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Science

Astronomie am Kepler

Norbert Siller und die Schüler:innen des Mehrschulenkurses Astronomie

Willkommen zu Astronomie am Kepler, dem Podcast des Mehrschulenkurses Astronomie am Keplergymnasium Graz, bei dem man in unseren Astronomieunterricht hineinhören kann! Dabei erzählen, diskutieren und plaudern wir über Astronomie und Raumfahrt, behandeln manchmal grundsätzliche, manchmal spezielle und manchmal auch aktuelle Themen und beantworten auch gerne Fragen der Hörerinnen und Hörer, besonders gerne die von Kindern und Jugendlichen (aber auch Erwachsene dürfen gerne was fragen!). Besonders wichtig ist uns, dass alles gut für Jung und Alt verständlich ist und trotzdem richtig, ohne falsche Verkürzungen. Wir sind als wisspod-podcast geprüft und anerkannt und werden von der Universität Graz wissenschaftlich betreut. Ad astra und clear skies!

  • 61 episodes
  • Updated July 6

Episodes61

  • July 6 · 59 min

    AK060 Zeit und Astronomie

    … Wir sind ein WissPod-Podcast! In dieser Folge sprechen wir über die Rolle und Messung der Zeit in der Astronomie! Davor gibt es doppelt Space News: Zuerst sprechen wir über das im Aufbau befindliche „Fotoobjektiv-Teleskop“ MOTHRA, dem Nachfolger des Dragenfly-Teleskops. Das gerade in Chile (in der Nachbarschaft des Vera Rubin Observatoriums) aufgebaut wird und aus 1140 handelsüblichen Teleobjektiven besteht. Es wird ein gewaltiges Gesichtsfeld von 12 Vollmonddurchmessern am Himmel abbilden können und ganz neue Möglichkeiten bieten, extrem lichtschwache Objekte abzubilden. Außerdem besprechen wir ein aktuelles Paper aus Astronomy and Astrophysics: Solar twins in Gaia DR3 GSP-Spec. Seit etwa 25 Jahren vermuten wir, dass die Sonne nicht da entstanden ist, wo wir jetzt sind, sondern viel näher am Zentrum der Milchstraße – aufgrund der chemischen Zusammensetzung unseres Sterns, genauer gesagt, ihrer Metallizität. Vor allem aber geht es diesmal um die Zeit! Ein Sonnentag hat 24 Stunden und benennt die durchschnittliche Zeit zwischen einem Sonnenaufgang und dem nächsten, was aber länger dauert als eine Umdrehung der Erde um sich selbst, denn das sind nur 23h 56min und 4,1 Sekunden – ein so genannter Sterntag, denn das ist der Abstand von einem Sternenaufgang zum nächsten. Wir haben auf der Erde die Uhrzeit in Zeitzonen aufgeteilt, die sich jeweils meist um eine Stunde unterscheiden; aber im Grunde hat jeder Ort seine „natürliche“ Ortszeit, die pro Längengrad weiter westlich eine um 4 Minuten frühere und Richtung Osten um 4 Minuten spätere Zeit ergibt – die 360° Umdrehung ergeben dann natürlich wieder 24 Stunden. An den Polen ergibt das Konzept der Ortszeit keinen Sinn mehr – dort sucht man sich die Zeitzone einfach aus, nach der man leben möchte. Wir brauchen Schaltjahre, um Jahreslänge und Tageslänge aufeinander abzustimmen, was sich bei 265,256 Tagen Jahreslänge nicht sonderlich gut ausgeht. Im Julianischen Kalender mit einem Schaltjahr alle 4 Jahre hat diese 0,006 Tage Abweichung ignoriert und bis ins 16. Jahrhundert zu einer Verschiebung der Jahreszeiten um 10 Tage geführt. Der Gregorianische Kalender hat das dauerhaft behoben und dafür einfach 10 Tage (5.-14.10.1582) einfach aus der Geschichte gestrichen. Was ist aber genaugenommen ein Jahr? Zur Bestimmung der Jahreslänge blickt die Astronomie nicht in den Kalender, sondern auf den Frühlingspunkt und bestimmt die Dauer von einem Frühlingsanfang zum nächsten – denn genau das ist die Basis unseres „normalen“ Jahres, das eigentlich das so genannte tropische Jahr ist, das sich nach den Jahreszeiten orientiert: Ein Jahr ist da eben die Zeit von einem Frühlingsanfang bis zum nächsten. Für die Astronomie bedeutsam ist das siderische Jahr, das genau einer kompletten Runde der Erde um die Sonne entspricht (und nach dem ein ferner Stern wieder genau in der gleichen Richtung zu sehen sein wird). Und dann gibt es noch das anomalistische Jahr, das die Zeit von einem sonnennächsten Punkt (Perihel genannt) bis zum nächsten angibt. Aber was ist Zeit eigentlich? Schon die antiken Gelehrten wie Augustinus taten sich schwer mit einer Antwort, aber warum kompliziert denken: Zeit ist das, was Uhren messen, meinte Albert Einstein, und zeigte in seiner Relativitätstheorie, dass der Ablauf der Zeit im Universum von der Geschwindigkeit abhängt, mit der man sich bewegt, und auch von der Schwerkraft, der man unterliegt: bewegte Uhren gehen langsamer, und Uhren gehen auch unter Schwerkrafteinfluss langsamer. Licht braucht Zeit, um sich auszubreiten, und so blickt man in der Astronomie praktisch immer in die Vergangenheit – wir sehen sie praktisch „live“. So können wir mit geeigneten Teleskopen bis zu den Anfängen des Universums zurückblicken. Die dabei vergangene Zeit bestimmt man mit der Formel für die kosmologische Rotverschiebung, denn das sich überall ausdehnende Universum verlängert auch die Lichtwellen – ein Umstand, den man in der Astronomie als Rotverschiebung z ausdrückt, wobei z=0 bedeutet, das Licht ist nicht ausgedehnt, z=1 bedeutet, das Licht ist auf doppelte Wellenlänge gedehnt, z=2 auf dreifache Wellenlänge usw. Der Beginn mit 0 macht die Formeln zur Lichtlaufzeitberechnung etwas unpraktisch, darum verwendet man besser Z = z+1 und kann dann mit (Z²-1) : (Z²+1) mal dem Alter des Universums von 14 Millarden Jahren berechnen, wie lange das Licht zu uns gebraucht hat, das eine bestimme Rotverschiebung hat. Das geht einfacher, als die Formel zunächst aussieht! Die untere Zahl ist einfach immer um 2 größer als die obere. Z.B. für z=1 ist Z=2, und die Lichtlaufzeit ist 3/5 von 14 Mrd. Jahren, also 8,4 Milliarden Jahre. z=2 ergibt schon 8/10 * 14 = 11 Mrd. Jahre und so weiter (genaugenommen muss man dann aber für höhere z eine genauere Formel verwenden, in der Annahmen über die Form des Universums einfließen – ja, die Sache mit der Zeit ist kompliziert!). Im Astrolexikon geht es dann schließlich um den Begriff Mond. Zuerst fällt einem da natürlich unser eigener Mond ein, aber was nennen wir einen Mond und was nicht? Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp! Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com. Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf Facebook, Instagram, oder Bluesky. Wir sind als Podcast auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr. Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.

