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Artwork for Psychiatrie Kompakt – Leitlinien für Klinik und Facharzt
Psychiatrie Kompakt – Leitlinien für Klinik und Facharzt · March 27 · 18 min

Boderline Störung - Leitlinie Teil 2/3

In der zweiten Episode unserer dreiteiligen Reihe zur S3-LeitlinieBorderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) tauchen wir tiefin die diagnostischen Herausforderungen ein. Wir verlassen diedeskriptive Ebene und diskutieren die differenzialdiagnostischeAbgrenzung sowie das Komorbiditäts-Management auf Facharztniveau. Differenzialdiagnostik im Fokus: BPS vs. Bipolare Störung: Warum die Längsschnittbetrachtung entscheidend ist. Wir diskutieren die Abgrenzung von affektiver Instabilität vs. distinkten Episoden und die Bedeutung der Interrater-Reliabilität bei der Exploration von Stimmungsschwankungen. BPS vs. ADHS im Erwachsenenalter: Analyse der Symptomüberlappung (Impulsivität, Konzentrationsstörungen) gegenüber den Kernsymptomen der Identitätsstörung und chronischen Leere. Komplexe PTBS: Abgrenzung und Überschneidung hinsichtlich der Affektregulationsstörung und des Selbstbildes. Psychometrie & Diagnostische Standards: Kritische Würdigung von Screening-Tools wie der BSL-23 (Borderline-Symptom-Liste). Der Stellenwert von strukturierten klinischen Interviews (SKID-5-PD, DIPS) als Goldstandard zur Sicherung der Validität der Diagnose. Management von Komorbiditäten: Das Konzept der Leading Diagnosis nach S3-Standard: Wie priorisieren wir bei gleichzeitig vorliegenden Substanzgebrauchsstörungen oder Essstörungen? Strategien zur diagnostischen Hierarchisierung im klinischen Alltag. Spezialthema: BPS im Jugendalter: Warum die Leitlinie eine frühzeitige Diagnosestellung bereits in der Adoleszenz explizit empfiehlt. Diskussion der prognostischen Relevanz und der Vermeidung von Stigmatisierung durch diagnostische Klarheit. Die Folge schließt mit einerprägnanten Zusammenfassung der diagnostischen Kernpunkte, die fürdie Facharztprüfung sowie die klinische Leitung von Stationen undAmbulanzen essenziell sind. In der finalen Episode widmenwir uns der Therapie: Evidenzbasierte Psychotherapieverfahren (DBT, MBT, TFP). Die (sehr restriktive) Rolle der Psychopharmakotherapie gemäß S3-Leitlinie – was ist evidenzbasiert, was ist reine Symptomkontrolle?

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In der zweiten Episode unserer dreiteiligen Reihe zur S3-LeitlinieBorderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) tauchen wir tiefin die diagnostischen Herausforderungen ein. Wir verlassen diedeskriptive Ebene und diskutieren die differenzialdiagnostischeAbgrenzung sowie das Komorbiditäts-Management auf Facharztniveau.

  • Differenzialdiagnostik im Fokus:

    • BPS vs. Bipolare Störung:

      Warum die Längsschnittbetrachtung entscheidend ist. Wir diskutieren die Abgrenzung von affektiver Instabilität vs. distinkten Episoden und die Bedeutung der Interrater-Reliabilität bei der Exploration von Stimmungsschwankungen.

    • BPS vs. ADHS im Erwachsenenalter:

      Analyse der Symptomüberlappung (Impulsivität, Konzentrationsstörungen) gegenüber den Kernsymptomen der Identitätsstörung und chronischen Leere.

    • Komplexe PTBS: Abgrenzung und Überschneidung hinsichtlich der Affektregulationsstörung und des Selbstbildes.

  • Psychometrie & Diagnostische Standards:

    • Kritische Würdigung von Screening-Tools wie der BSL-23 (Borderline-Symptom-Liste).

    • Der Stellenwert von strukturierten klinischen Interviews (SKID-5-PD, DIPS) als Goldstandard zur Sicherung der Validität der Diagnose.

  • Management von Komorbiditäten:

    • Das Konzept der Leading Diagnosis nach S3-Standard: Wie priorisieren wir bei gleichzeitig vorliegenden Substanzgebrauchsstörungen oder Essstörungen?

    • Strategien zur diagnostischen Hierarchisierung im klinischen Alltag.

  • Spezialthema: BPS im Jugendalter:

    • Warum die Leitlinie eine frühzeitige Diagnosestellung bereits in der Adoleszenz explizit empfiehlt.

    • Diskussion der prognostischen Relevanz und der Vermeidung von Stigmatisierung durch diagnostische Klarheit.

Die Folge schließt mit einerprägnanten Zusammenfassung der diagnostischen Kernpunkte, die fürdie Facharztprüfung sowie die klinische Leitung von Stationen undAmbulanzen essenziell sind.

In der finalen Episode widmenwir uns der Therapie:

  • Evidenzbasierte Psychotherapieverfahren (DBT, MBT, TFP).

  • Die (sehr restriktive) Rolle der Psychopharmakotherapie gemäß S3-Leitlinie – was ist evidenzbasiert, was ist reine Symptomkontrolle?