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Man braucht kein Konzept. Man braucht keinen Plan. Man braucht nur einen Schuldigen. Angst ist die billigste Form von Politik. Sie ist schnell, sie kostet nichts, und sie wirkt sofort. Der Preis wird erst später fällig — meistens dann, wenn niemand mehr zahlen will. Die Geschichte hat diese Rechnung mehrfach aufgemacht. Spanien vertrieb seine Juden und seine Morisken und verlor mit ihnen Handwerk, Handel und die Netzwerke, die ein Weltreich zusammengehalten hatten. Frankreich vertrieb die Hugenotten und schenkte Preußen einen Teil seiner gewerblichen Elite. Deutschland vertrieb ab 1933 seine Wissenschaft — ganze Fakultäten, und eine Position an der Weltspitze, die dieses Land nie wieder erreicht hat. In dieser Folge geht es um den Posten, der in keiner Bilanz auftaucht: Vertrauen als Produktionsfaktor. Um den unangenehmen Befund, dass diese Politik nicht immer sofort scheitert, sondern manchmal sichtbare Erfolge liefert — auf Pump. Und um die Frage, warum es bequemer ist, Wähler zu verurteilen, als ihre Gründe zu bearbeiten. "Wer Wind sät, wird Sturm ernten." Am Ende gewinnt niemand. Die Betreiber gewinnen Macht — und erben ein beschädigtes Land. Kapitel 00:00 Die billigste Form von Politik 01:20 Was die Geschichte gekostet hat 05:10 Vertrauen ist ein Produktionsfaktor 07:00 Der Satz, den man nicht gern hört 09:15 Nicht jeder, der folgt, hasst
Themen der Folge – Rechtsruck im österreichischen Mediensystem – Medienförderungsgesetz: Anspruch und Hürden – Warum Online-Journalismus durch den Rost fällt – Das Geschäftsmodell des Boulevards – TV21: Haltung und ihre Kosten
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