  • June 22 · 53 min

    AK059 Die unsichtbare Dunkle Materie

    … Wir sind ein WissPod-Podcast! Es ist längst an der Zeit, endlich einmal eine Folge zur Dunklen Materie zu machen. Und passend dazu haben wir auch die Space News ausgesucht: In Sterne und Weltraum 7/2026 berichtet Maria Luísa Buzzo von der Yale University über ihre Forschung zu ultradiffusen Galaxien (UDGs). Der frühere Leiter dieser Forschungsgruppe, Pieter von Dokkum, hatte bereits 2018 mit seinem Team zwei extrem massearme UDGs nahe NGC 1032 entdeckt. Die Geschwindigkeit der Kugelsternhaufen, die diese umkreisten, war so klein, dass diese UDGs praktisch keine dunkle Materie enthalten konnten, was sehr ungewöhnlich war, hatte man doch zuvor genau solche UDGs entdeckt, die fast nur aus dunkler Materie bestanden. Nun hatte Buzzo mit ihrem Team den Fornax-Galaxienhaufen mit dem Dragonfly-Teleskop untersucht und wieder solche UDGs ohne Dunkle Materie entdeckt – und zwar mehrere entlang einer Linie. Und sie haben auch eine Theorie entwickelt, wie diese entstehen könnten: bei Kollisionen solcher UDGs bremst sich die normale Materie sehr viel stärker ab als die Dunkle und bildet eine neue gemeinsame Galaxie, während die Dunkle Materie sich quasi kollionsfrei durchdringt und sich damit einfach weiterbewegt. Dies würde sogar beide Phänomene erklären, sowohl die UDGs ohne als auch die fast ausschließlich aus Dunkler Materie. Was ist aber jetzt diese Dunkle Materie? Vor allem einmal: mehr Schwerkraft, als die sichtbaren Sterne und Gasmassen haben könnten. Wir besprechen die Entstehung der Idee der Dunklen Materie durch Fritz Zwicky und Vera Rubin und mögliche Kandidaten, was sie denn nun sein könnte, von den MACHOS über die WIMPS bis zu noch exotischeren Ideen und alternativen Ansätzen zur Gravitationstheorie wie MOND. Allerdings funktioniert das Konzept der Dunklen Materie in so vielen Bereichen viel besser als alternative Konzepte, z.B. bei der Entwicklung des Universums als Ganzem, wie zum Beispiel die Illustris-Simulation zeigt, die mit dem ΛCDM-Modell („Lambda Cold Dark Matter“) erstellt wurde und alles an Strukturen hervorbringt, was wir beobachten können. Im Astrolexikon sprechen wir heute darüber, was genau eigentlich eine Raumsonde ist! Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp! Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com. Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf Facebook, Instagram, oder Bluesky. Wir sind als Podcast auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr. Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.

  • June 8 · 38 min

    AK058 Die Welt ist eine Scheibe

    … Wir sind ein WissPod-Podcast! Die Welt ist eine Scheibe! Nein, wir sind keine Flat-Earth-Verschwörungstheoretiker und auch nicht verrückt geworden. Was es damit auf sich hat, klären wir nach den Space News, in dem wir über die famose CSA/ESA-Weltraummission SMILE sprechen, die auf einer Vega C-Rakete am 19. Mai gestartet ist und auf der viel Wissen und Technik vom Grazer Institut für Weltraumforschung steckt. SMILE erforscht, was die Teilchen des Sonnenwindes mit dem Magnetfeld, der von geladenen Teilchen erfüllten Ionosphäre und mit der Atmosphäre der Erde anstellt. Neben schönen Polarlichtern können dabei nämlich ziemlich zerstörerische geomagnetische Stürme entstehen. Zu dieser Mission gibt es übrigens neben einem Infopaket auch ein cooles Comic (auf Englisch), das die ESA erstellt hat. Im Hauptthema zeigen wir, dass unsere Welt flach ist! Nein, nicht die Erde, denn eine Flacherde würde aufgrund der Schwerkraft augenblicklich in sich zusammenfallen und eine glutflüssige Kugel bilden. Aber unsere Galaxie, die Milchstraße, ist eigentlich eine sehr flache Scheibe aus Sternen, Gas, Staub und einem schwarzen Loch in der Mitte. Unsere Galaxie ist umgeben von einem kugelförmigen Halo, in dem sich Kugelsternhaufen befinden, und dem zirkumgalaktischen Medium aus sehr dünn verteiltem Gas, das trotzdem im Summe deutlich mehr wiegt als alles an Gas, Staub und Sternen innerhalb unserer Galaxienscheibe. Unsere Milchstraße ist wie alle Galaxien eine Kannibalin und hat sich im Laufe ihres Daseins schon einige kleinere Galaxien einverleibt. Dabei entstanden schräg durch die Galaxienscheibe laufende Sternströme wie z.B. die Gaia Enceladus Sausage, die mit Hilfe von Daten der europäischen GAIA-Weltraummission gefunden werden konnten. Bei solchen Galaxienkollisionen stoßen zwar nicht die Sterne und Planeten der Welteninseln zusammen (dazu ist der Weltraum viel zu leer), aber sehr wohl die Gas- und Staubmassen der Galaxien, und es kommt zu so genannten Starbursts, zur Entstehung sehr vieler Sterne. Alle Sterne der Milchstraße drehen sich um das Zentrum unserer Galaxie – aber die Spiralarme drehen sich kurioserweise nicht mit, wie diese Animation sehr schön veranschaulicht. In den Spiralarmen ist das meiste an Gas und Staub konzentriert, dort entstehen auch die jungen, großen, hellen Sterne, die nicht lange genug leben, um die Spiralarme verlassen zu können. Darum leuchten in allen Spiralgalaxien diese Arme besonders hell. Wenn zwei gleich große Spiralgalaxien zusammenstoßen (wie es unserer Milchstraße in einigen Milliarden Jahren mit der Andromedagalaxie ergehen wird), dann durchmischen sich die beiden zu einer so genannten Elliptischen Galaxie, und der Starburst braucht die gesamten Vorräte an Gas und Staub auf. Darum entstehen in den elliptischen Galaxien danach keine neuen Sterne mehr. Als allerletztes stoßen dann die beiden schwarzen Löcher zusammen und vereinigen sich. Das kann sehr lange dauern, und vermutlich kreist auch noch zumindest ein schwarzes Loch einer verspeisten Kleingalaxie rund um Sagittarius A*, dem Black Hole unserer eigenen Milchstraße. Nicht nur die Galaxie ist flach, sondern auch unserer Planetensystem – alle Planeten kreisen in der gleichen Ebene um die Sonne, auf der so genannten Ekliptik. Das ergibt sich zwangsweise, weil Planetensysteme aus einer rotierenden Scheibe aus Gas und Staub entstehen, die durch die Fliehkräfte quasi automatisch zu einer dünnen Scheibe wird. Im Astrolexikon wenden wir uns dann der Frage zu, was genau eigentlich ein Stern ist. Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp! Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com. Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf Facebook, Instagram, oder Bluesky. Wir sind als Podcast auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr. Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.

