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  • #64
    June 15 · 14 min

    Klartext Strafrecht: STEOP IV - SoSe 2026

    In dieser Folge von Klartext Strafrecht – STEOP IV geht es um besondere Erscheinungsformen der strafbaren Handlung, allen voran um den Versuch nach § 15 StGB. Professorin Ingeborg Zerbes erklärt, wann eine bloße Vorbereitung endet und ein strafbarer Versuch beginnt, warum Fahrlässigkeitsdelikte nicht versucht werden können und welche Bedeutung die ausführungsnahe Handlung für die Strafbarkeit hat. Außerdem behandelt die Folge zentrale Fragen zur Beteiligung am Versuch, zum Rücktritt vom Versuch nach § 16 StGB und zur absoluten Untauglichkeit des Versuchs nach § 15 Abs 3 StGB. Anhand anschaulicher Beispiele wird gezeigt, wann ein Versuch strafbar bleibt, wann freiwilliger Rücktritt zur Strafbefreiung führen kann und warum die Abgrenzung zwischen relativ und absolut untauglichem Versuch in der Prüfung besonders sorgfältig zu begründen ist.

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  • #63
    June 12 · 14 min

    Klartext Strafrecht: STEOP III - SoSe 2026

    In dieser Folge von Klartext Strafrecht - STEOP III setzt Professorin Ingeborg Zerbes die Einführung in das österreichische Strafrecht fort. Im Mittelpunkt stehen der Irrtum über einen rechtfertigenden Sachverhalt nach § 8 StGB, der Schuldbegriff nach § 4 StGB und die Frage, wann Zurechnungsunfähigkeit, entschuldigender Notstand oder Rechtsirrtum die Strafbarkeit ausschließen können. Anhand prägnanter Beispiele zeigt die Folge, worin der Unterschied zwischen einem Irrtum über Tatsachen und einem Irrtum über die Rechtslage liegt. Außerdem wird erklärt, warum nicht jede Fehlvorstellung entschuldigt und wann trotz Irrtums volle Strafbarkeit bestehen bleibt. Damit schließt die Folge die Grundlagen des Fallprüfungsschemas ab und bereitet den nächsten Themenblock vor: den Versuch.

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  • #62
    June 5 · 21 min

    Klartext Strafrecht: STEOP II - SoSe 2026

    In dieser Folge von AT.reloaded – Klartext Strafrecht: STEOP II geht es um Fahrlässigkeit, Rechtfertigungsgründe und Notwehr. Professorin Ingeborg Zerbes und Victoria Roman erklären, wann ein Verhalten objektiv sorgfaltswidrig ist, worin der Unterschied zwischen leichter und grober Fahrlässigkeit liegt und warum Fahrlässigkeitsdelikte nur strafbar sind, wenn das Gesetz sie ausdrücklich vorsieht. Außerdem zeigt die Folge, wie Rechtfertigungsgründe in der Strafbarkeitsprüfung aufgebaut sind. Im Mittelpunkt steht die Notwehr nach § 3 StGB: Wann liegt ein gegenwärtiger oder unmittelbar drohender Angriff vor? Welche Rechtsgüter sind notwehrfähig? Und weshalb wird bei der Notwehr grundsätzlich nicht zwischen Angriff und Verteidigungsgut abgewogen? Eine kompakte Wiederholung für deine STEOP-Vorbereitung im Strafrecht.

