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Agile Unfiltered

Marc Löffler

Agile Unfiltered – mit Marc Löffler ist der Podcast für alle, die echte Transformation erleben und verstehen wollen.
Ohne Filter. Ohne Buzzwords. Ohne Theater.

Marc Löffler gehört zu den bekanntesten Agile Coaches im deutschsprachigen Raum und bringt über 20 Jahre Erfahrung aus Transformationsprojekten, Leadership-Workshops und Teamcoaching mit.

In jeder Folge bekommst du:

  • ungeschönte Einblicke in reale Transformationen

  • Werkzeuge, die wirklich wirken

  • systemische Perspektiven auf Teams & Organisation

  • Klartext über Leadership, Change und Zusammenarbeit

  • praktische Tipps für Scrum Master, Agile Coaches & Führungskräfte

Die Folgen sind ehrlich, direkt und sofort nutzbar.

Neue Folge jeden Dienstag.

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  • 21 episodes
  • weekly
  • Avg 21 min
  • German
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  • #366
    Tuesday · 21 min

    Die Teamcharta: So legst Du das Fundament für Dein Team

    Die letzte Urlaubsfolge, bevor ich nächste Woche mit neuen Themen durchstarte. Ich bin gerade selbst seit ein paar Monaten in einem neuen Projekt — und hatte da wieder das Vergnügen, mit dem Team eine Teamcharta zu erarbeiten. Neues Team, neues Glück. Passend dazu habe ich eine frühe Folge ausgegraben (Nummer 57, aus dem zweiten Jahr dieses Podcasts) zum selben Thema. Denn eine Teamcharta ist eines der besten Instrumente, um den Boden für ein Team zu bereiten. Fragen, die ich beantworte: Was ist eine Teamcharta überhaupt — und warum entscheidet sie mit über Erfolg oder Scheitern? Warum gilt: „Zeig mir, wie Dein Projekt startet, und ich sage Dir, wie es endet"? Wie baust Du eine Produktvision, die im Teamraum sichtbar bleibt statt in einem Dokument zu verschwinden? Was ist der Unterschied zwischen Definition of Done und Akzeptanzkriterien — und warum werden die ständig verwechselt? Wie hilft Dir ein Team-Radar, Deine Schnittstellen und Stakeholder in den Griff zu bekommen? Und warum lohnt es sich, die Scrum-Werte nicht nur zu nennen, sondern für Dein Team zu übersetzen? Nächste Woche geht's mit neuen Themen weiter. Mehr von mir: https://marcloeffler.eu · LinkedIn Das „Unverzichtbar"-Workbook (39 €): → https://www.digistore24.com/product/702505

  • #365
    August 18 · 27 min

    Retro-Blueprint: Schritt für Schritt zur ersten Retrospektive

    Auch diese Woche bin ich im Sommerurlaub — und habe die bisher meistgehörte Folge dieses Podcasts überhaupt ausgegraben. Offenbar interessiert Euch das Thema ganz besonders: Wie gestalte ich meine allererste Retrospektive? Ich gebe Dir einen kompletten Blueprint an die Hand — für Deine erste Retro, aber auch, wenn Du schon ein paar hinter Dir hast, ist bestimmt etwas dabei. Fragen, die ich beantworte: Was brauchst Du wirklich, bevor die Retro startet — vor Ort wie remote? Welches bewährte Phasenmodell gibt Deiner Retro eine klare Struktur? Wie bekommst Du auch die stillen und introvertierten Teilnehmer von Anfang an ins Boot? Warum ist die eine Phase, die fast alle überspringen, die entscheidende — und was passiert, wenn Du sie weglässt? Wieso solltest Du von Experimenten sprechen statt von Maßnahmen? Und womit fängt jede zweite Retro an, damit Ihr Euch nicht im Kreis dreht? Ein kleiner Werbeblock in eigener Sache: Mein Buch „Retrospektiven in der Praxis" ist im Februar 2026 in zweiter Auflage erschienen. Wer tiefer einsteigen will, findet dort alle Formate und viel Handwerk. Nächste Woche gibt's das nächste Schätzchen. Mehr von mir: https://marcloeffler.eu · LinkedIn Das „Unverzichtbar"-Workbook (39 €): → https://www.digistore24.com/product/702505

  • #364
    August 11 · 43 min

    So fährst Du Dein Team garantiert gegen die Wand

    Ich bin diese Woche im Sommerurlaub — und habe für Dich ein echtes Schätzchen aus dem Archiv geholt. Diese Folge ist ursprünglich 2018 erschienen (damals Episode 13) und war für lange Zeit eine meiner erfolgreichsten überhaupt. Ich hatte damals das Vergnügen, mit Marc Bleß satirisch zu philosophieren — und diesmal drehen wir alles um: Statt zu fragen, wie Teams großartig werden, fragen wir, wie Du garantiert jede Leidenschaft im Team zerstörst. Fragen, um die es (mit einem Augenzwinkern) geht: Wie sicherst Du Dir am schnellsten die alleinige Verantwortung — und einen Schutzengel auf Führungsebene dazu? Warum sind individuelle Ziele, wechselnde Teams und „atmende Ressourcen" die perfekten Werkzeuge für den Stillstand? Wie erstickst Du jede gute Idee zuverlässig — oder machst sie zu Deiner eigenen? Welche Rolle spielen zentrale Tools, undurchschaubare Prozesse und ein Wiki, in dem niemand etwas findet? Und warum ist der Satz „Das haben wir seit 175 Jahren so gemacht" das Ende jeder Transformation? Zwei Warnungen vorweg: Es geht satirisch zu. Und die beiden Marcs am Mikrofon musst Du an der Stimme auseinanderhalten — viel Vergnügen dabei. Nächste Woche wartet schon das nächste Schätzchen auf Dich. Zu Gast: Marc Bless von blessai.de Mehr von mir: https://marcloeffler.eu · LinkedIn Das „Unverzichtbar"-Workbook (39 €): → https://www.digistore24.com/product/702505

