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POV

Jule Lobo, Sascha Lobo

In den letzten Jahren haben wir uns intensiv damit beschäftigt, was Nachrichten in uns auslösen. Welche Gefühle sie triggern und wie sie uns prägen. Dabei haben wir vor allem eins gemerkt: Es gibt nie nur die eine Sichtweise. Sondern unzählige Perspektiven, die alle ihre Berechtigung haben.

POV ist unser Versuch, genau dafür Raum zu schaffen. Ein Podcast, der euch Orientierung bietet – ohne euch eine Meinung vorzuschreiben. Keine vorgefertigten Standpunkte, kein Anspruch, dass ihr uns zustimmt. Stattdessen: ehrliche, differenzierte Auseinandersetzung und verschiedene Blickwinkel auf die Themen, die uns alle bewegen.
Wie ihr am Ende draufschaut? Entscheidet ihr.

Wir liefern euch durch Recherchen und Argumentationsangebote eine Orientierung, die es euch erleichtern kann, Klarheit in der eigenen Haltung zu entwickeln.

Jeden Donnerstag gibt’s eine Folge mit uns beiden zu Themen, die uns beide bewegen. Sonntags widmet sich Jule allein und mit GästInnen dem Feuilleton. Von Food über Mutterschaft bis Popkultur.
Wir freuen uns sehr, wenn ihr reinhört

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  • 20 episodes
  • Updated Thursday

Episodes20

  • Thursday · 1 hr 5 min

    Der Anschlag auf den CSD: Worüber Deutschland jetzt endlich reden muss

    Der Anschlag auf den Berliner CSD hat viele Menschen erschüttert. Jule und Sascha Lobo sprechen über Islamismus, queere Sicherheit, Medienberichterstattung und politische Verantwortung. Warum verlaufen Debatten nach Terroranschlägen oft nach denselben Mustern? Weshalb fällt es vielen schwer, Islamismus klar zu benennen, ohne Muslime unter Generalverdacht zu stellen? Und was müsste sich ändern, damit Freiheit und Sicherheit gleichermaßen geschützt werden? Eine Folge über Trauer, Differenzierung und die Frage, welche Konsequenzen unsere Gesellschaft jetzt ziehen muss.

  • July 23 · 1 hr 9 min

    Leihmutterschaft: Wem gehört der Körper – wem das Kind?

    Leihmutterschaft polarisiert wie kaum ein anderes Thema. Ausgelöst durch die Debatte um Jens Spahn sprechen Jule und Sascha Lobo darüber, warum diese Frage weit über einen einzelnen Politiker hinausgeht. Wer entscheidet über den eigenen Körper? Kann Leihmutterschaft Selbstbestimmung sein – oder ist sie immer mit Ausbeutung verbunden? Welche Rechte haben die austragende Frau, die Wunscheltern und vor allem das Kind? Und lässt sich ein System schaffen, das allen Beteiligten gerecht wird? In der Folge geht es über persönliche Haltungen, den Wunsch nach eigenen Kindern, Adoption, altruistische Leihmutterschaft und darüber, warum wir bei diesem Thema selbst ins Nachdenken gekommen sind. Wie immer geht es nicht darum, euch eine Meinung vorzugeben – sondern verschiedene Perspektiven sichtbar zu machen.

  • July 16 · 1 hr 17 min

    Performative Ansprache: Was Ikkimel über unsere Kommunikation verrät

    Was haben Ikkimel, Bushido, Oliver Pocher und politische Talkshows gemeinsam? Sie zeigen, wie oft heute nicht mehr miteinander, sondern für ein Publikum gesprochen wird. Jule und Sascha sprechen über performative Ansprache, öffentliche Empörung und die Frage, wann Öffentlichkeit Missstände sichtbar macht – und wann sie zur bloßen Inszenierung wird

  • July 9 · 1 hr 9 min

    Merz-Mindset: Kann man Optimismus verordnen?

    Friedrich Merz fordert: „Nörgler, wegtreten.“ Doch steckt hinter diesem Appell mehr als nur politische Rhetorik? In dieser Folge sprechen Jule und Sascha über das Merz-Mindset und die Frage, ob Deutschland tatsächlich einen Mentalitätswechsel braucht – oder ob Optimismus von oben verordnet werden soll. Gemeinsam diskutieren sie die Idee eines „autoritären Optimismus“ und schauen anhand der Debatten um Krankschreibungen, Elterngeld und Leistungsbereitschaft darauf, welche Reformen unser Land wirklich voranbringen könnten – und wo Veränderung zur Symbolpolitik wird. Eine Folge über Reformdruck, gesellschaftliche Stimmung und die Frage, wie Politik Menschen für Veränderung gewinnt, ohne sie dabei zu verlieren.

