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True Crime.Köln · May 16 · 51 min

Der Vampir vom Niederrhein (Teil1): Die Mordserie des Peter Kürten

Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung Mit einem Zweiteiler befasst sich die Podcastreihe „True Crime Köln“ mit dem Fall des Serienmörders, der 1883 im damals noch selbstständigen Mülheim am Rhein geboren wurde. Er behauptete später, dass er schon als Kind zwei Gleichaltrige beim Spielen im Rhein getötet hat. Juristisch aufgearbeitet wurden diese mutmaßlichen Taten nie, weil Kürten da noch nicht strafmündig war und sie von allem, was später passierte, überlagert wurden. „True Crime Köln“ begibt sich mit der Kriminalpsychologin Lydia Benecke und der Buchautorin Susann Brennero ("Der Vampir vom Niederrhein" auf Spurensuche in Köln und Düsseldorf. Kürten war für Dutzende Überfälle verantwortlich, bei denen insgesamt neun Menschen starben. 1929 und Anfang 1930 schlug er in so rascher Abfolge zu, dass die Angst in der Bevölkerung panische Züge annahm. Geschürt wurde diese Hysterie nicht nur durch den anhaltenden Misserfolg der Polizei bei der Fahndung. Auch die mediale Berichterstattung trug zur Verbreitung von Angst bei: In der modernen, anonymen Großstadt begannen alle, allen zu misstrauen. Jeder galt als verdächtig. Die Taten inspirierten den Filmemacher Fritz Lang zu einem der bedeutendsten Werke der deutschen Filmgeschichte: „M – Eine Stadt sucht einen Mörder". Kürten konnte so lange unerkannt bleiben, weil er es verstand, die Polizei zu täuschen. Seine Taten folgten keinem Muster, es gab wenig Verbindendes. Kürten fühlte sich so sicher, dass er immer wieder an die Tatorte zurückkehrte, um der Polizei bei der Arbeit zuzuschauen und die Aufregung in der Nachbarschaft zu genießen. In der Nachbarschaft galt der stets gut gekleidete Mann als freundlich und hilfsbereit. So lockte er auch einige seiner Opfer in die Falle, weil er ihnen seine Hilfe anbot. Trotzdem bleibt unverständlich, warum ihn die Polizei nicht früher erwischte. Kürten war unter anderem wegen Sexualstraftaten vorbestraft und wohnte in der Nachbarschaft seines zweiten Opfers. Die Frage, warum und wie ein Mensch zu einem grausamen Mörder wird, der seine Opfer scheinbar wahllos auswählte, sorgt bis heute für Ratlosigkeit und Schrecken. Das Grauen macht Angst, sorgt aber auch für eine seltsame Faszination. So hat man Kürtens Kopf nach seiner Hinrichtung, in der Hoffnug, irgendetwas Erklärendes finden zu können, aufgeschnitten und untersucht. Danach wurde er zu einem Ausstellungsstück in einem Privatmuseum in Amerika. Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

0:00-51:47

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show notes

Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

Mit einem Zweiteiler befasst sich die Podcastreihe „True Crime Köln“ mit dem Fall des Serienmörders, der 1883 im damals noch selbstständigen Mülheim am Rhein geboren wurde. Er behauptete später, dass er schon als Kind zwei Gleichaltrige beim Spielen im Rhein getötet hat. Juristisch aufgearbeitet wurden diese mutmaßlichen Taten nie, weil Kürten da noch nicht strafmündig war und sie von allem, was später passierte, überlagert wurden. „True Crime Köln“ begibt sich mit der Kriminalpsychologin Lydia Benecke und der Buchautorin Susann Brennero ("Der Vampir vom Niederrhein" auf Spurensuche in Köln und Düsseldorf. Kürten war für Dutzende Überfälle verantwortlich, bei denen insgesamt neun Menschen starben. 1929 und Anfang 1930 schlug er in so rascher Abfolge zu, dass die Angst in der Bevölkerung panische Züge annahm. Geschürt wurde diese Hysterie nicht nur durch den anhaltenden Misserfolg der Polizei bei der Fahndung. Auch die mediale Berichterstattung trug zur Verbreitung von Angst bei: In der modernen, anonymen Großstadt begannen alle, allen zu misstrauen. Jeder galt als verdächtig. Die Taten inspirierten den Filmemacher Fritz Lang zu einem der bedeutendsten Werke der deutschen Filmgeschichte: „M – Eine Stadt sucht einen Mörder".
Kürten konnte so lange unerkannt bleiben, weil er es verstand, die Polizei zu täuschen. Seine Taten folgten keinem Muster, es gab wenig Verbindendes. Kürten fühlte sich so sicher, dass er immer wieder an die Tatorte zurückkehrte, um der Polizei bei der Arbeit zuzuschauen und die Aufregung in der Nachbarschaft zu genießen. In der Nachbarschaft galt der stets gut gekleidete Mann als freundlich und hilfsbereit. So lockte er auch einige seiner Opfer in die Falle, weil er ihnen seine Hilfe anbot. Trotzdem bleibt unverständlich, warum ihn die Polizei nicht früher erwischte. Kürten war unter anderem wegen Sexualstraftaten vorbestraft und wohnte in der Nachbarschaft seines zweiten Opfers. Die Frage, warum und wie ein Mensch zu einem grausamen Mörder wird, der seine Opfer scheinbar wahllos auswählte, sorgt bis heute für Ratlosigkeit und Schrecken. Das Grauen macht Angst, sorgt aber auch für eine seltsame Faszination. So hat man Kürtens Kopf nach seiner Hinrichtung, in der Hoffnug, irgendetwas Erklärendes finden zu können, aufgeschnitten und untersucht. Danach wurde er zu einem Ausstellungsstück in einem Privatmuseum in Amerika.

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