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  • #61
    June 1 · 30 min

    Klartext Strafrecht: STEOP I - SoSe 2026

    In dieser Folge von AT.reloaded – Klartext Strafrecht geht es um den Einstieg in den STEOP-Stoff des Strafrechts. Professorin Ingeborg Zerbes und Victoria Roman erklären, was Strafrecht von anderen Rechtsgebieten unterscheidet, warum es nur bei schwerwiegenden Verstößen gegen besonders hochwertige Rechtsgüter eingreift und welche Bedeutung Spezialprävention, Generalprävention und Schuldprinzip haben. Im zweiten Teil der Folge steht der Fallaufbau im Mittelpunkt: Tatbestand, menschliche Handlung, Erfolgsdelikte, objektive Zurechnung sowie die Unterscheidung zwischen Vorsatz- und Fahrlässigkeitsdelikten. Anhand kurzer Beispiele wird gezeigt, worauf Du bei Kausalität, Adäquanz, Risikozusammenhang und Vorsatzformen achten musst, wenn Du strafrechtliche Fälle sauber prüfen willst.

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  • #60
    May 22 · 31 min

    Strafrecht Aktuell: Kampfsport

    In dieser Folge von AT.reloaded – Strafrecht Aktuell analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und Nora Pentz den Zusammenhang zwischen Kampfsport und Strafrecht. Ausgangspunkt ist die Frage, ob Verletzungen im Kampfsport überhaupt strafrechtlich relevant sind, oder ob sie als sozialadäquates Risiko außerhalb des Tatbestands bleiben. Die Folge zeigt, welche Rolle Freiwilligkeit, Regelverstöße und Einwilligung bei Körperverletzungen im Sport spielen. Besprochen werden unter anderem krasse Regelverstöße, etwa Schläge nach Kampfende, die Grenzen der Einwilligung nach § 90 StGB, die besondere Situation von Kindern und Jugendlichen im Training sowie die Frage, wie Doping die strafrechtliche Beurteilung verändern kann. So wird deutlich: Kampfsport bewegt sich strafrechtlich in einem Spannungsfeld zwischen gesellschaftlich anerkannter Sportausübung, erlaubtem Risiko und strafbarer Körperverletzung.

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  • #59
    May 8 · 26 min

    Klartext Strafrecht Fälle: Rücktritt vom Versuch II

    In dieser Folge von AT.reloaded – Klartext Strafrecht Fälle geht es weiter mit dem Rücktritt vom Versuch nach § 16 StGB. Professorin Ingeborg Zerbes und Leo Korinek analysieren, wann bei mehraktigen Ausführungshandlungen ein Rücktritt noch möglich ist und wann bereits ein fehlgeschlagener Versuch vorliegt. Im Mittelpunkt stehen drei Ansätze: die Tatplantheorie, die Einzelaktstheorie der Judikatur und die Tateinheitslehre, die stärker auf den einheitlichen Lebensvorgang abstellt. Anhand eines Falls rund um Melinda, die erst schießt und dann auf den Einsatz eines Messers verzichtet, wird gezeigt, wie unterschiedlich die Theorien zu bewerten sind und warum in der Prüfung vor allem eine saubere Argumentation zählt. Zum Abschluss widmet sich die Folge dem Rücktritt bei mehreren Beteiligten. Dabei wird erklärt, warum das bloße Aufgeben des eigenen Beitrags oft nicht genügt und wann das Verhindern der Ausführung oder das Abwenden des Erfolgs erforderlich ist.

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  • #58
    April 24 · 29 min

    Klartext Strafrecht Fälle: Rücktritt vom Versuch I

    In dieser Folge von AT.reloaded – Klartext Strafrecht Fälle analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und Leo Korinek die Grundlagen des Rücktritts vom Versuch nach § 16 StGB. Im Mittelpunkt steht die Frage, wann ein strafbefreiender Rücktritt möglich ist, welche Unterschiede zwischen unbeendetem und beendetem Versuch bestehen und warum dabei die subjektive Sicht der Täterin oder des Täters entscheidend ist. Anhand mehrerer Fallvarianten wird Schritt für Schritt gezeigt, wann die Aufgabe der Ausführung genügt, wann der Erfolg aktiv abgewendet werden muss und wann ein ernstliches Bemühen zur Erfolgsabwendung ausreicht. Eine wichtige begriffliche Grundlage dafür bietet auch die Folge „X wie X-beliebig“ aus der Reihe Strafrecht Begriffe A bis Z, in der die Abgrenzung zwischen Vorbereitungshandlung und Versuch erklärt wird.

