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WDR 5 Das philosophische Radio

WDR 5

Um dem Bedürfnis nach Austausch mit anderen nachdenklichen Menschen zu entsprechen, hat WDR 5 mit der Sendung "Das philosophische Radio" ein einzigartiges, regelmäßiges Forum für die öffentliche philosophische Diskussion geschaffen.

  • 97 episodes
  • Updated Sunday

Episodes97

  • Sunday · 52 min

    Ralf Konersmann: Außenseiter im Wandel der Zeit

    Außenseiter gelten mal als Störenfriede, mal als Vordenker. Doch was macht einen Menschen zum Außenseiter? Und warum braucht jede Gesellschaft Menschen, die gegen den Strom schwimmen? Darüber spricht Jürgen Wiebicke mit dem Philosophen Ralf Konersmann. Ralf Konersmann (*1955) ist ein Philosoph, Essayist und Publizist. Er war bis 2021 Professor für Philosophie und Direktor des Philosophischen Seminars der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Seine Forschung beschäftigt sich unter anderem mit Kulturkritik, Metaphern, Begriffsgeschichte und der Frage, wie moderne Gesellschaften unser Denken und Leben prägen. Der Absturz des Wortes "Querdenker" (01:47) Außenseiter: selbstgewählt oder selbstbestimmt? (04:52) Warum Rousseau ein Außenseiter war (08:11) Außenseiter früher und heute (13:25) Akzeptanz von Außenseitern (18:50) Aristoteles und soziale Gemeinschaften (28:44) Interpretation von Raffaels Fresko "Die Schule von Athen" (36:00) Einfluss von Rousseau und Voltaire (46:40) Literatur: Ralf Konersmann: Außenseiter. Ein Essay. S. Fischer Verlag (2025). 160 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Alfred Hirsch: Heimatweh Peter Neumann: Dynamik von Mentalitäten Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit der Philosophin Susanne Boshammer über Selbsterkenntnis. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.

  • July 26 · 53 min

    Michael Hampe: Weisheit

    Was bedeutet Weisheit – und kann man sie lernen? Jürgen Wiebicke spricht mit dem Philosophen Michael Hampe über Lebenskrisen, Seelenruhe, problematische Werturteile und die Frage, ob und wie Weisheit in der Gemeinschaft entsteht. Michael Hampe (*1961) ist ein deutscher Philosoph und Professor für Philosophie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Er beschäftigt sich vor allem mit Erkenntnistheorie, Wissenschaftsphilosophie, der Geschichte der Philosophie sowie den Grundlagen der Aufklärung. Was Weisheit mit Lebenskrisen zu tun hat (03:46) Warum Philosophie und Weisheit nicht dasselbe sind (07:53) Suche nach Weisheit: Einsamkeit oder Gemeinschaft? (14:01) Der Weg zur Weisheit: Seelenruhe und Nachdenken (18:58) Plädoyer für Vorsicht bei Werturteilen (24:14) Die Rolle der Bedeutsamkeit (33:40) Die Weisheit von Kindern (40:50) Weisheit und Habitus (45:44) Ist Weisheitsfortschritt im Kollektiv möglich? (48:10) Literatur: Michael Hampe: Krise der Aufklärung. Über die Fortsetzbarkeit einer Lebensform. Suhrkamp Verlag (2025). 208 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Michael Hampe: Bildung jenseits von Hierarchie Wolfram Eilenberger: Was vermag Philosophie? Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Ralf Konersmann über Außenseiter. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.

  • July 19 · 53 min

    Bernhard Schlink: Was ist eigentlich gerecht?

