
Boderline Störung - Leitlinie Teil 3/3
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In der finalen Episode unserer Reihe zur S3-LeitlinieBorderline-Persönlichkeitsstörung widmen wir uns dertherapeutischen Architektur. Wir verlassen die Diagnostik und steigentief in die Evidenzgrade der Behandlungspfade ein – essenziell fürdie Facharztprüfung und die leitliniengerechte Versorgung.
Psychotherapie als Goldstandard (Grad A):Warum spezialisierte Verfahren (DBT, MBT, TFP, Schematherapie) alternativlos sind und welche gemeinsamen Wirkfaktoren über den Erfolg entscheiden.
Strukturelles Integrationsniveau vs. Mentalisierung:Kurzer Abriss der Fokusunterschiede zwischen übertragungsfokussierter Arbeit (TFP) und der Stabilisierung der Mentalisierungsfähigkeit (MBT).
Kritisches Update zur Pharmakotherapie:Die restriktive Haltung der Leitlinie. Warum es kein "Borderline-Medikament" gibt, wie man Off-Label-Optionen (Antipsychotika/Mood-Stabilizer) bei spezifischen Zielsymptomen vertretbar einsetzt und warum die explizite Warnung vor Benzodiazepinen (Enthemmungsgefahr!) prüfungsrelevant ist.
Versorgungsmodelle & Setting:"Ambulant vor Stationär" – Die Bedeutung der stationären Intervalltherapie und die Vermeidung von hospitalisierungsbedingter Regression.
Krisenmanagement bei Suizidalität:Die klinische Differenzierung zwischen chronischer Suizidalität und akuten Krisen sowie das prozessorientierte Vorgehen gemäß Leitlinie.
Therapiehierarchie: Psychotherapie ist die Primärbehandlung; Pharmakotherapie ist lediglich adjuvant und zielsymptomspezifisch.
Evidenz: Kenntnis der spezialisierten Verfahren und deren Wirksamkeit (Meta-Analysen).
Haltung: Bedeutung von Therapieadhärenz, Emissionskontrolle und einem klaren therapeutischen Rahmen.
S3-Leitlinie Borderline-Persönlichkeitsstörung (AWMF-Register)
Methoden-Fokus: DBT, MBT, TFP und Schematherapie im Vergleich.
Stichwort: Off-Label-Use in der Psychiatrie





