
#8 Demenz & Alzheimer – Neuroplastizität durch gezielte Trainingsdosis
In der achten Folge von „Wissen to go“ widmen sich Luis und Ellen einem der drängendsten Themen unserer alternden Gesellschaft: Der Demenz und der Alzheimer-Krankheit. Wir klären das anatomische Fundament – von Beta-Amyloid-Plaques bis zur Hirnatrophie – und räumen mit dem Vorurteil auf, dass man gegen den geistigen Verfall nichts tun könne. Warum wirkt Sport direkt auf die "Hardware" im Kopf? Wir besprechen die Rolle des Wachstumsfaktors BDNF und warum die Dosis entscheidet: Aktuelle Meta-Analysen zeigen, dass kurze, aber häufige Einheiten den Goldstandard für den Erhalt der Alltagskompetenz darstellen. Die Kernthemen dieser Folge: Pathophysiologie: Plaques, Fibrillen und der Verlust des Botenstoffs Acetylcholin. Die 30-Minuten-Dosis: Warum "weniger oft mehr ist" (Analyse nach Xiao et al. 2024). Wirkmechanismus: Wie Bewegung Neuroinflammation reduziert und die Neuroplastizität fördert. S3-Leitlinien-Check: Sport als einzige Therapieempfehlung bei leichter kognitiver Störung (MCI). Geduld in der Therapie: Warum psychische Effekte erst nach ca. 16 Wochen messbar werden. Quellen: Xiao, Y., Fan, Y., & Feng, Z. (2024). A meta-analysis of the efficacy of physical exercise interventions on activities of daily living in patients with Alzheimer’s disease. In Frontiers in Public Health (Vol. 12). Frontiers Media SA. https://doi.org/10.3389/fpubh.2024.1485807 Roy, S. K., Wang, J. jing, & Xu, Y. ming. (2023). Effects of exercise interventions in Alzheimer’s disease: A meta-analysis. Brain and Behavior, 13(7). https://doi.org/10.1002/brb3.3051 S3-Leitlinie Demenzen Living Guideline-Langfassung. (n.d.). https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/038-013,