    Gerechtigkeit ist ein Ideal, über das seit der Antike gestritten wird. Doch was bedeutet sie eigentlich? Jürgen Wiebicke spricht mit dem Rechtsphilosophen und Schriftsteller Bernhard Schlink über Gerechtigkeit, Ungleichheit und die Frage, wie gerecht unsere Gesellschaft heute ist. Bernhard Schlink (*1944) ist Rechtsphilosoph, Jurist und Schriftsteller. International bekannt wurde er mit seinem Roman "Der Vorleser". In seinen Büchern setzt er sich mit Fragen von Recht, Gerechtigkeit, Schuld und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander. These: Das Leben ist gerechter geworden (01:44) Die Gefahr moralisierender Einseitigkeiten (05:50) Warum Gerechtigkeit nicht Gleichheit bedeutet (09:47) Ungleichheit in der Antike (13:54) These: Was gerecht ist, muss nicht verwirklicht werden (19:10) Was es mit dem Irrtum des Egalitarismus auf sich hat (22:42) Warum es in der Liebe keine Gerechtigkeit gibt (27:05) Gerechtigkeit in der Antike (31:06) Was mit "Gerechtigkeitsarbeit" gemeint ist (37:00) Kritik am Begriff der "Generationengerechtigkeit" (47:47) Literatur: Bernhard Schlink: Gerechtigkeit. Ein Essay. Diogenes Verlag (2026). 208 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Wolfgang Detel: Die Ungleichheit und die Macht des großen Geldes Markus Rieger-Ladich: Privilegien in der Gegenwart Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Michael Hampe über Weisheit. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.

  • July 13 · 51 min

    Sven Beckert: Wie der Kapitalismus die Welt verändert

    Wie ist der Kapitalismus entstanden, wie hat er sich verändert und welche Zukunft hat er? Jürgen Wiebicke spricht mit dem Historiker Sven Beckert über die Rolle des Staates, das Verhältnis zur Demokratie und soziale Ungleichheit. Sven Beckert (*1965) ist ein deutsch-amerikanischer Historiker und Professor an der Harvard University. Er forscht vor allem zur Geschichte der USA im 19. Jahrhundert, zur Geschichte des Kapitalismus und zur Globalgeschichte. In Beckerts Arbeiten geht es oft darum, Kapitalismus nicht nur als Wirtschafts-, sondern auch als politisches und soziales System zu verstehen. Entstehung und Bedeutung des Kapitalismus (03:06) Kapitalismus und die Natur des Menschen (07:30) Vor- und Nachteile des Kapitalismus (10:54) Forderung: Kapitalismus global denken, nicht nur europäisch (17:08) Wie sich der Kapitalismus im Laufe der Zeit geändert hat (20:40) Zentrale Rolle des Staates im Kapitalismus (28:10) Liberale Demokratie und Kapitalismus (34:02) Grenzen und Zukunft des Kapitalismus (42:04) Politik und soziale Ungleichheiten (47:17) Literatur: Sven Beckert: Kapitalismus. Geschichte einer Weltrevolution. Rowohlt Verlag (2025). 1280 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Carsten Lotz: Kritik der ökonomischen Vernunft Hanno Sauer: Was soziale Klassen heute ausmacht Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Autoren und Rechtsphilosophen Bernhard Schlink über Gerechtigkeit. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: "Alles Geschichte – Der History-Podcast“. Hier werden historische Ereignisse behandelt, spannend und abwechslungsreich.

  • July 6 · 55 min

    Helmut Heit: Wie Krankheit und Denken zusammenhängen

    Friedrich Nietzsche litt an verschiedenen Gebrechen. Krankheiten produktiv zu nutzen, bedeutete für ihn Gesundheit. Der Philosoph Helmut Heit spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, wie Krankheiten unser Leben verändern und Selbsterkenntnis fördern können. Helmut Heit (*1970) ist ein deutscher Philosoph. Er leitet das Kolleg Friedrich Nietzsche an der Klassik Stiftung Weimar und ist Experte für Nietzsche-Forschung. Wie Nietzsches Krankheiten ihn zu Veränderungen seine Lebens zwangen (01:59) Nietzsches radikale Loslösung von Pflichten und seinem sozialen Umfeld (10:30) Wie Denken und Umgang mit Krankheit unser Wohlergehen beeinflussen (16:37 Wie Krankheit die Loslösung von Verstrickungen und neuer Prioritätenfindung befördert (22:43) Warum Krankheit zu Dankbarkeit, Demut und dem Erkennen der eigenen Lebensziele führen kann (31:31) Veränderliche Identität: Wie Krankheit bewirken kann, sich neu zu erkennen (46:55) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Martin Breul: Zum Tod von Jürgen Habermas Gert Ueding: Ernst Bloch und die Hoffnung Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir über Kapitalismus. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung WDR Zeitzeichen – kompakte 15 Minuten für eine Reise in die Geschichte.