  • July 2 · 1 hr

    Die Party ist vorbei – Wie retten wir die Rente?

    Die Rente gilt als eines der größten Zukunftsthemen Deutschlands – und trotzdem scheint die Debatte seit Jahren auf der Stelle zu treten. In dieser Folge sprechen Jule und Sascha Lobo über die neue Rentenreform, den demografischen Wandel und die Frage, warum unser System noch immer für eine Welt gebaut ist, die es längst nicht mehr gibt. Geht es wirklich nur um ein höheres Rentenalter? Welche Rolle könnten Aktienfonds, KI und Automatisierung spielen? Und warum braucht Deutschland vielleicht weniger kleine Korrekturen als einen echten Neustart? Eine Diskussion über Generationengerechtigkeit, politische Mutlosigkeit und die Zukunft des Sozialstaats.

  • June 25 · 54 min

    Deniz Undav ist Deutschland

    Es geht um Undavs kurdisch-jesidischen Hintergrund, die Bedeutung von Identifikationsfiguren, den Umgang Deutschlands mit Fußballern mit Migrationsgeschichte – von Mesut Özil bis heute – und die Frage, warum ein Döner manchmal mehr über ein Land erzählt als jede Sonntagsrede. Außerdem diskutieren wir, wie durchprofessionalisiert der moderne Fußball geworden ist und weshalb ausgerechnet ein Spieler, der offen über Energy Drinks, Schokodonuts und Familie spricht, gerade so viele Herzen gewinnt.

  • June 18 · 51 min

    Spielerfrauen: Kritik, Klischees und versteckter Frauenhass

    Warum werden Partnerinnen von Fußballern immer noch als „Spielerfrauen“ bezeichnet? In dieser Folge geht es um Klischees, Vorurteile und die Frage, warum Frauen oft über die Karriere ihrer Männer definiert werden. Zwischen berechtigter Kritik und verstecktem Frauenhass beleuchtet Jule Lobo (kurz vor der Geburt ihrer Tochter) die gesellschaftlichen Mechanismen hinter einem Begriff, der längst aus der Zeit gefallen scheint.

  • June 11 · 1 hr 3 min

    Patriotismus in Deutschland: Zwischen Fahnen und Fremdscham

    In dieser Folge sprechen Jule und Sascha Lobo über Patriotismus, Nationalgefühl und die besondere Beziehung der Deutschen zu ihrer eigenen Nation. Warum fühlt sich Deutschlandliebe für viele Menschen unangenehm an? Ist die Deutschlandflagge ein harmloses Symbol für Gemeinschaft – oder immer auch politisch aufgeladen? Und weshalb fällt es uns oft leichter, uns als Berliner, Bayern oder Europäer zu fühlen als einfach nur als Deutsche? Zwischen Fußballfieber, historischen Belastungen, Lokalpatriotismus und der Frage, was „deutsch“ überhaupt bedeutet, suchen wir nach einer Haltung, die weder naiv noch zynisch ist. Eine Folge über Zugehörigkeit, Identität und die Frage, wie viel Patriotismus eine moderne Demokratie braucht.

  • June 7 · 45 min

    Einsamkeit – und wie man mit ihr umgeht (mit Lili Vogelsang)

    Einsamkeit betrifft längst nicht nur Menschen, die allein sind. Man kann von Freunden umgeben sein, in einer Beziehung leben und sich trotzdem zutiefst einsam fühlen. In dieser POV-Sonntagsfolge spricht Jule Lobo mit Kommunikationsexpertin Lili Vogelsang darüber, warum Einsamkeit zu den großen Herausforderungen unserer Zeit geworden ist. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, weshalb soziale Medien oft Nähe versprechen, aber echte Verbundenheit nicht ersetzen können, warum Freundschaften mehr Aufmerksamkeit verdienen und weshalb Gemeinschaft manchmal Mut, Initiative und sogar Überwindung braucht.

  • June 4 · 1 hr 1 min

    Brandmauer, Machtkampf, Bedeutungsverlust: Wohin steuert die FDP?

    Die FDP steckt mitten im Machtkampf: Wolfgang Kubicki gewinnt den Parteivorsitz, doch Marie-Agnes Strack-Zimmermann macht aus einer vermeintlich klaren Wahl eine Grundsatzdebatte über die Zukunft des Liberalismus. In dieser Folge sprechen Jule und Sascha über den überraschenden Schlagabtausch auf dem FDP-Parteitag, die Frage nach der Brandmauer zur AfD und die Identitätskrise einer Partei, die seit Jahren zwischen wirtschaftlichem Liberalismus, gesellschaftlicher Offenheit und konservativen Reflexen schwankt. Außerdem geht es um ein größeres Gefühl, das derzeit viele politische Debatten prägt: Leben wir in einer Zeit des Wartens auf den nächsten großen Umbruch? Und warum scheint sich dieses Gefühl sowohl in der Weltpolitik als auch in den inneren Konflikten der FDP widerzuspiegeln? Ein Gespräch über Haltung, politische Strategie, demokratische Kultur – und die Frage, ob die FDP gerade ihre Zukunft sucht oder ihre Vergangenheit wiederentdeckt.

