
Jim Rakete in West-Berlin.
im Rakete – Nina Hagen, Nena, David Bowie und der Sound von West-Berlin Er hat Musikgeschichte mitgeschrieben, Weltstars fotografiert und das Lebensgefühl einer ganzen Generation geprägt. Jim Rakete war mittendrin, als West-Berlin zum kreativen Zentrum einer neuen Musik- und Kulturszene wurde. In dieser Folge von 1986. West-Berlin. Originalton. sprechen Marion Hanel und Heiko Mehnert mit dem Fotografen, Musikmanager und Filmemacher über eine außergewöhnliche Zeit. Von Nina Hagen über Spliff bis Nena Ende der 70er-Jahre wird Raketes Kreuzberger Fotostudio zur Keimzelle einer neuen Musikszene. Nina Hagen singt zur Eröffnung – genau 20 Minuten, denn dann kommt die Polizei. Als Nina später ihre Band verlässt, entsteht Spliff. Mit der legendären „Spliff Radio Show“ und Radiostimme Rick DeLisle wird Musikgeschichte geschrieben. Und dann ist da Nena. Jim Rakete erinnert sich an ihre erste Begegnung, an ihre Zeit als Sekretärin in seinem Studio und an den unglaublichen Welterfolg von „99 Luftballons“, den niemand vorhersehen konnte. David Bowie am Bahnhof Zoo 1973 steht Jim Rakete mit seiner Leica am Bahnhof Zoo. David Bowie ist auf der Durchreise. Eine kurze Begegnung, die Rakete nie vergessen hat. Er erzählt von Bowies späteren Berliner Jahren, von Iggy Pop, den Hansa Studios und einer Stadt, die Künstler aus aller Welt anzog. West-Berlin: Ein Drucktopf voller Kreativität Warum konnte ausgerechnet eine eingemauerte Stadt so viel Freiheit hervorbringen? Jim Rakete beschreibt West-Berlin als kreativen Drucktopf: niedrige Mieten, leer stehende Fabriketagen, junge Menschen voller Ideen, Punks, Künstler und Musiker. Eine Stadt voller Widersprüche und ungeheurer Energie. Er erzählt von seiner Kunstaktion „Interzone“ an der Berliner Mauer, vom legendären Mendelssohns am Lehniner Platz und von einer Zeit, in der man sich seine Zukunft selbst erfinden musste. Fotografie, Schreibmaschinen und die Kunst des Briefeschreibens Warum kann eine Kamera die Zeit anhalten? Was macht ein wirklich gutes Porträt aus? Und warum liebt Jim Rakete Schreibmaschinen und handgeschriebene Briefe mehr als die digitale Kommunikation? Es geht um sein frühes Foto von Willy Brandt, seine Begegnungen mit Weltstars, die besondere Qualität analoger Fotografie und die Kunst, Menschen wirklich zuzuhören. „Ein Brief ist wie ein Song“, sagt Rakete. Ein persönliches Essay an einen anderen Menschen. Auch seine aktuelle Arbeit als Theaterregisseur kommt zur Sprache: Samuel Becketts „Das letzte Band“ mit Christian Redl. Eine außergewöhnliche Zeitreise mit einem außergewöhnlichen Erzähler. Voller überraschender Geschichten, kluger Beobachtungen, trockenem Humor und einer großen Liebe zu Berlin. Und mit einem Gedanken, der das Geheimnis dieser Stadt vielleicht am besten beschreibt: „Berlin erzählt ja nie die Geschichte, wo jemand herkommt, sondern Berlin erzählt ja immer die Geschichte, wo jemand hin will.“ 1986. West-Berlin. Originalton. Der Podcast mit Marion Hanel und Heiko Mehnert. Alle 14 Tage eine neue Folge. Mehr Geschichten, Erinnerungen und Informationen zum Podcast und zum Buch: www.west-berlin.online