  • June 29 · 53 min

    Roland Henke: Demokratie auf dem Prüfstand

    Demokratie gilt vielen als beste Staatsform. Doch was macht sie eigentlich aus? Von den Wurzeln in Athen bis zu Dauerwahlkampf, Volkssouveränität und der Frage, welche Tugenden sie braucht: Darüber spricht Philosoph Roland Henke mit Moderator Jürgen Wiebicke. Roland Henke (*1953) ist ein Philosoph und Didaktiker mit Lehrauftrag für Philosophiedidaktik an der Universität Bonn. Sein Schwerpunkt liegt auf Philosophie, Philosophiedidaktik und schulischen Lehrmaterialien. Wesen der attischen Demokratie (03:06) Platons Kritik an der Demokratie (05:55) Grenzen der Volkssouveränität (12:25) Vor- und Nachteile des Parlaments (21:40) Losdemokratie oder die Gerechtigkeit des Zufalls (26:01) Wahl auf Wahl: Sind wir im Dauerwahlkampf? (30:40) These: Demokratie sollte Schwache schützen (35:21) Braucht Demokratie kompetente Politiker? (40:22) Andere Meinungen akzeptieren (44:39) Welche Tugenden braucht die Demokratie? (48:22) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Thomas Gries: Wie Ideologien unsere Entscheidungen beeinflussen Armin Pfahl-Traughber: Die Konservative Revolution Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Helmut Heit über Krankheit und Gesundheit. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: 11KM berichtet über ein aktuelles Thema in aller Tiefe – spannend, investigativ und hochwertig: 11KM: der tagesschau-Podcast

  • June 22 · 53 min

    Harald Welzer: Bedeutung von Gefühlen in Leben und Politik

    Politische Entscheidungen sollten auf Vernunft beruhen. Doch auch Gefühle sind gesellschaftlich und politisch bedeutsam, sagt der Sozialpsychologe Harald Welzer. Mit Jürgen Wiebicke spricht er darüber, welchen Wert Gefühle in der Demokratie haben. Harald Welzer (*1958) ist ein deutscher Soziologe, Sozialpsychologe und Publizist. Er beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, wie Gefühlen Gesellschaft und Politik beeinflussen und wie Demokratien das nutzen können. Über unsere irrationale Vorstellung von Vernunft und die Bedeutung von Emotionen (01:52) Haus der Gefühle: Wie Kinder aus ihren Erfahrungen Weltbeziehungen entwickeln (08:22) Warum wir sichere Beheimatung brauchen, um Veränderungen wagen zu können (13.53) Zum Verhältnis von Sicherheit und Risikobereitschaft in Gesellschaft und Politik (24:13) Wie die meisten Menschen trotz Verunsicherung loyal zur Gesellschaft und Demokratie bleiben (30:29) Wie Populisten negative Emotionen befeuern und ausnutzen (34:05) Warum positive Gefühle verstärkt werden müssen und was Politik versäumt (37:58) Wie Zukunftsorientierung das Handeln behindert und der Blick auf Gegenwärtigkeit Macht verleiht (44:34) Warum wir Räume für analoge Begegnungen brauchen (51:00) Literatur Harald Welzer (2025): Das Haus der Gefühle: Warum Zukunft Herkunft braucht. Berlin: S. Fischer. 304 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Alfred Hirsch: Heimatweh Jula Wildberger: Gelassenheit als Lebenshaltung Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir über Demokratie. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung So kommen wir achtsamer und stressfreier durchs Leben: Konkrete Tipps für einen bewussteren Alltag, journalistisch und wissenschaftlich fundiert - inklusive Achtsamkeitsübung am Ende jeder Folge. Immer mittwochs neu. Achtsam von Dlf Nova

