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ÄrzteTag

Ärzte Zeitung

ÄrzteTag - der Podcast der "Ärzte Zeitung". Wir blicken kommentierend und persönlich auf den Tag, wichtige Ereignisse und Meilensteine. Wir laden Gäste ein, mit denen wir über aktuelle Ereignisse aus Medizin, Gesundheitspolitik, Versorgungsforschung und dem ärztlichen Berufsalltag reden.

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  • 22 episodes
  • weekly
  • Avg 28 min
  • German
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  • #1013
    July 28 · 28 min

    Bruxismus für Humanmediziner: Wann wird Zähneknirschen zum Problem, Dr. Lange?

    Einige von Ihnen kennen es vielleicht selbst: Wenn wir uns stark konzentrieren oder körperlich anstrengen, pressen wir mitunter die Zähne aufeinander. Tatsächlich hilft dieser Mechanismus dabei, dass wir uns besser fokussieren können und leistungsfähiger sind. Doch wenn das Zähneknirschen chronisch wird, die Zahnsubstanz beschädigt und Schmerzen verursacht, wird es Zeit zu handeln. Um chronischen Bruxismus zu erkennen, müssen die Patienten gar nicht unbedingt den Mund öffnen. Es gibt auch äußere Anzeichen, die auf eine Dauerbelastung der Kaumuskulatur hindeuten. Welche das sind und welche Screening-Methoden auch in der Hausarztpraxis praktikabel sind, lassen wir uns von Dr. Matthias Lange, niedergelassener Zahnarzt in Berlin, erklären. Übrigens: Screening- und Befundbögen zur Detektion von Bruxismus stellt die Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie in der Zahn-, Mund und Kieferheilkunde (DGFDT) kostenfrei zur Verfügung: Bruxismus-Screening-Index (BSI). Außerdem besprechen wir, was es mit Schlaf- und Wachbruxismus auf sich hat und wie man beides unterscheiden kann. So viel schon mal vorab: Entscheidend ist die Selbstauskunft und -beobachtung des Patienten, die auch in der aktualisierten S3-Leitlinie „Diagnostik und Behandlung des Bruxismus“ hervorgehoben wird. Hilfreich dabei ist die sogenannte BruxApp, mit der die Wahrnehmung geschärft und der Schweregrad von Bruxismus abgeschätzt werden kann. Schließlich sprechen wir über die vielfältigen therapeutischen Maßnahmen bei Bruxismus – angefangen von Lebensstilinterventionen über eine Schienentherapie bis hin zu Medikamenten und Botulinumtoxin-Injektionen. (Länge: 27:43 Minuten)

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  • #785
    July 21 · 19 min

    Wie gesund sind Kinder in Deutschland, Prof. Kobel und Dr. Wartha?

    Das Programm „Komm mit in das gesunde Boot“ der Universität Ulm ist ein Gesundheitsförderprogramm für Kinder von 0 bis 10 Jahren und deren Betreuungskräfte - also Erzieher, Lehrer und Eltern. Im Fokus steht, dass Kinder lernen, sich aktiv ihren Alltag zu gestalten, sich viel zu bewegen, ausgewogen zu ernähren und auch zu wissen, wie sie sich entspannen können. Die Piratenkinder Finn und Fine vermitteln Prävention dabei spielerisch und kindgerecht. Bis vor Kurzem gab es das Programm nur in Baden-Württemberg, doch seit Kurzem ist das Angebot, das von der Techniker Krankenasse gefördert wird, auf ganz Deutschland ausgerollt worden. Im vergangenen Jahr hat „Komm mit in das gesunde Boot“ den 1. Preis beim Springer Medizin Charity Award gewonnen. Im „Ärzte Tag“-Podcast sprechen Projektleiterin Prof. Susanne Kobel und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Olivia Wartha darüber, wie man Kindern Gesundheitskompetenz vermittelt, ohne den Zeigefinger zu erheben, warum Prävention sich schon im Kindergarten lohnt und wie man Eltern im wahrsten Sinne des Wortes mit ins Boot holt. (Dauer: 19:07 Minuten)

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  • #784
    July 14 · 28 min

    Was bringt eine Mitarbeiterbeteiligung für die Praxis, Dr. Lindenau?

