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In dieser Folge setzen Nina Heereman und Justus Geilhufe ihre Katechese über die Taufe fort.
Im Mittelpunkt steht diesmal nicht die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer, sondern die Taufe, die Christus seiner Kirche aufgetragen hat. Ausgehend vom Missionsbefehl am Ende des Matthäusevangeliums sprechen die beiden darüber, was Christen zur Weitergabe des Glaubens bewegt.
Nina Heereman erinnert dabei an das Wort aus dem zweiten Korintherbrief: „Die Liebe Christi drängt uns.“ Mission wird somit nicht als Machtanspruch oder kulturelle Überformung verstanden, sondern als Weitergabe einer selbst erfahrenen Liebe. Zugleich wird nicht verschwiegen, dass im Namen christlicher Mission auch Unrecht geschehen ist.
Anschließend liest Justus Geilhufe aus Martin Luthers Kleinem Katechismus: Die Taufe sei nicht allein Wasser, sondern Wasser, das mit Gottes Gebot und Gottes Wort verbunden ist. Sie wirke die Vergebung der Sünden, erlöse von Tod und Teufel und schenke das ewige Heil.
Um diese Aussagen zu verstehen, führt das Gespräch zu Adam und zur Lehre von der Erbsünde. Durch die Trennung des Menschen von Gott kamen Sünde und Tod in die Welt. Jesus Christus erscheint im Römerbrief als der neue Adam: Durch den Ungehorsam des einen kam der Tod, durch den Gehorsam Christi kommen Gnade, Gerechtigkeit und Leben.
Die Taufe verbindet den einzelnen Menschen mit dieser Erlösung. Nach Römer 6 werden die Getauften in den Tod Christi hineingetauft und erhalten Anteil an seiner Auferstehung. Der alte Mensch stirbt, und ein neuer Mensch steht auf.
An diesem Punkt wird auch ein Unterschied zwischen katholischer und lutherischer Theologie sichtbar. Nina Heereman betont die wirkliche Neugeburt des Menschen und seine Verwandlung zum Kind Gottes. Justus Geilhufe erläutert das lutherische Verständnis des Menschen als gleichzeitig gerechtfertigt und Sünder – „simul iustus et peccator“.
Zum Abschluss betrachten beide die großen Vorausbilder der Taufe im Alten Testament: die Sintflut, die Arche Noah und den Durchzug Israels durch das Rote Meer. Das Wasser steht dabei zugleich für Gericht und Rettung, für Tod und neues Leben.
Die Hosts
Dr. Nina-Sophie Heereman
Dr. Nina-Sophie Heereman ist Bibeltheologin und Lehrerin der Heiligen Schrift. Nach einer juristischen Ausbildung führte sie ihr geistlicher Weg in die Theologie, die sie in Rom, Jerusalem und Freiburg studierte. Sie lehrte unter anderem in Paris und Rom und widmet ihr Leben der Auslegung und Vermittlung des Wortes Gottes. Ihr besonderes Anliegen ist es, die Schätze der Heiligen Schrift für Kirche, Glauben und Verkündigung fruchtbar zu machen.
Dr. Justus Geilhufe
Justus Geilhufe ist Theologe, Pfarrer, Buchautor, Podcaster und eine prägnante Stimme aus Ostdeutschland. Geboren 1990 in Sachsen, studierte und promovierte er in Deutschland, Schottland, Italien und den USA. Heute lebt er mit seiner Familie in Großschirma und ist Pfarrer am Dom Freiberg. Mit seinem Begriff der Ostdolce Vita wirbt er für eine Haltung, in der Schönheit, Sinn und Gemeinschaft nicht anderswo gesucht, sondern vor Ort gelebt werden.
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Die Bücher von Justus Geilhufe
Die atheistische Gesellschaft und ihre Kirche
Gott und die Schönheit
Gott und die Wahrheit: Erfahrungen in der atheistischen Gesellschaft
Publikationen von Nina-Sophie Heereman
Behold King Solomon on the Day of His Wedding
Athirst for the Spirit: Biblical Wisdom for Desert Times
Youtube-Channel von Dr. Nina-Sophie Heereman
Mehr von Dr. Nina-Sophie Heereman gibt es auf YouTube bei Mini-Catech.