  • #363
    August 4 · 16 min

    KI killt keine Agilität — sie killt schlechte Organisation

    „Wie sollten neue Organisationsformen im Zeitalter von KI aussehen?" Diese Frage kam in meiner Umfrage — und ich glaube, die meisten stellen sie falsch herum. In dieser Folge geht's um KI. Aber nicht so, wie Du es vielleicht erwartest. Fragen, die ich beantworte: Warum verändert KI eigentlich gar nichts an Deiner Organisation — und was macht sie stattdessen? Was hat der KI-Hype mit der Dotcom-Blase von 2000 zu tun, die ich als Student live miterlebt habe? Warum machen gute Organisationen mit KI einen Sprung — und schlechte einen Absturz? Wieso ist „mehr Output" fast nie „mehr Wirkung" — und was hat mein Claude-Code-Fettnäpfchen beim Kunden damit zu tun? Macht KI Agilität überflüssig — oder ist das Gegenteil der Fall? Welche eine Frage solltest Du Dir vor jedem KI-Einsatz stellen? Und was hat die zeitweise Abschaltung von Fable und Mythos mit europäischer Souveränität zu tun? Mein Merksatz vorweg: KI ist ein Brandbeschleuniger. Die Frage ist nur, ob bei Dir ein Lagerfeuer brennt — oder Deine Hütte. Das „Unverzichtbar"-Workbook (39 €): Gerade wenn KI den Output explodieren lässt, wird Dein menschlicher Wert die entscheidende Währung — und den musst Du zeigen können. → https://www.digistore24.com/product/702505 Mehr von mir: https://marcloeffler.eu · LinkedIn

  • #362
    July 28 · 20 min

    Die Teams glauben nicht, was Du sagst — sie glauben, was Du belohnst

    „Das Top-Management ist immer noch im Taylorismus gefangen. Es unterstützt Agilität mit Worten, handelt aber widersprüchlich." So stand es in meiner Umfrage. Jetzt könnte ich eine Folge machen, in der ich aufs Management eindresche. Mache ich nicht — das wäre zu einfach und ändert nichts. Heute drehe ich stattdessen die Kamera nach oben und frage: Warum tun selbst Führungskräfte, die es ernst meinen, am Ende doch das Gegenteil? Der Twist dabei: In meiner Umfrage hat eine Geschäftsführung den „Rückfall in klassische Denk- und Handlungsmuster" selbst zugegeben. Das war kein Coach, der schimpft — das war die Spitze, die sich selbst durchschaut hat. Worum es geht: Die Sammlung der Widersprüche: „Werdet selbstorganisiert" — aber jede Entscheidung geht weiter hoch. „Sagt uns die Wahrheit" — und wer sie sagt, kriegt Ärger. „Wir brauchen Vertrauen" — und daneben läuft die Anwesenheitskontrolle. Mein Goldfisch-Problem: Du hältst Menschen jahrzehntelang im Goldfischglas, wirfst sie dann in den agilen Ozean und wunderst Dich, dass sie nicht schwimmen. Mein Merksatz: Die Teams glauben nicht, was Du sagst. Sie glauben, was Du belohnst. Warum es passiert — und warum es meist keine Heuchelei ist: unveränderte Belohnungssysteme, Boni auf Einzelziele, beförderte Helden. Wer Helden belohnt, bekommt Helden. Das Sandwich-Problem: Das Mittelmanagement soll Macht abgeben und wird gleichzeitig an alten KPIs gemessen. Die sind nicht die Täter — die sind eingeklemmt. Warum in der Krise alle zurück in alte Muster fallen — obwohl es in einer komplexen Welt gerade keine Best Practices gibt. Meine Kritik an der akademisierten agilen Beratung: Schöne Theorien und neue Frameworks helfen niemandem, dessen Hütte gerade brennt. Die Fahrrad-Analogie: Zwei Tage Basistraining ist wie einem Kind einen Film übers Fahrradfahren zeigen — und dann erwarten, dass es fährt. Was Du als Führungskraft tun kannst: Nicht mehr predigen. Einen Widerspruch auflösen, sichtbar. Das schlägt zehn Grundsatzreden. (Auch eine Klopp-Brandrede verpufft, wenn keine Taten folgen — Strohfeuer statt Lagerfeuer.) Vertrauen baust Du durch eine Entscheidung, die Du nachweislich abgegeben und nicht zurückgeholt hast. Ich habe erlebt, was passiert, wenn ein Chef seine Product Owner dauernd überstimmt: Irgendwann fragt sie keiner mehr — und irgendwann sind sie weg. Schau in Dein eigenes System: Wofür bekommen die Leute bei Euch tatsächlich Anerkennung? Das ist Eure echte Kultur, nicht das Plakat an der Wand. Und wenn Du es nicht ändern kannst, weil das System über Dir es nicht zulässt: Sag es laut. Ehrlichkeit über Grenzen schlägt Versprechen, die Du nicht hältst. Was Du in einer agilen Rolle tun kannst: Hör auf, die Führung bekehren zu wollen. Fang an, sie zu entlasten. Widersprüche sachlich benennen, nicht vorwurfsvoll: „Wir verlangen X und belohnen Y — was davon soll gelten?" Sieh das Mittelmanagement als Verbündeten, nicht als Feindbild. Die sitzen im gleichen Loch wie Du. Sprich die Sprache, die oben ankommt: Wirkung und Risiko, nicht Werte und Prinzipien. Schreib mir: Welcher Widerspruch nervt Dich gerade am meisten — von oben oder bei Dir selbst? marc@marcloeffler.eu Das „Unverzichtbar"-Workbook (39 €): Wer die Führung erreichen will, muss zuerst ihre Sprache sprechen. Genau dafür gibt es darin den Brückenschlag-Teil: https://www.digistore24.com/product/702505 Links: Workbook: https://www.digistore24.com/product/702505 Kontakt & Unterstützung: marcloeffler.eu · LinkedIn Podcast abonnieren und gern 5 Sterne auf Spotify.