    Die Welt ist nicht immer schwarz oder weiß, in der Regel gibt es viele Farbabstufungen dazwischen. So ist es auch mit dem Status „angestellt“ oder „selbstständig“, den Ärztinnen und Ärzte in der ambulanten Versorgung innehaben können: Angestellte können über Modelle der Umsatzbeteiligung und vor allem der Mitarbeiterbeteiligung nach und nach in die unternehmerische Verantwortung geführt werden. Was derartige Modelle der Mitarbeiterbeteiligung für Praxen bringen, darüber spricht Rechtsanwalt Dr. Lars Lindenau von ETL Rechtsanwälte im „ÄrzteTag“-Podcast. Lindenau hat in den vergangenen Jahren bei jungen Ärzten eine neue „Lust an der Niederlassung und auf eigene Führung“ ausgemacht, berichtet er im Gespräch. Das könne auch durchaus über den Umweg Anstellung in Praxen gehen, so Lindenau. Für Praxisinhaberinnen und -inhaber biete das auch Chancen, wenn sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, die Interesse am Unternehmertum haben, nämlich talentierte Kräfte mit als Partnerinnen oder Partner aufzunehmen. Die Beteiligung an einer BAG oder auch die Umwandlung einer Einzelpraxis in eine BAG könne zunächst dazu beitragen, einen Mitarbeiter an die Praxis zu binden. Lindenau erläutert, wie bei der Mitarbeiterbeteiligung Falle „Scheingesellschafter“ vermieden werden kann – das heißt, welches Maß der unternehmerischen Verantwortung mindestens erreicht werden muss, wie hoch die Mindestbeteiligung ausfallen muss und welches Risiko bei einer Beteiligung dazugehört. Große Gestaltungsmöglichkeiten, so Lindenau, gebe es auch für expandierende Praxen, die neue Standorte hinzunehmen und einen jungen Kollegen oder eine Kollegin dort als Niederlassungsleitung mit Beteiligung am neuen Standort installieren. Im Podcast beschreibt der Rechtsanwalt, wo die Unterschiede in Mitarbeiterbeteiligungsmodellen zwischen Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR) und MVZ GmbH liegen, er berichtet, wie auch bei unternehmerischer Beteiligung an Praxen der Frauenanteil deutlich ansteigt – und er gibt Hinweise, wie sogar wichtige nichtärztliche Kräfte einer Praxis oder eines MVZ gesellschaftsrechtlich mit eingebunden werden können, um die Bindung an die Praxis zu steigern. (Länge: 27:54 Minuten)

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  • #782
    June 30 · 23 min

    Wie vermeiden Sie die Probleme mit der neuen Versorgungspauschale, Herr Sommerbrodt?

    Am 1. Juli wird es ernst: Die neue Versorgungspauschale tritt in Kraft. Sie soll die hausärztliche Versorgung von Menschen mit einer einzigen leichten chronischen Erkrankung erleichtern helfen, indem sie eine Dauerbetreuung ermöglicht, ohne in jedem Quartal einen Kontakt erforderlich zu machen. Dadurch sollen Praxen entlastet werden. Im Praxisalltag dürfte diese Maßnahme allerdings krachend scheitern, sagt Christian Sommerbrodt, Abrechnungsexperte und Hausarzt in einer Berufsausübungsgemeinschaft in Wiesbaden. Im „ÄrzteTag“, dem Podcast der Ärzte Zeitung, erläutert Sommerbrodt, der auch Schatzmeister des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands und Landesvorsitzender in Hessen ist, worin die Probleme liegen, die Patienten mit nur einer chronischen Erkrankung zu identifizieren, und warum eine falsche Zuordnung chronisch kranker Patienten am Ende sogar zum Regress führen kann. Zur Erinnerung: Die Pauschale (GOP 03100) soll bei Patientinnen und Patienten angesetzt werden, die unter einer Schilddrüsenerkrankung, einer Fettstoffwechselstörung, einer essenziellen Hypertonie oder unter idiopathischer Gicht leiden. Weitere Bedingung ist, dass sie wegen dieser einen Erkrankung auch nur ein einziges Medikament zu sich nehmen. Sommerbrodt warnt im Podcast, dass viele Praxisverwaltungssysteme nur begrenzt dabei helfen könnten, die Patienten zu identifizieren und beschreibt Bemühungen von Kassenärztlichen Vereinigungen, ihren Mitgliedern mit Fehlerlisten zur Abrechnungskontrolle zu helfen. Nicht zuletzt beschreibt Sommerbrodt „das Verwaltungswirrwarr und eine unendliche Verkomplizierung“, mit der zum Beispiel bei zusätzlichen Besuchen der Patientinnen und Patienten innerhalb eines halben Jahres umgegangen werden muss. Dennoch gebe es Möglichkeiten, die Probleme mit der Pauschale zu umgehen: Im Podcast gibt der Hausarzt aus Wiesbaden Hinweise, wie die relevanten Patienten identifiziert werden und wie sich die Bürokratie mit etwas gründlicherer Kodierung vermeiden lässt. (Länge: 23:10 Minuten)