  • May 25 · 32 min

    AK057 Teleskope für das Unsichtbare: Werkzeuge der Astronomie Teil 3

    … Wir sind ein WissPod-Podcast! Heute werfen wir einen Blick auf das Unsichtbare! Astronomische Teleskope können auch Dinge aufnehmen, die für unsere Augen prinzipiell unsichtbar bleiben würden – Radiowellen, Mikrowellen, Infrarotstrahlung, ultraviolettes Licht, Röntgenstrahlung, Gammastrahlung, Teilchenstrahlungen und Gravitationswellen! Was kann man da „sehen“? Für die Radioastronomie braucht man riesige Parabolantennen oder große Felder an Antennenarrays, denn große Wellenlänge bedeutet leider auch geringe Auflösung der entstehenden Bilder – dem kann man nur mit Größe entgegenwirken. Und wichtige Dinge sehen, die sonst unentdeckbar bleiben würden: in der 21cm-Linie des Wasserstoffes kann man die großen kalten Wasserstoffwolken der Milchstraße (und natürlich auch der anderen Galaxien) erforschen, und die berühmten Bilder der Schwarzen Löcher von M87 und unserer Milchstraße wurden mit einem Verbund von Radioteleskopen aufgenommen, denn um schwarze Löcher herum entsteht durch die Interaktion mit Materie ständig Radiostrahlung. In Chile befindet sich auf 5000m Höhe ALMA, ein Verbund von 66 Parabolantennen über eine Fläche von mehreren Quadratkilometern. Berühmt wurde das Arecibo Teleskop in Puerto Rico, in dem auch das LGM1-Signal („Little Green Men 1“) empfangen wurde, dass halt nicht von Aliens, sondern vom genau dadurch zuerst entdeckten Pulsar, einem rotierenden Neutronenstern ausgesendet wurde. Diese extrem regelmäßigen Radiopulse dieser Pulsare sind zu einem wichtigen Zeitgeber für die Astronomie geworden. Mikrowellenteleskope können die so genannte 3K-Stahlung messen, die berühmte Mikrowellenhintergrundstrahlung, die quasi den optischen Nachhall des Urknalls darstellt. So startete man beispielsweise die Missionen COBE und Planck, die mit extrem stark gekühlten Messgeräten die winzigen Unterschiede in dieser Stahlungsverteilung sichtbar machen konnten, die grundlegend für die Anordnung der Galaxien und Galaxienhaufen im Universum ist. Der große Star im Infrarotbereich ist natürlich das James-Webb-Weltraumteleskop, das uns in den letzten Jahren atemberaubende Einblicke in viele Bereiche des Universums geben konnte. So kann es ins frühe Universum blicken, denn das einst sichtbare Sternenlicht der ersten Milliarde Jahre des Universums ist mittlerweile weit ins Infrarot verschoben (und der Parameter z gibt uns den Faktor der zusätzlichen Dehnung der Lichtwellen an: z=1 ist also auf das Doppelte gedehnt, z=2 auf das dreifache usw.). Aber es kann auch durch Staubwolken blicken, die im infraroten viel durchsichtiger sind, oder direkt (Exo)planeten und Asteroiden abbilden, denn praktisch alle Körper leuchten im Infrarotlicht. In den Wellenlängen, die kürzer als unser sichtbares Licht sind, lassen sich die hochenergetischen, explosiven Prozesse des Universums besonders gut beobachten. So arbeitet beispielsweise das Sonnenteleskop SDO bei Wellenlängen von einigen 10nm, das ist der Bereich des (entfernten) Ultraviolett, in dem man energiereiche Sonnenaktivitäten nachverfolgen kann. Noch einen Schritt extremer sind Prozesse, bei denen Röntgenstrahlen ausgesendet werden: hier geht es um Supernovaexplosionen, den Fall von Materie in schwarze Löcher oder so genannte Röntgendoppelsterne, bei dem Gase von einem Riesenstern auf einen Neutronenstern oder ein schwarzes Loch einfallen und einen „Röntgentodesschrei“ ausstoßen. Aber auch auf unserer Sonne entsteht Röntgenstrahlung, bei Protuberanzen und in der sehr heißen Corona, der äußeren Sonnenatmosphäre. Der hellste Röntgenfleck am Himmel ist aber der Virgo-Galaxienhaufen, denn das intergalaktische Gas eines Galaxienhaufens ist mehrere Millionen Grad heiß und emittiert ebenfalls Röntgenstrahlung. Um all das zu messen, muss man in den Weltraum – Röntgenstrahlung wird von der Erdatmosphäre restlos absorbiert. Bedeutende Röntgenteleskope waren etwa Chandra oder XMM-Newton, die aktuellsten Daten lieferte die DLR-Mission eROSITA. Schließlich gibt es noch die Gammastrahlenastronomie, mit der die Prozesse mit den höchsten Energien im Universum untersucht werden können. Auch das geht nur vom Weltraum aus, und berühmt wurde die Geschichte, in der die militärischen VELA-Satelliten, die Gammastrahlenausbrüche von verbotenen Atomtests aufspüren sollten, stattdessen starke Gammastrahlenausbrüche aus dem Weltraum gemessen haben – die rätselhaften Gamma Ray Bursts (GRBs), von denen wir z.B. schon einmal in Folge 14 gesprochen haben. Ein gutes Beispiel für ein Gammastrahlenobservatorium ist die Raumsonde INTEGRAL. Obwohl Gammastrahlung nicht durch die Atmosphäre kommt, gibt es Gammastrahlungsteleskope auf der Erde, die allerdings nicht die Gammawellen selbst messen, sondern Tscherenkovstrahlung. Diese entsteht, wenn die Gammastrahlen in der Erdatmosphäre Teilchenschauer anregen, die sich mit Quasi-Überlichtgeschwindigkeit durch die Luft bewegen und dabei eben diese Strahlung verursachen! In Namibia stehen die nach einem österreichischen Nobelpreisträger benannte H.E.S.S. Teleskope (Viktor Franz Hess entdeckte die kosmische Strahlung), und auf La Palma stehen die beeindruckenden Schüsseln der MAGIC-Teleskope. Aber es gibt noch mehr als nur Astronomie mit Licht: In der Antarktis wird ein riesiger Eiswürfel tief im Boden dazu verwendet, Neutrinostrahlung zu detektieren – übrigens ebenfalls mit Tscherenkovstrahlung. Supernovae geben den größten Teil ihrer Explosionsenergie als Neutrinostrahlung ab, und so können Neutrinoobservatorien einen bedeutenden Beitrag zur Erforschung dieser Sternexplosionen leisten. Und seit einigen Jahren können wir das Schwingen des Universums selbst messen – Gravitationswellen. Diese entstehen etwa, wenn schwarze Löcher zusammenstoßen, und es könnte auch einen Gravitationswellenhintergrund aus der Frühzeit des Universums geben. Ein Gravitationswellenteleskop besteht aus Lasern, die entlang sehr langer Arme ausgesendet, reflektiert und überlagert werden. Je länger der Arm, desto besser die Auflösung – und darum will man nach LIGO, dem aktuell größten Gravitationswellendetektor auf der Erde, im nächsten Jahrzehnt mit LISA ein raumsondengestütztes Gerät mit 2,5 Millionen km langen Laserarmen in den Sonnenorbit senden. Im Astrolexikon geht es heute um Blaue Riesensterne und ihre Bedeutung für die Entwicklung einer Galaxie. Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp! Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com. Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf Facebook, Instagram, oder Bluesky. Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr. Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.