  • #361
    July 21 · 15 min

    Gute Arbeit, die keiner sieht, sieht aus wie gar keine Arbeit

    „Warum wird das Management mich eigentlich nicht kündigen, um Geld zu sparen? Denn ich bin nicht ersetzbar.” Dieser O-Ton aus meiner Umfrage klingt nach Selbstbewusstsein. Ist aber eher das Gegenteil. Denn die entscheidende Frage bleibt offen: Wo sind die Zahlen? Nach mehreren Folgen Diagnose wird’s heute Handwerk. Wir rechnen Deinen Wert aus — live, mit Zahlen. Aufgenommen übrigens vom Münchner Flughafen, bei zwei Stunden Verspätung. Manchmal muss man die Zeit eben nutzen. Worum es geht: Warum wir so schlecht darin sind, unseren Wert zu zeigen: Wir sind stolz, wenn andere glänzen — und werden dabei unsichtbar. Die Ironie: Je besser Du wirst, desto weniger sieht man Deine Arbeit. Meine Gitarristen-Analogie: Drei Meister spielen völlig entspannt ein irrwitziges Stück. Sieht aus wie nichts. Ist wahre Meisterschaft. Der Rückwärtsgang, den ich gerade beobachte: Firmen, die Coaches und Scrum Master gestrichen haben — und jetzt merken, dass die Teams schlechter laufen. Die Falle: Bau Dir bloß keine hübsche Metrik. Velocity hoch, Burndown grün, Happiness-Index — das ist Schein-Agilität auf Personenebene. Wert beweisen heißt nicht Zahlen erfinden. Deine Übung: Fünf Dinge, die ohne Dich nicht oder schlechter passiert wären. Nicht Tätigkeit — Wirkung. Die vier Rechenwege, die fast immer funktionieren: Verhinderte Fehlentscheidung — Feature gestoppt, bevor Wochen reinflossen. Ich kenne Fälle aus der Scrum Master Journey, wo sich Millionen nachweisen ließen. Schnellere Entscheidung — mein Lieblingsbeispiel aus der Medizintechnik: ein Dokument, das ein Jahr durch die Organisation pingpongte. Alle Beteiligten in einen Raum gesetzt, nach zwei Stunden fertig. Gehaltene Menschen — eine ungeplante Nachbesetzung kostet schnell ein halbes Jahresgehalt. Bei komplexen Produkten dauert echte Einarbeitung Jahre. Geschrumpfte Meetings — 3 Stunden pro Woche, Team von sieben, 45 Wochen: über 900 Stunden im Jahr. Das ist ein halber Mitarbeiter. Sag das mal im Führungsgespräch. Ja, das ist Pi mal Daumen. Aber Milchmädchenrechnung mit Zahl schlägt Bauchgefühl ohne Zahl. Jedes Mal. Und dann sagst Du es richtig: Bau Dir einen Satz ohne ein einziges agiles Wort. „Im letzten halben Jahr habe ich dafür gesorgt, dass [Wirkung] — grob [Zahl]. Ohne diese Rolle passiert das nicht von selbst.” Fünf Minuten freitags, in denen Du Deine Wirkung dieser Woche notierst — keine Reporting-Monster, nur eine Spur. Und wie mein Opa schon sagte: Wenn Du einen guten Job machst, dann erzähl den Leuten davon. Denn sonst macht es keiner. Niemand wird Werbung für Dich machen. Mein Fazit: Du wirst nicht gestrichen, weil Du nichts wert bist — sondern weil niemand Deinen Wert beziffern kann. Mach mit: Rechne Deine Zahl aus und schick sie mir an marcloeffler.eu. Ich sag Dir ehrlich, ob sie trägt. Das „Unverzichtbar”-Workbook (39 €): Genau diese Übungen — die fünf Dinge, die vier Rechenwege, der eine Satz — mit rotem Faden zum Durcharbeiten. 15 Seiten, rund 90 Minuten. Link unten. Links: Workbook: https://www.digistore24.com/product/702505 Schreib mir: marcloeffler.eu · LinkedIn Scrum Master Journey: https://marcloeffler.eu/scrum-master-journey/

  • #360
    July 14 · 14 min

    Zeremoniemüde — keiner will mehr in die Retro

    „Teams werden zeremoniemüde." „Unsere Retros sind nichtssagend." Zwei O-Töne aus meiner Umfrage. Und dann kommt der Reflex, auf den ich früher selbst reingefallen bin: Dann brauchen wir halt ein neues Retro-Format! Nein. Braucht Ihr nicht. Vor Jahren habe ich in Polen einen Vortrag voller kreativer Retro-Ideen gehalten. Danach kam Bob Marshall auf mich zu und sagte: „You're doing the wrong thing righter." Der Satz hat gesessen — und er ist der Kern dieser Folge. Worum es geht: Warum ein neues Format nur Kosmetik ist: Du kannst dieselbe folgenlose Sitzung in zehn Formaten abhalten. Sie bleibt folgenlos. Meine Arzt-Analogie: Wenn er Dir jedes Mal nur die Symptome beschreibt, aber nie behandelt — irgendwann wechselst Du den Arzt. Was Teams wirklich müde macht: Es passiert nichts. Es darf nichts passieren. Es ist nicht sicher, ehrlich zu sein. Oder es ist schlicht die falsche Zeremonie — manchmal braucht es keine Retro, sondern eine Entscheidung von oben. Die konsequenzlose Organisation: Warum nicht nur Retros, sondern auch Planning, Review und Daily für den Eimer sind, wenn nichts folgt. Und ja, ich habe ein ganzes Buch über Retros geschrieben — und sage Dir trotzdem: Manche Retro gehört abgeschafft, nicht verbessert. Was tatsächlich wirkt: Eine Retro endet nie ohne mindestens eine Veränderung — mit Hypothese, Verantwortlichem, Datum und sichtbar am Board. Lieber eine, die passiert, als fünf, die keiner verfolgt. Harte Timeboxen gegen endloses Gelaber (z. B. 20 Minuten für die Insights-Phase) — nur so bleibt Zeit für echte Maßnahmen. Die Frage tauschen: nicht „was lief gut?", sondern „was ändern wir konkret, bis wann?" Jede Retro startet mit dem Check der letzten Maßnahme. Nicht umgesetzt? Dann ist genau das Dein Thema. Retros hängen zusammen — startet nicht jedes Mal auf der grünen Wiese. Themen jenseits der Teamgrenze eskalieren — Stichwort Circle of Influence. Retro-Pause ist erlaubt: Nutz die Zeit für Teambuilding, statt Theater zu spielen. Für Führungskräfte: Deine Rolle ist nicht mitreden, sondern liefern. Retros sind Bestellungen bei Dir. Eine Veränderung, sichtbar durchgezogen, ist Gold wert — dann verschwindet die Müdigkeit von selbst. Und wenn nach fünf Retros nichts umgesetzt wurde: Dann ist nicht das Team müde. Dann bist Du das Problem. Mein Fazit: Agilität löst keine Probleme. Sie macht sie sichtbar. Lösen musst Du sie selbst. Erwähnt in der Folge: „Retrospektiven in der Praxis", 2. Auflage — alle Formate, viel Handwerk, plus der Umgang mit schwierigen Retros. Überall, wo es Bücher gibt. Probleme mit Deinem Chef bei der Umsetzung? Melde Dich, wir schauen gemeinsam drauf: marcloeffler.eu