  • May 31 · 50 min

    Die neue Einsamkeit

    In dieser Solo-Folge spricht Jule über ein Gefühl, das viele kennen und über das trotzdem kaum jemand offen spricht. Ausgehend von einer persönlichen Erfahrung fragt sie sich, warum sich Menschen mitten im Familienleben, trotz Freundschaften, beruflichem Erfolg oder voller Kalender einsam fühlen können. Dabei geht es um Elternschaft, Singles zwischen den Lebensentwürfen, Homeoffice, finanzielle Hürden, gesellschaftliche Erwartungen und die Frage, warum Einsamkeit oft mehr mit unseren Strukturen als mit individuellen Entscheidungen zu tun hat. Außerdem geht Jule der These nach, warum soziale Isolation Menschen anfälliger für Verschwörungserzählungen machen kann – und was Politik und Gesellschaft damit zu tun haben. Eine Folge über Scham, Zugehörigkeit, Gemeinschaft und die Erkenntnis, dass Einsamkeit kein persönliches Versagen ist, sondern ein zutiefst menschliches Gefühl.

  • May 28 · 54 min

    NIMBY – alle wollen Veränderung, aber bitte woanders

    Es geht um Wohnungsbau, Geflüchtetenunterkünfte, Windräder, Tempelhofer Feld, Privilegien, Besitzstandswahrung und die Frage, wie viel Veränderung eine Gesellschaft aushalten muss. Außerdem diskutieren die beiden, warum Deutschland oft zwischen Fortschritt und Vollbremsung festhängt – und weshalb aus manchen NIMBYs vielleicht doch noch „YIMBYs“ werden könnten: „Yes in my Backyard“. Eine Folge über Ambiguitätstoleranz, Moral, Politik, Bequemlichkeit – und die unbequeme Erkenntnis, dass Fortschritt fast immer bedeutet, dass irgendjemand verzichten muss.

  • May 24 · 53 min

    Yesteryear und die gefährliche Romantisierung weiblicher Abhängigkeit

    Ausgehend von YesterYear, dem Buch, das gerade gefühlt jede:r liest, spricht Jule über Tradwives, romantisierte Weiblichkeit auf Social Media und die Frage, warum der Traum von der „heilen Welt“ gerade so viele Menschen anspricht. Eine Folge über Mutterschaft, Abhängigkeit, Selbstwert — und darüber, warum das Gegenteil von Abhängigkeit vielleicht nicht Unabhängigkeit, sondern Interdependenz ist.

  • May 21 · 56 min

    Luxus & Pop: Die Uhr von Swatch und Audemars Piguet

    Wann ist ein Status-Symbol ein kluges Investment, und wann nur noch peinlich? Jule und Sascha Lobo tauchen tief in die Welt von Old Money, New Money und den psychologischen Mechanismen ein, die Menschen dazu bringen, für Uhren und andere Prestige-Objekte zu zelten und zu kämpfen. Eine faszinierende Reise durch Konsumkultur, Aspirational Branding und die Frage, wohin sich unsere Gesellschaft eigentlich bewegt.

  • April 16 · 38 min

    Der Wal-Fall: Mitgefühl oder Ablenkung?

    Aus „Feel the News“ wird „POV“ – und damit ein neues Kapitel. Jule und Sascha Lobo lassen den Abendbrottisch nicht ganz hinter sich, aber erweitern die Perspektive: Statt nur über Gefühle zu sprechen, schauen wir jetzt auf das, was oft fehlt – unterschiedliche Blickwinkel. POV steht für Point of View und genau darum geht es: Orientierung in einer Welt, in der es selten nur eine richtige Haltung gibt. Zum Start nehmen wir uns ein Thema vor, das ganz Deutschland bewegt hat: den gestrandeten Buckelwal „Timmy“, auch bekannt als „Hope“. Ein Tier, das zur Projektionsfläche wurde – für Mitgefühl, Wut, Hoffnung und moralische Fragen. Warum fiebern so viele Menschen mit einem Wal mit, während gleichzeitig menschliches Leid weniger Aufmerksamkeit bekommt? Ist das Mitgefühl oder Ablenkung? Und wo liegt eigentlich die Grenze zwischen Helfen und Loslassen? Diese Folge zeigt: Es gibt nicht die eine richtige Antwort. Aber es gibt viele Perspektiven – und genau die schauen wir uns an.