  • May 11 · 56 min

    AK056 Das 7. Kepler Teleskoptreffen

    … Wir sind ein WissPod-Podcast! Von 17. bis 20. April 2026 fand zum 7. Mal das KTT statt, das Kepler Teleskoptreffen, das unsere Schule gemeinsam mit dem Steirischen Astronomenverein StAV ins Leben gerufen hat und bei dem wir astronomieinteressierte Jugendliche mit Amateurastronomen und Wissenschaftlern aus der Weltraumforschung zusammen, um gemeinsam unter dunklem Nachthimmel die Wunder des Universums zu bestaunen – und in nachmittäglichen Fachvorträgen auch was darüber zu lernen. Und heuer waren beide Bereiche fantastisch, sowohl der Himmel, der uns zwei sehr gute Beobachtungsnächte beschert hat, als auch das Tagesprogramm! Und daraus hört ihr hier einige Ausschnitte, außerdem Interviews mit einigen der Vortragenden und Teilnehmer:innen. Zum Einstieg am Freitag gab uns Frau Dr. Ramona Augustin vom AIP, dem Leibnitz Institut für Astrophysik Potsdam, einen spannenden Onlinevortrag über das zirkumgalaktische Medium, zu dem sie forscht. Aufmerksam wurden wir auf sie durch ihr kürzlich erschienenes Video zu diesem Thema auf dem Kanal Urknall, Weltall und das Leben. Dr. Bruno Besser vom Grazer Institut für Weltraumforschung IWF der Österreichischen Akademie der Wissenschaften hatte dann als Kontrapunkt ein ganz regionales Thema für uns, einen Blick in die Geschichte der Astronomie in der Steiermark. Dave Gloistein vom StAV lieferte uns in wundervollem British English augenzwinkernd den nachvollziehbaren Beweis, dass auf der Erde Aliens leben. Dr. Thomas Klügel vom geodätischen Observatorium Wettzell (D) sprach unter anderem von der Technik der Entfernungsmessung zum Mond mittels Laserranging und vermittelte uns eindrucksvoll, wie spannend Geodäsie sein kann und in welch unerwarteten Bereichen sie angewandt werden könnte (Gravitationswellendedektion!). Und Nico Lampl vom Universitätsobservatorium Lustbühel der Uni Graz präsentierte seine Bachelorarbeit, in der er einen faszinierenden Zeiss-Refraktor wieder verwendbar machen wird. Das Gerät mit dem etwas gruseligen Namen „Ballistische Messkammer“ (BMK) wurde eigentlich einst gebaut, um Satellitenbewegungen zu vermessen, hat ein riesiges Gesichtsfeld von im Prinzip 20° am Himmel und existiert nur zweimal auf der Welt. Das Schwestergerät war einst in Wettzell im geodätischen Observatorium und ist nun in Chile in der Atacamawüste, um mit einem riesigen 10x10cm Kamerachip das Beobachtungsfeld des Weltraumteleskops PLATO vorzubeobachten (Projektleiter ist übrigens ein Grazer Astronom, Dr. Jörg Weingrill). Mit Dr. Szilárd Csizmadia, eigentlich Exoplanetenforscher vom DLR Berlin, aber auch Obmann des ungarischen Amateurastronomievereins VCSE, tauchen wir ein bisschen in die Geschichte der Amateurastronomie ein, und mit DI Gerhard Paar von Joanneum Research Graz geht es dann in die Sonnensystemforschung: er ist Co-Investigator der Mastcam-Z-Stereokamera auf dem Marsrover Perseverance und hat die 3D-Visualisierung entwickelt, die auch auf der HERA-Mission zum Asteroiden Dimorphos verwendet werden wird, und gab uns dazu einige Einblicke. Den Schlusspunkt unserer Vorträge bildete ein Doppelvortrag von Dr. Örs Hunor Detre, einer der Hauptentwickler des Instruments MIRI am James Webb Space Telescope, mit einem Blick hinter die Kulissen seiner Arbeit bei der NASA für das JWST und seiner aktuellen Tätigkeit als Wissenschaftsvermittler in der er neben dem CanSatLab in Ungarn auch erfolgreich ein Projekt gestartet hat, bei dem Schüler:innen tatsächlich Instrumente für einen echten Cubesat entwickeln konnten, der nun im Erdorbit ist. Schließlich kommen auch noch die Stimmen der Teilnehmer:innen nicht zu kurz! Insbesondere habe ich Thomas Holzhäuser von der Keplergesellschaft Weil der Stadt noch zum Interview gebeten. Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp! Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com. Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf Facebook, Instagram, oder Bluesky. Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr. Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.