  • June 15 · 56 min

    Hanno Sauer: Was soziale Klassen heute ausmacht

    Soziale Ungleichheit prägt Gesellschaften bis heute. Der Philosoph Hanno Sauer diskutiert im Gespräch mit Moderator Jürgen Wiebicke, warum soziale Klassen nicht nur durch Geld, sondern auch durch Status und gesellschaftliches Ansehen geprägt werden. Hanno Sauer (*1983) ist ein deutscher Philosoph und Autor. Er lehrt als Associate Professor Philosophie und Ethik an der Universität Utrecht. Seine Themen sind vor allem Ethik, Metaethik, Moralpsychologie, politisches Denken und moralischer Fortschritt. Rousseau und Status-Hierarchien (01:59) Die große Bedeutung sozialer Signale (07:57) Soziale Signale und Existenz von Klassengesellschaft (14:44) Ist die Klassengesellschaft unüberwindbar? (20:33) Die Bedeutung von Geld (27:47) Stipendiat und Leistungsgesellschaft (31:14) Welche Art von Klassen es gibt (38:35) Reiche und Understatement (42:12) Was den auffälligen Konsum auszeichnet (49:32) Vergrabene Signale der obersten Klasse (51:08) Literatur: Hanno Sauer: Klasse. Die Entstehung von Oben und Unten. Verlag: Piper Verlag (2025). 368 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Markus Rieger-Ladich: Privilegien in der Gegenwart Carsten Lotz: Kritik der ökonomischen Vernunft Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Soziologen und Publizisten Harald Welzer darüber, wie Gefühle Gesellschaften prägen. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Radiowissen: Die ganze Welt des Wissens, gut recherchiert, spannend erzählt. Ein Podcast von Bayern 2. Radiowissen – jetzt in der ARD Audiothek.

  • June 8 · 56 min

    Carsten Lotz: Kritik der ökonomischen Vernunft

    Ökonomische Logik prägt nicht selten unser Denken und Handeln. Der Philosoph Carsten Lotz spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, was das für unsere Gesellschaft bedeutet. Der Philosoph Carsten Lotz (*1977) war bei einer der größten Unternehmens- und Strategieberatungen der Welt tätig. Heute hinterfragt er die Logik unseres ökonomischen Denkens. Homo oeconomicus: Vom Streben nach Glück zum Streben nach Nutzen (02:16) Logik der Ökonomie: Jedes menschliche Verhalten hat ein Nutzenkalkül (08:10) Politik nach Ökonomielogik: Wie Anreize gewünschtes Verhalten provozieren sollen (13:40) Wie Kosten-Nutzen-Rechnung und Effizienzstreben alle Lebensbereiche durchdringen (15:14) Von der Freiheit des Subjekts, sich anders zu verhalten (19:32) Über das Dogma unendlicher Bedürfnisse (27:24) Egofixierung versus Priorität des Anderen (38:34) Warum ökonomisches Denken auf den Kernbereich der Wirtschaft zurückgedrängt werden muss (50:24) Literatur Carsten Lotz (2025): Wirtschaft als Erste Philosophie? Eine Kritik der ökonomischen Vernunft. Baden-Baden: Verlag Karl Alber. 319 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Chris Neuhäuser: Vermögen gerechter verteilen Wolfgang Detel: Die Ungleichheit und die Macht des großen Geldes Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit Hanno Sauer über Klasse. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung Wer wirtschaftliche Zusammenhänge wirklich durchdringen möchte, findet in "Zehn Minuten Wirtschaft" fundierte Antworten, die Orientierung bieten. Den Podcast hören Sie montags bis freitags immer gegen 16 Uhr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.

  • June 6 · 55 min

    Andreas Zick: Mit Unsicherheit konstruktiv umgehen

    Wie gehen wir mit Angst und Verunsicherung um? Wie können wir lernen, das Ungewisse nicht nur als Bedrohung, sondern auch als Möglichkeit zu begreifen? Darüber diskutieren Sozialpsychologe Andreas Zick und Moderatorin Carolin Courts. Der Sozialpsychologe Andreas Zick (*1962) leitet das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld und ist seit 2014 Autor und Herausgeber der Mitte-Studie. Er wirbt dafür, einen gesunden Umgang mit Unsicherheit zu lernen, um nicht durch Populisten verführbar zu sein. Wer zur Mitte der Gesellschaft gehört und warum sie verunsicherter geworden ist (01:50) Wie individuell empfundene Sicherheit und kollektive Unsicherheit auseinanderklaffen (10:37) Warum Komplexität und Geschwindigkeit verfügbarer Informationen uns heute nicht sicherer, sondern verunsicherter machen (16:28) Wie ungerechte Vermögensverteilung und Unsicherheit zusammenhängen (20:52) Wie Individualisierung und Fragmentierung Menschen zu Populisten treibt (27:45) Warum wir mehr Räume für Debatten und Dialoge brauchen (33:55) Wie Menschen auf die Verunsicherung der Coronapandemie reagiert haben (38:00) Wie Resilienz entsteht und was wir von Menschen in großen Krisen lernen können (42:42) Warum Institutionen sich öffnen müssen und Politik den Menschen mehr vertrauen sollte (47:32) Literatur Andreas Zick / Beate Küpper / Nico Mokros / Marco Eden / Franziska Schröter (Hrsg.): Die angespannte Mitte: Rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2024/25. Bonn: Verlag J.H.W. Dietz Nachf. 428 Seiten. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung Innenwelt – Der Psychologie-Podcast von WDR 5

