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Artwork for Selten so gedacht. Systemische und hypnosystemische Konzepte im Dialog
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Selten so gedacht. Systemische und hypnosystemische Konzepte im Dialog

Nadine Nierentz & Jürgen Stock

Worum geht es hier?
Wir - das sind Nadine Nierentz und Jürgen Stock - möchten Euch gerne Einblicke in unser Verständnis systemischen und hypnosystemischen Arbeitens geben. Wir sind beide seit vielen Jahren selbständige Coaches, Berater und Organisationsentwickler und haben in dieser Zeit auch einiges an Führungserfahrung sammeln dürfen. Zudem bilden wir als Lehrcoaches systemische Coaches aus.
Wir möchten mit diesem Podcast auf mehreren Ebenen einen Mehrwert entwickeln. Wir lassen Dich z.B. immer wieder Blicke in unser Nähkästchen werfen: Wie denken wir darüber nach, wenn wir in unserer Arbeit mit komplexen Fragestellungen konfrontiert sind? Welche Prinzipien leiten uns dabei? Anhand von konkreten Fällen aus unserer Praxis möchten wir Dir systemische und hypnosystemische Modelle näherbringen und sie verständlich erläutern. Dabei bekommst Du Einblicke in Haltungen, Konzepte und Methoden, die Deinen Deine beruflichen Themen, aber auch Deinen privaten Alltag bereichern können. Wenn Du gar in Führungsverantwortung oder im beraterischen Bereich unterwegs bist, werden diese Sendungen Deinen Methodenkoffer um zahlreiche nützliche Interventionen anreichern.
Wir werden verschiedenen Themen rund um Kommunikation und Beratung dialogisch erkunden, d.h. erst im Laufe des Gesprächs entwickeln und währenddessen gemeinsam vertiefen. Diese Themen werden den systemischen Blick auf gesellschaftliche Fragen ausweiten und erkunden, inwieweit systemisches Denken bei den großen Herausforderungen, denen sich unsere Welt heutzutage gegenübersieht, eine wichtige Rolle spielen könnte. Wir wollen aber auch einen Blick darauf werfen, wo systemische und hypnosystemische Landkarten ihre Grenzen haben und wie man sie möglicherweise sinnvoll erweitern könnte.

Du kannst Dich also freuen auf:

• Die verständliche Erläuterung systemischer und hypnosystemischer Landkarten und Methoden
• Konkrete Fälle aus der beraterischen Praxis und Beispiele aus dem Alltag einer Führungskraft
• Die Möglichkeit eigene Fragestellungen mit einzubringen und sie mit uns zu bearbeiten
• Interessante Interviewpartner
• Zusammenfassungen der wesentlichen Gedanken am Ende eines jeden Podcasts („Take aways“)
• Ergänzende Informationen rund um weiterführende Literatur und Internet-Links in den Shownotes
• Kleine „Zaubertricks in Frageform“, die uns die Musterhaftigkeit unseres Denkens bewusst machen (und entsprechenden Methoden, diesen Mustern zu entkommen)

Kurz und gut: Wir würden uns riesig freuen, wenn wir Dich schon ein wenig neugierig machen konnten und Du in Zukunft einschaltest, wenn es wieder heißt: „Selten so gedacht.“

  • 20 episodes
  • Updated June 1

Episodes20

  • June 1 · 1 hr 6 min

    Folge 022: Die Grundparadoxie im Konstruktivismus

    Literatur: Systemische Kompetenzen entwickeln (Petra Bauer, Marc Weinhardt) Vandenhoeck & Ruprecht (2020) Unsere gemeinsames Seminar im MEIHei vom 14.10. - 15.10.26 in Heidelberg: Neue Möglichkeiten schöpfen - Praxisimpulse aus der hypnosystemischen Werkstatt https://www.meihei.de/detailsstocknierentz.html