  • March 30 · 31 min

    AK053 Exoplaneten

    … Wir sind ein WissPod-Podcast! In dieser Folge geht es um Planeten, die um andere Sterne kreisen – extrasolare Planeten oder Exoplaneten genannt (wir haben überspitzt formuliert, dass „Planet“ laut der IAU (Internationale Astronomische Union) nur Objekte heißen, die um die Sonne kreisen – aber bei dieser Definition im Jahr 2006 ging es genaugenommen nur um unser Sonnensystem). Davor sehen wir uns in den Spacenews eine interessante [aktuelle Forschungsarbeit] an, in der es um die nötigen Lebensbausteine auf habitablen Planeten geht, um CHNOPS (Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Phosphor, Schwefel). Ohne diese 6 Elemente kann es kein Leben geben, so wie wir es kennen („Lawki“, live as we know it). Im Speziellen hat sich die Forschungsgruppe angesehen, was nötig ist, damit Stickstoff und Phosphor auf der Oberfläche eines Planeten verfügbar ist. Dazu braucht es eine ganz bestimmte Sauerstoffkonzentration, sonst gehen diese Elemente in Richtung Planetenkern oder Atmosphäre verloren – was bedeutet, dass es vermutlich nur wenige Planeten geben kann, auf denen eben auch alle sechs Lebensbausteine so vorhanden sind, dass sich daraus Leben bilden kann. Draugr, Phobetor und Poltergeist - die ersten „Planeten“, die man entdeckt hat, umkreisen keinen echten Stern, sondern den Pulsar Lich) – und gelten darum nur als „Quasiplaneten“, da sie wohl nur aus den Resten einer Supernova entstanden sind. Pegasi 51b war der erste „echte“ Exoplanet, entdeckt mit der Radialgeschwindigkeitsmethode – und auch das war ein eigenartiges Objekt, ein Hot Jupiter, der seinen Stern in einer sehr engen Bahn umkreist. Dort kann er nicht entstanden sein, und seither wissen wir, dass Planeten anfangs ihre Position sehr stark verändern können – sie migrieren durch das Sternsystem. Exoplanetensysteme haben viele Objekte, die es so in unserem Sonnensystem nicht gibt – Supererden, Minineptune, vielleicht sogar Ozeanplaneten oder Eisenplaneten und viele andere hypothetische Exoplanetenarten, über die wir derzeit nur spekulieren können. Dank der ESA-Mission PLATO, die im September 2026 starten sollte, sollten wir bald auch mehr über erdähnliche Planeten und ihre Sterne herausfinden. Im Astrolexikon geht es diesmal um Kometen! Im Herbst 2025 war mit C2025 A6 Lemmon ein recht schönes Exemplar zu sehen – auch wir haben damals eine gute Aufnahme gemacht. Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp! Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com. Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf Facebook, Instagram, oder Bluesky. Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr. Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.

  • March 16 · 30 min

    AK052 Auf zum Mond! Teil 2: Die Mondmissionen

    … Wir sind ein WissPod-Podcast! In dieser Folge reden wir über die geglückten und weniger geglückten Versuche der Menschheit, zum Mond zu reisen, und über die Zukunft der bemannten Mondraumfahrt. Davor werfen wir in den Space News ein Blitzlicht auf die geplante rein europäische Mondmission Twardowski, bei der unter anderem das polnische Raumfahrtunternehmen Creotech und die Abteilung für Planetologie der Universität Münster miteinander kooperieren und die nützliche Rohstoffe auf dem Mond mit Infrarotspektroskopie ausfindig machen wird. Schon auf normalen Mondfotos zeigen sich Farben, wenn man die Farbsättigung des Bildes stark erhöht – Gebiete mit Titan- und Eisenmineralien erscheinen Blau, Eisenoxide (also praktisch Rost) ist rötlich, Thoriummineralien haben einen blauvioletten Ton. Und schließlich im Astrolexikon sprechen wir über Galaxienhaufen und was sie so besonders macht! Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp! Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com. Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf Facebook, Instagram, oder Bluesky. Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr. Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.

  • March 2 · 28 min

    AK051 Auf zum Mond! Teil1: Mondentstehung

    … Wir sind ein WissPod-Podcast! Ab dieser Episode gibt es wieder eine kleine Einführung in das Thema der Folge – so wie in den allerersten Folgen! Die Artemis II – Mission steht vor der Tür, im April 2026 sollten zum ersten Mal nach 44 Jahren wieder Menschen zum Mond fliegen und ihn dabei zumindest umrunden – und sich dabei sogar weiter von der Erde entfernen als jemals irgendein Mensch zuvor. Darum nehmen wir in dieser und der kommenden Folge den Mond in den Blick. Wie ist er überhaupt entstanden? Wir machen einen kleinen Streifzug durch die Entstehungstheorien des Mondes und ihre Geschichte. Wie es zu Ereignissen wie Einfang oder Einschlag von Himmelskörpern kommen kann, kann man in der PhET-Simulation Mein Sonnensystem nachbauen. In unserem Astrolexikon fragen wir uns: was genau ist eigentlich die Milchstraße? Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp! Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com. Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf Facebook, Instagram, oder Bluesky. Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr. Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.

  • February 16 · 47 min

    AK050 Sustronomy - Verrückte Astronomie

    … Wir sind ein WissPod-Podcast! Wir feiern mitten im Fasching unsere 50. Folge und stellen fest, dass Astronomie ein bisschen verrückt ist. Alles ist verkehrt herum oder anders gemeint, als es gesagt wird! Aber davor gibt’s passende Space News: Wir Astronom:innen können Radio nicht nur hören, sondern auch sehen! Radioastronomie kann uns zeigen, wie Gaswolken in unserer Milchstraße verteilt sind, die Umgebung schwarzer Löcher abbilden und uns die gewaltigsten Strukturen zeigen, die einzelne Galaxien erzeugen können, nämlich die „Radiokeulen“ von GRGs, den gigantischen Radiogalaxien (giant radio galaxies), die von schwarzen Löchern in den Zentren dieser Galaxien erzeugt werden und viele Millionen Lichtjahre aus den Radiogalaxien herausragen können. Gewaltige Radioteleskopprojekte wie das Event Horizon Teleskop oder das Square Kilometre Array erweitern immer mehr unsere Fähigkeiten, Radio zu „sehen“. Wir hatten im Jänner Besuch am Kepler von 6 Teilnehmerinnen der VifZack-Akademie Klosterneuburg – und sie haben uns vom Space Bootcamp erzählt, das sie dort absolviert haben – wir bringen das Interview und sprechen darüber, was für eine Teilnahme am ISTA so gemacht werden muss. In unserem Hauptthema „Sustronomy“ geht es dann um all die schrägen Sachen in der Astronomie, die praktisch verkehrt herum sind: Rot ist kalt, blau ist heiß, je heller ein Stern ist, desto kleiner ist seine „Magnitude“, das Hertzsprung-Russel-Diagramm der Sterne zeigt in die falsche Richtung, das astronomische Alphabet beginnt mit OBAFGKM, junge Sterne haben oft „spätere“ Spektren als ältere, die Sternpopulationen sind umgekehrt wie ihr Alter nummeriert, wir nennen (fast) alle Elemente „Metalle“, Sterne sind schwarze Körper und sterbende Sterne nennen wir „Neu“. Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp! Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com. Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf Facebook, Instagram, oder Bluesky. Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr. Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.

