Thema in Sachsen

Der Lehrermangel

Sep 30, 2022 · 40 min · 35.0 MB
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Rund 500 Stellen blieben zum Schulstart in Sachsen unbesetzt. Wie gehen Lehrerinnen und Lehrer damit um, dass sie zu wenige sind? Und welche Lösungen gibt es? "Thema in Sachsen" gibt Antworten.

Die Gäste in dieser Folge

Oberschullehrerin Antonia Georgi und Gymnasiallehrer Philipp Hallmann berichten aus ihrem Alltag und erzählen, in welchen Momenten sie den Personalmangel an ihren Schulen spüren. Sie berichten von 50-Stundenwochen, die vor allem in den Anfangsjahren des Lehrerberufs keine Seltenheit seien, und dass Teilzeit oft auch Vollzeit bedeute. Um die zahlenmäßig zu wenigen Lehrer im System besser einsetzen zu können, sehen die beiden in einem stärkerem Einsatz von Sozialpädagogen einen möglichen Lösungsweg.

**Andrea Schawe **ist Politikreporterin bei Sächsische.de. Seit 2016 berichtet sie über sächsische Landespolitik - mit Schwerpunkt Bildungspolitik. Den aktuellen Lehrermangel sieht Schawe als eine Folge der Sparpolitik in den 2000er Jahren. Inzwischen habe sich etwa durch Verbeamtung und Angleichung von Gehältern die Attraktivität des Standorts Sachsen gebessert, jedoch nicht die Lage. Es brauche mehr Anstrengungen, um nun auch im allgegenwärtigen Fachkräftemangel junge Menschen vom Lehrerberuf zu überzeugen.

Michael Woye, Lehrer am Gymnasium Dresden Cotta in den Fächern Geografie und Mathematik. In der Gewerkschaft Erziehung und Wissen GEW ist Woye Personalrat für den Dresdner Schulbezirk. Den aktuellen Zustand bezeichnen er und die GEW als "Bildungsnotstand". Um künftig den Mangel an Lehrkräften zu mildern, fordert Woye unter anderem Nachbesserungen bei der Ausbildung und regt das Einrichten pädagogischer Hochschulen an.

Ergänzende Links zu Themen, auf die in der Podcastfolge Bezug genommen wird: