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show notes
In Ehrenfeld wird eine Geschäftsfrau mit 30 Messerstichen ermordet. In Buchheim fällt ein Markthändler einem ähnlichen Verbrechen zum Opfer. Beide Fälle stehen beispielhaft für eine Reihe von Morden, deren Spuren in die Stricherszene rund um den Kölner Alter Markt führen. In den 1970er- und 1980er-Jahren verzeichnete die Kölner Polizeistatistik in manchen Jahren 30 bis 40 Tötungsdelikte. Der Grund für die hohe Zahl an Kapitalverbrechen war eine skrupellose und brutale Szene, in der sich teilweise verwahrloste Jugendliche und junge Erwachsene prostituierten. Überfälle auf schwule Männer wurden damals nur selten angezeigt. Dadurch konnten sich die Täter hinter einer regelrechten Mauer des Schweigens sicher fühlen. Der Kölner Fahnder Helmut Simon hatte damals die Aufgabe, diese Mauer zu durchbrechen. Er berichtet von brutalen Straftaten und der schwierigen Ermittlungsarbeit. Es war nicht einfach, Vertrauen in der Szene zu gewinnen. Ein Altstadt-Wirt, der auch als „König vom Alter Markt“ bekannt war und später unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, wurde zu einem wichtigen Verbindungsmann. Die Fälle, von denen Helmut Simon bei der ersten Live-Veranstaltung von „True Crime Köln“ im Theater Comedia im Gespräch mit Helmut Frangenberg berichtet, spielen auch eine große Rolle in dem Buch, das er geschrieben hat. „Tatsachen – Ein Ex-Fahnder blickt zurück“ heißt die Fallsammlung, die sich von Büchern anderer ehemaliger Polizisten unterscheidet. Das Buch von Helmut Simon kann man im Internet zum Beispiel über Amazon oder den BoD‑Buchshop beziehen. Es kostet 16,99 Euro.
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