  • #359
    July 7 · 18 min

    Schein-Agilität: Wenn echte Agilität gar nicht mehr das Ziel ist

    „Verwässerte, bürokratische Agilität ist Mainstream. Echte Agilität ist gar nicht mehr das Ziel." Diesen Satz habe ich in meiner Umfrage gelesen. Und das Unangenehme ist: Ich glaube, er stimmt. Noch unangenehmer: Wir machen alle mit. In dieser Folge geht's ums agile Theater — und um die Frage, warum wir alle auf der Bühne stehen, obwohl wir wissen, dass das Stück schlecht ist. Worum es geht: Was Schein-Agilität wirklich ist: alle Zeremonien laufen, aber unter der Haube ändert sich nichts. Wie Rostschutzfarbe übers rostige Gerüst. Mein Merksatz: Schein-Agilität ist nicht, wenn man es falsch macht. Es ist, wenn man es richtig aussehen lässt. Warum wir alle mitspielen — weil es bequem ist. Fürs Management (Transparenz-Optik ohne Kontrollverlust), für Teams (Termine ohne Verantwortung) und für uns (weitermoderieren, bloß nicht auffallen). Und ja: Ich habe auch schon mitgespielt. Die Fitnessstudio-Analogie: Abo abgeschlossen, Vertrag gepostet, fühlt sich fit an — nur hingehen tut keiner. Der eine Test: Führt das, was Du siehst, zu einer Veränderung — oder nur zum nächsten Meeting? Woran Du Schein erkennst: Retros ohne Konsequenz, Transparenz ohne Handlung, „selbstorganisiert" ohne Mandat, WIP-Limits, an die sich keiner hält. Warum Agilität ein Diagnosewerkzeug ist, kein Problemlöser — und warum echte Agilität wehtun darf. Warum Schein-Agilität gerade jetzt gefährlich ist: In der Sparlage sind teure Zeremonien ohne sichtbaren Nutzen die perfekte Streichposition. Nicht Agilität wird gestrichen — sichtbar sinnloses Theater wird gestrichen. Und Du stehst mit drin. Wie Du aussteigst, ohne den Job zu riskieren: nicht rebellieren, sondern klug benennen. In der Retro nicht „was lief gut?", sondern „was ändern wir konkret, wer bis wann?". Deinen Wert an Wirkung koppeln, nicht an Moderation. Und die ehrliche Grenze: Manchmal will das System das Theater — dann ist Gehen die mutigste Entscheidung. Mein Fazit: Wer Bullshit früh und sachlich benennt, ist wertvoller als der, der still weitermoderiert. Lass uns dieses agile Theater gemeinsam beenden. Erwähnt in der Folge: Mein Buch „Retrospektiven in der Praxis" (2. Auflage) — wie Retros wieder Wirkung bekommen, inkl. Daumenwerte für harte Timeboxen Die Scrum Master Journey — in einem Jahr das Handwerkszeug wirklich lernen Das „Unverzichtbar"-Workbook (39 €): Der erste Schritt raus aus dem Theater ist, den eigenen Wert an echte Wirkung zu koppeln. Genau das machst Du darin — in rund 90 Minuten. Link in den Shownotes. Links: Workbook: https://www.digistore24.com/product/702505 Podcast abonnieren (der neue Anstrich kommt bald) und gern 5 Sterne auf Spotify.

  • #358
    June 29 · 13 min

    Vom Coach zur Führungskraft: der ehrliche Reality-Check

    „Ich suche einen neuen Job und denke über Weiterqualifizierung nach. Vielleicht ist es besser, selbst in Führung zu gehen." Diesen Satz aus meiner Umfrage kann ich gut nachvollziehen. Aber er hat einen Haken — wenn nicht sogar mehrere. In dieser Folge stelle ich die ehrliche Frage: Ist selbst Führungskraft werden die mutige Weiterentwicklung — oder die elegante Flucht? Worum es geht: Warum der Gedanke gerade jetzt kommt: Du willst endlich am Hebel sitzen statt zu moderieren — und kennst die Battles Teamleiter gegen Scrum Master. Die guten Gründe: Du willst gestalten, nicht nur begleiten. Wer Systeme versteht, kann sie auch bauen. Der Haken, über den keiner spricht: Mehr Gestaltungsfreiraum? Im Sandwich-Mittelmanagement oft Fehlanzeige. Selbst als Geschäftsführer sitzen Gesellschafter mit am Tisch. Ich erzähl's aus meiner eigenen Rolle. Die unbequeme Frage: Willst Du wirklich in die Führung — oder nur raus aus einer Rolle, die wehtut? Wenn die alte Rolle nie funktioniert hat: Wer war eigentlich immer dabei? Warum Führung Dein Sichtbarkeits- und Wertproblem nicht löst, sondern verschärft — plötzlich wirst Du an Ergebnissen gemessen, nicht an Moderation. Der Rollenirrtum: Viele wollen den Titel, nicht den Job. Das sind zwei verschiedene Dinge. Was Führung wirklich heißt: nicht Macht, sondern Verantwortung für die Bedingungen, unter denen andere gut arbeiten. Als Coach kritisierst Du das System — als Führungskraft bist Du es. Die dritte Option: In Führung gehen ohne den Titel. Einfluss kommt über das Mandat, nicht über die Hierarchie. Hol Dir das Mandat über saubere Auftragsklärung — dann gestaltest Du längst. Mein Rat: Bevor Du die Rolle wechselst, beweise erst den Wert in der jetzigen. Wer seinen Wert sichtbar macht und Wirkung zeigt, führt schon — ganz ohne Visitenkarte. Und den will auch keiner loswerden. Mein Merksatz: Führung ist kein Aufstieg aus dem Problem. Es ist der Umzug mitten hinein. Spielst Du selbst mit dem Gedanken? Schreib mir, was Dich treibt — wir quatschen eine halbe Stunde und ich spiegel Dir ehrlich zurück, ob das was für Dich ist. Das „Unverzichtbar"-Workbook (39 €): Egal ob Du in Führung gehst oder Deine Rolle behältst — beides scheitert an unsichtbarem Wert. Genau dafür ist das Workbook der erste Schritt: https://www.digistore24.com/product/702505 Links: Workbook: https://www.digistore24.com/product/702505 Schreib mir: marcloeffler.eu · LinkedIn Podcast abonnieren (es kommt bald ein neuer Anstrich 👀) und gern 5 Sterne auf Spotify dalassen.

  • #357
    June 23 · 17 min

    Was kommt eigentlich nach Scrum?