  • June 6 · 51 min

    Alfred Hirsch: Frieden in unruhigen Zeiten

    In Zeiten von Krieg und Aufrüstung lenkt Philosoph Alfred Hirsch den Blick auf den Frieden. Mit Moderatorin Carolin Courts betrachtet er verschiedene Friedenskonzepte, die den Fokus auch auf zwischenmenschliche Faktoren legen. Alfred Hirsch (*1961) ist Professor für Philosophie an der Universität Witten/Herdecke. Er hat sich mit Friedenstheorien auseinandergesetzt und beleuchtet die Frage, was wir für eine friedliche Welt tun können. Das Gesellschaftsbild von Rousseau: Am Anfang war der Frieden (01:46) Warum Menschen einander vertrauen, aber systemische Bedingungen den Umgang beeinflussen (07:16) Kants Text zum ewigen Frieden und sein Einfluss auf Politik und Gesellschaft (10:33) Welcher Vorkehrungen Frieden bedarf und warum er beim Einzelnen beginnt (25:25) Wie Liebe, Vertrauen und Verbindung Frieden fördert, derzeit aber Misstrauen, Verfeindung und Vereinzelung geschürt werden (32:21) Was Russland, Europa und die NATO in den letzten 30 Jahren versäumt haben (42:06) Warum Frieden aktiv gestiftet werden muss und was ein Friedensklima begünstigt (44:25) Warum Vertrauen in unsere politische Ordnung entscheidend ist (47:37) Literatur Alfred Hirsch und Pascal Delhom (Hrsg.): Friedensgesellschaften: Zwischen Verantwortung und Vertrauen. Baden-Baden: Verlag Karl Alber. 263 Seiten. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung Zeitzeichen - jeden Tag ein Stück Geschichte. Der tägliche Geschichtspodcast überall im Netz und immer um 9:45 Uhr auf WDR 5 und 17:45 Uhr auf WDR 3.

  • June 6 · 50 min

    Kirsten Meyer: Besser über den Klimawandel debattieren

    Philosophin Kirsten Meyer plädiert für eine neue Streitkultur zum Thema Klimawandel: genauer im Denken, klarer im Argumentieren und offener für gemeinsame Lösungen. Was das für die Debatte bedeutet, bespricht sie mit Moderatorin Anja Backhaus. Kirsten Meyer (*1974) ist Professorin für Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem auf der Zukunfts- und der Klimaethik. Sie meint: Wir müssen die Sprachlosigkeit zum Thema Klimawandel überwinden, um konstruktiv handeln zu können. Argumente beleuchten und einander verstehen als erster Schritt aus der Sackgasse (02:18) Wie klimaschädliches Verhalten die Freiheit anderer einschränkt – schon heute und in zukünftigen Generationen (07:08) Warum Fatalismus verständlich, aber nicht zielführend ist (20:18) Warum das Handeln jedes einzelnen Menschen wichtig ist (24:39) Über die Bedeutung von Klimaaktivismus und zivilem Ungehorsam (30:02) Warum Sozialpolitik und Klimapolitik Hand in Hand gehen müssen (39:02) Wie der Fokus auf Gerechtigkeit die Debatte verändern könnte (45:51) Literatur Barbara Bleisch / Kirsten Meyer / Stefan Riedener / Dominic Roser / Christian Seidel (2026): Besser um die Zukunft streiten. München: Carl Hanser Verlag. 136 Seiten. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung Für alle, die Diskussionen mit guten Argumenten schätzen: Politikum – Der Meinungspodcast von WDR 5.