  • February 14 · 1 hr 1 min

    Folge 20: Die 10 Gebote hypnosystemischer Beratung

    In eigener Sache Infos und Termine zu unserer im Februar 26 startenden Coaching-Ausbildung: https://www.sys-po.de/coaching-ausbildung/systemische-coachingausbildung/ Die 10 Gebote hypnosystemischer Beratung Willkürliche und unwillkürliche Aufmerksamkeitsfokussierung schafft erlebte Realität In hypnosystemischen Konzepten geht es immer um eine gute/bessere Kooperation zwischen willkürlichen und unwillkürlichen Anteilen (die unwillkürlichen Anteile sind viel stärker und schneller als der bewusste Verstand) Die Phänomene sind nie das Problem, sondern unser Umgang damit Es gibt Bereiche in unserem Gehirn (limbisches System, Reptilienhirn) die durch bloße Worte nicht erreicht werden. Hierfür braucht es metaphorische, körperbezogene, imaginative, auditive Interventionsebenen Es gibt häufig gute Gründe für die Nichtveränderung. Diese können als Kompetenz beschrieben und für den Veränderungsprozess genutzt werden Was Menschen daran hindert, ihre Lösungskompetenzen nachhaltig wirksam zu nutzen, sind meist unbewusste Einschätzungen der ungewünschten Auswirkungen in ihren wichtigen Beziehungen Damit wir das eigene Erleben wieder mit mehr Autonomie gestalten können und uns nicht nur als Spielball unwillkürlicher Prozesse erleben, wird das Gestalten einer Metabeobachtungs- und Steuerungsposition zur zentralen Aufgabe in einem Beratungsprozess Interventionen sind aus hypnosystemischer Sicht immer Maßnahmen der Unter-schiedsbildung in bisherigen Netzwerken/Mustern. In der Beratung sollte nicht einseitig parteiisch für die offiziell angestrebte Lösung vorgegangen, sondern den Klienten behutsam Chancen angeboten werden, ihre Ambi- oder Multivalenzen zu achten und die für sie stimmigste Umgangsweise damit herauszuarbeiten Wir haben sämtliche Ressourcen, um mit unseren Problemen fertig zu werden, bereits in uns. Diese sind aber häufig zunächst nicht zugänglich. Aufgabe von Beratung ist es, diese wieder verfügbar zu machen

  • Sep 24, 2025 · 46 min

    Folge 017: Von Paradoxien & Grenzen in der systemischen Beratung

    Das in der Sendung zitierte Buch von Fritz B. Simon: Einführung in Systemtheorie und Konstruktivismus (Carl Auer Verlag, 2015) Unsere systemische Coaching-Ausbildung Das neue Curriculum startet bereits im Dezember 2025. Mehr Infos unter https://www.sys-po.de/coaching-ausbildung/systemische-coachingausbildung/

  • Feb 24, 2025 · 50 min

    Folge 012: Die (Dys-)Funktionalität von Zielen in der systemischen Beratung

    Literaturtipps Klaus Eidenschink Das Verunsicherungsbuch: Warum das Gute auch schlecht ist. Für Coaches und andere Mutige Carl-Auer Verlag GmbH; 1. Edition (21. November 2024) Wolfgang Polt, Markus Rimser Aufstellungen mit dem Systembrett: Interventionen für Coaching, Beratung und Therapie Ökotopia; 7. Edition (30. September 2020)

