Skip to content
Artwork for Morgenimpuls
Morgenimpuls · Yesterday · 3 min

Weil das Evangelium nicht altert

Morgenimpuls mit Schwester Katharina Kinder und junge Jugendliche haben ja oft die geniale Fähigkeit Fragen zu stellen oder Bemerkungen zu machen, die vielleicht zum Lachen reizen oder sich so in den Gedanken festsetzen, dass man es so schnell nicht vergisst. So ist es mir passiert bei den Klostertagen der sechsten Klassen unserer St. Franziskusschule im Januar. Nach meinen Erzählungen aus dem Leben des heiligen Franziskus hat mich dann unterwegs im Mutterhaus ein pfiffiger Schüler angesprochen und gefragt: Wieso hast Du den Franziskus eigentlich immer noch so gern? Der ist doch schon solange tot?Erst habe ich geschmunzelt und dann habe ich ihm erzählt, dass mich viele Legenden und Geschichten aus seinem Leben immer wieder sehr ansprechen und immer neu begeistern und dass solche Sachen einfach nicht alt werden, auch wenn dieser Mensch schon so lange tot ist. Und wir kamen auf das Vaterunser und dass das Gebet von Jesus ist, der uns auch heute immer noch so im Gedächtnis ist, obwohl das noch viel älter ist. Weil das Evangelium nicht altert. Und weil wir auch heute immer neu schauen, was es für uns bedeutet und wie wir heute diese Botschaften von Jesus lesen, verstehen und in Worte und Taten übersetzen können.Im heutigen Abschnitt aus dem Lukasevangelium erzählt Jesus, dass doch jeder vernünftige Mensch seinem Freund aus der Patsche hilft, wenn er darum gebeten wird. Und er geht sogar soweit, dass er sagt: Sogar ihr, die ihr oft böse seid, gebt euren Kindern nur Gutes. Also wird euer himmlischer Vater, der alle seine Kinder liebt, euch Gutes geben, wenn ihr darum bittet. Wenn wir denken würden, dass diese Geschichte doch schon 2.000 Jahre alt ist und nur damals gegolten hat, würden wir heute nicht mehr an Gott glauben und ihn um Hilfe bitten, in vielen Dingen, die uns beschäftigen und Sorgen machen. Weil das Evangelium nicht altert.Vielleicht finde ich dieses Wort deshalb so spannend, weil es über unserem heutigen dritten Abend zu Ehren des heiligen Franziskus im Mutterhaus steht. Der Kapuziner Professor Dr. Bruder Stefan Walser von der Universität Bonn wird alte und neue Erkenntnisse aus der Franziskusforschung mit dem eigentlichen Ideal des heiligen Franziskus verbinden, nämlich das Evangelium zu verkünden mit Worten und noch mehr mit dem alltäglichen Tun und Leben. Umrahmt wird der Abend mit außergewöhnlichen Klängen mit Klangschalen von Frau Bonzel-Friedrich, einem Imbiss und Austausch zu den Themen des Vortrags. Ich bin gespannt und wer von Euch Zeit und Lust hat, ist herzlich eingeladen.

0:00-3:55

transcript

No transcript — this publisher did not publish one.

show notes

Morgenimpuls mit Schwester Katharina
Kinder und junge Jugendliche haben ja oft die geniale Fähigkeit Fragen zu stellen oder Bemerkungen zu machen, die vielleicht zum Lachen reizen oder sich so in den Gedanken festsetzen, dass man es so schnell nicht vergisst. So ist es mir passiert bei den Klostertagen der sechsten Klassen unserer St. Franziskusschule im Januar. Nach meinen Erzählungen aus dem Leben des heiligen Franziskus hat mich dann unterwegs im Mutterhaus ein pfiffiger Schüler angesprochen und gefragt: Wieso hast Du den Franziskus eigentlich immer noch so gern? Der ist doch schon solange tot?Erst habe ich geschmunzelt und dann habe ich ihm erzählt, dass mich viele Legenden und Geschichten aus seinem Leben immer wieder sehr ansprechen und immer neu begeistern und dass solche Sachen einfach nicht alt werden, auch wenn dieser Mensch schon so lange tot ist. Und wir kamen auf das Vaterunser und dass das Gebet von Jesus ist, der uns auch heute immer noch so im Gedächtnis ist, obwohl das noch viel älter ist. Weil das Evangelium nicht altert. Und weil wir auch heute immer neu schauen, was es für uns bedeutet und wie wir heute diese Botschaften von Jesus lesen, verstehen und in Worte und Taten übersetzen können.Im heutigen Abschnitt aus dem Lukasevangelium erzählt Jesus, dass doch jeder vernünftige Mensch seinem Freund aus der Patsche hilft, wenn er darum gebeten wird. Und er geht sogar soweit, dass er sagt: Sogar ihr, die ihr oft böse seid, gebt euren Kindern nur Gutes. Also wird euer himmlischer Vater, der alle seine Kinder liebt, euch Gutes geben, wenn ihr darum bittet. Wenn wir denken würden, dass diese Geschichte doch schon 2.000 Jahre alt ist und nur damals gegolten hat, würden wir heute nicht mehr an Gott glauben und ihn um Hilfe bitten, in vielen Dingen, die uns beschäftigen und Sorgen machen. Weil das Evangelium nicht altert.Vielleicht finde ich dieses Wort deshalb so spannend, weil es über unserem heutigen dritten Abend zu Ehren des heiligen Franziskus im Mutterhaus steht. Der Kapuziner Professor Dr. Bruder Stefan Walser von der Universität Bonn wird alte und neue Erkenntnisse aus der Franziskusforschung mit dem eigentlichen Ideal des heiligen Franziskus verbinden, nämlich das Evangelium zu verkünden mit Worten und noch mehr mit dem alltäglichen Tun und Leben. Umrahmt wird der Abend mit außergewöhnlichen Klängen mit Klangschalen von Frau Bonzel-Friedrich, einem Imbiss und Austausch zu den Themen des Vortrags. Ich bin gespannt und wer von Euch Zeit und Lust hat, ist herzlich eingeladen.