    „Wir arbeiten bald nicht mehr nach Scrum und suchen eine passendere Arbeitsweise." Diesen Satz habe ich in meiner Umfrage mehrfach gelesen. Und jedes Mal gedacht: gute Frage — aber vielleicht die falsche. In dieser Folge gehe ich Post-Scrum ehrlich auf den Grund. Meine unbequeme Vermutung: Die meisten brauchen gar kein neues Framework. Sie haben das alte nie richtig gemacht. Worum es geht: Warum die Flucht zum nächsten Framework so verlockend ist — Zeremoniemüdigkeit, Schein-Agilität, verwässerte Bürokratie als Mainstream Meine Diät-Analogie: Du kannst von Keto zu Paleo zu Intervallfasten wechseln — am Ende geht's um weniger essen, mehr bewegen. Beim Framework ist es genauso. Die unbequeme Frage: Habt Ihr Scrum je richtig gemacht — oder war's Cargo-Cult? Termine, Board, Rollen, und der Rest Augenwischerei. Warum Scrum nie das Problem war: Wir sind das Erkannte nie angegangen. Das ist Change Management — von Kurt Lewin bis John Kotter, alte Fähigkeiten, die wir wieder rausholen müssen. Die legitimen Nachbarn — Kanban, Flight Levels, Team Topologies, Product Operating Model, Shape Up, unFIX — und warum auch die nichts ändern, wenn Du nicht handelst. „Alter Wein in neuen Schläuchen": mein Blick ins 10x-Org-Buch. Was wirklich nach Scrum kommt: kein Tool, sondern eine Haltung — und der Mut, uns endlich wirklich zu verändern. Mein Fazit: Prinzipien schlagen Methode. Outcome schlägt Output. Weniger Dogma, mehr Wirkung. Und für alle, die als Scrum Master gerade um ihre Rolle bangen: Es geht nicht darum, zu heulen, dass Scrum nicht zu 100 % umgesetzt wird — sondern darum, Deinen Wert sichtbar zu machen und Dir das Mandat zu holen. Genau dafür habe ich das „Unverzichtbar"-Workbook gebaut: 15 Seiten, 90 Minuten, wie Du Deinen Wert in Führungssprache übersetzt. Link unten. Links: Das „Unverzichtbar"-Workbook (39 €): https://www.digistore24.com/product/702505 Schreib mir: marcloeffler.eu · LinkedIn Gefällt Dir Agile Unfiltered? 5 Sterne auf Spotify oder eine Bewertung bei Apple Podcasts — zwei Sekunden, große Wirkung.

  • #356
    June 16 · 25 min

    Schein-Agilität: Wenn echte Veränderung nie das Ziel war

    Ich habe meine Community gefragt, womit sie gerade wirklich kämpft — über 1.500 Leute auf meiner Liste. Was zurückkam, war sehr spannend. In dieser Folge teile ich die größten Schmerzen ungefiltert: die wackelnde Rolle, eine Führung, die ich oft nicht erreiche, und eine Schein-Agilität, die echte Veränderung längst aufgegeben hat. Mein Fazit vorweg: Wir stecken nicht in einer Methodenkrise. Wir stecken in einer Identitätskrise. Und die ehrliche Antwort darauf ist nicht Verteidigung, sondern Klartext. Worum es geht: Warum die Rolle von Scrum Master, Agile Master und Coach gerade überall hinterfragt wird — und wo wir selbst Schuld daran tragen „Das komplette Agile-Coaches-Team wurde wegrationalisiert" — Konsolidierung als Marktrealität Warum „Ich erreiche die Führung nicht" vom Nebenthema zum Hauptmotiv geworden ist — und warum das Problem im System sitzt, nicht im Team Schein-Agilität, Zeremoniemüdigkeit und die Suche nach dem, was nach Scrum kommt KI: nicht Angst, sondern Skepsis — und warum mich der Hype an die Dotcom-Blase erinnert, die ich selbst miterlebt habe Die Überraschung: Warum die Hälfte sagt, Agilität wird wichtiger — obwohl die Rolle wackelt Mein Aufruf: Schein-Agilität klar benennen, statt weiter agiles Theater zu spielen Das war der erste Block von mehreren. In den nächsten Folgen gehe ich jedem Schmerz einzeln nach — den Anfang macht die Schein-Agilität. Mach mit: Die Umfrage läuft noch — https://form.jotform.com/261604149649059. Je mehr Input, desto besser. Schreib mir: Welches Thema hat Dich getroffen? Per DM auf LinkedIn oder über das Kontaktformular auf marcloeffler.eu. Werde Teil der Community: Die Scrum Master Journey öffnet sich gerade Richtung Team- und Organisationsentwicklung. Live-Event im November — https://marcloeffler.eu/scrum-master-journey. Gefällt Dir der Podcast? 5 Sterne auf Spotify oder eine Bewertung bei Apple Podcasts — dauert zwei Sekunden und hält den Podcast am Leben.

  • #355
    April 28 · 12 min

    Warum dein Team jede Veränderung mitmacht, wenn der Preis stimmt.

    "Wir haben ein Change-Problem." – Bullshit. Wir haben ein Relevanz-Problem. Marc räumt in dieser Episode mit dem Märchen vom „Widerstand gegen Veränderung“ auf. Wer sich über blockierende Mitarbeiter beschwert, hat meistens schlichtweg ein Produkt (Agilität) im Angebot, das für die Beteiligten keinen erkennbaren Wert hat. Anhand von Beispielen aus dem echten Leben – von der Homeoffice-Revolution bis zur TV-Fernbedienung – zeigt Marc, dass Menschen Veränderung lieben, solange der persönliche Vorteil (WIIFM - What’s in it for me) sofort spürbar ist. Was dich in dieser Folge erwartet: Der Bohrmaschinen-Fehler: Warum agile Coaches seit Jahren Werkzeuge verkaufen, statt Löcher in Wände zu bohren. Währung der Rollen: Warum Entwickler, POs und CFOs völlig unterschiedliche Gründe brauchen, um Agilität zu wollen. Die 24-Stunden-Regel: Warum Change innerhalb von Tagen Resultate liefern muss, nicht erst in Monaten. Agile Undercover: Wie du echte Probleme löst, ohne das Wort „Agile“ ein einziges Mal in den Mund zu nehmen. Dein nächster Schritt: Hast du das Gefühl, deine Transformation tritt auf der Stelle? Marc bietet ein Leadership Audit an: In drei Tagen finden wir die echten Hebel in deinem Unternehmen – zum Festpreis, ohne achtseitige Berater-Dokumente, sondern mit sofort umsetzbaren Lösungen. Kontakt & Feedback: Vernetz dich mit Marc auf LinkedIn und diskutiere mit: https://www.linkedin.com/in/marcsteffenloeffler/

  • #354
    April 21 · 27 min

    Ich weiß auch nicht, was kommt — aber ich weiß, wie man sich darauf vorbereitet!