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  • #780
    June 23 · 29 min

    Werden Praxen durch neue Rechte für Apotheken entlastet, oder befeuert das Konkurrenz, Dr. Schulze?

    Die Apothekenreform hat starke Proteste bei Ärzteverbänden ausgelöst, weil Pharmazeutinnen und Pharmazeuten damit verstärkt in ärztliches Terrain vordringen: Sie dürfen in Zukunft Patientinnen und Patienten Blut abnehmen, Labor-Schnelltests, zum Beispiel auf bestimmte Viren machen, und sogar eigenverantwortlich rezeptpflichtige Medikamente abgeben. Außerdem dürfen Apotheken ab Juli gegen ein Honorar von 30 Euro auch Videosprechstunden für Patienten vermitteln, die allein vielleicht nicht dazu in der Lage sind. Dr. Christian Schulze, Hausarzt in einer Gemeinschaftspraxis Winterburg im Hunsrück, nimmt im „ÄrzteTag“-Podcast Stellung dazu, wie sich das Verhältnis zu den Apothekern infolge der Reform entwickeln könnte. Im Gespräch begründet er, warum er die Fokussierung auf die Laborwerte im Vergleich zur umfassenden hausärztlichen Anamnese für den falschen Ansatz hält. In der Umgebung von Winterburg hätten sich die Apotheker allerdings bislang noch nicht mit den bereits möglichen Impfungen, zum Beispiel gegen Influenza, hervorgetan. Wie sie jetzt auf die neuen Möglichkeiten reagieren, sei bislang noch schwer vorauszusagen. Ähnlich verhält es sich nach seiner Einschätzung mit der Vermittlung von Videosprechstunden durch Apotheken. Schulze erläutert im Podcast, welche Hürden überwunden werden müssen, um eine Online-Sprechstunde mit Apotheke und Patient zu vereinbaren – und was er von dem Honorar in Höhe von 30 Euro allein für die Vermittlung hält. (Länge: 29:20 Minuten)

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  • #775
    June 2 · 42 min

    Wie ernst ist die Lage bei den Gewinnen aus vertragsärztlicher Tätigkeit, Dr. Afzali?