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  • #57
    April 10 · 16 min

    Klartext Strafrecht Fälle: § 131 vs § 142 StGB

    In dieser Folge von AT.reloaded – Klartext Strafrecht Fälle analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und Victoria Roman die Abgrenzung zwischen räuberischem Diebstahl (§ 131 StGB) und Raub (§ 142 StGB). Anhand eines Falls rund um den Diebstahl einer Rolex im Schwimmbad zeigen sie, warum diese Unterscheidung trotz ähnlicher Sachverhalte strafrechtlich entscheidend ist und zu deutlich unterschiedlichen Strafdrohungen führt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wann Gewalt nur zur Sicherung bereits erlangten Gewahrsams eingesetzt wird und wann sie der eigentlichen Wegnahme dient. Die Folge erklärt, welche Rolle Mitgewahrsam, Alleingewahrsam und vor allem der Tatplan des Täters für die rechtliche Einordnung spielen. Zusätzliche Varianten veranschaulichen, wann eindeutig § 131 StGB und wann klar § 142 StGB vorliegt.

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  • #56
    March 27 · 15 min

    Strafrecht Aktuell: OP durch Tochter

    In dieser Folge von AT.reloaded – Strafrecht Aktuell analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und Jakob Hajszan einen aufsehenerregenden Fall aus Graz: Darf eine zwölfjährige Tochter bei einer Schädeloperation mit dem Bohrer mitwirken? Im Zentrum steht die Frage, wann ein medizinischer Eingriff trotz Operationssetting als strafbare schwere Körperverletzung (§ 84 Abs 4 StGB) zu beurteilen ist. Die Folge behandelt die Voraussetzungen der ärztlichen Heilbehandlung, die Rolle der Einwilligung und die strafrechtliche Verantwortung der beteiligten Erwachsenen, wenn ein strafunmündiges Kind in das Tatgeschehen eingebunden wird.

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  • #55
    March 17 · 14 min

    Klartext Strafrecht Fälle: Überwachungsgarant

    In dieser Folge von AT.reloaded – Klartext Strafrecht Fälle analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und Sarah Obino einen außergewöhnlichen Fall zur Unterlassungsstrafbarkeit: Eine Mutter weiß, dass ihr 16-jähriger Sohn seinen Stiefvater töten will und greift nicht ein. Der Fall führt direkt zur zentralen Frage des Strafrechts: Wann wird Nichthandeln strafbar? Anhand der Entscheidung des deutschen Bundesgerichtshofs diskutieren Prof. Zerbes und Sarah Obino die Rolle der Überwachungsgarantenstellung von Eltern gegenüber ihren minderjährigen Kindern und zeigen, warum eine Strafbarkeit wegen Mordes durch Unterlassen (§ 75 iVm § 2 StGB) in Betracht kommen kann. Du erfährst, wie sich Garantenpflichten aus dem Eltern-Kind-Verhältnis ableiten, welche Grenzen die Aufsichtspflicht hat und welche Kriterien Gerichte anwenden, um zu beurteilen, ob Eltern für Straftaten ihrer Kinder strafrechtlich verantwortlich sein können.

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  • #54
    February 20 · 34 min