    Ich war eine Woche in Tunesien — beruflich beim Kunden, mitten in einer IT-Modernisierung. Change-Begleitung mit meiner FRIDGE-Methodik: Kubernetes, Terraform, Cybersecurity auf der technischen Seite, ich auf der menschlichen. Und direkt danach: diese Folge. Gerade hat man das Gefühl: diese Krise ist einmalig. Trump bombardiert den Iran, die Straße von Hormuz wird dicht, Ölpreise schießen hoch, KI disruptiert Geschäftsmodelle. So schlimm wie jetzt war es doch noch nie. War es aber. Und genau darum geht's heute. Ein Blick zurück: Disruption ist kein neues Phänomen Ich zeige, dass wir uns seit Jahrzehnten alle paar Jahre in vermeintlich einmaligen Krisen befinden: 1970er: Ölkrise, Zusammenbruch von Bretton Woods, nuklearer Kalter Krieg 1980er: Rezession, höchste Arbeitslosigkeit seit der Nachkriegszeit, Tschernobyl 1990er: Zusammenbruch der Sowjetunion, Asienkrise, Jugoslawienkrieg 2000er: 9/11, Finanzkrise 2008 2010er: Eurokrise, Arabischer Frühling, Flüchtlingskrise, Brexit 2020er: Corona, Ukraine-Krieg, KI-Disruption, Trump 2.0 Das Muster: Alle 5-7 Jahre eine Situation, die sich einmalig anfühlt. Und jedes Mal sagen die Beteiligten: So etwas haben wir noch nie erlebt. Was Resilienz wirklich bedeutet Resilienz bedeutet nicht, Notfallpläne zu schreiben. Es bedeutet, Führungssysteme aufzubauen, in denen Menschen an den richtigen Schaltstellen Entscheidungen treffen können — auch ohne Anweisung von oben. Wie ein Orchester, das nie zusammengeprobt hat und plötzlich unter Stress vor hundert Zuschauern auftreten soll. Selbst wenn die Einzelmusiker gut sind — es klingt nicht zusammen. Zentrale Voraussetzung: Psychologische Sicherheit. Nur wenn Menschen sich trauen, Dinge auszuprobieren — und Fehler machen dürfen — entstehen neue Lösungen für neue Situationen. Krisengewinner vs. Krisenverlierer Krisengewinner haben vorher investiert — in Kultur, in Systeme, in Menschen. Sie haben Rahmen geschaffen, in denen sich Teams frei bewegen können. Sie haben Führungskräfte, die ihre Leute kennen, Stärken einsetzen und Raum für Wachstum schaffen. Krisenverlierer rudern zurück. Sie zentralisieren, dirigieren von oben. Und hoffen, dass es irgendwie vorbeizieht. KI-Readiness: kein Abkürzung möglich Unternehmen, die noch nicht digitalisiert sind, können KI nicht nutzen. Unternehmen, die nicht agil sind, werden mit KI Schwierigkeiten haben. Die Reihenfolge ist: Digitalisierung → Agilisierung → KI-Readiness. Abkürzungen funktionieren nicht. Das AMPLIFY Audit Ich arbeite gerade mit einem neuen Modell, das Führungskräften und Organisationen hilft, KI-ready zu werden. Kern ist das AMPLIFY Audit: In maximal drei Tagen analysiere ich für einen Festpreis, wo ihr steht — und liefere einen priorisierten Aktionsplan für die nächsten Schritte. Du bist Führungskraft, Abteilungsleiter oder Geschäftsführer und das klingt interessant? Dann meld dich gern für ein erstes Gespräch. Links Erstgespräch buchen: https://calendar.app.google/W3x9y1ErtU7xMmAFA Website: https://marcloeffler.eu LinkedIn: https://linkedin.com/in/marcsteffenloeffler/ Podcast Unsichtbar Chronisch (für unsichtbare chronische Erkrankungen)

  • #353
    April 7 · 11 min

    Die 100-Millionen-Euro-Lüge – Warum euer Prozess-Theater jetzt implodiert

    „Wenn du stolz auf deine 50 zertifizierten Scrum Master und deine perfekte Jira-Hygiene bist, dann schalt am besten jetzt ab.“ In dieser Episode graben wir die Leiche der Agilität aus. Marc räumt mit dem weitverbreiteten Missverständnis auf, dass Agilität etwas mit „schnellerem Bauen“ zu tun hat. Die Wahrheit ist schmerzhaft: Die meisten Unternehmen haben das Agile Manifest zwar gelesen, aber nicht die Eier gehabt, es umzusetzen. Statt echter Transformation gab es teures Wasserfall-Theater mit neuen Vokabeln. Doch jetzt kommt der Endgegner: Die Künstliche Intelligenz. Wenn KI die Delivery-Kosten gegen Null drückt, was bleibt dann von deinem Job als Agile Coach oder Scrum Master übrig? Die harten Fakten dieser Folge: Die Velocity-Falle: Warum es völlig egal ist, wie schnell der Hamster im Rad läuft, wenn das Rad im Keller steht. Wir haben Customer Collaboration durch eine Mauer aus Jira-Tickets ersetzt. Der KI-Hammer: KI schreibt Code, baut Prototypen und moderiert bald deine Sprints. Wer sich nur als „Prozesswächter“ definiert, ist in zwei Jahren arbeitslos. Vom Verwalter zum Strategen: Dein einziger Überlebensweg ist der Wechsel in den „Problem Space“. Verstehst du wirklich, welchen Schmerz ihr beim Kunden löst? Das 0-Euro-Ticket: Marcs radikale Methode für das nächste Refinement. Wenn keiner erklären kann, wer gefeuert wird oder Geld verliert, wenn ein Feature nicht gebaut wird – dann lösch das Ticket. Sofort. Die „Unfiltered“ Challenge für deine Woche: Geh morgen in dein Team-Meeting. Sobald die Diskussion über Story Points losgeht, brichst du ab. Stell die eine Frage, die wirklich zählt: „Welchen konkreten Schmerz eliminieren wir hier gerade?“ Kann es keiner in einem Satz sagen? Dann stoppt den Sprint. „Agilität ist nicht tot. Aber eure Interpretation davon verdient den Gnadenschuss.“ Ressourcen & Links: Das Delivery Manifest: https://deliverymanifest.org/ Vernetz dich mit Marc: https://www.linkedin.com/in/marcsteffenloeffler/ Nichts verpassen: Abonniere Agile Unfiltered auf Apple Podcasts oder Spotify.

  • #352
    April 2 · 29 min

    Knapp 350 Folgen Agilität – was hat sich wirklich verändert?