  • June 6 · 52 min

    Aladin El-Mafaalani: Die Macht des Misstrauens

    Was hält eine Gesellschaft noch zusammen, wenn Vertrauen in Institutionen, Politik und Öffentlichkeit schwindet? Soziologe Aladin El-Mafaalani sucht im Gespräch mit Moderatorin Anja Backhaus Antworten. Der Soziologe Aladin El-Mafaalani (* 1978) hat sich mit der Frage beschäftigt, warum wir in Deutschland einen Vertrauensverlust in unsere Systeme erleben, wie sich Misstrauensgemeinschaften bilden und was wir dem entgegenhalten können. Warum Vertrauen die Grundlage funktionierender Systeme ist, die für Wohlstand und Struktur sorgen (01:54) Wie Systemkontrolle funktioniert und warum Vertrauen bei Überregulation schwindet (08:04) Wann Misstrauen nicht mehr kontrollierend, sondern zerstörerisch wirkt (15:34) Wie sich im digitalen Raum destabilisierende Misstrauensgemeinschaften bilden (20:38) Vertrauensverlust in Deutschland: Warum man nicht Misstrauen bekämpfen, sondern Vertrauen stärken muss (28:11) Mehr Spielräume statt Überregulierung: Warum der Staat sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren und den Menschen mehr Vertrauen schenken soll (37:36) Literatur Aladin El-Mafaalani (2025): Misstrauensgemeinschaften: Zur Anziehungskraft von Populismus und Verschwörungsideologien. Köln: Kiepenheuer & Witsch. 128 Seiten. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung: Für alle, die faszinierende Einblicke in unsere psychologische Innenwelt und alltägliche Phänomene bekommen möchten: Innenwelt – Der Psychologie-Podcast von WDR 5

  • June 6 · 46 min

    Melanie Raabe: Die Kunst des guten Lebens

    Wie können wir Ohnmachtsgefühlen begegnen? Mit kleinen Dingen, die ein gutes Leben ausmachen, sagt Autorin Melanie Raabe. Wie sich Selbstwirksamkeit und Kreativität im Alltag stärken lassen, zeigt sie Moderatorin Julia Schöning. Melanie Raabe (*1981) ist Schriftstellerin und Journalistin. Bekannt wurde sie vor allem mit ihren psychologischen Spannungsromanen wie "Die Falle", "Die Wahrheit" und "Der Schatten", die international erfolgreich waren und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Neben Romanen veröffentlicht Raabe auch Sachbücher zu Kreativität und Kulturthemen. Kreativität als Werkzeug nutzen (03:47) Plädoyer für die Selbstwirksamkeit (06:57) These: Freundlichkeit eine unterschätzte Tugend (17:50) Musik zur Verschönerung des Alltags (20:55) Plädoyer fürs Improvisationstheater (28:56) Warum Achtsamkeit und Dankbarkeit wichtig sind (34:34) Reise nach Rom: Neue Welten entdecken (41:35) Literatur: Melanie Raabe: Das Jahr der Wunder. 365 schöne, kreative und inspirierende Ideen für mehr Freude und Leichtigkeit. btb Verlag (2025). 416 Seiten. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.

  • June 6 · 47 min

    Rainer Mühlhoff: Die KI und wir

    Sprachmodelle als Heilsbringer, künstliche Intelligenz in unserem Alltag: Was verändert sich, was verlieren wir vielleicht? Philosoph und Mathematiker Rainer Mühlhoff diskutiert mit Moderator Ralph Erdenberger über die Macht der Daten. Rainer Mühlhoff (*1982) ist Philosoph, Mathematiker und Professor für Ethik der Künstlichen Intelligenz an der Universität Osnabrück. Bekannt ist Mühlhoff vor allem für seine Forschung zu KI-Ethik, Datenschutz, Big Data sowie den gesellschaftlichen Auswirkungen digitaler Technologien. In seiner Arbeit verbindet er Philosophie, Medienwissenschaft und Informatik und untersucht das Zusammenspiel von Technologie, Macht und Demokratie. Kritik an den Verheißungen der KI (01:31) KI in sozialen Medien und Privatsphäre (04:53) Einfluss der KI-Unternehmen auf die US-Politik (08:51) KI als Projektionsfläche für menschliche Bedürfnisse (16:07) KI und fehlendes Bewusstsein (27:00) KI, Radikalisierung und Faschismus (30:40) Regulierung durch den Staat (39:55) Plädoyer für den Rechtsstaat (43:56) Literatur: Rainer Mühlhoff: Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus. Philipp Reclam jun. Verlag (2025). 128 Seiten. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.