  • February 2 · 32 min

    AK049 Die größte Explosion im Universum: Supernova Typ Ia

    … Wir sind ein WissPod-Podcast! Nachts am 19. Jänner 2026 waren bis weit in den Süden Mitteleuropas starke Polarlichter zu sehen – in den Space News berichten wir darüber und erzählen nochmals, wie Polarlichter entstehen. Genaueres dazu könnt ihr in unseren Folgen AK015 und AK016 nachhören, in denen eine Sonnenphysikerin einen Vortrag für uns gehalten hatte. In der Hauptgeschichte bleiben wir bei Sternexplosionen und sehen uns die größten Explosionen an, die Sterne verursachen können, Supernovae Typ Ia, bei denen weiße Zwergsterne explodieren. Weiße Zwerge sind eigentlich gar keine Sterne mehr, sondern Sternleichen, Überreste bereits gestorbener Sterne, und bestehen aus deren heißem, dichten Kern. Dieser Sternkern besteht aus der sehr eigenartigen entarteten Materie. Wenn nun so ein Weißer Zwerg einen engen Doppelsternpartner hat, der sich im Laufe seiner Entwicklung in einen Roten Riesenstern verwandelt, fällt viel Wasserstoffgas auf den Zwerg herab, was zu Novaausbrüchen führen kann (einen solchen, nämlich den Ausbruch der Nova von T Coronae Borealis, den wir schon vor fast 2 Jahren in AK013 vergeblich angekündigt hatten, sollten wir 2026 nun endlich erleben können). Wird aber die Chandrasekhar-Massengrenze von etwa 1,44 Sonnenmassen überschritten, so wird die entartete Materie des weißen Zwergs instabil, und er implodiert, er fällt augenblicklich mit extremer Wucht in sich zusammen. Dadurch kann praktisch seine gesamte Materie schlagartig gleichzeitig Kernfusionsprozesse bis hin zum Element Eisen und Nickel durchführen, was extrem viel Energie erzeugt: der weiße Zwerg explodiert innerhalb von Sekunden in der größten Explosion des Universums. Bilder aus Simulationen zeigen den Ablauf eines solchen Ereignisses: Neueste Aufnahmen mit dem VLT stützen allerdings ein alternatives Szenario, das Doppelexplosionsmodell (veröffentlicht in Nature Astronomy, Juni 2025). Was passiert aber mit dem anderen Stern im Doppelsternsystem? Dieser erhält einen kräftigen Schubs und wird weggeschleudert, überlebt aber ansonsten unbeschadet die Supernova, sicherlich etwas angereichert mit Material von der Explosion. Neuere Beobachtungen zeigen allerdings, dass diese „klassische“ Form der Supernova Typ Ia nur etwa 20-30% dieser Supernovaausbrüche ausmachen; die meisten dürften durch enge Paare von weißen Zwergen verursacht werden („doppelt entarteter Fall“), wobei auch beide Zwerge zerstört werden können. In unserem Astrolexikon geht es dann um ganz etwas anderes: Was ist eigentlich eine Sternschnuppe? Kleine Steinkörnchen von üblicherweise wenigen Millimetern Größe stürzen mit mehreren 10 km/s in die Erdatmosphäre und verglühen in einigen 10 km Höhe. Das Verglühen ist viel, viel zu lichtschwach, um gesehen zu werden, aber der Miniasteroid erhitzt auf seinem Weg durch die Luft das umgebende Gas so stark, dass die Luft selbst zu leuchten beginnt – vor allem der Sauerstoff (in rot und grün), aber auch der Stickstoff (in blauviolett), jeweils abhängig von der Dichte der Luft. Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp! Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com. Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf Facebook, Instagram, oder Bluesky. Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr. Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.

  • January 19 · 30 min

    AK048 Wenn Sterne explodieren: Supernovae Typ II

    … Wir sind ein WissPod-Podcast! Wir starten nach der Weihnachtsferien-Pause mit einem großen Feuerwerk des Universums ins neue Jahr: einer Sternexplosion, also einer Supernova vom Typ II. 1:15 Davor geht es in den Space News um Kosmologisches: Eine koreanische Forschergruppe will eine Abschwächung der beschleunigten Expansion des Universums festgestellt haben. Dabei dienen Daten von Supernovaexplosions-Helligkeiten als Basis, denn bestimmte Supernovatypen (nämlich die vom Typ Ia) sind immer etwa gleich hell. Und genau dieses „etwa“ könnte, genauer betrachtet, zu einer anderen Einschätzung der Entfernungen dieser Explosionen und damit auch zu anderen Daten für die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Universums führen. Link: https://www.scinexx.de/news/kosmos/wird-unser-universum-langsamer/ https://www.derstandard.at/story/3000000295089/die-ausdehnung-des-universums-soll-sich-verringern-doch-fachleute-zweifeln 8:35 Kosmologie ist übrigens der Teil der Astronomie, der sich mit dem Universum als Ganzes beschäftigt. 9:21 Supernovae gibt es in zwei Grundtypen, Ia und II, und wir reden darüber, was diese Typen unterscheidet. Kurz gesagt explodiert bei einer SN Ia ein weißer Zwergstern, der einem anderen Stern Materie geklaut hat, komplett weg, während bei einer SN Typ II ein alter massereicher Riesenstern explodiert. Die SN Ia sind übrigens bis zu 10x so hell wie die SN Typ II. Schwere Sterne leben dramatisch kürzer als massearme Sterne. Die, die sicher Supernovae werden (so ab ca. 15 Sonnenmassen), leben nur 10-20 Mio. Jahre lang. Massereiche Sterne finden sich daher nur in sehr jungen Offenen Sternhaufen. 12:55 Wir besprechen auch die Phasen des Schalenbrennens im Inneren der Sterne, die Bildung des Neutronensterns im Inneren massereicher Sterne, die Elemententstehung im sogenannten R-Prozess, die Rolle der Neutrinos, das Aufleuchten der Supernova und ihren Verlauf, die Plateauphase durch die Ionisation und schließlich die Spätphase, in der das Leuchten durch radioaktiven Zerfall der Kerne von Nickel zu Kobalt und Eisen erfolgt und die Supernova monatelang nachleuchten lässt. Im heutigen Astrolexikon geht es dann um den Gegenpol im Massenspektrum der Sterne: um die kleinsten Sterne, Rote Zwerge genannt. Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp! Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com. Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf Facebook, Instagram, oder Bluesky. Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr. Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.