    Knapp 350 Folgen, fast neun Jahre Podcast, über 20 Jahre Agilität. Ich blicke zurück – ehrlich, selbstkritisch und mit drei Kernerkenntnissen, die aus meiner Sicht den größten Unterschied machen. Plus: Was hat sich wirklich verändert? Und was leider nicht? Meine 3 Kernerkenntnisse 1. Agilität löst keine Probleme – sie macht sie sichtbar. Wie ein Diagnosetool am Auto: Fehlercodes auslesen ist nur der erste Schritt. Reparieren musst du selbst. 2. Kontext ist King. Kein Framework lässt sich 1:1 kopieren. Erst in den Kühlschrank schauen (FRIDGE Method®), dann das passende Rezept wählen. 3. Wer liefert, hat Recht. Agilität ist kein Sozialprogramm. Am Ende zählt echter Outcome – was Kunden einen Mehrwert bringt. Was sich leider nicht verändert hat Product Owner ohne echte Entscheidungsgewalt (in ~80 % der Fälle) Retrospektiven, in denen immer dieselben Themen auftauchen – ohne Konsequenz Agile Transformationen als IT-Rebranding-Projekt Coaching-Aufträge, die enden, bevor echte Veränderung einsetzt Selbstorganisation als Lippenbekenntnis – Hierarchie verkleidet sich, verschwindet nicht Was sich verbessert hat Die Sprache: Selbstorganisation, psychologische Sicherheit sind keine Fremdwörter mehr KI als Hebel: zwingt Unternehmen zum Experimentieren Eine reifere Generation von Coaches: weniger Dogmatismus, mehr Pragmatismus Es gibt Unternehmen, die es wirklich leben – täglich liefern, längst über Scrum hinaus 📅 Termin buchen: https://calendar.app.google/W3x9y1ErtU7xMmAFA 🌐 Website & Blog: https://marcloeffler.eu 🎓 Agile Transformation Manager Ausbildung: https://marcloeffler.eu/ausbildung-agile-transformation-manager/ 🎙️ LinkedIn: https://linkedin.com/in/marcsteffenloeffler/ Agile Unfiltered: Agilität ohne Geschwätz. Jede Woche.

  • #351
    March 23 · 25 min

    KI in Retrospektiven – Gamechanger oder Hype?

    In dieser Episode teile ich, was ich auf der Agile Stuttgart in meiner Session zu KI in Retrospektiven diskutiert habe – und was mir seitdem noch durch den Kopf geht. Retrospektiven gehören für mich nach wie vor zu den mächtigsten Werkzeugen in der agilen Toolbox. Und KI kann sie besser machen – wenn man weiß, wie. Das bespreche ich in dieser Episode Welche Probleme klassische Retros haben – und warum Teams müde werden 3+1 Einsatzfelder für KI: vor, während, nach der Retro – und über die Zeit 4 konkrete Prompts, die du sofort nutzen kannst Grenzen & Fallen: Wo KI scheitert (und warum das wichtig ist) Weitergedacht: Was ist jetzt möglich, was vorher nicht ging? Die 4 Prompts aus der Episode Prompt 1 – Retro-Auswertung Prompt: Hier sind die Ergebnisse unserer letzten Retrospektive: [Liste einfuegen]. Welche Muster erkennst du? Was wiederholt sich? Welches Thema hat den groessten Hebel fuer das Team? Prompt 2 – Massnahmen schaerfen Prompt: Formuliere aus diesen drei Retro-Punkten konkrete, umsetzbare Massnahmen mit Verantwortlichem und Zeitrahmen: [Punkte einfuegen] Prompt 3 – Retro vorbereiten Prompt: Wir sind ein Software-Team, Sprint 24, die Velocity ist gesunken, zwei Bugs sind in Produktion. Welche Retro-Fragen waeren jetzt besonders relevant? Schlage 5 vor. Prompt 4 – Langzeitvergleich Prompt: Hier sind die Massnahmen aus unseren letzten vier Retros: [Liste einfuegen]. Was haben wir wirklich umgesetzt? Was taucht immer wieder auf, ohne geloest zu werden? Sofort-Tipp-Prompt Prompt: Nach unserer letzten Retro haben wir folgende Punkte gesammelt: [Liste einfuegen]. Formuliere daraus die drei wichtigsten Massnahmen, priorisiert nach Wirkung, mit je einer konkreten ersten Aktion, einem Verantwortlichen (Rolle reicht) und einem Zeitrahmen. Links & Ressourcen Kostenloses KI-Guide für Retros (kein Opt-in): https://retrospektiveninderpraxis.de Blogartikel zur Episode mit allen Prompts zum Rauskopieren: https://marcloeffler.eu/agile-blog/ Buch: Retrospektiven in der Praxis (2. Auflage, Feb. 2026) Vernetze dich auf LinkedIn: https://linkedin.com/in/marcsteffenloeffler Termin buchen: https://calendar.app.google/W3x9y1ErtU7xMmAFA Frage an dich Nutzt du schon KI in Retrospektiven? Was funktioniert, was nervt? Schreib mir auf LinkedIn – ich bin wirklich neugierig.

  • #350
    March 17 · 35 min

    Ist das agile Manifest noch zeitgemäß?

    Das Agile Manifest wird 25 Jahre alt. Ein Viertel Jahrhundert. Ich gehe die 4 Wertepaare und 12 Prinzipien im Lichte von 2026 durch: Was gilt noch? Was muss neu interpretiert werden? Und was ist aktueller denn je? Highlights aus den 12 Prinzipien Wertvoll liefern ist wichtiger als früh liefern – das Schlüsselwort im ersten Prinzip Nachhaltige Entwicklung: ein Tempo, das dauerhaft haltbar ist – Sprint heißt nicht Dauerrennen Technische Exzellenz ist kein Widerspruch zu Agilität Einfachheit: die Kunst, nicht-getane Arbeit zu maximieren – mit KI wichtiger denn je Effektiv (das Richtige tun) schlägt effizient (irgendetwas schnell tun) Regelmäßige Reflexion: Feedbackloops verkürzen, nicht verlängern Meine wichtigsten Punkte aus der Folge Am häufigsten missverstanden: Individuen > Prozesse bedeutet nicht, keine Prozesse zu haben KI-Zeitalter verschärft das Einfachheits-Prinzip: mehr Können = größere Gefahr von Overengineering Sprint impliziert fälschlicherweise Dauerrennen – Nachhaltigkeit ist gemeint Effektivität vs. Effizienz: kleiner Unterschied, riesige Auswirkung Das Manifest beschreibt ein Was, nicht ein Wie – das Wie liegt bei dir Mein Tipp: Nicht das ganze Manifest auf einmal – pick dir einen Punkt und frag, wie gut ihr das wirklich macht Erwähnt in dieser Folge https://agilemanifesto.org (Original – 25 Jahre altes Design inklusive) Mein Buch: Retrospektiven in der Praxis, seit Ende Februar 2026 verfügbar 📅 Termin buchen: https://calendar.app.google/W3x9y1ErtU7xMmAFA 🌐 Website & Blog: https://marcloeffler.eu 🎙️ LinkedIn: https://linkedin.com/in/marcsteffenloeffler/ Agile Unfiltered: Agilität ohne Geschwätz. Jede Woche.