    Meldungen über schrumpfende Gewinne in Vertragsarztpaxen in den vergangenen Monaten haben Praxisinhaberinnen und -inhaber ebenso aufgeschreckt wie die Kürzungspläne über das Beitragssatzstabilisierungsgesetz der Bundesregierung, die viele Fachgruppen empfindlich treffen könnten. Hausarzt Dr. Bahman Afzali, der in Bedburg bei Köln seit 2022 ein Medizinisches Versorgungszentrum betreibt, hat sich nach „sehr holprigem Start“ ganz genau mit den Themen wirtschaftliche Praxisführung und betriebswirtschaftliche Kennzahlen beschäftigt. Ein Selbstläufer sei die Niederlassung mittlerweile nicht mehr, nachdem vor allem die Personalkosten in den vergangenen Jahren so stark gestiegen seien, stellt Afzali fest. Die Alternative, als Oberarzt in der Praxis tätig zu sein, ohne das Risiko eines Kredites, der über Jahre zurückgezahlt werden müsse, sei zunehmend verlockend. Übliche Landarztpraxen hätten es mittlerweile schwer – trotz vieler Patienten. 40 Euro Pauschale bei zehn Arztkontakten im Quartal? Afzali macht eine „implizite Ambulantisierung“ als eine Ursache der Probleme aus: Immer mehr Patienten kämen sechs, zehn oder gar zwölfmal im Quartal in die Praxis, weil die Versorgung so komplex sei. Da komme man mit einer Pauschale von 40 Euro halt nicht mit hin. Im Gespräch erläutert er, warum es so wichtig ist, die betriebswirtschaftliche Analyse (BWA) nicht erst nach Quartalsschluss oder noch später vorliegen zu haben – und wie man es erreichen kann, mit aktuellen Zahlen zu arbeiten. Afzali arbeitet mittlerweile mit einem digitalen Tool, das automatisiert alle Umsätze des Bankkontos der Praxis herunterlädt und ihm dadurch sehr schnell den Überblick über Einnahmen und Ausgaben vermittelt – und auch darüber, wie er im Vergleich mit anderen Praxen abschneidet. Lücken bei Einnahmen und Ausgaben Auf diese Weise seien ihm Lücken bei Einnahmen wie auch bei den Ausgaben aufgefallen. Er habe beispielsweise festgestellt, dass er in den ersten zwei Jahren „absurd hohe Kosten für Praxisbedarf“ gehabt habe. Das habe die Praxis dann abstellen können. Thema im Podcast sind die wichtigsten Kennzahlen, mit denen der Hausarzt jetzt arbeitet, um die Praxis besser steuern zu können. Es geht aber auch um Fragen wie, inwieweit angestammte Praxisverwaltungssysteme helfen können, diese Anforderungen zu erfüllen, und welcher Aufwand für Praxisinhaberinnen und -inhaber entsteht. Aber auch darum, welche Kosten entstehen, wenn zusätzliche digitale Tools genutzt werden, und über welche Schnittstellen diese an die PVS angebunden werden können. (Länge: 41:56 Minuten)

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  • #774
    May 19 · 18 min

    Bürokratie-Overkill: Wie gehen Sie in Ihrer Praxis mit Einzelregressen um, Dr. Bürger?

    Dr. Hans Bürger ärgert sich seit Jahren über die hohe Belastung der Praxen durch immer mehr bürokratische Anforderungen – unter anderem durch Einzelregresse in geringer Höhe. Dreiviertel der beantragten Regresse seien sogenannte Bagatellregresse, zeigten Untersuchungen von Kassenärztlichen Vereinigungen. Kolleginnen und Kollegen würden unverhältnismäßig belastet, wenn sie sich gegen diese Regressanträge wehren, auch in KV und bei den Krankenkassen selbst entstehe ein hoher Aufwand, schimpft der Hausarzt, der in Vogt bei Ravensburg eine Gemeinschaftspraxis zusammen mit seiner Frau führt. Im Podcast erläutert Bürger zudem, wie er mit diesen Wirtschaftlichkeitsprüfungen umgeht, wenn die eigene Praxis betroffen ist und warum er meint, dass sie nicht nur viel Arbeit machen, sondern auch ungerecht sind. Der jüngste Ärztetag in Hannover hat nun einen Antrag Bürgers mit der Forderung beschlossen, dass eine Bagatellgrenze von 300 Euro pro Praxis, Quartal und Krankenkasse für Wirtschaftlichkeitsprüfungen gesetzlich eingeführt werden soll. Eine solche Grenze hatte bereits ein Gesetzentwurf der vorigen Bundesregierung vorgesehen – der aber daran scheiterte, dass die Ampel-Koalition zerbrach. Im Gespräch geht es nicht zuletzt darum, wie die Formularflut Ärztinnen und Ärzten das Leben schwer macht, es geht um die Misstrauenskultur, die Politik und Krankenkassen gegenüber Praxen aufgebaut haben, aber auch um die Hoffnungen Bürgers, dass es mit dieser Regierung beim Bürokratieabbau endlich vorangehen könnte. (Dauer: 18:15 Minuten)

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