    Strafrecht Aktuell: Sterbehilfe

    In dieser Folge von AT.reloaded – Strafrecht Aktuell analysieren Professorin Ingeborg Zerbes, Jakob Hajszan und die Schweizer Dissertantin Giulia Canova die strafrechtlichen Grenzen der Sterbehilfe. Ausgangspunkt ist eine aktuelle „Tatort“-Episode: Eine Person unterstützt junge Frauen in einem Online-Forum bei ihrem Suizid, filmt den Vorgang heimlich und streamt ihn gegen Bezahlung ins Darknet. Im Zentrum steht die österreichische Rechtslage nach der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs. Strafbar bleibt jede Verleitung zur Selbsttötung (§ 78 StGB). Straflos kann hingegen – unter engen Voraussetzungen des Sterbeverfügungsgesetzes – die Mitwirkung an einem frei verantwortlichen Suizid schwer und unheilbar erkrankter, volljähriger Personen sein. Die Folge zeigt, wie sorgfältig zwischen bloßem psychischem Beistand und strafbarer Einflussnahme zu unterscheiden ist. Ein Blick in die Schweiz und nach Deutschland verdeutlicht die Unterschiede: Während in der Schweiz jede Mitwirkung aus selbstsüchtigen Beweggründen strafbar ist, fehlt in Deutschland derzeit eine eigenständige Regelung. Die Folge bietet dir eine kompakte, differenzierte Analyse eines hochsensiblen Themas – mit klarem Blick auf Tatbestandsstruktur, subjektive Tatseite und die dogmatischen Bruchlinien im deutschsprachigen Raum.

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  • #53
    February 13 · 17 min

    Klartext Strafrecht Fälle: Retterproblematik

    In dieser Folge von AT.reloaded – Klartext Strafrecht Fälle analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und Sarah Obino die sogenannte Retterproblematik – ein klassisches Problem des Risikozusammenhangs. Ausgangspunkt ist ein fahrlässiges Verhalten: Zander vergisst, den Wasserhahn abzudrehen, sein Haus wird überflutet. Der Nachbar Norbert will die Schildkröte Susi retten und bricht sich den Arm. Die Feuerwehrfrau Felicia verletzt sich im Einsatz. Der neugierige Passant Schubert begibt sich ohne Rettungsabsicht ins Haus und bricht sich dabei das Bein. Zu prüfen ist eine fahrlässige Körperverletzung nach § 88 StGB – doch entscheidend ist die normative Zurechnung: Unterbricht das Eingreifen eines Retters den Risikozusammenhang? Die Folge arbeitet drei unterschiedliche Ansichten heraus: Rechtsprechung: Verletzungen von Rettern bleiben zurechenbar; nur bei bloß Schaulustigen wird der Risikozusammenhang durchbrochen. Differenzierende Lehrmeinung: Zurechnung nur bei berufsmäßigen Rettern (zB Feuerwehr), nicht jedoch bei freiwilligen Helfern oder Schaulustigen. Liberale Ansicht: Auch berufsmäßige Retter handeln selbstverantwortlich; der Risikozusammenhang ist daher generell unterbrochen – mit der Konsequenz der Straflosigkeit des Erstverursachers. In dieser Podcastfolge erfährst du, welche Rolle der Schutzzweck der Norm, die Figur der freiwilligen Selbstgefährdung und die Unterscheidung zwischen beruflicher Pflicht und privatem Helfen spielen – und warum dieselbe Fallkonstellation je nach Ansatz zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen führen kann.

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  • #52
    January 30 · 33 min

    Klartext Strafrecht Fälle: Risikozusammenhang

    In dieser Folge von AT.reloaded – Klartext Strafrecht Fälle analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und Sarah Obino den Risikozusammenhang als zentrale Zurechnungsstufe bei Fahrlässigkeitsdelikten und fahrlässigen Erfolgsqualifikationen. Anhand mehrerer Fallvarianten (von der Tablettengabe im Smoothie bis zu komplexen Fällen mit Todesfolge) wird erklärt, wann ein eingetretener Erfolg noch dem Erstverursacher zugerechnet werden kann – und wann nicht. Im Fokus stehen hierbei Opferfehlverhalten und Fehlverhalten Dritter. Erfahre, wann grob unvernünftiges oder unverständliches Verhalten des Opfers zur Durchbrechung des Risikozusammenhangs führt, welche unterschiedlichen Maßstäbe Lehre und Rechtsprechung dabei anlegen und wie ein bloßes Unterlassen – etwa eine unterlassene Hilfeleistung – zu beurteilen ist. Diese Episode verbindet systematische Prüfungshinweise mit anschaulichen Fallkonstellationen und zeigt dir, worauf es beim Risikozusammenhang in der Fallprüfung ankommt.