  • Oct 29, 2024 · 59 min

    010: Auftragszwickmühlen in der systemischen Beratung

    Die Methode des Auftragskarussells Die Methode des Auftragskarussells dient dazu, die unterschiedlichen Aufträge und Erwartungen, die verschiedene Auftraggeber an den Klienten haben, zu klären. Auftraggeber können hierbei Kollegen, Kunden, Familienmitglieder oder Freunde sein. Das Auftragskarussell zeigt, dass unklare, widersprüchliche oder unerfüllbare Aufträge Dissonanzen und Blockaden erzeugen, die die Energie und Handlungsfähigkeit des Klienten mindern. Wie funktioniert ein Auftragskarussell in der Praxis? Die unterschiedlichen Aufträge werden visuell dargestellt: Jeder Auftrag wird auf ein Blatt Papier geschrieben und in einem Kreis um den Protagonisten angeordnet. Die anwesenden Gruppenmitglieder oder der Berater sprechen die einzelnen Aufträge der Reihe nach aus, was den Eindruck eines Karussells vermittelt. Wenn die Aufträge wie ein Karussell im Kreis bewegt werden, ist es wichtig zu beachten, welche Aufträge beim Protagonisten Unstimmigkeiten oder Hindernisse hervorrufen. Diese Aufträge werden dann unter Anleitung entweder verhandelt, zurückgewiesen oder für eine spätere Bearbeitung vorgesehen. Der Ablauf der Methode Identifikation der Auftraggeber: Der Berater erfragt nach und nach die relevanten Auftraggeber und notiert jeden auf einem Blatt Papier. Der Protagonist formuliert den entsprechenden Auftrag für jeden Auftraggeber, wobei darauf geachtet wird, dass der Auftrag eine klare Erwartung enthält. Der Berater, die Beraterin kann auch nach weiteren relevanten Auftraggebern fragen. Platzierung der Aufträge: Der Protagonist sitzt in der Mitte, und die Aufträge werden um ihn herum angeordnet. Vorlesen der Aufträge: In einer Gruppen-Setting liest jedes Mitglied nacheinander einen Auftrag vor. Der Berater ermutigt den Protagonisten, darauf zu achten, bei welchen Aufträgen er Unstimmigkeiten verspürt. Nach einer angemessenen Zeit bringt der Berater das Karussell zum Stillstand. Einzelne Bearbeitung: Falls keine Gruppe vorhanden ist, übernimmt der Berater das Vorlesen und bewegt sich um den Protagonisten. Besprechung der Irritationen: Unter Anleitung des Beraters nennt der Protagonist den Auftrag, der die meisten Irritationen verursacht hat. Es wird diskutiert, was benötigt wird, um den Auftrag stimmiger zu gestalten, oder ob er zurückgewiesen werden sollte. Rollenwechsel: Der Protagonist äußert konkret, was er als unstimmig empfindet. Ein Gruppenmitglied, das den entsprechenden Auftrag vorgelesen hat, kann in die Rolle des Auftraggebers schlüpfen. Bei fehlender Gruppe kann ein Anker, wie z.B. ein Stuhl, verwendet werden. Auftragsformulierung: Der Protagonist formuliert den Auftrag um oder weist ihn zurück. Der Auftraggeber spricht den veränderten Auftrag aus, und der Protagonist lässt dies auf sich wirken. Fortführung: Der Protagonist kehrt in den Kreis zurück und benennt mit Unterstützung des Beraters den nächsten Auftrag, der zu Irritationen geführt hat. Abschlussgespräch: Es folgt ein kurzes Gespräch über die gemachten Erfahrungen und die veränderte Haltung des Protagonisten. Die Psyche und soziale Systeme Niklas Luhmann war ein deutscher Soziologe, der die Systemtheorie entscheidend geprägt hat. Sein Ansatz besagt, dass soziale Systeme (wie Organisationen) aus Kommunikationen bestehen und die individuelle Psyche lediglich eine Umwelt dieser Systeme darstellt. Dies bedeutet, dass das Verhalten und die Interaktionen von Individuen innerhalb einer Organisation nicht isoliert betrachtet werden können, sondern immer im Kontext des gesamten sozialen Systems zu verstehen sind. Soziale Systeme: Luhmann definiert soziale Systeme als Netzwerke von Kommunikationen, die sich selbst reproduzieren. Sie existieren unabhängig von