  • June 6 · 48 min

    Michael Zichy: Wie wir den Menschen betrachten

    Philosoph Michael Zichy fragt, wie wir auf den Menschen blicken. Vorannahmen, was und wie ein Mensch zu sein hat, beeinflussen unser Denken und Verhalten. Wer wir sind, wie wir uns formen – das klärt er mit Moderator Jürgen Wiebicke. Michael Zichy (*1975) ist Professor für Philosophische Grundfragen der Theologie und Sozialphilosophie an der Universität Bonn. Seine Arbeit umfasst Themen wie Menschenbilder, Menschenrechte, Menschenwürde und den Sinn des Lebens. Gedankenspiel: Gemeinsam auf einer einsamen Insel (02:36) Menschenbilder als selbsterfüllende Prophezeiung (05:38) Dominante Leitmodelle des Menschenbildes (09:06) Der Mensch als entwicklungsoffenes Wesen (14:45) Idealbild des Menschen in der Gesellschaft (25:30) Individualistisches versus kollektivistisches Menschenbild (30:14) Was Jean-Jacques Rousseau dachte (36:04) Diskriminierende Menschenbilder (41:35) Unterschied zwischen Mensch und Tier (46:17) Literatur: Micheal Zichy: Anderen wichtig sein – eine Philosophie des Lebenssinns. Suhrkamp Verlag (2025). 346 Seiten. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.

  • June 6 · 51 min

    Wolfram Eilenberger: Was vermag Philosophie?

    Kann uns Philosophie helfen, sogar trösten? Philosoph und Schriftsteller Wolfram Eilenberger spricht mit Moderator Jürgen Wiebicke über die "Liebe zur Weisheit". Und darüber, wie Philosophie in unruhigen Zeiten Orientierung geben kann. Wolfram Eilenberger (*1972) ist Philosoph, Publizist und Autor. Bekannt ist er vor allem für seine Bücher zur Geschichte der Philosophie, in denen er komplexe Ideen einem breiten Publikum zugänglich macht. Zudem war Eilenberger Chefredakteur des Philosophie Magazins und tritt regelmäßig als Kommentator gesellschaftlicher und kultureller Debatten auf. Rolle der Mündigkeit in der Philosophie (03:42) Trauer, Tod und Philosophie (08:46) Philosophie im Alltag (16:51) Wozu Philosophie? (24:30) Logik, Argumente und Metaphern in der Philosophie (33:00) Lebensalter und Zugang zur Philosophie (38:25) Analogie zwischen Sport und Philosophie (42:06) Die wichtige Rolle des Sokrates (43:24) Die zwei großen Schulen der Philosophie (46:28) Literatur: Wolfram Eilenberger: Die Gegenwart der Philosophie. Ein Wegweiser. Klett-Cotta Verlag (2026). 128 Seiten Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.

