
Hyperborea – Das vergessene Reich hinter dem Nordwind
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Jenseits des Nordwinds, dort wo Boreas nicht mehr hinreicht, soll ein Land gelegen haben, in dem niemand alt wird und niemand Krieg führt. Zweitausend Jahre lang hat diese Vorstellung die europäische Fantasie beschäftigt, von Pindars tanzenden Menschen mit Lorbeer im Haar bis zu den Opfergaben, die angeblich in Weizenstroh gewickelt nach Delos wanderten.Diese Folge geht der Spur nach: Sie führt zu Herodot, der schon im fünften Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung skeptisch nachfragte, zu einem Tempel, den manche für Stonehenge halten wollten, zu den Bernsteinwegen der Bronzezeit und zu Pytheas von Massalia, der wirklich in ein Meer segelte, das weder fest noch flüssig war, und dafür verlacht wurde.Sie führt aber auch dorthin, wo aus einer Utopie eine Waffe wurde: zu Olof Rudbecks Schweden, zur Thule-Gesellschaft und zur völkischen Erfindung eines nordischen Urvolks. Und schließlich zu den Menschen, die im Norden tatsächlich leben, seit Jahrtausenden, mit einem Wissen über Eis, Kleidung und Kajaks, das keine erfundene Hochkultur je besaß, und mit einer Arktis, die sich derzeit schneller verändert als jede andere Region der Erde.
QuellenBridgman, T. P. (2005). Hyperboreans: Myth and history in Celtic-Hellenic contacts. Routledge.Cunliffe, B. (2001). The extraordinary voyage of Pytheas the Greek. Penguin.Godwin, J. (1993). Arktos: The polar myth in science, symbolism, and Nazi survival. Thames & Hudson.Rantanen, M., Karpechko, A. Y., Lipponen, A., Nordling, K., Hyvärinen, O., Ruosteenoja, K., Vihma, T., & Laaksonen, A. (2022). The Arctic has warmed nearly four times faster than the globe since 1979. Communications Earth & Environment, 3(168). https://doi.org/10.1038/s43247-022-00498-3Quellenqualität: Rantanen und Kolleginnen ist eine begutachtete Fachpublikation und die belastbarste Grundlage für die Aussagen zur arktischen Verstärkung. Bridgman und Cunliffe sind wissenschaftliche Monografien etablierter Verlage. Godwin ist populärwissenschaftlich und stellenweise essayistisch, für die Rezeptionsgeschichte des Polarmythos aber ein nützlicher Überblick; die Aussagen zur Thule-Gesellschaft sollten mit historischer Fachliteratur zum völkischen Milieu abgeglichen werden.
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Hinweis: Die Vertonung ist KI unterstützt. Die neuen Folgen von Schlafreise durch das Universum sind komplett ohne produziert.