den Individuen, die sie bilden. Individuen sind Teil des Systems, aber das System selbst hat eigene Eigenschaften und Dynamiken. Psyche als Umwelt: Die menschliche Psyche wird als eine Art von Umwelt für soziale Systeme betrachtet. Das bedeutet, dass die individuellen Erfahrungen, Gedanken und Emotionen der Mitglieder eines Systems nicht die primäre Basis für das Funktionieren des Systems sind, sondern dass die Kommunikationen innerhalb des Systems entscheidend sind. Selbstreferentialität: Soziale Systeme sind selbstreferenziell, d.h., sie beziehen sich auf sich selbst und entwickeln eigene Regeln, Normen und Strukturen. Die Psyche spielt eine Rolle, aber sie beeinflusst das System nicht direkt, sondern über die Kommunikation der Individuen. Die Auswirkungen dieser Überlegungen auf die Organisationsentwicklung und Beratung Fokus auf Kommunikation: In der Organisationsentwicklung sollte der Fokus verstärkt auf den Kommunikationsprozessen innerhalb des Systems gelegt werden. Berater müssen die Kommunikationsstrukturen, -muster und -inhalte analysieren, um das System besser zu verstehen. Systemische Sichtweise: Veränderungen sollten nicht nur auf individueller Ebene angestoßen werden, sondern auch auf der Ebene des gesamten Systems. Einzelne Schulungen oder Workshops könnten weniger wirksam sein, wenn sie nicht in die Kommunikationsdynamik des Systems eingebettet sind. Wechselwirkungen verstehen: Berater sollten die Wechselwirkungen zwischen individueller Psyche und sozialen Systemen betrachten. Es ist wichtig zu verstehen, wie individuelle Einstellungen und Verhalten durch die Kommunikationskultur und -struktur der Organisation beeinflusst werden. Interventionen gestalten: Interventionen sollten darauf abzielen, die Kommunikationsstrukturen zu verändern oder zu stärken. Beispielsweise könnten neue Kommunikationskanäle etabliert oder bestehende hierarchische Strukturen hinterfragt werden, um den Austausch und die Zusammenarbeit zu fördern. Insgesamt fordert der Ansatz von Niklas Luhmann eine tiefere und differenzierte Betrachtung von Organisationen und deren Dynamiken. Die menschliche Psyche ist in diesen Überelgungen natürlich wichtig, aber sie ist nur ein Teil des komplexen Gefüges, das ein soziales System ausmacht. Das SCARF-Modell Das SCARF-Modell wurde von David Rock entwickelt und beschreibt fünf Bedürfnisse, die das menschliche Verhalten in sozialen Situationen beeinflussen. SCARF steht für: Status: Das Bedürfnis, sich in sozialen Hierarchien als wertvoll zu fühlen. Certainty (Sicherheit): Das Bedürfnis nach Vorhersehbarkeit und Kontrolle über die eigene Umwelt. Autonomy (Autonomie): Das Bedürfnis, Entscheidungen selbst treffen zu können. Relatedness (Verbundenheit): Das Bedürfnis nach sozialen Verbindungen und Akzeptanz. Fairness: Das Bedürfnis nach Gerechtigkeit und Gleichbehandlung. Internet-Links Hier sind einige nützliche Links, die weitere Informationen zum SCARF-Modell bieten: David Rock's Website - Informationen über das SCARF-Modell und seine Anwendung. NeuroLeadership Institute - Detaillierte Erklärungen und Ressourcen zu SCARF. MindTools Artikel über das SCARF-Modell - Überblick über das Modell mit praktischen Anwendungen. Wikipedia-Artikel über das SCARF-Modell - Grundlegende Informationen und Hintergrund. In eigener Sache Bei LinkedIn (Jürgen Stock) oder direkt per Mail (info@juergen-stock.de) kannst Du mit uns in Kontakt treten, um uns Deine Themenwünsche, aber auch eigene Fragestellungen mitzuteilen. Wir freuen uns natürlich auch über Dein Feedback zu unseren bisherigen Folgen. Mehr zu unserer Coachingweiterbildung findest Du unter: https://www.sys-po.de/coaching-ausbildung/systemische-coachingausbildung/ Mehr zu Nadine: https://www.sys-po.de/menschen-bei-syspo/ Mehr zu Jürgen: www.juergen-stock.de