  • June 1 · 54 min

    Florian Butollo: Wie KI die Arbeitswelt verändert

    Die KI ersetzt Arbeitsplätze und schürt Ängste. Wird es künftig noch genug Arbeit geben? Der Soziologe Florian Butollo sagt im Gespräch mit Moderator Jürgen Wiebicke, der Bedarf an Arbeitskräften werde sogar steigen. Florian Butollo (*1976) ist Soziologe und Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt "Digitale Transformation und Arbeit" an der Goethe-Universität Frankfurt. Bekannt ist Butollo vor allem für seine Forschung zu Automatisierung, KI, Industriearbeit und Fachkräftemangel. Was KI für die Arbeitswelt bedeutet (02:32) Was Keynes über die Automatisierung dachte (05:06) Work-Life-Balance und Arbeitszufriedenheit (09:32) Wie KI die apparative Medizin verändern könnte (17:17) KI vernichtet aktuell keine Jobs (24:55) Warum Prompten so wichtig sein wird (37:18) Was der Arbeitskräftemangel bedeutet (43:46) KI, Kapitalismus und Verteilungsfragen (49:06) Literatur: Florian Butollo: Das knappe Gut Arbeit. Automatisierung, Arbeitskräftemangel und sozialer Konflikt. Verlag: Suhrkamp Verlag (2026). 347 Seiten. ISBN: 978-3-518-12815-2. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Jula Wildberger: Gelassenheit als Lebenshaltung Michael Zichy: Der Sinn des Lebens Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Theologen und Philosophen Carsten Lotz über die Kritik der ökonomischen Vernunft. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Über unsere Zeit – Ein Tag der Philosophie auf WDR 5. In unruhigen Zeiten stellt sich die Frage nach der Richtung: Wo stehen wir eigentlich? Und wohin gehen wir? Was trägt uns Menschen in dieser Zeit, in der Gewissheiten an Halt verlieren? Unser Philosophie-Tag lädt zur Reflexion ein: mit Philosoph:innen, Vordenker:innen – und Ihnen.

  • May 18 · 56 min

    Christoph Kolbe: Leben in Krisenzeiten

    Mittlerweile ist der Krisenmodus zum Dauerzustand geworden: Inflations-, Energie-, Klima- und Sicherheitskrisen bestimmen unser Leben. Wie man damit umgehen kann, diskutiert Moderator Jürgen Wiebicke mit dem Existenzanalytiker Christoph Kolbe. Christoph Kolbe (*1955) ist ein Erziehungswissenschaftler und psychologischer Psychotherapeut, der vor allem in der Existenzanalyse und Logotherapie tätig ist. Er leitet das Norddeutsche Institut für Existenzanalyse und arbeitet als Ausbilder und Trainer für Führungskräfte. Warum Krisen zum Menschsein gehören (02:16) Was es mit der Existenzanalyse auf sich hat (06:25) Desorientierung als Chance begreifen (13:30) Krisen: Ohnmachtserfahrung des Menschen (22:04) Warum Verzweiflung und Angst dazugehören (33:37) Strategien zur Bewältigung von Krisen (41:32) Der Mensch als Dialog-Wesen (47:05) Das Andersartige der Corona-Krise (49:26) Literatur: Christoph Kolbe (mit Helmut Dorra): Selbstsein und Mitsein. Existenzanalytische Grundlagen für Psychotherapie und Beratung. Psychosozial‑Verlag (2020). Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Markus Rieger-Ladich: Privilegien in der Gegenwart Alfred Hirsch: Heimatweh Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Soziologen Florian Butollo über das knappe Gut Arbeit. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Freiheit Deluxe: Wer über Freiheit reden will, muss Freiräume schaffen. Jagoda Marinić trifft alle zwei Wochen Menschen, die mit ihren Worten und ihrem Wirken Debatten auslösen und sortieren.

  • May 11 · 55 min

    Benjamin Kiesewetter: Moralische Pflicht

    Moralische Gebote sind Leitplanken unseres Zusammenlebens. Was wir tun oder lassen sollen, ist aber nicht per Gesetz definierbar, sagt der Philosoph Benjamin Kiesewetter. Mit Jürgen Wiebicke spricht er über die Grundlage moralischer Pflichten. Der Philosoph Benjamin Kiesewetter (*1979) ist ein deutscher Philosoph und Professor für Praktische Philosophie an der Universität Bielefeld. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Moralphilosophie, der Metaethik und der Rationalitätstheorie. Wie sich moralische Pflichten von juristischen unterscheiden (02:15) Gründetheorie: Moralische Pflicht bedeutet, einen guten Grund für oder gegen eine Handlung zu haben (07:38) Warum moralische Konflikte entstehen und wir abwägen und entscheiden müssen (13:32) Erwartungstheorie: Unser Handeln kann von anderen gut oder schlecht begründet erwartet werden und starke Emotionen auslösen (29:10) Warum es keine allgemeingültigen moralischen Pflichten oder gute Gründe für Erwartungen geben kann (46:33) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Heinz-Michael Bartling: Weisheit und Wandel Gudrun Mittelstedt: Wie wir Fahrlässigkeit vermeiden können Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html Im nächsten Podcast sprechen wir mit Christoph Kolbe über Freiheit. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung: Wie wir ticken – Euer Psychologie Podcast