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  • #51
    January 23 · 18 min

    Klartext Strafrecht: STEOP IV

    In der Folge STEOP IV von AT.reloaded beantworten Professorin Ingeborg Zerbes und ihr Team zentrale Fragen aus der Studieneingangs- und Orientierungsphase, die in der Vorlesung offen geblieben sind. Du erfährst, was mit dem Begriff „unwertbehaftet“ gemeint ist und warum der Vorsatz im Strafrecht ein Unrechtselement darstellt. Anhand des prominenten Falls rund um eine unbezahlte Hotelrechnung wird klar abgegrenzt, wann bloß eine zivilrechtliche Forderung vorliegt – und wann Betrug nach § 146 StGB. Außerdem thematisiert die Folge die lebenslange Freiheitsstrafe im österreichischen Strafrecht, ihre gesetzliche Ausgestaltung und die Möglichkeit der bedingten Entlassung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf freiheitsentziehenden vorbeugenden Maßnahmen (§§ 21–23 StGB): Du lernst, warum diese keine Strafen sind, welche Voraussetzungen gelten und welche Formen das österreichische Recht kennt. Abschließend wird die Diversion eingeordnet: Wann ist eine Strafe weder spezial- noch generalpräventiv notwendig – und warum reicht in bestimmten Fällen eine alternative Erledigung aus? Diese Folge bietet dir eine kompakte Zusammenfassung offen gebliebener Fragen aus der Vorlesung von Ingeborg Zerbes – ideal zur gezielten Vorbereitung auf die STEOP-Prüfung im Strafrecht.

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  • #50
    January 9 · 22 min

    Klartext Strafrecht: STEOP III

    In dieser Folge von AT.reloaded – Klartext Strafrecht (STEOP III) analysiert Professorin Ingeborg Zerbes zentrale Delikte des Besonderen Teils des österreichischen Strafrechts. Im Fokus stehen zunächst die vorsätzlichen Tötungsdelikte: Mord als Grundtatbestand, privilegierte Formen wie Totschlag im Affekt und die Tötung eines Kindes bei der Geburt sowie die strafrechtlichen Grenzen von Tötung auf Verlangen und Mitwirkung an der Selbsttötung – einschließlich der seit 2021 geltenden Sonderregelungen bei schweren, unheilbaren Erkrankungen. Anschließend widmet sich die Folge den Vermögensdelikten. Systematisch werden gewaltlose Eigentumsdelikte wie Diebstahl, Unterschlagung und Veruntreuung erklärt und von gewaltsamen Delikten wie Raub und räuberischem Diebstahl abgegrenzt. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Betrug als Selbstschädigungsdelikt durch Täuschung sowie auf der Untreue (§ 153 StGB) als zentralem Tatbestand des Wirtschaftsstrafrechts. Die Folge bietet dir eine kompakte, prüfungsrelevante Einordnung der zentralen Tatbestandsstrukturen, maßgebliche Strafrahmen und Abgrenzungsfragen - klar strukturiert und verständlich erklärt.

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  • #49
    Dec 27, 2025 · 3 min

    Special: Bloopers

    Zum Jahresende meldet sich AT.reloaded mit einem besonderen Special. In der Bloopers-Folge hörst du, dass selbst bei präziser strafrechtlicher Analyse nicht jeder Take sitzt: Versprecher, Denkpausen, falsche Übergänge und spontane Neustarts aus den Aufnahmen mit Professorin Ingeborg Zerbes und ihrem Team. Eine humorvolle Rückschau hinter die Kulissen von AT.reloaded – als lockerer Jahresabschluss zwischen Fallprüfungsschema und Strafrechtsdogmatik.

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