  • #349
    March 10 · 21 min

    Organisationsentwicklung mit dem Star Model von Jay Galbraith

    Brillante Strategie, aber nichts passiert? Alle rennen, aber in verschiedene Richtungen? Das ist kein Motivationsproblem – das ist ein Designproblem. In dieser Folge spreche ich über das Star Model von Jay Galbraith – eines der klarsten Frameworks für Organisationsdesign, das kaum jemand kennt. Der Auslöser: ein neues Kundenprojekt mit Fokus auf Organisationsentwicklung – und ein Modell, das ich nach Jahren wieder ausgegraben habe und das erschreckend aktuell ist. Die 5 Elemente des Star Models ⭐ Strategie – Wie kommen wir dorthin, was wir uns vorgenommen haben? Gibt allen anderen Elementen die Richtung. ⭐ Struktur – Wer entscheidet was? Wo liegen Macht, Verantwortung, Entscheidungsbefugnisse? ⭐ Prozesse – Wie fließen Informationen? Wie arbeiten Teams zusammen? Wie wird koordiniert? ⭐ Rewards – Welches Verhalten wird wirklich belohnt? (Boni, Anerkennung, Karriere) ⭐ People – Wer ist da, was können die, wie werden sie entwickelt? Alle fünf müssen aufeinander abgestimmt sein. Fehlt eines, bricht der Stern zusammen. Die wichtigsten Punkte aus der Folge Org-Redesigns scheitern meistens, weil NUR Struktur verändert wird – alles andere bleibt beim Alten. Rewards sind laut Galbraith der stärkste Verhaltenstreiber – stärker als Leitbilder und Führungsreden. Individuelle Boni + Teamwork-Kultur = lokale Optimierung statt Zusammenarbeit. Scrum ist ein klassisches Beispiel: Als reiner Prozess eingeführt, ohne Anpassung der anderen Elemente – scheitert es regelmäßig. Alignment schlägt Exzellenz: Lieber alle 5 Elemente gut abgestimmt als in einem Bereich weltklasse sein. People und Rewards sind die am häufigsten vernachlässigten Punkte – mit den größten Auswirkungen. Meine Frage an dich Welches Element des Sterns fehlt gerade bei dir? Schau mal drauf – und wenn du jemanden brauchst, der mitschaut und Impulse gibt, meld dich. 📅 Termin buchen: https://calendar.app.google/W3x9y1ErtU7xMmAFA 🌐 Website & Blogartikel: https://marcloeffler.eu/agile-blog/ 🎙️ LinkedIn: https://linkedin.com/in/marcsteffenloeffler/

  • #348
    March 3 · 26 min

    Warum "mehr arbeiten" nicht die Lösung ist!

    Worum geht es in dieser Folge? Wir müssen mehr arbeiten – das höre ich gerade überall in der politischen Debatte. Ich widerspreche. Nicht weil ich Bequemlichkeit verteidige, sondern weil ich weiß: Mehr Stunden in ein kaputtes System stecken bringt mehr kaputten Output. Das eigentliche Problem ist nicht Faulheit – es sind die Systeme, die kluge Menschen täglich daran hindern, wirklich gute Arbeit zu leisten. Was du in dieser Folge mitnimmst Warum Effektivität wichtiger ist als Effizienz – und was der Unterschied wirklich bedeutet Welche 6 Systembremsen Unternehmen täglich Leistung kosten Warum parallele Projekte der größte Produktivitätskiller sind Was eine Organisation braucht, um wirklich zu liefern Wie du als Führungskraft sofort einen ersten Hebel ansetzen kannst Erwähnte Konzepte & Quellen Peter Drucker: "There is nothing so useless as doing efficiently that which should not be done at all." Goldfischglas-Prinzip: Mitarbeiter, die jahrelang kein Selbstmanagement leben durften, können es nicht plötzlich abrufen Verlustleistung ab 3 parallelen Projekten: mehr Verlust als Arbeitsleistung Flight Levels: Portfolio-Fokus als Systeminstrument FRIDGE-Method® – mein Framework zur Analyse und Auflösung von Systemblockaden Dein Impuls aus dieser Folge Wie viele Projekte laufen bei euch gerade parallel? Was passiert, wenn du die Hälfte streichst – was würde wirklich zusammenbrechen? Und was würde sich plötzlich bewegen? Links & Kontakt Website: marcloeffler.eu LinkedIn: Marc Löffler Kostenloses Erstgespräch buchen: Jetzt buchen

  • #347
    February 24 · 18 min

    Viele Retrospektiven sind nutzlos (und wie du es besser machst)

    Hand aufs Herz: Würde dein Team weinen, wenn die Retrospektive morgen ausfällt – oder heimlich Champagner aufmachen? In dieser Episode spreche ich darüber, warum so viele Retros wirkungslos sind, weshalb sie trotzdem der wichtigste Termin im agilen Arbeiten bleiben und wie du sie wieder zu einem echten Hebel für Veränderung machst. Darum geht es in der Folge Warum Retrospektiven oft als Pflichttermin ohne Mehrwert wahrgenommen werden Weshalb unscharfe Maßnahmen der häufigste Killer guter Retros sind Warum Dokumentation (z. B. in Confluence) keine Verbesserung erzeugt Wie Zombie-Retros und Maßnahmen-Friedhöfe entstehen Warum psychologische Sicherheit die Grundlage jeder guten Retro ist Wieso jede Retro auf der vorherigen aufbauen muss (keine „Grüne-Wiese-Retros“) Wie Hypothesen helfen, echte Wirkung statt Symptombekämpfung zu erzielen Was eine Arbeitsretrospektive ist – und warum sie Umsetzung beschleunigt Der Retro-Bullshit-Check Deine Retro ist sehr wahrscheinlich wirkungslos, wenn … viel diskutiert wird, aber keine klaren Ergebnisse entstehen Maßnahmen regelmäßig definiert, aber nie umgesetzt werden nur Symptome behandelt werden, keine Ursachen im Team spürbare Retro-Müdigkeit herrscht kritische Themen aus Harmoniebedürfnis vermieden werden Zentrale Learnings Lieber eine gute, umsetzbare Maßnahme als fünf, um die sich niemand kümmert Maßnahmen müssen SMART sein Wirkung entsteht nur durch Umsetzung, nicht durch Protokolle Retros sind der wichtigste Feedback-Loop im agilen Arbeiten Wer liefern will, muss auch in der Retro liefern Empfehlung & Gewinnspiel 🎁 📘 Neuauflage „Retrospektiven in der Praxis“ Komplett überarbeitet für Remote- & Hybrid-Setups inkl. Tipps & Tricks zum Thema psychologischer Sicherheit 📅 Versand ab ca. 26. Februar 👉 Gewinnspiel: Hinterlasse eine Bewertung auf Apple Podcasts oder Spotify, schicke mir einen Screenshot – und sichere dir die Chance auf eine von zwei signierten Ausgaben.

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