  • Dec 22, 2025 · 28 min

    AK047 Weihnachten am Sternenhimmel

    In unserer Weihnachtsfolge sitzen wir gemütlich bei Sternenfunkelntee, ITT-Zirbensirup, Big Rip, Big Crunch und sternförmigen Keksen und machen uns auf die Suche nach Himmelsobjekten mit Bezug zu Weihnachten. Und da haben wir so einiges gefunden! Ein Klassiker ist natürlich der Weihnachtsbaumsternhaufen im Sternbild Einhorn, auch wenn er verkehrt herum hängt. NGC 2264 bezeichnet aber nicht nur den offenen Sternhaufen mit seiner nadelbaumartigen Anmutung, sondern auch die HII-Region (also Nebel aus leuchtendem Wasserstoffgas) und eine berühmte Dunkelwolke über der „Spitze“ des verkehrt hängenden Baumes, den Konusnebel. Zuvor noch nie gehört hatten wir aber vom „Weihnachtsmannschlittenhaufen“ NGC 6664 im Sommersternbild Schild, bei dem man nur mit viel Mühe und Fantasie einen Santa Claus samt Schlitten unterbringt – wir habens versucht. Isabella meint, hier lasse sich ein Engel viel einfacher hineininterpretieren als Santa – also vielleicht doch eher Christkindhaufen? Der offene Sternhaufen NGC 2367 im Sternbild Großer Hund wird angeblich Charlie Browns Weihnachtsbaum genannt – und mit etwas Fantasie kann man wirklich einen solchen – etwas schiefen - Baum darin sehen. Er ist ein sehr junger Haufen am Rande eines großen alten Sternentstehungsgebietes in den äußeren Bereichen unseres Spiralarms der Milchstraße. Einen tierischen Asterismus finden wir im sehr lockeren Haufen Mel 20: die „Weihnachtsgans“, ein Sternmuster im Perseus. In dem Zusammenhang klären wir auch nochmal den Begriff Asterismus und nehmen als Beispiel den bekanntesten seiner Art, den Großen Wagen. Zufällig entdeckt haben wir den wunderschönen (und als solchen noch unerkannten) Christbaum NGC 2266 in den Zwillingen, der es auch auf unser Titelbild geschafft hat. Der ist etwas älter und wandert schon aus der Ebene der Milchstraße heraus, und in dem Zusammenhang sprechen wir dann über die Altersbestimmung von offenen Sternhaufen. Einen besonderen Stern findet man dort auch noch, einen Kandidaten für einen Blue Straggler. In unserem Astrolexikon geht es diesmal um die andere Sorte der Sternhaufen, die Kugelsternhaufen. Und wir beenden damit unser zweites Sendejahr und gehen bis 19. Jänner in die Winterpause!

  • Dec 8, 2025 · 22 min

    AK046 Wintersternbilder und ihre Sagen

    … Wir sind ein WissPod-Podcast! Der Winterhimmel ist voll von hell strahlenden Sternen – und seine Sternbilder voll von Geschichten. Wir erklären die Wintersternbilder und werfen einen Blick auf ihre griechischen Sagen. Davor geht es in den Space News um unser Sonnensystem: wir sind schneller durch das Universum unterwegs als gedacht! Messungen an Radiogalaxien haben eine Asymmetrie in ihrer Verteilung ergeben, die sich am besten mit einer vergleichsweise schnellen Bewegung unseres Systems erklären lässt. Wir starten heute mit einer neuen Rubrik, dem Kepler Astrolexikon! Und der erste Begriff, den wir gezogen haben, ist gleich schon „Schwarzes Loch“. Wir erklären einige wichtige Aspekte dieser faszinierenden Objekte. In unserem Hauptthema geht es um die Sagenwelt rund um die Sternbilder, die wir am Winterhimmel sehen können. Norbert spricht über das Sternbild Zwillinge (Gemini) und die griechische Sage des Zwillingspaares Kastor und Pollux, eigentlich Polydeukes, die Verbindung zum Sternbild Schwan und dem historischen Sternbild Argo Navis - heute aufgeteilt in Puppis (Achterdeck), Carina (Kiel) und Vela (Segel) - und ihr tragisches Schicksal. Alexander spricht über den Himmelsjäger Orion, Stella über den Fluss der Unterwelt Eridanus, und David stellt uns den großen Sagenkreis rund um die Sternbilder Perseus, Pegasus, Andromeda, Kassiopeia, Kepheus und Cetus (Walfisch) vor. Timea erzählt uns über das kleine, aber interessante Sternbild Widder und Ruichen die damit verbundene Sage vom goldenen Vlies. Und schließlich stellen uns Cosima und Samara das Sternbild Stier und die Sage von Zeus und Europa vor. Alle diese Sternbilder haben wir auch schon einmal fotografiert, und ihr könnt Bilder davon hier in unserem flickr-Account ansehen! Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp! Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com. Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf Facebook, Instagram, oder Bluesky. Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr. Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.

  • Nov 10, 2025 · 24 min

    AK044 Space News Extended Teil II

    … Wir sind ein WissPod-Podcast! Wir schließen heute nahtlos an die letzte Folge vor 2 Wochen an und sprechen hier über die weiteren Weltraumforschungsnachrichten, die wir am ITT und dann auch noch im Kurs bearbeitet haben! Magdalena und Isabella berichten über Neue Forschung zur Seyfertgalaxie (=eine Galaxie mit hell leuchtendem Kern) MCG-03-34-064. Bilder des Hubble Weltraumteleskops zeigen drei auffällig helle Lichtpunkte (bzw. „Beugungskreuze“ durch die Bauweise des Hubble). Fotos des Chandra Röntgensatelliten zeigen zwei helle Strahlungsquellen im Zentrum dieser Galaxie an zwei Stellen der Beugungskreuze, die das HST zeigt. Vermutliche Ursache sind zwei massereiche schwarze Löcher, die nur mehr 300 Lichtjahre voneinander entfernt sind und innerhalb der nächsten 100 Millionen Jahre miteinander verschmelzen werden. Der dritte helle Fleck ist vermutlich ein Strahlenjet aus einem der beiden Schwarzen Löcher. Wahrscheinlich sehen wir hier dem letzten Stadium einer Galaxienverschmelzung zu – die schwarzen Löcher treffen hier immer als Letztes aufeinander. Mak und Oskar erzählten über den Exoplaneten Gliese 12b, 43 Lichtjahre entfernt von der Erde und etwa 1,6 Erdmassen schwer. Dieser Planet hat nur 0,07 AE (=Abstand Erde zur Sonne) Abstand zu seinem Mutterstern Gliese 12, einem roten Zwergstern, und umkreist ihn in nur knapp 13 Tagen einmal. Er liegt im Prinzip in der habitablen Zone (d.h. dort könnte Wasser flüssig sein), denn und bekommt das 1,6 fache der Strahlung der Erde ab, was zu einer Strahlungsgleichgewichtstemperatur von 42° C (ohne Treibhauseffekte) führen würde. Übrigens, eine Korrektur zum gesprochenen Text: Merkur ist 0,39 AE von der Sonne weg, nicht nur 0,3 AE. Auf neuesten Aufnahmen des Exoplaneten Trappist 1c, der Gliese 12b sehr ähnlich ist, wurde festgestellt, dass dieser keine Atmosphäre hat - die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass dies bei Krise 12b auch so ist und auf diesem Exoplaneten kein Leben existieren kann. Forschungsarbeiten aus Graz haben ohnehin ergeben, dass Leben vermutlich viel seltener im Universum ist, als viele hoffen – so meinen es zumindest Helmut Lammer und sein Team am IWF Graz in diesem Artikel. Ruichen und Boris erzählen von einem kuriosen von der ESO neu entdeckten Exoplaneten, der zwei braune Zwerge umkreist, oder besser gesagt: ihren gemeinsamen Schwerpunkt. Die beiden braunen Zwerge umkreisen ihrerseits in stark elliptischen Bahnen in nur 3 Wochen einen gemeinsamen Schwerpunkt. Ein sehr ungewöhnliches Stern/Planetensystem, seht euch das verlinkte Bild an! Felix hat auf der NASA Website Neuigkeiten zur Reise zum Mond, zur Artemismission gefunden: Die Raumkapsel Artemis 2 soll im April 2026 starten, A3 ist bereits in Bau! Artemis 2 soll erstmals wieder Menschen in einen Orbit um den Mond bringen und hat auch Bauteile für das Luna Gateway mit dabei, eine Mondorbit-Raumstation, die in den nächsten Jahren aufgebaut werden soll. Außerdem mit dabei sind 12 Cube Sats für wissenschaftliche Zwecke, die allerdings nicht am Mond, sondern im Erdorbit ausgesetzt werden. Schließlich erzählt uns Korbinian von einem großartigen neuen Teleskopprojekt, das Square Kilometre Array. Eine beeindruckend große Gruppe an Schüssel- und Drahtantennen, verteilt auf einen ganzen Quadratkilometer Fläche, soll die Radiostrahlung von Kleingalaxien vom Anfang des Universums messen können, die damals von sogenannten H2-Regionen des Wasserstoffs ausgestrahlt wurde. Das Square Kilometer Array soll auch helfen, das Rätsel der dunklen Energie besser zu verstehen. Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp! Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com. Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf Facebook, Instagram, oder Bluesky. Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr. Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.

  • Oct 27, 2025 · 26 min

    AK043 Space News extended

    … Wir sind ein WissPod-Podcast! Wir sind zum Zeitpunkt der Aufnahme noch immer am ITT, trotzen dem schlechten Wetter und werfen uns in die aktuelle Weltraumforschung! Aus einem Stapel Sterne und Weltraum der letzten beiden Jahre haben wir einige der interessantesten Forschungsnews ausgesucht und sprechen darüber. Cosima und Samara berichten über ENTs, hier keine Baumwächter aus Herr der Ringe, sondern extreme nuclear transients: extreme Lichtausbrüche in fernen Galaxien, mit bis zur 1000fachen Helligkeit von Supernovae. Das erste ENT AT2021LWX wurde 2020 entdeckt und erhielt den Spitznamen „Scarie Barbie“. Laut einer Forschungsgruppe aus Hawaii entstehen diese durch große Sterne (oder auch Gaswolken), die in ein supermassereiches Schwarzes Loch stürzen. Alisa Martha berichtet uns über ein kosmisches Striptease, einen Heliumstern im Griff einer kosmischen Spinne: Der Millisekundenpulsar PSR J1928+1815 hat hier seinem engen Begleitstern die Hülle entrissen und einen kuriosen Heliumstern zurückgelassen, wie Beobachtungen mit FAST (dem Five-hundred-meter Aperture Spherical radio Telescope, Spitzname Tianyan, „Himmelsauge“) ergeben haben. Chenxi und Emiliana haben einen Artikel über den Kugelsternhaufen Omega Centauri und ein darin gefundenes mittelschweres Schwarzes Loch ausgewählt – ein wichtiges Bindeglied, um die Entstehung der supermassereichen Schwarzen Löcher in den Galaxienkernen zu verstehen. Levi und Stella berichten uns über die Entdeckung des größten bisher bekannten stellaren (also durch einen einzelnen Stern entstandenen) Schwarzen Lochs in den Daten des ESA-Weltraumteleskops GAIA. Und Isabella hat sich – anlässlich des gerade sichtbaren Kometen Lemmon - genauer mit dem Thema Kometen beschäftigt und wie die Kometenkoma, das grüne Leuchten der Kometen und die Kometenschweife entstehen. Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp! Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com. Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf Facebook, Instagram, oder Bluesky. Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr. Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.

  • Oct 13, 2025 · 48 min

    AK042 Am 41. ITT auf der Emberger Alm

    … Wir sind ein WissPod-Podcast! In dieser Folge berichten wir über unsere Fahrt auf das 41. Internationale Teleskoptreffen des Vereins Stella Carinthia, das zum 30. Mal auf der Emberger Alm stattgefunden hat. Das Wetter hat es uns nicht gerade leicht gemacht, wir hatten gerade mal eine knappe Viertelstunde freien Blick auf die Sterne – zumindest alle, die da schnell genug draußen im Freien waren. Zumindest einen Schnappschuss und ein Zeitraffervideo gibt’s davon! Trotz des schlechten Wetters war es wieder spannend und ergiebig am ITT, wir haben einige tolle Vorträge erlebt und waren wieder in den Bergen unterwegs, haben unsere Instrumente an allen möglichen und unmöglichen Zielen ausprobiert und viel Spaß dabei gehabt! Unsere Bilder und Videos kannst du hier auf unserem flickr-Album ansehen. Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp. Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com. Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf Facebook, Instagram, oder Bluesky. Wir sind auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr. Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.

  • Sep 29, 2025 · 50 min

    AK041 KTT Insights: Franziska Konitzer und der Anfang von allem

    … Wir sind ein WissPod-Podcast! Wir sind gerade vom 41. ITT zurückgekommen, das heuer von schlechtem Wetter und guten Vorträgen geprägt war. Mehr über das Treffen (und wie es uns dort ergangen ist) erfahrt ihr in unserer nächsten Folge! Heute blicken wir aber nochmal zurück auf unser hauseigenes Teleskoptreffen, das 6. KTT vom Mai dieses Jahres, und auf den letzten Vortrag dieses Astronomiewochenendes, das uns von niemand geringerem als der Astronomiejournalistin Franziska Konitzer (BR, Spektrum der Wissenschaft, Sterne & Weltraum, Podcast AstroGeo) gehalten wurde und uns zum Ende in den Anfang springen lässt – in den Anfang von allem: den Urknall. Das Universum ist vor 13,8 Mrd. Jahren entstanden und dehnt sich seither aus. Doch woher wissen wir das? Franziska Konitzer führt uns durch die Geschichte der Entdeckung der drei Belege für den Urknall, von den mathematischen Grundlagen durch Einstein und George Lemaitre ausgehend. Über die Messung der Geschwindigkeit ferner Galaxien (durch die Methodik von Henrietta Levitt) durch Edwin Hubble kam man zur Theroie der Ausdehnung des Universums. Ralph Alpher konnte zeigen, dass die Verteilung der Elemente im Universum (also ca. 75% der Gasmasse als Wasserstoff und knapp 24% als Helium) sich direkt aus der Urknalltheorie herleiten lässt. Und schließlich haben Arno Penzias und Robert Wilson mehr oder weniger versehentlich die kosmische Hintergrundstrahlung gemessen, bevor sie etwas von den Kosmologen erfuhren, die dieselbe prognostiziert hatten – der stärkste Beleg für die Richtigkeit der Urknalltheorie. Franziska nahm sich dann auch noch die Zeit, um uns einige Fragen zu beantworten. Vielen Dank dafür! Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp! Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com. Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf Facebook, Instagram, oder Bluesky. Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr. Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.